• Startseite
  • The Spirit
  • SoE-Shop

Spirit of Entebbe

It was a daring raid. Even by Israeli standards.

Feeds:
Artikel
Kommentare

Die Einen so, die Anderen so

März 19, 2008 von Claudio Casula

Viel ist in diesen Tagen von offizieller Seite die Rede von der historischen Verantwortung Deutschlands, die das Land verpflichte, an der Seite Israels zu stehen. Dabei gibt es zahllose Gründe, sich als Deutscher, als Europäer, im Nahostkonflikt auf die Seite des jüdischen Staates zu schlagen. Gleichwohl schreibt Josef Joffe in der ZEIT, dass laut einer aktuellen Umfrage nur drei Prozent der Deutschen sich klar zu Israel bekennen, während satte 91 Prozent für strikte Neutralität plädieren.

Dabei ist höchst zweifelhaft, ob das Ergebnis so oder ähnlich lauten würde, wären den Leuten ein paar simple Tatsachen bewusst, die vor allem Eines deutlich machen: dass man als Mensch mit westlichem Werteverständnis gar nicht anders kann als Partei für Israel zu ergreifen.

Denn die Einen sind so und die Anderen so.

Die Einen lassen 1,4 Millionen Araber als Staatsbürger mit allen politischen Rechten in ihrem Staat leben und dulden selbst Politiker in ihrem Parlament, die sich offen staatsfeindlich gebärden, ja sie zahlen sogar der Familie eines arabischen Staatsbürgers, der bei einem von ihm verübten Terroranschlag starb, eine Hinterbliebenenrente.
Die Anderen wollen keinen einzigen Juden auf dem von ihnen kontrollierten Gebiet wohnen sehen und drohen bei Landverkauf an Juden mit der Todesstrafe.

Die Einen singen in ihrer Nationalhymne „Hatikva“ von der „Sehnsucht nach Zion“ und der Hoffnung, nach zweitausend Jahren wieder „ein freies Volk zu sein in unserem Land“.
Die Anderen in ihrer Hymne „Biladi“ von „meiner Entschlossenheit, meinem Feuer und dem Vulkan meiner Rache“, „dem Verlangen meines Blutes nach meinem Land und Heim“, von „der Entschlossenheit des Windes und dem Feuer der Waffen“, und sie schwören: „Ich werde als Guerilla leben, ich werde als Guerilla weiter machen, ich werde als Guerilla sterben.“

Die Einen gewähren die freie Ausübung der Religion und überlassen den Muslimen sogar auf ihnen selbst heiligem Territorium, dem Tempelberg, die Selbstverwaltung.
Die Anderen schänden das Josephsgrab und das Grab der Rachel und leugnen die historische und religiöse Verbindung der Juden zu Jerusalem.

Die Einen leisten sich eine Friedensbewegung.
Die Anderen wissen gar nicht, was das ist.

Das Staatsoberhaupt der Einen ermuntert die internationale Gemeinschaft zu Finanzhilfen an die Palästinenser.
Der Präsident der Anderen stellt Israel bei jeder Gelegenheit wegen „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ an den Weltpranger und möchte den „bewaffneten Kampf“ dem Friedensprozess dann wieder vorziehen, wenn der Zeitpunkt erfolgversprechender erscheint.

Die Einen sind bereit, für den Frieden oder doch zumindest für eine gewisse Sicherheit große Teile eroberten Landes aufzugeben.
Die Anderen haben sich bis heute nicht mehrheitlich dazu durchringen können, sich mit der bloßen Existenz der anderen Seite abzufinden.

Die Extremisten der einen Seite bauen „illegal“ Häuser.
Die Extremisten der Anderen bomben sich inmitten von Menschenansammlungen in Cafés und Bussen in die Luft.

Die Einen sind durch das Gewaltmonopol des Staates ein verlässlicher Verhandlungspartner.
Die Anderen lassen ihre Schlips und Kragen tragenden Politiker den Terror verurteilen, während der „bewaffnete Arm“ der Partei fröhlich weiterbomben darf.

Die Einen bemühen sich, im Kampf Zivilisten zu schonen, selbst zu dem Preis, das Leben der eigenen Soldaten einem Risiko auszusetzen; treffen sie Unschuldige, bedauern sie dies offiziell.
Die Anderen nehmen fast ausschließlich Zivilisten aufs Korn und feiern gelungene Attentate auf Kinder, Jugendliche und andere Nichtkombattanten mit Gejohle, Freudentänzen und Schüssen in die Luft sowie dem Verteilen von Süßigkeiten.

Die Einen sind bereit, Land für Frieden zu geben.
Die Anderen wollen das ganze Land und sind bereit, bis dahin Krieg zu führen.

Die Einen lassen ihre Kritiker bei großen Tageszeitungen arbeiten und verleihen ihnen mitunter sogar Preise.
Die Anderen erschießen Abweichler als „Kollaborateure“ unter dem Jubel des Mobs.

Die Einen setzen seit 60 Jahren auch in Kriegszeiten unbeirrt auf ihre demokratischen Institutionen; auch wenn nach der Veröffentlichung von Berichten von Untersuchungsausschüssen namhafte Politiker ihren Hut nehmen müssen.
Die Anderen liefen jahrzehntelang einem Trickser, Erzterroristen und politischem Hasardeur hinterher, der nach außen vom „Frieden der Tapferen“ sprach, während er die eigenen Leute zum „Dschihad“ anstachelte, und klären heute ihre Machtfragen im offenen Bürgerkrieg.

Die Einen erziehen ihre Kinder in der Schule zum Verständnis für die Positionen des anderen.
Die Anderen staffieren schon ihre Kleinkinder mit Uniformen und Waffenattrappen aus, indoktrinieren sie im Fernsehprogramm mit antisemitischen Stereotypen und impfen ihnen in der Schule den Hass auf Juden ein, bis sie bereit sind, sich als Halbwüchsige in einem sinnlosen Kampf aufzuopfern.

Die Einen hinterfragen permanent ihre eigene Politik und richten sie je nach den Verhältnissen neu aus.
Die Anderen beharren unter Verweis auf „heilige Rechte“ auf ihren Maximalforderungen und machen so jeden Kompromiss unmöglich.

Die Einen trauern an den Särgen ihrer Toten.
Die Anderen zerren die Leichname für die Kameras ans Tageslicht, um Emotionen zu schüren und nutzen die Gelegenheit des Begräbnisses, um bei einem Massenaufmarsch „Rache“ zu schwören.

Die Einen schämen sich für einen der ihren, der sich eines Verbrechens schuldig gemacht hat und bestrafen den Täter.
Die Anderen feiern ihre Mörder als „Märtyrer“, preisen sie öffentlich, benennen Straßen, Plätze und Fußballturniere nach ihnen und lassen ihre Kinder mit Sammelbildchen der Terroristen dealen.

Die Einen leisten sich eine Presse, die täglich die Politik des eigenen Landes gnadenlos kritisiert.
Die Anderen dulden keinerlei unliebsame Berichterstattung, bedrohen und kidnappen auch schon mal Journalisten.

Die Einen sehen die Notwendigkeit eines historischen Kompromisses ein, um einen Jahrzehnte alten Konflikt zu beenden.
Die Anderen kennen nur „Alles oder Nichts“, weswegen sie bis heute mit fast leeren Händen dastehen.

Die Einen werden aktuell durch 12 Parteien im Parlament vertreten: Parteien der Mitte, nationale, konservative, linke und religiöse Parteien, eine Rentnerpartei, eine Einwandererpartei und zwei arabische bzw. kommunistische Parteien.
Die Anderen haben die Wahl zwischen einer säkularen und einer radikalislamischen Terrororganisation.

Die Einen wählten eine Partei an die Regierung, die mit dem Versprechen antrat, eine Zwei-Staaten-Lösung anzustreben.
Die Anderen wählten eine Bande an die Macht, die in ihrer Charta die Juden für alle Kriege und alle Revolutionen der Geschichte verantwortlich macht, „ganz Palästina“ zu islamischem Land erklärt und in den Videobotschaften ihrer „Märtyrer“ ankündigt, „jüdisches Blut trinken“ zu wollen.

Die Einen schreiben dicke Bücher über ihre Schuld, ihr Versagen und ihre Fehleinschätzungen.
Die Anderen haben sich hoffnungslos in ihrer Larmoyanz über die historische Ungerechtigkeit verstrickt, die ihnen vermeintlich widerfuhr, was ihnen unmöglich macht, jemals Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.

Die Einen bangen um ihre Söhne, wenn diese in den Krieg ziehen.
Die Anderen äußern ihren Stolz, wenn ihre Söhne den Tod gefunden haben und kündigen an, noch mehr ihrer Kinder opfern zu wollen.

Wer sich dies alles deutlich macht und dennoch für strikte Neutralität oder gar für die Unterstützung der palästinensischen Position plädiert, scheint nicht gerade geeignet, gewisse Zweifel an seinem freiheitlichen und demokratischen Bewusstsein zu zerstreuen.

Es könnte aber natürlich auch sein, dass jemand, der Israel in seinem Existenzkampf die Unterstützung verweigert, sich generell durchaus zu Werten wie Demokratie, Meinungsfreiheit, Toleranz, Kompromissbereitschaft, Gleichberechtigung et cetera bekennt, jedoch bereit ist, seine Überzeugungen bei der Beurteilung des Nahostkonflikts über Bord zu werfen. Mit anderen Worten: Es könnte sein, dass ihm der jüdische Staat trotz allem genauso unsympathisch oder gar noch unsympathischer ist als die arabische Seite, die, wie gezeigt, für westliche Werte allgemein eher weniger empfänglich ist.

Nur dann wäre die Frage: warum?

Veröffentlicht in In eigener Sache | 78 Kommentare

78 Antworten

  1. am März 19, 2008 um 9:43 יתרון גדול

    Shalom Claudio,

    genial!

    Aber kannst du noch ein paar Quellen angeben, zumindest fuer einige der Punkte? Dann haette der Text naemlich tatsaechlich die Kraft, Menschen zu ueberzeugen.

    שלום מישראל וכול טוב


  2. am März 19, 2008 um 10:09 Marvin

    Die Einen sind reich. Die Anderen sind arm.

    Die Einen blicken einer gesicherten Zukunft entgegen. Die Anderen sehen keine Perspektiven.

    …

    Und das direkt nebeneinander.


  3. am März 19, 2008 um 10:12 Marvin

    wikipedia zu Israel:

    Fläche: Kernland 20.991 km²/22.145 km²[2]
    BESETZTE (!) Gebiete 6.831 km²


  4. am März 19, 2008 um 10:19 JCS

    Das mit der freien Religionsausübung stimmt ja nun nicht so ganz…so ist das Missionieren in Israel verboten.


  5. am März 19, 2008 um 10:24 Ruth Spicker

    ….es bedarf eigentlich keiner Vergleiche,
    keine Gegenüberstellung um für ISRAEL zu sein…..
    Es kommt von innen, weil es der gesunde Menschenverstand unmißverständlich klar macht, ohne wenn und aber.


  6. am März 19, 2008 um 10:34 ariel

    Ja, Marvin, die anderen sind arm. Aber für Waffen und Munition scheint es noch zu reichen.


  7. am März 19, 2008 um 10:36 Claudio

    @ Marvin

    Wenn die Einen „reich“ sind und die Anderen arm – muss das dann die Schuld der Erstgenannten sein? Die Palästinenser sind deswegen arm und perspektivlos, weil sie sich einer Führung ausgeliefert haben, die lieber auf Krieg setzt als auf eine friedliche Lösung. Sonst sähe es dank internationaler Hilfen dort wesentlich besser aus.

    Besetzte Gebiete, umstrittene Gebiete: Schon mal was von der Autonomie gehört? Hätten die Palästinenser ihre Chancen nach Oslo genutzt, sie hätten längst ihren Staat.

    Und besetzt wurden die Gebiete in einem Krieg, den Ägypten und Jordanien zu verantworten hatten.

    Ich bitte um gute (gegen-)Argumente statt zusammenhangloser Schnipsel. Danke.


  8. am März 19, 2008 um 10:43 Lukas

    ich finde es mühsam immer wieder wie ein Mantra „Die Einen tun dies…die Anderen tun das“ zu lesen. Ansonsten ein guter Text mit guter Absicht.

    כל טוב!


  9. am März 19, 2008 um 10:55 Mike

    Wie wahr die Punkte doch sind…

    Perspektive ist etwas, das man sich schaffen kann, wenn man sich denn mal dazu entschließen würde Frieden zu wollen.


  10. am März 19, 2008 um 10:56 Michael

    Hervorragender Kommentar !
    Waum wird in unserer freien Presse darauf nicht mehr hingewiesen ?
    Man kann noch ergänzen (zur Frage arm und reich):
    Die einen arbeiten und kultivieren das Land – die anderen
    lassen sich mit Milliarden subventionieren und verpulvern das Geld in Korruption, Bomben und Waffen.
    Es gibt wohl kein Volk auf der Welt, dem so viel Geld in den Hintern geschoben wird, wie den Palästinensern, und die sowenig daraus machen.


  11. am März 19, 2008 um 11:30 David Harnasch

    @Marivn
    Und was willst Du uns damit sagen? Das deutsche Reich war auch mal größer als Deutschland heute. Wer Kriege beginnt und verliert bezahlt das üblicherweise u.A. mit Gebietsverlusten.


  12. am März 19, 2008 um 11:38 Mario K.

    Was ist nicht schon alles ueber diesen Konflikt geschrieben worden…

    Manchmal wuerde ich mir tatsaechlich weniger Kommentare wuenschen. Vor allem diese sich staendig wiederholenden Ratschlaege von korrekten Zeitgenossen tragen u.a. auch dazu bei, dass sich die deutsche Oeffentlichkeit genervt zeigt. Vor allem aber zeugen viele Kommentare von Unwissenheit und sind gemessen am Leid auf beiden Seiten respektlos. –Davon kann in Ihrem Beitrag nicht die Rede sein!

    Arabische Staaten, wie bspw. das Koenigreich Bahrain, unterhalten diplomatischen Austausch mit dem Staat Israel. Der Aussenminister antwortete genervt auf die Frage des Warum: Israel besteht und wird auch in der Zukunft bestehen. Die Palaestinenser sollen aufhoeren mit dem Gejammer! Sie sollen nehmen, was verhandelbar ist und Sorge fuer die Zukunft ihrer Kinder (Schulen, Strassen, Hospitaeler) tragen.

    Gleiche Meinung habe ich im Koenigreich Saudi Arabien gehoert. Und es sollte nicht vergessen werden, dass der Topterrorist Nr.1 (vor al Quaida) zusammen mit Saddam Kuwait und Saudi ueberrant hat. Brueder?


  13. am März 19, 2008 um 12:13 Olaf

    @Marvin
    >>
    Die Einen sind reich. Die Anderen sind arm.
    <>
    Die Einen blicken einer gesicherten Zukunft entgegen. Die Anderen sehen keine Perspektiven.
    <<

    Ich hoffe auch auf die gesicherte Zukunft der einen, obwohl diese stets massiv bedroht wird. Das die anderen keine Perspektive sehen, ist deren Problem. Solange sie sich nicht endlich mal am Riemen reißen und zum Beispiel darauf verzichten, ihre Kinder im Bombengürtel anstatt mit der Milchkanne auf den Markt zu schicken, gibt es natürlich auch keine Perspektiven.

    @Hr. Casulo: Der Text hat mir sehr gefallen!


  14. am März 19, 2008 um 12:14 Schlens

    Marvin: Und wessen Schuld ist das?


  15. am März 19, 2008 um 1:09 Albert

    Sehr guter Artikel.
    Nicht wegen der Tiefe, sondern aufgrund der Knappheit.
    Sehr gut um nicht-Intellektuelle und manches schief sehende Menschen aus ihren Mantren herauszubringen.
    Es ist wichtig, knappe und einfache Formulierungen für diese Umstände zu finden, um auch die zu treffen, die sich keine ganzen Bücher antun wollen..

    Wichtig aber finde ich(und von mir nicht auflösbar(hab auch kein Geschichtswissen)): die moralischen Legtimationen für den Siedlungsbau, auch wenn diese natürlich nicht glasklar richtig sein können.
    Mir scheint die deutsche Bevölkerung hat manchmal ( mehr oder weniger)unverschuldet zuviel Platz für Projektionen, z.B. kennt keiner so richtig israelische Ansichten zu den Pros und COntras des Siedler Debatten, also ensteht die Möglichkeit, zu glauben, die sind einfach nur unverschämt und keiner sagt was dazu(also willkür, die vom gesamten kollektiv mit wohlwollen getragen wird).

    Machts gut


  16. am März 19, 2008 um 1:11 Albert

    Mit der letzten Klammer wollte ich natürlich die potentielle
    spontane These der so informierten Deutschen plakatieren


  17. am März 19, 2008 um 1:19 schomeret

    @marvin

    und die einen bauen die Gewächshäuser und die anderen demolieren sie

    und die einen säen Gemüse und die anderen Hass

    und die einen sind von Beruf IT-Spezialisten, Anwälte, Fremdenführer, Bäcker, Ärzte, Lehrer, Physiker, Bauern und die anderen Berufsrevoluzzer, Vollerwerbsterrorist und Ganztagsmärthyrer

    die einen stellen Kleidung, Lebensmittel, Elektrogeräte, Software und sonstige Dinge des täglichen Lebens her und die anderen sich unentwegt selbst als Opfer dar

    und die einen lieben das Leben und die anderen den Tod

    und die einen haben meine Sympathie und Unterstützung und die anderen nicht


  18. am März 19, 2008 um 1:27 Medea

    @10 Michael

    Deinem Kommentar kann ich nur zustimmen. Genauso sehe ich das auch.

    Deine Frage „Warum wird in unserer freien Presse darauf nicht mehr hingewiesen?“

    Wahrscheinlich resultiert es aus grundsätzlichem Antisemitismus, der sich heute Antizionismus nennt, dann den linken 68er Antisemitismus, bei gleichzeitiger deutscher Schuldabweisung im Sinn von „die Juden sind auch nicht besser als die Nazis“ etc.


  19. am März 19, 2008 um 1:48 alexis trumpf

    @schlens

    ich bin zwar nicht der adressat ABER…

    ich haette da mal so einen verdacht:
    wessen religion es erlaubt daraus einen derartigen todes- und maertyrerkult herauszudestillieren, der wird es schwer haben fuer sich und seine nachfahren im hier und jetzt akzeptable lebensumstaende zu schaffen zu wollen.
    und sei es um den preis von kompromissen in gebietsanspruechen .
    mein tip daher: ein gewisser mohammed


  20. am März 19, 2008 um 2:12 Dennis

    Sehr schöner Text!
    Danke!


  21. am März 19, 2008 um 2:27 Abe

    >Solange sie sich nicht endlich mal am Riemen reißen und zum >Beispiel darauf verzichten, ihre Kinder im Bombengürtel anstatt mit >der Milchkanne auf den Markt zu schicken, gibt es natürlich auch >keine Perspektiven.

    Es erscheint mir ein bisschen verkürzt, das Problem auf mangelnden Voluntarismus zu reduzieren – zudem beißt es sich, einerseits zu behaupten, es wird schon von kleinauf indoktriniert (nicht zuletzt in institutionalisierter Form durch Schulen) aber dann von den Personen, die ebenjene Indoktrination durchlaufen haben, ‘freie Entscheidungen’ zu erwarten.

    Nichtsdestotrotz ist es natürlich ein unzulässiges Argument von Marvin, Armut auf der einen Seite und (vermeintlichen) Reichtum auf der anderen gegenüberzustellen. Das insinuiert, es stünde beides wie eine Art Nullsummenspiel in kausalem Zusammenhang.


  22. am März 19, 2008 um 2:32 Mika

    Ist das langweilig! Sie schreiben jedesmal den denselben Text, nur mit jeweils anderen Worten: Israelis gut, Palästinenser schlecht. Und häufen dafür einen einseitigen „Beweis“ auf den anderen. Wie kindisch und dumm. Und ihre bestellten Claqueure („Genial!“) sind auch immer dieselben.


  23. am März 19, 2008 um 2:37 Bandleader

    Der Text von Claudio ist ausgezeichnet. Für jeden objektiv denkenden Menschen soll es klar sein, für wen sein Herz schlägt. Aber nur für jeden objektiv Denkenden. Leider davon gibt es nicht zu viele. Die Mehrheit – aus welchen Gründen auch immer – hat keine Lust oder keine Fähigkeit objektiv zu denken. Ein Vertreter von diesen verleugneten Spezis, der sich hinter dem Pseudonym „Bürol Kulut“ versteckt, hat gerade im Forum von DIE ZEIT Onleine seine Meinung zum Text von Claudio Casula abgegeben:

    „Also Sie kennen die Fakten wohl nicht, wenn Sie Texte von dümmlichen Schreiberlingen verlinken, die wegen fehlender Intelligenzleistung nicht mal mitbekommen haben, dass Israel eine Besatzung ausübt. Insofern ist der restliche Schwachsinn wie z.B. Land gegen Frieden (Was meint er wohl? Dass die Palästinenser umso Friedensbereiter werden sollen, umso mehr Land ihnen gestohlen wird?) oder die Israelische Zuverlässigkeit (Friedensgespräche wie Annapolis zu Sabotieren?) nur natürliche Folge extremer Dummheit.“

    Bürol Kulut ist bei DIE ZEIT Online Forum mittlerweile bekannt, dass er Leuten, die seine perverse Meinung nicht teilen Dummheit, Ahnungslosigkeit und Intelligenzmangel unterstellt.
    http://kommentare.zeit.de/commentsection/url/2008/13/Merkel-Israel


  24. am März 19, 2008 um 3:07 Bandleader

    Und wie der Text von Claudio Casula den „Antizionisten“ Bürol Kulut“ wirklich wurmt, erfahren wir in seinem nächstem Kommentar als Reaktion auf den Lob des verlinkten Texttes von CC:

    “ … wenn man Texte von Trotteln lobt, die nicht mal in der Lage sind, die Existenz des elementaren Problems, der Besatzung, überhaupt wahrzunehmen.
    …

    Bleibt zu klären, warum Sie zionistischen Schwachsinn verlinken, obwohl Sie die Fakten doch anscheinend besser kennen. Haben Sie ein persönliches Interesse, dass sich Israel als Herrenvolk verkauft? Steigert das Ihr persönliches Selbstbewusstsein, andere Menschen (speziell Palästinenser) erniedrigt, getötet und beherrscht zu sehen?“

    Und die Redaktion DIE ZEIT online erlaubt dem Bürol Kulut solcher Schwachsinn zu veröffentlichen. Das nenne ich die Meinungsfreiheit.


  25. am März 19, 2008 um 3:15 Marvin

    Ich bin kein Experte des Nahostkonfliktes. Allerdings kommt Israel sicherlich nicht nur die Opferrolle zu, dafür aber auch ein großes Maß an Verantwortung für dessen Lösung.

    Natürlich ist das Verhalten der Palästinenser, das viel insgesamt viel radikaler und menschenverachtender als das der Israelis ist, durch nichts zu rechtfertigen. Allerdings muss man sich die Situation der Palästinenser wirklich bewusst machen. In ihrer katastrophalen Situation sind sie sehr viel leichter zu radikalisieren, als Menschen, die unter normalen Verhältnissen leben können. Sie werden viel leichter und öfter In die Gewalt und den Hass, der aus ihrer Perspektive gerechtfertigt erscheinen kann, hineingezogen.

    So sind die Palästinenser sind nicht einfach „die Schuldigen“, sondern auch Opfer ihrer Situation. Sicherlich muss Israel sich verteidigen, aber mit Gewalt ist der Konflikt niemals zu lösen und Israel ist schon des öfteren über das Ziel hinausgeschossen. Nur mit Verständnis und Entgegenkommen des Stärkeren ist der Friede letztendlich möglich.

    In diesem Konflikt, indem auf beiden Seiten Irrationalitäten wie religiöse Gefühle eine Rolle spielen, hat sich übrigens auch Israel mehrfach völkerrechtswidrig verhalten, u.a. durch die Annexion der Golanhöhen.
    Und diese Annexionen damit zu rechtfertigen, dass das in einem Krieg eben so üblich sei (11), ist als abstoßend zu bezeichnen.

    Zwar bin ich vielleicht auch noch, wie der Großteil der Deutschen, eher unwissend. Dennoch ist mit Schwarzweiß-Malerei und starker Subjektivität niemandem geholfen.


  26. am März 19, 2008 um 3:24 Sven

    @ Schlens

    Die Frage möchte ich beantworten: Immer und grundsätzlich und jederzeit die Anderen. Niemals aber auch wirklich niemals man selber.


  27. am März 19, 2008 um 4:24 Ella

    Die Palästinenser sind nicht allein schuld. Es gab nach dem 2. Weltkrieg viele Vertriebene in Deutschland und Österreich, in Israel (nicht nur aus Europa, sondern auch aus arabischen Ländern). Auch nach dem 1. Weltkrieg gab es Bevölkerungsuastausch zwischen der Türkei und Griechenland. Alle Flüchtlinge wurden aufgenommen und versorgt. Nur für die Palästinenser hatten die lieben arabischen Brüder kein Land und keine Bürgerrechte.

    Von dem Geld, das in all den Jahren für ihre Unterhaltung und Bewaffnung ausgegeben wurde, könnte ihnen längst ein normales Leben aufgebaut werden, aber das war eben nicht das Ziel.

    Heute können sie sich ganz einfach keinen Frieden leisten, denn nur für den Krieg werden sie von allen Seiten bezahlt. Sind sie morgen keine Flüchtlinge, sondern Bürger eines unabhängigen Staates, wird die UNO sie nicht mehr finanzieren, wird Europa ihre Infrastruktut nicht mehr unterhalten, wird Rußland keine Waffen mehr schenken. Die iranischen Zahlungen an die Selbstmörderfamilien bleiben ebenfalls aus. Wovon sollen sie leben?


  28. am März 19, 2008 um 5:10 Schonzeit

    leider ist der Text an sich zwar gut von den Ansätzen her, aber verfälllt so sehr in Schwarz/Weiß malerei, dass er eigentlich an sich nichts aussagen kann, denn wenn man erstmal anfängt über das Gut und das Böse in diesem Beitrag nachzudenken, dann wird einem recht schnell klar, dass hier Opfer und Täter beschworen werden im klassischen Sinn.

    Weniger wäre hier sicher mehr gewesen.


  29. am März 19, 2008 um 5:49 Maria v. Boisse

    Mir ist es, trotz der gewaltigen Worte und der damit a priori unterstellten Selbstverständlichkeit der Qualifikation der Einen und der dadurch bedingten Disqualifikation der Anderen, ein zu simples Schema nach dem hier Unterstützung nicht erbeten, sondern – selbstverständlich – gefordert wird. Jede Seite gibt sich eine, selbstverständlich nur für sie gültige Generalabsolution mit der Begründung des Unrechts der Anderen. Das Ewige Rein und Raus-Spiel.

    Meine Frage an den Verfasser und alle selbstverständlichen Unterstützer, sowie alle selbstverständlichen Kritiker der jeweils Anderen: Welche Vorschläge zur Lösung des Konflikts, außer dem Ausschluss der Anderen, habt ihr? Wie schafft es ein Jude mit einem Palästinenser in einem Land zu leben – und wie ein Palästinenser mit einem Juden? Wie überzeuge ich meine Kinder die Anderen nicht zu töten, sondern mit ihnen zu leben? Wer beginnt? Der Eine oder der Andere? Beide? Keiner? Daniel Barenboim hat beide Staatsbürgerschaften und arbeitet mit Menschen beider Seiten. Was sind Eure Vorschläge, vor allem – was ist Euer Handeln? Ich bin gespannt.


  30. am März 19, 2008 um 6:15 DER MISANTHROP » Blog Archiv » Merkel in Israel > merkliche Kritik

    [...] Kritik an Frau Merkel ~ Zu Angela Merkels Knesset-Rede (1) ~ Zu Angela Merkels Knesset-Rede (2) ~ Die Einen so, die Anderen so « R.I.P., Arthur C. [...]


  31. am März 19, 2008 um 6:47 Und wieder nur ein Link « Der Lindwurm

    [...] Die einen so, die anderen so  [...]


  32. am März 19, 2008 um 6:52 Stefan

    @Maria v. Boisse (29)
    „Wie schafft es ein Jude mit einem Palästinenser in einem Land zu leben – und wie ein Palästinenser mit einem Juden?“
    Frag doch am Besten einen in Israel lebenden Araber, der dir bestätigen wird, dass er dort mehr Rechte hat als er in der gesamten arabischen Welt hätte. Einen Juden im Gaza-Streifen kannst du leider nicht fragen, weil es ihn nicht gibt.
    Die schwierige Frage für dir Israelis lautet: wem soll ich meine Hand zum Frieden reichen, der sie mir nicht gleich abhacken will? Und die Frage für jeden „Palästinenser“ ist: wie kann ich eine Hand des Friedens anbieten, ohne als Kollaborateur sofort erschossen zu werden. Den Platz für Friedensverhandlungen kann man sich auf dieser Seite nur durch Terrorismus erkämpfen, nicht durch Einsatz für den Frieden. Ich befürchte nur, dass sich die Strolche, die Kassam-Raketen auf Israel abschießen, sich von Daniel Barenboim nicht beeindrucken lassen, die würden sicher lieber auf der Stalin-Orgel spielen.


  33. am März 19, 2008 um 7:05 פץ

    die staatsbürgerschaft eines nicht existierenden staates. toll!

    „Wie überzeuge ich meine Kinder die Anderen nicht zu töten, sondern mit ihnen zu leben?“
    geh nach israel und frag eltern. die machen das und wissen es. wie haben es deine eltern gemacht?!

    außerdem gilt auch hier:
    „wer nicht partei ergreifen kann, der hat zu schweigen.“


  34. am März 19, 2008 um 9:11 Wullenwever

    @29 – Wenn auf der einen Seite das Recht steht und auf der anderen Seite das Unrecht, dann kann man nicht mit beiden koalieren. Man muss sich für eine Seite entscheiden. Auch wenn es Dir vielleicht ein wenig zu anstrengend ist.


  35. am März 19, 2008 um 9:52 Olaf

    @Abi:

    >> Es erscheint mir ein bisschen verkürzt, das Problem auf mangelnden Voluntarismus zu reduzieren – zudem beißt es sich, einerseits zu behaupten, es wird schon von kleinauf indoktriniert (nicht zuletzt in institutionalisierter Form durch Schulen) aber dann von den Personen, die ebenjene Indoktrination durchlaufen haben, ‘freie Entscheidungen’ zu erwarten. <<

    Sie lesen da mehr Subtext, als vorhanden ist.
    Aber: das palästinensische Kinder schon von klein auf im Ungeist einer gewalttätigen Kultur aufgezogen werden, um später mal einen properen Märtyrer abzugeben, kann wohl kaum bestritten werden. Die Demonstrationen sind mittlerweile auch schon in Europa zu bewundern, bei denen stolze Väter Kleinkinder mit Bombenattrappen und grünen Kopftüchern über ihren Köpfen schwenken. Von schulischer Indoktrination habe ich auch nicht gesprochen, aber diese gibt es ja tatsächlich. Und ganz tolle Zeichentrickfilme, die früher sonst nur im Stürmer gezeigt wurden, um es mal so auszudrücken.
    ‘Freie Entscheidungen’ habe ich auch nicht vorausgesetzt. Ich dachte eher an die ‘richtigen’. Gegen freie Entscheidungen scheinen die Palästinenser ja etwas zu haben, obwohl sie doch regelmäßig dazu eingeladen werden. Eine ‘richtige’ Entscheidung könnte doch zum Beispiel die gegen Gewalt sein. Ich kann mir vorstellen, daß das Wertesystem der Palästinenser völlig aus den Fugen geraten ist, davon handelt in plakativer Art ja auch der obige Text. Im Grunde ist das aber eben doch das Problem der Palästinenser. Nur diese können sich aus dem Kreislauf von Vergeltung, Hass, blabla lösen und sollten sich vielleicht wirklich mal fragen, wieviel mehr sie zu leisten imstande wären, wenn sie ihre Kinder auf eine ordentliche Schule schicken würden und diesen vor allem die Beine lang ziehen, wenn diese sich wieder am Nachmittag auf der Strasse rumdrücken und Steine schmeißen. Oder Raketen zu bauen. Dann könnten schon ein paar Perspektiven am Horizont aufschimmern. Sorry, ist natürlich polemisch, aber nicht minder ernst gemeint.


  36. am März 19, 2008 um 10:17 Ralf

    Ein ansprechender Artikel, der gerade deshalb, weil er plakativ (aber nicht schwarz-weiß!) ist, vieles auf den Punkt bringt. Meiner persönlichen Meinung nach sind „Spirit Of Entebbe“ und „Lizas Welt“ die zurzeit bestens Blogs. Dafür hier mal herzlichen Dank.

    Noch ein Wort zum Verhalten der Araber, die sich in Israels unmittelbarer Nachbarschaft als Palästinenser bezeichnen, obwohl es ihnen letztlich gar nicht um eine eigene Nation geht:

    Der Konflikt wird sich bei allem Entgegenkommen unserer israelischen Freunde, bei noch soviel Geld aus Europa und Amerika, bei allen diplomatischen Bemühungen, niemals lösen lassen: Die sogenannten Palästinenser befinden sich meines Dafürhaltens in einem Eskalationsrausch, der mal mehr oder weniger intensiv ausgeprägt ist, und immer wieder durchbricht. Es muss nur alles immer schlimmer und chaotischer werden, immer blutiger und aggressiver, dann kommt irgendwann das Paradies (natürlich eins ohne Juden). Tief drinnen ist also keinerlei Einsicht oder Willen vorhanden, mit den Israelis Frieden zu schließen.

    Daraus erklärt sich übrigens, davon bin ich überzeugt, die Affinität, die zwischen dem iranischen Diktator und den sogenannten Palästinensern besteht (jedenfalls bei denen, die momentan was zu melden haben und leider auch von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt werden): Auch Ahmadinedschad ist ein großer Anhänger der Eskalation, und ich nehme an, dass er tatsächlich ein solcher Idiot ist zu glauben, dass sein Imam Mahdi im Falle einer nuklearen Auseinandersetzung (zwischen Iran und Israel) auf einer Wolke daher geschwebt kommt, um eine Art islamisches Disneyland auszurufen.

    Wenn ich mit meiner Einschätzung richtig liege, kann es mit solchen Leuten – dem iranischen Präsidenten und palästinensischen Radikalen – immer nur Scheinverhandlungen geben. Und das funktioniert auch sehr gut, weil der Westen von diesen Leuten offenbar gar nichts anderes erwartet.


  37. am März 19, 2008 um 10:20 Veronika

    [Der untenstehende Kommentar ist ausnahmsweise zu schön für den Mülleimer. Rowlf]

    Was für eine übelriechende Jauchegrube ist dieser hoch explosive Spirit of Entebbe? Mit welcher Selbstverständlichkeit fordern die Teilnehmer dieses Streams „uneingeschränkte Solidarität“ mit einer regierungsamtlichen Bande von Mordbrennern, ethnischen Säuberern und Zynisten und vergießt anderereseits gleichzeitig Krokodilstränen über das Verhalten der Chinesen in Tibet, das zwar absolut verurteilungswürdig ist, aber – Hungert China etwa die Tibeter systematisch aus, beraubt sie ihrer Lebensgrundlagen, gräbt ihnen das Wasser ab, interniert sie in Lagern und nimmt ihnen ihre Bewegungsfreiheit, rottet sie systematisch aus wie Olmert, IDF und Co das tun (durchschnittlich 8 ermordete Palästinenser täglich, vorzugsweise Zivilisten, Kindeer und Säuglinge) und übt sich in weinerlichem Wehklagen, wenn die Gegner sich mit ein paar Knallfröschen zur Wehr setzen? Man könnte Kotzen, wenn das alles nicht total lächerlich wäre! Wenn Israel eines Tages in Flammen steht, was eine Tragödie wäre, könnt ihr euch damit schmücken, (auf eure Art) publzistische Schützenhilfe dazu geleistet zu haben.


  38. am März 20, 2008 um 2:06 Bernd Dahlenburg

    „Nur dann wäre die Frage: warum?“

    ———-

    Je bequemer man es sich (Im Westen) eingerichtet hat, und je selbstverständlicher die nachfolgenden Generationen mit dem Gefühl aufwachsen, Demokratie sei etwas, das einem in den Schoß fällt, desto mehr nimmt das Gespür dafür ab, was es bedeutet, um Sicherheit, Freiheit und Demokratie auch mit Gewalteinsatz kämpfen zu müssen.

    Es scheint eine traurige, aber unabänderliche Tatsache zu sein, dass man Freiheit und Demokratie im saturierten Westen erst schätzen lernt, wenn sie von außen gefährdet sind.

    Dass sich dann die Empathie für diejenigen in Grenzen hält, die Freiheit, Demokratie und Sicherheit unter gefährlichsten Bedingungen garantieren, ist dann nur die logische Konsequenz.


  39. am März 20, 2008 um 8:20 Schadenmeldung

    sehr guter vergleich, alle wichtigen punkte sind drin.
    dennoch: wer es bislang nicht kapiert hat, wirds leider nimmer kapieren. denn, die antwort auf die (rhetorische, ich weiß) schlussfrage lautet schlicht antisemitismus.


  40. am März 20, 2008 um 9:29 Got it?!? « SCHADENMELDUNG

    [...] März 2008 von schadenmeldung Für alle, die es immer noch nicht kapiert haben, gibt es hier eine wunderbare Zusammenfassung, warum meine Solidarität Israel gilt. Got [...]


  41. am März 20, 2008 um 12:27 kurnass

    Der Text ist brilliant!

    Losgelöst von Versuchen, mit historischer Entwicklung zum zigstenmale zu überzeugen: diesmal einfach genial, ein paar Fakten aufzuzählen. Ohne Schönfärberei, objektiv, emotionslos, nicht zu leugnen.

    Und die sind 1:1 im Verhältnis von westlicher Welt : arabischen (muslimischen) Welt größtenteils identisch.


  42. am März 20, 2008 um 12:28 frau antje

    Die Liste ließe sich bis ins Unendliche verlängern:

    Die einen leben fröhlich ihre Homosexualität am Strand von Tel-Aviv aus, die anderen können in fünfzig Kilometer Luftlinie davon entfernt froh sein, wenn sie dafür nicht massakriert werden.
    Die einen lassen ihre Kinder mit Palitüchern herumlaufen, die anderen aber wohl kaum mit Kippa.
    Und so weiter und so fort.
    Es ist gerade diese Schwarz-Weiß-Malerei, von der man sich heutzutage noch ein bißchen Durchschlagskraft erhoffen darf.
    Alles andere hat eh keinen Sinn.
    Wir leben in einem Land, indem mehr als die halbe Bevölkerung der Meinung ist, das, was in ‘Palästina’ geschieht, wäre so ziemlich dasselbe, was Opa damals mit den Juden angestellt hat.
    Die Mehrheit der Deutschen will nunmal den bösen Juden am Werk sehen.
    Erstens ist man das so gewohnt, und zweitens trägt diese Art von Projektion zur Entlastung bei.
    Dagegen kann man nicht an.


  43. am März 20, 2008 um 12:42 Stephan

    Ich gehörte früher eher zu den Israelkritikern und Palästinenserverteidiger, bis ich merkte, ich kritisiere nicht, sondern mache ohne Kenntnis der tatsächlichen Lage nur Vorwürfe und nehme dabei Mörder in Schutz. In Deutschland haben wir eine etwas tatsachenferne Vorstellung über Israel und die Juden. Als ich mich mehr mit Israel beschäftigte, sah ich, wie falsch ich doch in den meisten Punkten bzgl. Israels lag. Mein Schlüsselsatz bzw. Denkanstoß war, wenn die Araber die Waffen niederlegen, wird es Frieden geben. Wenn Israel die Waffen niederlegt, wird es kein Israel mehr geben.

    Dein Beitrag mag schwarz-weiß sein, aber er ist ein erstklassiger Denkanstoß in die richtige Richtung. Danke!


  44. am März 20, 2008 um 4:30 Maria v. Boisse

    @ stefan (32)

    quote: „Frag doch am Besten einen in Israel lebenden Araber, der dir bestätigen wird, dass er dort mehr Rechte hat als er in der gesamten arabischen Welt hätte. Einen Juden im Gaza-Streifen kannst du leider nicht fragen, weil es ihn nicht gibt.“

    Nein, ich frage Dich! Ich rede nicht von gleichen oder ungleichen Rechten. Das ist bekannt und jeder, ich betone jeder, der nicht von Blindheit des Hasses geschlagen ist, weiß um den Konflikt der beiden Völkern schadet und alle damit einhergehenden gegenseitigen Vorwürfe, welche sowohl berechtigt sind, als auch propagandistisch genutzt werden.

    Aber ich frage Dich persönlich. Was tust Du zur Lösung des Konflikts? Zur Lösung, nicht Erklärung. Du?

    quote: „Den Platz für Friedensverhandlungen kann man sich auf dieser Seite nur durch Terrorismus erkämpfen, nicht durch Einsatz für den Frieden.“

    Wer auch immer diese Seite sei – Frieden lässt sich nicht durch Gewalt schaffen, weil Gewalt das Gegenteil von Frieden ist. Hat Pessach Frieden gebracht? Kann man „verschonen“ ohne zu verschonen?

    quote: „Ich befürchte nur, dass sich die Strolche, die Kassam-Raketen auf Israel abschießen, sich von Daniel Barenboim nicht beeindrucken lassen, die würden sicher lieber auf der Stalin-Orgel spielen.“

    Das mag sein, aber beeindruckt Dich das?
    ————-

    @ monatsbuch (33)

    quote: „die staatsbürgerschaft eines nicht existierenden staates. toll!“

    Ich führe öfters Gespräche mit ehemaligen jüdischen KZ-Häftlingen und jüdischen Exilanten und Widerstandskämpfern. Sie alle sprachen von Palästina als Staat. Wieso verneinst Du als Verteidiger eines jüdischen Staates die Existenz von Palästina als Staat?

    quote: “Wie überzeuge ich meine Kinder die Anderen nicht zu töten, sondern mit ihnen zu leben?”
    „geh nach israel und frag eltern. die machen das und wissen es. wie haben es deine eltern gemacht?!“

    Nein, ich frage Dich! Wie überzeugst Du Deine Kinder Andere nicht zu töten? Meine Eltern haben es gemacht, indem sie mich von Respekt, Achtung und Liebe gegenüber allen Wesen überzeugt haben. Was mir nicht hilft, wenn mich jemand töten will, was aber jedem hilft, den ich nicht töten will.
    ————-

    @ monatsbuch (33)

    quote: „außerdem gilt auch hier: “wer nicht partei ergreifen kann, der hat zu schweigen.”

    @ wullenwewer (34)

    quote: „Wenn auf der einen Seite das Recht steht und auf der anderen Seite das Unrecht, dann kann man nicht mit beiden koalieren. Man muss sich für eine Seite entscheiden. Auch wenn es Dir vielleicht ein wenig zu anstrengend ist.“

    Das Urteil des Shalomo

    Damals kamen zwei Dirnen und traten vor den König.

    Die eine sagte: „Bitte, Herr, ich und diese Frau wohnen im gleichen Haus, und ich habe dort in ihrem Beisein geboren. Am dritten Tag nach meiner Niederkunft gebar auch diese Frau. Wir waren beisammen; kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren dort. Nun starb der Sohn dieser Frau während der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. Sie stand mitten in der Nacht auf, nahm mir mein Kind weg, während deine Magd schlief, und legte es an ihre Seite. Ihr totes Kind aber legte sie an meine Seite. Als ich am Morgen aufstand, um mein Kind zu stillen, war es tot. Als ich es aber am Morgen genau ansah, war es nicht mein Kind, das ich geboren hatte.“

    Da rief die andere Frau: „Nein, mein Kind lebt, und dein Kind ist tot.“

    Doch die erste entgegnete:„Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.“

    Man brachte es vor den König. So stritten sie vor dem König.

    Da begann der König: „Diese sagt: ‘Mein Kind lebt, und dein Kind ist tot!’ und jene sagt: ‘Nein, dein Kind ist tot, und mein Kind lebt.’“

    Und der König fuhr fort: „Holt mir ein Schwert!“

    Nun entschied er: „Schneidet das lebende Kind entzwei, und gebt eine Hälfte der einen und eine Hälfte der anderen!“

    Doch nun bat die Mutter des lebenden Kindes den König – es regte sich nämlich in ihr die mütterliche Liebe zu ihrem Kind: „Bitte, Herr, gebt ihr das lebende Kind, und tötet es nicht!“

    Doch die andere rief: „Es soll weder mir noch dir gehören. Zerteilt es!“

    Da befahl der König: „Gebt jener das lebende Kind, und tötet es nicht; denn sie ist seine Mutter.“

    Ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie schauten mit Ehrfurcht zu ihm auf; denn sie erkannten, dass die Weisheit Gottes in ihm war, wenn er Recht sprach.

    In diesem Sinne wünsche ich allen ein wirklich gutes Pessachfest in Ehrfurcht und Weisheit.


  45. am März 20, 2008 um 4:48 Das Urteil des Shalomo « Der Volkszustandsbericht!

    [...] zum Artikel: “Die Einen so, die Anderen so” Dieser Eintrag wurde von Maria v. Boisse erstellt und geposted auf Donnerstag, 20. März [...]


  46. am März 20, 2008 um 6:28 Michaela

    Ich finde im Text und in vielen Kommentaren schwingt nicht Trauer, sondern Hass mit. Ihr wollt Frieden und Verständnis für eure Seite, dann fangt doch mal selbst damit an.

    Diskutiert lieber Fragen wie sie Maria v. Boisse (Kommentar 29) gestellt hat. Und berücksichtigt auch die Fakten, die die israelische Seite kritisch darstehen lassen. Denn genau deshalb gibt es doch die Fronten, weil es bei allen nur „gut“ oder „böse“ gibt.


  47. am März 20, 2008 um 7:54 Olaf

    Ich befürchte, heute nachmittag hat jemand versehentlich den heiligen Geist inhaliert und nun ist der leider weg. Sollte er wieder auftauchen, bitte diesen an der Rezeption abgeben, mitsamt dem Rethorik-Handbuch für Sozialpädagogen.


  48. am März 20, 2008 um 9:52 Ostap Bender

    #46

    Ach Michaela. Für jemanden, der die Vorsilbe „Ost“ in seiner Beschreibung benutzt, solltest du lieber den Anfang von Merkels Rede dir mal durchlesen:

    „Umgekehrt habe ich selbst die ersten 35 Jahre meines Lebens in einem Teil Deutschlands ‑ in der DDR ‑ gelebt, der den Nationalsozialismus als westdeutsches Problem betrachtete. Auch den Staat Israel hat die DDR bis kurz vor ihrem Ende nicht anerkannt. Es dauerte über 40 Jahre, bis sich ganz Deutschland sowohl zu seiner historischen Verantwortung als auch zum Staat Israel bekennen konnte.“

    Dann die Worte „Verantwortung“, „Reue“, „Bitte um Versöhnung“ damit verknüpfen.

    Und dann dich vielleicht mal fragen, warum kein einziger der Anderen, die auch die gleiche Vorsilbe „Ost“ benutzen, (kein Leitartikel, kein Kommentar im Fernsehen, keine Stellungnahme, nichts, nada, gar nichts, das große Ost-Schweigen wie immer) öffentlich Stellung zu den Merkels Worten nahm, geschweige denn sich dran anzuschließen! Ich hoffe, dir ist auch bewusst, wie schwerwiegend dieser Vorwurf ist.


  49. am März 20, 2008 um 10:44 taylor1944

    @ Michaela,

    Ahnung vom Nahen Osten hast du keine, oder?

    „Ich finde im Text und in vielen Kommentaren schwingt nicht Trauer, sondern Hass mit.“

    Der Text beschreibt exakt die Situation mit der man tagtäglich konfrontiert ist.

    „Ihr wollt Frieden und Verständnis für eure Seite, dann fangt doch mal selbst damit an.“

    Noch einmal im Klartext. Die Araber im Gaza und der Westbank wollen keinen Frieden. Sie wollen ein Land vom Libanon bis Eilat. Dazu braucht man nur die ständigen Statements lesen. Was glaubst du eigentlich wieviel Zugeständnisse von Israel unternommen wurden und mit Terror beantwortet. 1994 war die überwiegende Mehrheit der Israelis für einen eigenen Staat, mittlerweile sind nur noch Spinner der Meinung, wenn die Araber ihren Staat haben herrscht Frieden. Wer auf arabischer Seite Einsicht zeigt, der ist entweder binnen kurzem tot, oder lebt im Ausland.

    „Und berücksichtigt auch die Fakten, die die israelische Seite kritisch darstehen lassen.“

    Israel steht grundsätzlich kritisch da. Und wenn Israel kollektiven Selbstmord betreibt, ich bin sicher, die deutschen Antizionisten werden sich auch darüber beschweren.
    Ansonsten höre ich mir die Märchen, man darf ja über Israel nichts sagen, seit 30 Jahren an. Irgendwann wird es langweilig.

    @ v. Boisse,

    mal wieder eine Geistesgröße?

    „Das Urteil des Shalomo“

    Der Mann heißt Salomon, oder Shlomo. Kann doch nicht so schwer sein.

    „In diesem Sinne wünsche ich allen ein wirklich gutes Pessachfest in Ehrfurcht und Weisheit.“

    Hossa, also erst einmal feiern wir Purim. Soviel zu Ehrfurcht und Weisheit, wenn man nicht mal eine andere Religion respektiert und diese vereinnahmen möchte. Nächsten Monat feiern wir Pessah, aber ohne dich.

    „Ich führe öfters Gespräche mit ehemaligen jüdischen KZ-Häftlingen und jüdischen Exilanten und Widerstandskämpfern. Sie alle sprachen von Palästina als Staat. Wieso verneinst Du als Verteidiger eines jüdischen Staates die Existenz von Palästina als Staat?“

    Mit wem soll dies denn sein? Als Palästinenser wurden bis zur Gründung des Staates Israel ausschließlich die Juden bezeichnet. Die Araber waren einfach Araber, oder Syrer. Palästina als Staat umfaßte, 8Tung jetzt kommt’s, in der Planung nicht die Westbank, oder den Gaza. Nach dem Teilungsplan 1947 in einen jüdischen und einen arabischen Teil gründeten die Juden Israel und die Araber ließen sich von Jordanien und Ägypten besetzen. Als Palästinenser bezeichnen sie sich selbst erst seit den sechziger Jahren. Die Autonomiegebiete sind auch kein Staat, weder wurde ein Staat gegründet, noch werden die Gebiete als Staat anerkannt. Sollten die Araber in der Westbank und im Gaza ihren Staat wollen, dann können sie ihn haben. Es liegt ganz an ihnen. Bisher haben sie aber keinen Beweis dazu angetreten, im Gegenteil hätten sie es gerne, wenn Städte wie Tel Aviv, Haifa, komplett Jerusalem, Eilat, oder Ashkelon auch zum palästinensischen Teil gehören.

    „Nein, ich frage Dich! Wie überzeugst Du Deine Kinder Andere nicht zu töten? Meine Eltern haben es gemacht, indem sie mich von Respekt, Achtung und Liebe gegenüber allen Wesen überzeugt haben. Was mir nicht hilft, wenn mich jemand töten will, was aber jedem hilft, den ich nicht töten will.“

    Schön, ein Idealist. Geh doch bitte mal nach Gaza und erzähl das mal in einer Religionsschule der Hamas, wo den Kindern eingetrichert wird, Juden sind Affen und Schweine. Erzähl ihnen einfach mal töten ist Unrecht. Man wird dich dort mit offenen Armen empfangen. Entweder erzählt man dir die alte Leier der Juden die kleine Araberkinder schächten und aus dem Blut Mazze machen, oder die hauen dir gleich die Kartoffel vom Hals und schleifen dich, unter der johlenden Zustimmung der Bevölkerung, durch die Straßen von Gaza und hängen dich am nächsten Werbeschild auf.

    „Aber ich frage Dich persönlich. Was tust Du zur Lösung des Konflikts? Zur Lösung, nicht Erklärung. Du?“

    Du hast wirklich keine Ahung vom Nahen Osten. Die Antworten hast du doch schon bekommen. Wenn du keine Ahnung hast, dann ist das dein Problem.

    So langsam gehen mir diese Pseudointelektuellen gewaltig auf die Nerven.


  50. am März 21, 2008 um 12:14 פץ

    @ maria v. boisse (44)

    du darfst mich gerne auch pey-zadik nennen.

    „Ich führe öfters Gespräche mit ehemaligen jüdischen KZ-Häftlingen und jüdischen Exilanten und Widerstandskämpfern. Sie alle sprachen von Palästina als Staat. Wieso verneinst Du als Verteidiger eines jüdischen Staates die Existenz von Palästina als Staat?“

    auf welchen zeitrahmen beziehen sie sich!?!
    (bis 1948 bezeichnete man die im britischen mandatsgebiet lebenden juden als palästinenser)
    gibt es den palästina als staat?

    „Nein, ich frage Dich! Wie überzeugst Du Deine Kinder Andere nicht zu töten? Meine Eltern haben es gemacht, indem sie mich von Respekt, Achtung und Liebe gegenüber allen Wesen überzeugt haben. Was mir nicht hilft, wenn mich jemand töten will, was aber jedem hilft, den ich nicht töten will.“

    das stimmt nicht.
    du hast unter (29) geschrieben:
    „Wie überzeuge ich meine Kinder die Anderen nicht zu töten, sondern mit ihnen zu leben?“

    vielleicht sollten es die araber auch mal versuchen.

    „In diesem Sinne wünsche ich allen ein wirklich gutes Pessachfest in Ehrfurcht und Weisheit.“

    häh?
    meinst du vielleicht purim?!


  51. am März 21, 2008 um 9:20 Susanne

    Israelis und Araber sind Brüde. Verfeindete Brüder, aber Brüder. Sie sind Israel und Ishmael, beide stammen von Abraham ab, beide teilen sich — von der Diaspora mal abgesehen — das gleiche Stück Land seit 5000 Jahren.

    Araber müssen lernen, Israelis als ihre Brüder zu begreifen, um den Anschluss an die Zukunft zu schaffen, und Israelis müssen aufhören, von sich als weiße, europäische Kolonianisten zu denken.

    Deshalb ist auch die Idee eines palästinensischen Staates ein Schritt in die falsche Richtung. Es muss einen einzigen Staat Groß-Israel einschließlich Judäa und Samaria geben — wie es ja auch in der Bibel steht —, in dem alle, Moslems, Juden, Christen, die gleichen Rechte haben, vor allem Freizügigkeit und Wahlrecht und in dem ethnische Semiten friedlich zusammenleben.

    Natürlich muss eine starke Polizei für Ordnung sorgen, um Anfangsschwierigkeiten überwinden zu helfen, und auch iranischen Einfluss sollte man sich verbeten. Aber wenn Palästinenser erst einmal genauso leben dürfen wie israelische Siedler — in Häusern mit Schwimmbecken statt mit täglichen Wassersperren — , gibt es auch keinen Grund mehr für Hass.

    Finanziert werden sollte das von Amerika, da leben ja die meisten Israelfreunde und die tun das ohnehin. Vielleicht würde das sogar eine Auswanderungswelle von amerikanischen Juden nach Israel in Gang setzen.

    Südafrika hat es geschafft, auch Israel kann es schaffen.


  52. am März 21, 2008 um 11:50 Bandleader

    @Michaela
    @Maria v. Boisse

    Um im Leben erfolglos zu bestehen muss man Fakten kennen und keine Wahrheiten verdrängen. Ich nehme an, dass Sie keine Ivrit und Arabisch Kenntnisse vorweisen können und deshalb sind Sie nur auf sekundäre Informationsquelle angewiesen. Dann lesen Sie erstmal das:

    http://spiritofentebbe.wordpress.com/2008/03/20/%e2%80%a6und-sind-so-dumm-als-wie-zuvor/
    bzw. das:
    http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1205420730237&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

    und überlegen Sie sich, ob Sie in einem richtigen Blog posten.

    Das Problem ist nicht der Hass der Israelis auf Palästinenser, sondern der Hass der Palästinenser auf Israelis und Juden. Wer das nicht verstanden hat, der leugnet die Realität.

    Sie beiden sollen sich lieber bemühen die Palästinenser von Vorteilen des Friedens mit Israel zu überzeugen als umgekehrt. Die Parabel von Salomo die Frau Maria von Boiss hier gepostet hat ist eine Frechheit ohne gleichen. Auf heutige Verhältnisse zu übersetzen würde das bedeuten, dass die Juden Israel dem Frieden zu liebe Israel den Palästinensern überlassen sollten und dem Frieden zu liebe sich den moslemischen Pöbel unterwerfen sollen.
    Frau Maria v. Boiss beweist darüber hinaus die grundlegenden Unkenntnisse der Realitäten im Nahen Osten.
    Sie schriebt nämlich:

    „In diesem Sinne wünsche ich allen ein wirklich gutes Pessachfest in Ehrfurcht und Weisheit.“

    Tja, liebe Frau v. Boiss. Heute haben wir Purim kein Pessachfest. Und was Purim bedeutet, sollen Sie bitte in der Bibel im Esther Buch nachschlagen.
    Wie schon mal Dieter Nuhr zu sagen pflegte, wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber die Klappe halten.

    In diesem Sinne: fröhlichen Purim – Purim Sameach


  53. am März 21, 2008 um 11:55 Bandleader

    Korrektur:
    Um im Leben erfolgreich zu bestehen muss man Fakten kennen und keine Wahrheiten verdrängen.


  54. am März 21, 2008 um 12:17 פץ

    susanne!

    was für ein schwachsinn.

    und adam und eva waren mann und frau.
    also sind wir eh alle brüder. yo mir zenen ale brider.

    „groß-israel“ ?!?!

    „und Israelis müssen aufhören, von sich als weiße, europäische Kolonianisten zu denken.“

    was dazu wohl die misrachim sagen werden?

    „ethnische Semiten“

    die semiten sind ein sprachfamilie.
    also: wie wäre es mit einem indogermanischen reich von irland bis bombay? häh!!!?


  55. am März 21, 2008 um 2:21 Maria v. Boisse

    SHALOM

    „der Friede, der allein versöhnt und stärkt, der uns beruhigt und unser Gesichtsbild aufhellt, uns von Unrast und von der Knechtung durch unbefriedigte Gelüste frei macht, uns das Bewusstsein des Erreichten gibt, das Bewusstsein der Dauer, inmitten unserer eigenen Vergänglichkeit und der aller Äußerlichkeiten.“

    – Claude J. G. Montefiore: 1858 – 1938, jüdischer Gelehrter und Gründer der „World Union for Progressive Judaism“

    @ pey-zadik

    Mein Bezug zum kommenden Pessachfest ist der:

    „die Erzählung vom Todesengel JHWHs, der in der Nacht des Auszugs alle ägyptischen männlichen Erstgeborenen tötete und nur die Hebräer verschonte, die die Türen ihrer Unterkünfte mit dem Blut des Pessachlammes gekennzeichnet hatten (Ex 12). Diese letzte und schlimmste der zehn Plagen soll den Pharao schließlich dazu bewegt haben, die Israeliten ziehen zu lassen.“

    Ich fragte: Hat Pessach Frieden gebracht?

    @ taylor

    Ich vereinnahme keine Religion, dass tun diejenigen, welche sie nutzen um zu morden im Namen des immer gleichen Gottes. Das Problem scheint mir eher ein psychologischer Vaterkomplex zu sein.

    Solange das Problem nicht bei der Wurzel, nämlich dem eigenen Geist gelöst wird, hilft alles Beharren auf Recht nicht. Solange man sich der folgenden Argumentation bedient, wird es keinen Frieden geben:

    »Wenn dich jemand umbringen will, so stehe du früher auf und töte ihn zuerst«, heißt es im Talmud. Nach dieser Maxime handelt Israel. Weil es muss. Weil man nur so mit Terroristen umgehen kann. Es existiert kein Spielraum für Verhandlungen mit totalitären Islamisten, für die es nur ein absolutes Ziel gibt: die Vernichtung Israels und anschließend die Endlösung der »Ungläubigen-Frage«.

    Was wäre die Folge, wenn diese Aussage von Arabern gegenüber Juden getroffen werden würde? Oder von Weißen gegenüber Schwarzen? Oder von Dünnen gegenüber Dicken? Oder von Neunmalklugen gegenüber Achtmalklugen? Ich erkenne in einer derartigen Pauschalisierung eine sehr gefährliche Simplifizierung. Im Übrigen dieselbe, welche in Bezug auf die Anwendung gegenüber Juden zu Recht als ungültig betrachtet wird. Die Ungültigkeit dieser Aussage wird im Sefer Schemot 20, 13 dokumentiert: Du sollst nicht morden.

    Dämonisierung, Doppelstandards, Delegitimierung sind laut Nathan Sharansky die Erkennungsmerkmale für das, was Antisemitismus genannt wird. Diese Gültigkeit muss, wenn diese Aussage wissenschaftlich haltbar sein soll, auf jede andere Form von Anti……..mus anwendbar sein.

    Bleiben wir also bitte unter Ausschluss dieser Begriffe bei meiner ursprünglichen Frage: „Was ist die Lösung für den Konflikt?“

    Hier sind so viele Wissende versammelt – es muss doch eine Möglichkeit zum Dialog geben. Es muss eine Lösung geben, welche beiden und anderen Völkern die Möglichkeit zum Leben gibt. Präemptiver Abschuss tötet Menschen, keine Ideologien. Sind die 10 Gebote gültig?

    „Ich glaube an die Sonne, auch wenn sie nicht scheint. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre. Ich glaube an Gott, auch wenn ich ihn nicht sehe.“ – Jüdische Inschrift im Warschauer Ghetto

    Ich kann einfach nicht glauben, dass der Bitte um Dialog mit einem gelangweilten „Du hast wirklich keine Ahnung vom Nahen Osten. Die Antworten hast du doch schon bekommen. Wenn du keine Ahung hast, dann ist das dein Problem.“ und „So langsam gehen mir diese Pseudointelektuellen gewaltig auf die Nerven.“ abgetan wird. Wenn jeder Rabbi diese Ansicht hätte, würde keiner mehr vom Stamm Israel wissen. Fragen bedeutet wissen wollen! So wie der Rabbi, auf die Frage seines Schülers, warum Juden jeder Frage mit einer Gegenfrage begegnen, antwortete: „Warum denn nicht?“

    Wie viele von den hier anwesenden Diskutanten leben in Israel? Wer tut was, dass das gegenseitige Morden endet?

    Ich habe keine „Ahung“, deshalb frage ich diejenigen, welche behaupten zu wissen.

    Was ist die Lösung jenseits von Mord und Terror? Wie halten wir uns an das Gebot: Du sollst nicht töten? Darf man dieses Gottes-Gebot missachten?

    „As a milner schlogt sich mit n kojmenkerer, wert der milner schwarz un der kojmenkerer wajs.“

    Shalom!


  56. am März 21, 2008 um 2:29 Rowlf, the Dog

    @MvB
    Das Gottesgebot lautet „lo tirzach“ – Du sollst nicht morden.


  57. am März 21, 2008 um 2:30 Michaela

    @taylor1944/Bandleader
    Ich studiere Politikwissenschaft und lerne alle Seiten, Fakten oder wie auch immer zu berücksichtigen. Darum geht es mir hier. Eure Meinung ist doch, dass Israel Frieden will und die Palästinenser nicht. Deswegen gibt Israel auch 17 % der Staatsausgaben fürs Militär aus, führen Krieg und bekommen dafür Unterstützung aus den USA… Sorry, aber ich will interessante Diskussionen, ihr wollt nur Recht. :(


  58. am März 21, 2008 um 3:05 Maria v. Boisse

    @ Rowlf, the Dog

    „Das Gottesgebot lautet “lo tirzach” – Du sollst nicht morden.“

    Danke für den Hinweis, das macht es umso dringlicher.

    Eine Frage dazu: Gibt es in den Schriften einen ersichtlichen Definitionsunterschied zwischen Töten und Morden – ich meine unabhängig von Nahrungsbeschaffung?


  59. am März 21, 2008 um 3:08 Olaf

    @Michaela:
    Das Problem mit solchen ‘Größen’ wie Ihnen und der Frau Boisse ist doch, Sie fühlen sich noch nicht einmal zu dämlich, Juden Nachhilfe über Israel geben zu müssen. Das ist entlarvend, arrogant und dumm, allerdings ein Verhaltensmuster, daß man übrigens auch bei Deutschen zu Besuch in den USA feststellen kann.
    Interessant finde ich übrigens, Israel die Verteidigungsausgaben vorzuwerfen. Zu diesen wird es nicht zuletzt durch massive Waffenlieferungen des Auslands an benachbarte Arabische Staaten und Umgegend gezwungen.
    An der Tatsache, das die Palästinenser die Hilfsgelder der USA und Europas für den Kauf von Waffen und den Bau von Kassam-Raketen nutzen, scheint sie auch nicht sonderlich zu stören.
    Ich würde vorschlagen, daß sie ihre Übungen auf ihr Seminar verlegen, bis ihnen vielleicht klar geworden ist, was hier überhaupt Masse ist. Geschichtlich und kulturell scheint es Ihnen jedenfalls nicht an Ahnungslosigkeit zu mangeln, in ihrem Dünnbrettbohrer-Studium werden Sie damit also hervorragend weiterkommen.


  60. am März 21, 2008 um 3:26 Bandleader

    @Michaela

    Wie wäre damit eine Studienreise nach Israel zu unternehmen? Vielleicht einen Iwrit-Kurs zu belegen, mit den Menschen vor Ort zu sprechen und dann, wenn man schon weiß worum es dort vor Ort eigentlich geht, wieder in diesem Blog zu kommentieren?

    @Maria v. Boiss

    Das selber betrifft Sie Frau v. Boiss.
    Israel Existenzprobleme sind nicht talmudischer Natur. Es geht um die Inkompatilibät von zwei Werte-Systemen. Die Israelis schätzen das Leben und unternehmen alles um das Leben zu retten. Die Moslems schätzen den Märtyrer Tod und unternehmen alles um an die 72 Jungfrauen zu kommen.
    Natürlich gibt es eine Lösung des Konfliktes, allerdings für Israel nicht akzeptabel. Die einzige Lösung, die die Araber zufrieden stellen würde ist wahrscheinlich ein Massensuizid von Israelis. Eine totale Auflösung Israels durch Massenselbstmord der Juden.
    Nun ich habe auch meine Zweifel, dass die Araber doch damit befriedigt würden. Sie würden nämlich sich beklagen, dass es niemanden mehr Gibt, der Ihnen die Lebensmittel und Geld liefert, weil dann müssten sie sich selber um ihre Existenz kümmern.

    Was für einen albernen Vorwurf, dass man einen Dialog mit Ihnen ausweicht. Wollen Sie den Dialog, dann fahren Sie nach Gaza, dann nach Jerusalem und sprechen Sie mit den Menschen vor Ort? Verbietet jemand Ihnen die Einreise nach Israel? Verbietet Ihnen jemand den Besuch von den Autonomie Gebieten?

    Was für eine alberne Frage: „Was ist die Lösung jenseits von Mord und Terror? Wie halten wir uns an das Gebot: Du sollst nicht töten? Darf man dieses Gottes-Gebot missachten?
    Fragen Sie doch die Hamas. Fragen Sie doch Hisbollach was sie von dem Gebot halten, bevor Sie und Purimfest vermiesen.
    Es ist unfassbar, dass es im Jahre 2008 noch solche Menschen wie Sie gibt, die von dem realen Leben im Nahen Osten keine Ahnung haben aber unbedingt darüber mitreden wollen.


  61. am März 21, 2008 um 3:36 Ostap Bender

    @Michaela

    Abegesehen davon, dass du (wie typisch!) keinen Bezug auf #48 nimmst, wäre die Gegennfrage zu deinem Vorwurf, dass Israel „17% der Staatsausgaben fürs Militär“ ausgibt:

    Wieviel Prozent sollte Israel, deiner Meinung nach, in seiner Verteidigung investieren, damit das Überleben des Landes gesichert ist?

    Wieviel Prozent sollte Israel, deiner Meinung nach, in seiner Verteidigung investieren, damit er das Leben seiner Soldaten aber auch das Leben der feindlichen Zivilisten schützen kann?

    Du willst die Fakten berücksichtigen? Dann lerne sie erstmal kennen.


  62. am März 21, 2008 um 4:33 Maria v. Boisse

    @ Bandleader

    quote: „Um im Leben erfolglos zu bestehen muss man Fakten kennen und keine Wahrheiten verdrängen.“

    Das leuchtet mir nicht so richtig ein. Bedeutet dann Erfolg, keine Fakten zu kennen und Wahrheiten zu verdrängen? Reihen Sie mich bitte in die Kategorie der Erfolglosen ein, vielen Dank. Oder haben Sie sich gar der Kontrolle entblößt? Dann antworte ich Ihnen mit Ihnen:

    quote: „Wie schon mal Dieter Nuhr zu sagen pflegte, wenn man keine Ahnung hat, sollte man lieber die Klappe halten.“

    … weiter im Text:

    quote: „Ich nehme an, dass Sie keine Ivrit und Arabisch Kenntnisse vorweisen können und deshalb sind Sie nur auf sekundäre Informationsquelle angewiesen. Dann lesen Sie erstmal das: [URL]

    … versprochen! Ich melde mich diesbezüglich. Darüberhinaus habe ich durchaus Informationsquellen vor Ort – die Frage ist, wie ich mit diesen Informationen etwas Nützliches anfangen kann. Ein Grund, warum ich mich an dieser Diskussion beteilige.

    quote: „und überlegen Sie sich, ob Sie in einem richtigen Blog posten.“

    Ich finde es sehr inspirierend, wenn ich das so ausdrücken darf. Ich sehe Ansätze eines Dialogs und ich bekomme hier offensichtlich sehr bemerkenswerte Informationen. Das dabei gelegentlich die Pferdchen ein wenig durchgehen ob der Brisanz des Themas, indem der Wert des eigenen „wahren“ Wissens gegenüber der informellen Unzulänglichkeit vermeintlicher Kritiker hin und wieder überschätzt wird, ist ein Problem, welches nur durch ganz tüchtige Ignoranz gelöst werden kann.

    „Rühme dein Wissen nicht, denn damit verliert es seine Vorzüge.“

    quote: „Das Problem ist nicht der Hass der Israelis auf Palästinenser, sondern der Hass der Palästinenser auf Israelis und Juden. Wer das nicht verstanden hat, der leugnet die Realität.“

    Hm, philosophisch schwer zu klären. Kehren wir kurz zu Shalomon zurück, dessen deutsche Schreibweise, meinen Informationen nach, auf das hebräische Schalom:o zurückgeht. Nennen wir in der Einfachheit halber den Alten Weisen, auf den sich als „Dritter König der Juden“ alle Juden berufen, sehe ich das richtig?

    Wenn ja, müssen wir davon ausgehen, dass das seinen Ruf und demnach jüdische Rechtsprechung begründende Urteil in einem Fall gefällt wurde, indem, im Prinzip ähnlich wie im diskutierten Konflikt zwischen Israel und dem als stellvertretend für andere arabische Staaten erklärte virtuellen Gebilde Palästina, es scheinbar keine andere Möglichkeit der Lösung des Konflikts gab, als einen Menschen vorsätzlich zu töten durch Teilung. Diese Möglichkeit wurde aber durch das Urteil selbst ad absurdum geführt, weil Salomon ausschliesslich der Mutter das Recht auf das Kind gab, welches es unter allen Umständen am LEBEN ERHALTEN WOLLTE.
    Hier nun können wir an Stelle des Kindes, jeden anderen Begriff einsetzen, der für uns eine prinzipiell gleiche oder ähnliche Bindung vorgibt – so wie der Begriff Heimat und den damit verbundenen Menschen.

    Wenn wir also das Urteil des Dritten Königs der jüdischen Glaubensgemeinschaft, respektive des Dritten Königs des Hauses Israel – bitte berichtigen Sie mich, wenn ich falsche Angaben mache und sehen Sie mir bitte meine etwaige Unbedarftheit nach – als Standard für den Umgang mit dieser Situation nutzen würden, könnte es durchaus sein, dass beide – Mutter und Kind – überleben. Aber das bedeutet halt ein bisschen mehr Arbeit und vor allem den schlichten Willen dazu. Wer das nicht verstanden hat, der leugnet die Realität.

    Und nun lesen Sie bitte, was Sie aus diesen doch wohl sehr weisem Urteil machen, indem Sie mir auf eine mir sehr bekannte altbewährte Weise (Stichwort 3-D) ihre Interpretation unterstellen und behaupten meine Berufung auf Salomon wäre eine Frechheit, also Blasphemie:

    quote: „Auf heutige Verhältnisse zu übersetzen würde das bedeuten, dass die Juden Israel dem Frieden zu liebe Israel den Palästinensern überlassen sollten und dem Frieden zu liebe sich den moslemischen Pöbel unterwerfen sollen.“

    Das ist eine klare Kriegsansage! Rede ich einer Diaspora oder der Möglichkeit des gemeinsamen Lebens das Wort? Reden Sie einer Diaspora oder der Möglichkeit des gemeinsamen Lebens das Wort?

    Wie würden Sie meine Bitte um Informationen behandeln, wenn ich Ihnen nachweisen würde, das ich a jiddischen Kopp hätt? Wäre es Ihnen dann wohler? Dürfte ich dann mehr Fragen stellen, oder gar andere? Hätte ich dann mehr Rechte? Das ist schon ein wenig verzwickt oder?

    Sie sehen also, mit Schwarz/Weiss – dem hier hochgelobten Standard der Meinungen, können wir zwar alle Recht haben und uns tüchtig loben, wie sehr wir für die Einen so und die Anderen so sein würden, aber ändert das den Zustand der desaströsen Realität von der Sie, alle anderen und ich GEMEINSAM reden?

    In diesem Sinne ein schönes Purim, dem Fest, das an die Errettung des jüdischen Volkes aus drohender Gefahr in der persischen Diaspora erinnert.

    Sie sehen, so falsch bin ich hier nicht.


  63. am März 21, 2008 um 4:59 Maria v. Boisse

    @ Olaf

    „Das Problem mit solchen ‘Größen’ wie Ihnen und der Frau Boisse ist doch, Sie fühlen sich noch nicht einmal zu dämlich, Juden Nachhilfe über Israel geben zu müssen. Das ist entlarvend, arrogant und dumm, allerdings ein Verhaltensmuster, daß man übrigens auch bei Deutschen zu Besuch in den USA feststellen kann.“

    Dämonisierung, Doppelstandards, Delegitimierung sind laut Nathan Sharansky die Erkennungsmerkmale für das, was Antisemitismus genannt wird. Diese Gültigkeit muss, wenn diese Aussage wissenschaftlich haltbar sein soll, auf jede andere Form von Anti…mus anwendbar sein.

    @ Bandleader

    „Es ist unfassbar, dass es im Jahre 2008 noch solche Menschen wie Sie gibt, die von dem realen Leben im Nahen Osten keine Ahnung haben aber unbedingt darüber mitreden wollen.“

    Es ist unfassbar, dass es im Jahre 2008 noch solche Menschen wie Sie gibt, die von dem realen Leben im Nahen Osten erklärterweise Ahnung haben, aber unbedingt vermeiden wollen darüber mit Uninformierten reden.


  64. am März 21, 2008 um 5:24 Maria v. Boisse

    @ Bandleader

    Zu ihrem Hinweis auf Bildung:

    „The vast majority of Palestinian Authority residents support the terror attack on Jerusalem’s Mercaz Harav Yeshiva that killed eight students earlier on March 6, according to a new poll cited in the New York Times on Wednesday.“

    Ja, Sie haben Recht, es ist nicht tolerierbar, dass Opfern der Gegenseite mit Freudenfesten gehuldigt wird!

    „According to the survey, which was conducted among 1,270 Palestinians in the West Bank, 84 percent of those polled stood behind the shooting attack. In addition, 64% supported firing Kassam rockets at Negev towns.“

    Ja, Sie haben wiederum Recht, es ist nicht tolerierbar, dass ein Volk in überwiegender Mehrheit für Kriegshandlungen gegen den Nachbarn oder irgend jemanden Anderen votiert!

    Was aber macht der Rest?


  65. am März 21, 2008 um 5:27 Michaela

    @Olaf
    „Das Problem mit solchen ‘Größen’ wie Ihnen und der Frau Boisse ist doch, Sie fühlen sich noch nicht einmal zu dämlich, Juden Nachhilfe über Israel geben zu müssen.“

    Das ist überhaupt nicht meine Absicht. Und „dämlich“ ist hier auch ziemlich unpassend gewählt. Ich schenke allen Respekt und Aufmerksamkeit für ihre Haltung. Dennoch muss ich diese Auffassung ja nicht teilen und deswegen dumm sein.

    @Bandleader
    Ich habe mit Leuten gesprochen, die in Israel leben. Mit Juden genauso wie mit Palästinensern und Ausländern. Ich habe Verständnis für alle „friedlichen“ Positionen.


  66. am März 21, 2008 um 5:53 Olaf

    >>
    Dämonisierung, Doppelstandards, Delegitimierung sind laut Nathan Sharansky die Erkennungsmerkmale für das, was Antisemitismus genannt wird. Diese Gültigkeit muss, wenn diese Aussage wissenschaftlich haltbar sein soll, auf jede andere Form von Anti…mus anwendbar sein.
    <<
    Frau v. Boisse, bei ihrem Antisemitismus, der sich sicher Antizionismus nennt, bin ich noch gar nicht angekommen.
    Der letzte Satz läßt mich ein wenig grübeln, er scheint mir ein wenig krumm. Summen Sie doch mal leise Wörter wie Antikommunismus und Antiboisseismus vor sich her, und welchen Sinn das ergeben soll.
    Vielleicht sollten Sie ja erst einmal ihre eigenen Standards auf doppelten Boden hin abklopfen. Belehren Sie bitte mal auf einem entsprechendem Podium ein paar Palästinenser mit ihrer Art von Humanismus. Ich hoffe, Sie befinden sich dann auf sicherem Boden, und selbst da können Sie Überraschungen erleben. Vorraussetzung ist natürlich auch, daß Sie nicht versuchen, diesen nach dem Mund zu reden.


  67. am März 21, 2008 um 8:19 Arne

    Der Umgang mit Michaela wirft ein bezeichnendes Licht auf die moralische und intellektuelle Qualifikation der [Beschimpfung gelöscht, RtD] in diesem Blog-Queue. Zum Glück muss man ihr nicht beispringen, da sie sich selbst zu wehren weiß und nicht provozieren lässt. Bravo!


  68. am März 21, 2008 um 8:45 Arne

    P.S. Im übrigen glaube ich, dass der (ehrenwerte) Ansatz, gegen dieses Häuflein mit den Mitteln der Vernunft argumentieren zu wollen, dem Versuch gleichkommt, einer Gruppe kettenschwingender Knobelbecherträger das Evangelium nahezubringen.


  69. am März 21, 2008 um 9:05 Arne

    Ich lege Wert auf die Feststellung, dass ich niemanden beleidigt habe. Das war’s.


  70. am März 21, 2008 um 9:31 Maria v. Boisse

    @ Olaf

    „Frau v. Boisse, bei ihrem Antisemitismus, der sich sicher Antizionismus nennt, bin ich noch gar nicht angekommen.“

    Gut, es kommt wie es kommen soll. Nun ist das böse A. Wort gesagt und gleich doppelt und sowieso alles das Gleiche. Es ist doch erleichternd wenn man mal so richtig ehrlich ist, oder? Das wollte man doch schon immer mal, nicht wahr? Man wusste es eigentlich schon vom ersten Kommentar an, sehe ich das falsch? Kommt Ihnen diese Form der Selbstverklärung nicht hinreichend bekannt vor?

    Sie dürfen Olaf, Sie dürfen mich gern nennen wie Sie belieben, auch gern antisemitisch. Hauptsache es nutzt Ihnen, Ihrem Weltbild und Ihrer wirklich einleuchtenden Argumentation – also Hauptsache Ihnen. Geschenkt zum Fest.

    Und wissen Sie, wie ich als von Ihnen antisemitisch bezeichnet damit umgehe? Tolerant – Sie dürfen das sagen, nur zu. Werfen Sie mich völlig unreflektiert in einen Topf mit den Tätern des Holocaust, denn darum geht ja schließlich, oder nicht? Erweisen Sie jedem Einzelnen derer die Ehre, welche an der Krankheit Antisemitismus sterben mussten. Gedenken Sie der Opfer, indem Sie Fragen nach dem Sinn und Zweck des Sterbens für eine, wie auch immer geartete Ideologie als antisemitisch bezeichnen. Trivialisierungen machen das Leben ungemein simpel. Tun Sie, was Sie nicht lassen können. Ich weiß nicht woher Sie das Recht dazu nehmen, aber Ihnen scheint es verliehen zu sein darüber zu urteilen. Der letztes Jahr verstorbene Kurt Julius Goldstein hätte Ihnen ein paar hinter die Ohren gehauen.

    Und nun touché – es ist Ihr Erfolg als Diffamierungspolizist – könnte es sein, dass vielleicht SIE ein versteckter Antisemit sind, weil Sie alles auf Biegen und Brechen in diese Richtung haben wollen, mit aller Macht? Ich weiß, das ist jetzt der Gipfel des Antisemitismus, wohl? Das darf ich nicht, oder? Ich spreche zu Ihnen als Mensch, ich weiß nicht einmal ob Sie Jude sind. Treffen wir uns, gehen zum Rabbi und lassen ihn die Frage klären – mein Vorschlag. Wir können auch eines der israelischen Opfer der Übergriffe von Attentätern fragen – Sie kennen ja wahrscheinlich alle persönlich. Aber dieses alberne Spiel spielen Sie bitte ohne mich – ich bin nicht Ihr Komplize!

    „Festzuhalten ist hier…, daß man als ‘Antisemiten’ sinnvollerweise nur denjenigen bezeichnen sollte, der – sei es für den Hausgebrauch, am Stammtisch oder im politischen Geschäft – komplexe, nicht sofort durchschaubare Phänomene in der Weise ‘analysiert’, daß er negative ‘jüdische’ Eigenschaften oder gar eine ‘jüdische’ Verschwörung am Werke sieht.“ (Herbert Strauss)


  71. am März 21, 2008 um 10:43 taylor1944

    @ Michaela,

    „Eure Meinung ist doch, dass Israel Frieden will und die Palästinenser nicht. “

    Für jemanden der Politikwissenschaft studiert ist deine Faktenkenntnis aber sehr dünn. Falls man sich die Mühe macht und sich vor Ort informiert, dazu noch die Zeitungen studiert stellt man fest, dass es In Israel die Überzeugung zum Frieden gibt. Dazu gehören aber immer zwei. Und wer sich die Reden, Feiern und den sonstigen Schmonzes in den Autonomiegebieten anschaut, dazu die ständigen Alarmsignale im Negev, oder Sderot mitbekommt der erkennt recht schnell, dass die andere Seite sich einen Frieden vom Libanon bis Eilat und vom Jordan bis zum Mittelmeer vorstellt. Ohne Juden und wenn möglich auch ohne Christen. Direkt nachdem Rabin sich mit Arafat traf und Arafat unter Jubel in die Autonomiegebieten einzog häuften sich die Angriffe auf Israelis. Dazu habe ich aber von den ganzen Spinnern, die sich permanent die Augen ausweinen über „ihre Araber“, nichts gehört und nichts gesehen. Arafat hat ständig vor den Kameras davon gefaselt Frieden mit Israel zu schließen und auf arabisch erklärt, Frieden gibt es erst wenn die Juden vernichtet sind. Es war Arafat der nicht nur ein korruptes System aufbaute und sein Volk lieber verhungern liess -da gab es noch einen der Deutschland gerne mit in den Untergang genommen hätte-, statt dafür zu sorgen, das ein Staatsgebilde aufgebaut wurde. Er hat den Hinterbliebenen der Selbstmordattentäter Prämien in Höhe von 25.000$ bezahlt, neben Saddam Hussein. Er hat Kopfprämien für tote Juden bezahlt und er hat diverse Terrororganisationen aufgebaut und unterstützt. Daran hat sich, trotz seines Todes, bis Heute nichts geändert. Es geht hier nicht um „Recht haben,“ oder was „wir wollen“ -Kinder die was wollen, kriegen was auf die Bollen-, sondern es geht hier um die Tatsachen.

    „Deswegen gibt Israel auch 17 % der Staatsausgaben fürs Militär aus, führen Krieg und bekommen dafür Unterstützung aus den USA…“

    Mädel, du hast doch überhaupt keine Ahnung und kommst hier mit einem Vergleich den man den Hunden geben kann. Wenn Israel nicht in Verteidigung investiert, dann ist es irgendwann mausetot. Darüber täuschen auch nicht die Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien. Mal so am Rande, wieso konnte man sich mit Ägypten einigen, dessen Präsident ein erklärter Antisemit war, aber die Araber in den Autonomiegebieten sind dazu nicht fähig.
    Im übrigen führt Israel keine Kriege, da scheinst du nicht aufgepasst zu haben. Oder willst du ein Selbstverteidigungsrecht leugnen? Und das mit den USA stammt aus der Verschwörungsmottenkiste. Fehlt nur die Ostküstenlobby. Lernt man sowas Heute auf der Uni?

    „Sorry, aber ich will interessante Diskussionen, ihr wollt nur Recht. :( “

    Ja die alte Leier. Jeder will ja nur eine interessante Diskussion und versucht sein Halbwissen unter das Volk zu bringen. Wir wollen „nicht Recht haben“ sondern haben Recht in unserer Einschätzung. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Dazu gehört aber ein bißchen mehr Hintergrundwissen und nicht „habe ich mal irgendwo gelesen.“

    „Ich habe mit Leuten gesprochen, die in Israel leben. Mit Juden genauso wie mit Palästinensern und Ausländern. Ich habe Verständnis für alle “friedlichen” Positionen.“

    Wo hast du denn mit Palästinensern gesprochen? Araber die in Israel leben sind Israelis. Die sitzen sogar in der Knesseth. Ein Araber in den Autonomiegebieten der eine friedliche Postion vertritt hat keine großen Überlebenschancen, wenn er seine Position öffentlich macht.
    Und ein Araber aus der Westbank, oder dem Gaza, hat weder in Ägypten, noch im Libanon irgendwelche Rechte.

    @ MvB

    Ich ahnte es, ein/e Pseudolog(e)/in mit Sendungsbewußtsein.

    „Ich vereinnahme keine Religion, dass tun diejenigen, welche sie nutzen um zu morden im Namen des immer gleichen Gottes. Das Problem scheint mir eher ein psychologischer Vaterkomplex zu sein.“

    Dann solltest du mal dringend darüber nachdenken, ob nicht vielleicht eine Psychoanalyse hilfreich wäre.
    Dein Blabla ist nämlich völlig inhaltsleer.

    „Solange das Problem nicht bei der Wurzel, nämlich dem eigenen Geist gelöst wird, hilft alles Beharren auf Recht nicht. Solange man sich der folgenden Argumentation bedient, wird es keinen Frieden geben:“

    Dein Problem ist, du hast keine Ahnung. Das wäre eigentlich nicht schlimm, wenn du dich nicht auf irgendeiner Mission glauben würdest. Leider müssen die Israelis, früher waren es die Juden, vom missionarischen Geist penetriert werden.
    Es ist leichter einer Kuh das fliegen zu lernen, als dir die grundlegenden Fakten des Nah-Ost Konfliktes. 1947 lehnten die Araber die Zweistaatenlösung ab. Jordanien besetzte die Westbank, Ägypten den Gaza. Soweit angekommen? 1967 bot die Regierung Eshkol die besetzten Gebiete im Austausch für Frieden an. Es kamen die 3 Neins aus Khartoum. 1994 erhielten die Westbank und der Gaza ihren Autonomiestatus. Folge war der Terror den Israel zum Dank erhielt. Seit 2005 ist im Gaza nicht mal ein jüdische Ziege verblieben. Das Resultat, ständiger Raketen- und Mörserbeschuss. Erzähl deine Weisheiten doch bitte schön in den Autonomiegebieten.

    Du gehörst ganz einfach zu den Personen die wie ein pawloscher Hund auf das Glöckchen „Zionismus“ anspringen und sofort ihr Halbwissen versuchen an den Mann zu bringen. Lern lieber mal was über Politik und Geschichte. Dein pseudointelektuelles Geschreibe ist nämlich nur peinlich und entlarvt dich selbst wie man hier sieht

    »Wenn dich jemand umbringen will, so stehe du früher auf und töte ihn zuerst«, heißt es im Talmud.

    Welcher Talmud soll denn das sein? Der Jerusalemer, oder der babylonische? Oder hast du mal fix gegoogelt, dich auf der DIG umgesehen und gedacht, „wow, da haue ich jetzt mal in die Runde, die haben eh keine Ahnung.“


  72. am März 21, 2008 um 11:26 Bandleader

    @Maria v. Boisse

    Zeigen Sie mir ein Blog in dem Sie auf gleiche Art und Weise mit Palästinenser diskutieren wollen, wie sie hier zu diskutieren versuchen. Suchen Sie sich einen von den vielen arabischen Blogs und nehmen Sie an der Diskussion teil. Argumentieren Sie munter über Liebe und Frieden und erzählen Sie Ihnen diese rührende Geschichte über den Konig Salomon. Mir brauchen Sie das nicht zu erzählen. Ich kenne bestimmt den Tanach besser als Sie.

    Ob Sie einen jüdischen oder einen christilichen Kopf haben ist mir egal. Sie brauchen mir nichts nachzuweisen. Ich weiss, wann Purim ist und Sie nicht. Das unterscheiden uns diametral.
    Wie gesagt, wenn Sie unbedingt diskutieren wollen, suchen Sie sich einen Blog wo die Muslime gegen Israel und Juden giften und konfrontieren Sie sie mit den Aussangen des Beitrags von Claudio Casula „die Einen so, die Anderen so“.
    Dann linken Sie hier die Antworten von den friedlichen Palästinenser. Das wird wahrscheinlich ein Beitrag zu gegenseitiger Verständigung. Versuchen Sie dann den netten und friedlichen Palästinensern beibringen, dass die Wahllose Angriffe auf israelische Zivilisten nichts anders als Kriegsverbrechen und Verbrecher gegen die Menschlichkeit sind. Ich bin mir sicher dass Ihr Engagement von den lieben Palästinenser entsprechend gewürdigt wird.

    @Michaela

    Ich bezweifle dass Sie jemals mit Leuten gesprochen haben, die in Israel leben. Wenn man solche Unkenntnis von Realität auf den Tag legt wie Sie das tun, ist eher unwahrscheinlich dass Sie mit Israelis gesprochen haben.
    Ich wiederhole noch mal -Machen Sie einen Urlaub in Israel. Schauen Sie sich das Land mit eigenen Augen an. Und dann reden wir weiter.


  73. am März 22, 2008 um 11:28 Olaf

    @MvB:

    Wenn ick mir nicht täusche, haben Sie hier das Wort Antisemitismus ins Spiel gebracht. Aber um mal eines festzuhalten: Ich habe am Anfang hier nur meine Übereinstimmung mit dem von Herrn Casula eingestellten Text kundtun wollen. Er hat sehr plakativ zwei Konzepte/Systeme gegenübergestellt, und dreimal dürfen Sie raten, welches ich für überlebensfähig halte.
    Leute wie Sie sind mir im Grunde völlig gleichgültig, dieses salbungsvolle Getue ekelt mich leider nur an, denn es spiegelt ein Interesse an anderen Menschen nur vor. Letzten Ende interessieren Sie sich nur für sich selbst und hören sich gerne selber reden. Wie wäre es mal, wenn Sie sich nicht hinter irgendwelchen Zitaten unterschiedlicher Provenienz verstecken, sondern einfach mal auf ihr Herz horchen? Sich überlegen, wie berechtigt wohl die Verzweiflung eines Palästinensers sein kann, um unschuldige Menschen in die Luft zu jagen, mittels Bomben oder vorgeblich harmloser selbstgebastelter Raketen?
    Ich halte es da mit meinen Vorrednern: Es handelt sich hierbei um Verbrechen übelster Art, und diese gehören bestraft!
    Noch einmal zum Thema Antisemitismus/Antizionismus:
    Ich will dieses Fass, anders als Sie, hier gar nicht öffnen. Vielleicht sollten Sie mal weiter oben eines ihrer vielen, aus dem Zusammenhang gerissenen Zitate, noch einmal lesen, vielleicht hatten Sie gerade einen Schub, oder weiß der Geier was Sie da geritten hat. Sie scheinen sich leider für intellektuell zu halten, und das halte ich für einen groben Fehler. Sie sollten erst einmal den Unterschied zwischen falsch und richtig lernen, bevor Sie ihre Mitmenschen mit ihren Ergüssen knechten. Das Malen der Zwischentöne ist zwar ganz nett, aber eben leider nicht immer angebracht.
    Deswegen fand ich eben auch den Text so gut.
    So, und nun wende ich mich diesem komischen Ding zu, daß man Leben nennt. Und in diesem haben Leute wie Sie, Michaelas und Susannes überhaupt nichts verloren!


  74. am März 22, 2008 um 3:07 פץ

    @ maria:

    oyb du host a take yidish kepele, farvos benitst du se nit?


  75. am März 22, 2008 um 6:10 Maria v. Boisse

    @ 74

    Das tue ich ganz sicher :-)


  76. am März 23, 2008 um 12:38 Ralf

    Ich bin dankbar für die Beiträge von Michaela und Maria! Nein, das meine ich ganz im Ernst!
    Die beiden sind sowas von typisch Deutsch, geben derart das deutsche Mehrheitsempfinden wieder, dass ihre Äußerungen – so pseudointellektuell und (nachweislich) faktenfern sie auch sind – die Diskussion bereichern und wirklich erhellen.

    In den beiden Damen manifestiert sich der ausgeprägte Friedenswille unserer durch und durch feminisierten bundesdeutschen Gesellschaft, gepaart mit dem Aberglauben, alle Konflikte ließen sich lösen, indem man nur genügend guten Willen zeigt und stets sachlich und friedlich bleibt.

    Wer diese Auffassung nicht teilt, so wurde deutlich, ist unsachlich und rechthaberisch.
    Dass es dabei ihre eigenen Thesen sind, die von der geschichtlichen Realität tausendfach widerlegt wurden, spielt dabei keine Rolle.

    Denn selbstverständlich gibt es „kranke“ Gesellschaften, die extrem streitsüchtig und keinesfalls an friedlichen Lösungen interessiert sind. Wir selbst haben hier von ‘33 bis 45 in einer solch kranken Gesellschaft gelebt (bis uns die Alliierten per Schocktherapie heilten).

    Allerdings gibt es in Marias und Michaelas Haltung zum Nahostkonflikt einen Widerspruch, der sich wohl nur tiefenpsychologisch erklären lässt. Beide tendieren doch heftigst zur arabischen („palästinensischen“) Seite, gerade jener Partei, die sich völlig irrational und aggressiv verhält.

    Der zivilisierten Seite hingegen, wird mehr oder weniger offen die Schuld zugeschustert? Wie erklärt sich das?

    Ganz tief drinnen glauben die beiden selbst nicht an ihr Gerede vom Sieg der Vernunft und der Nächstenliebe. In Wirklichkeit sind sie fasziniert von der Wildheit und Uneinsichtigkeit der „Palästinenser“. Drum belügen sie sich selbst und mit allerlei Ausblendungen (und dem eh vorhandenen Nicht-Wissen) werden dann Ursache und Wirkung vertauscht: die arabischen Täter werden zu Opfern, die Israelis, die sich zu wehren gezwungen sind, zu Barbaren.

    Vielleicht sollte sich Israel zur Abwechslung wirklich mal unfair und fies benehmen. Dann bekommt das Land sicher von Michaela und Maria den einen oder anderen Sympathiepunkt. Und von den Deutschen, die die beiden so hervorragend repräsentieren, womöglich auch. Falls man sich hierzulande eines Tages damit abfindet, dass die Einwohner Israels mehrheitlich Juden sind…


  77. am März 23, 2008 um 2:01 Maria v. Boisse

    @ Ralf

    quote: „Allerdings gibt es in Marias und Michaelas Haltung zum Nahostkonflikt einen Widerspruch, der sich wohl nur tiefenpsychologisch erklären lässt. Beide tendieren doch heftigst zur arabischen (”palästinensischen”) Seite, gerade jener Partei, die sich völlig irrational und aggressiv verhält.

    Der zivilisierten Seite hingegen, wird mehr oder weniger offen die Schuld zugeschustert? Wie erklärt sich das?“

    Bitte belegen Sie ihre Behauptung in Bezug auf meine Aussagen mit Fakten. Zur Recherche:

    Kommentare 29, 44, 55, 58, 62, 63, 64, 70, 75.

    Dazu eine Frage: Sie wissen schon, dass Sie damit jeder Unterstützung Israels zivilisatorische Tendenzen zu, und damit jeder Unterstützung der Araber diese absprechen? Was nicht anderes bedeutet, als dass Israelis zivilisiert sind und Araber nicht. Was wiederum nichts anders bedeutet, als dass Israelis a priori bessere, also wertvollere, weil zivilisiertere Menschen sind und damit Araber zwangsläufig Untermenschen. Glauben Sie wirklich diese Art der Bewertung von Menschen in Über- und Untermenschen ist hilfreich?

    In Ihrer Definition müssen die Araber Untermenschen sein, was jede Form des Friedens ausschließt. Damit ist der Kampf Israels um weltweite Anerkennung obsolet und ein immerwährender „Frieden“ ist vorprogrammiert und gewollt. Das klingt verdächtig nach bekannten Lösungen. Erinnern Sie sich oder sind Sie zu jung dafür? Vielleicht sollten Sie Geschichtsunterricht bei einem noch Überlebenden des Holocaust nehmen. Es gibt diese Chance nicht mehr lange.

    Ich habe nichts gegen die Existenz Israels, ich habe nichts gegen die Existenz Palästinas. Sie beschwören jedoch auch noch die Unfairness Israels, um Leuten wie mir zu beweisen, dass mir Israel dann sympathischer wäre. Ich habe Angst vor Leuten wie Ihnen. Terror beginnt im Geist.

    Lesen Sie öfter in rechtsradikalen Gazetten? Dort erkennen Sie das gleiche Denkmuster, oder soll ich eher sagen Reflex? Ihre Argumentation, die dazu noch auf frechen Lügen aufbaut, anstatt die offensichtlichen Informationen zu LESEN, ist eine Schande für Israel. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Soviel zum Thema „tiefenpsychologisch“.


  78. am März 23, 2008 um 10:01 Rowlf, the Dog

    Alles wurde mittlerweile gesagt. Nur noch nicht von jedem. Dazu wird es auch – zumindest an dieser Stelle – nicht mehr kommen. Laila tov.



Die Kommentare sind ausgeschaltet.

  • Über SoE

    • The Spirit
  • Neueste Artikel

    • Begriffsverwirrungen (5)
    • History, Palestinian Style
    • Ex oriente lux?
    • Gemischtes Doppel (17)
    • Unter Juden
  • Neueste Kommentare

    Stefan zu Begriffsverwirrungen (5)
    gegenkritik zu Begriffsverwirrungen (5)
    Astuga zu Begriffsverwirrungen (5)
  • a

  • Archive

  • Autoren

    • eisealuf
    • Rowlf, the Dog
    • Claudio Casula
  • Blogroll

    • Achse des Guten
    • Band of Brothers
    • Deppenleerzeichen
    • Der Fuchsbau
    • FdoG
    • Heplev
    • Letters from Rungholt
    • Lizas Welt
    • No blood for Sauerkraut
    • WMD
    • Yaacov Lozowick
  • Meta

    • Anmelden
    • Artikel als RSS
    • Kommentare-RSS
    • WordPress.com

Bloggen Sie auf WordPress.com.

Theme: Mistylook von Sadish