Einer der schlechtesten Archäologenwitze der Welt geht so: “In Ägypten hat man Draht gefunden, also kannten die Ägypter die Telegrafie. In Syrien hat man keinen Draht gefunden, also kannten die Syrer die drahtlose Telegrafie.”
Von einem noch schlechteren berichtet Die Jüdische:
Israel wird den Palästinensern alle archäologischen Funde, die seit 1967 im Westjordanland und in Ostjerusalem ausgegraben worden sind, einschließlich derer aus Ostjerusalemer Museen, übereignen, während die Palästinenser erwägen werden, Israel Gegenstände von „tiefem symbolischen Wert“ für das jüdische Volk langfristig zu leihen. So steht es im ersten Abkommen seiner Art, das zwischen israelischen und palästinensischen Archäologen in der Angelegenheit der archäologischen Funde im Rahmen eines zukünftigen Friedensabkommens unterzeichnet worden ist.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Israelische Archäologen sprechen sich dafür aus, die wichtigsten Artefakte zur Geschichte des jüdischen Volkes in die Obhut von Leuten zu geben, die wahlweise die Existenz jüdischen Kulturguts in Erez Israel leugnen oder ebensolches zerstören (gerne auch beides gleichzeitig).
Auch die einzige Einschränkung dürfte für die Palästinenser kein Problem darstellen:
Außerdem wurde in dem Abkommen vereinbart, dass Funde nur dann an ihre Herkunftsländer zurückgegeben werden, wenn die andere Seite die technischen Möglichkeiten hat, sie angemessen zu pflegen.
Streichholz und Benzinkanister sollten so schwer schließlich nicht aufzutreiben sein.
Wenigstens für die Qumran-Rollen gibt es noch Hoffnung:
Um jedoch die israelische Bindung an die Rollen zu wahren, die als wichtigster Fund der Erforschung der Geschichte des jüdischen Volkes im Land Israel gelten, werden beide Seiten „Leih- oder Tauschabkommen“ erwägen. Dr. David Ilan sagte, dass bei den Gesprächen von der Möglichkeit einer Leihgabe über einen Zeitraum von 999 Jahren die Rede sei.
Und wir freuen uns schon jetzt auf das Tausendjährige Palästinensische Reich.
was soll ich sagen … ich bin sprachlos …
Hier ist übertriebender Pessimismus fehl am Platze. Gerade arabische und “palästinensische” Wissenschafter haben schon des öfteren bewiesen, dass sie eben NICHT so irrational sind, wie die leider politisch maßgeblichen Kräfte der islamischen Welt.
ps: “Wissenschafter” ist kein Tippfehler. Das ist das schöne alt-österreichische deutsch, in dem es noch die feine Unterscheidung zwischen “…schaftern” und “…schaftlern” gab. Das war das Deutsch von Kafka und Karl Kraus.
@lindwurm
Das mit den arabischen Archäologen mag ja sein. Aber wenn die die Artefakte bekommen und die sich dann unter der Fuchtel der PA befinden, braucht man nun wirklich nicht viel Fantasie, um zu erwarten, dass damit ähnliches geschieht wie z.B. mit dem Josefsgrab in Nablus.
Ein Scherz, hoffentlich!?
Falls nicht, so ist zu hoffen, dass die palästinensischen Museumsleute im Verbergen und Schützen von Kulturgütern mindestens ebenso findig und engagiert sind wie die irakischen und afghanischen – eher noch mehr.
Ok, bei den Buddhas von Bamian ging das ja nicht.
Dabei sollte doch allgemein bekannt sein, daß die arabische Seite regelmäßig Fundstücke aus vorislamischer Zeit vernichtet!
siehe z.B. http://www.worldnetdaily.com/news/article.asp?ARTICLE_ID=57445
Habt Ihr eigentlich (Ausnahme: Lindwurm) außer BILD lesen und Hartz 4 zu verzehren, nichts Besseres zu tun, als einen solchen Dittsche-mäßigen Quatsch zu verzapfen. Ihr tut mir Leid
Wieso tausendjähriges Reich? Es geht hier um 999 Jahre, da reicht schon ein neunhundertneunundneunzigjähriges Reich.
@6
Hast du eigentlich ausser Gehetze gegenüber Ausgegrenzten nichts Besseres zu tun, als deine Hetze anderen auch noch anzutragen?
Merksatz: Hartzies sind nicht alle dumm, fett, faul und gefräßig. Sie sind lediglich ARBEITSLOS. Aus welchen Gründen auch immer.
@Lindwurm: Ja, du hast insofern Recht als dass die _Wissenschaftler_ es wohl ernst meinen die Funde fachgerecht aufbewahren und der Forschung zugänglich zu machen und halten zu wollen. Ich habe nur leider meine Bedenken was die … langfristigen Einflussmöglichkeiten besagter Wissenschaftler auf das Geschehen rund um sie betrifft
Ich erinnere nur an das Kapitel in Karl Selents Yarden-Wein-Werbung über die Schändung des Jakob-Grabes.
Auch an zwei immens hässliche aber nichtsdestotrotz beachtlich große Buddhastatuen in Afghanistan sei erinnert.