Nuts
April 22, 2008 von Claudio Casula
Irgendwie ist das mit den periodisch wiederkehrenden Gerüchten um eine ideologische 180-Grad-Kehrtwende der Hamas wie mit der Geschichte vom Hasen und dem Igel in Buxtehude: Noch während der Überbringer der Botschaft durch die Weltgeschichte läuft und „Peace in our time!“ ruft, grinst ihm am Ende der Wegstrecke bereits ein führender Kopf der Islamistischen Terrororganisation entgegen. Ätsch, war wohl wieder nichts.
Warum nur findet sich immer wieder ein „Vermittler“, der sich derart zum Narren halten lässt? Reicht es nicht, als Präsident im Weißen Haus eine eher unrühmliche Figur abgegeben zu haben, muss man auch noch als gewesenes Staatsoberhaupt der Weltmacht USA einer Judenmörderbande in den Allahwertesten kriechen, indem man ausgerechnet sie wider besseres Wissen und in grotesker Verkehrung der Verhältnisse zu einem vermeintlichen Partner für den Frieden schönredet? Beinahe ist der staunende Beobachter dieses durchaus entwürdigenden Schauspiels geneigt, das an den risus sardonicus gemahnende ewige Grinsen im Gesicht Jimmy Carters als offensichtliche Verhöhnung seines Publikums zu interpretieren. Oder sollte der Mann am Ende wirklich selbst glauben, was er da verbreitet, unabhängig davon, was sich seine neuen Freunde schon vor 20 Jahren als Programm vorgenommen haben, als ihren Urdaseinszweck betrachten und in Wort und Tat noch heute täglich umzusetzen versuchen? Vielleicht ist er auch einfach nur naiv, hält die „Gotteskrieger“ nach seinen positiven Erfahrungen, die er vor 30 Jahren mit Präsident Sadat machte, für resozialisierbar und hat keinen Schimmer vom feinen Unterschied, den die cleveren Burschen der Hamas zwischen einem Frieden und einer „Waffenruhe“ auf unbestimmte Zeit machen, die unter günstigeren Bedingungen zu einem beliebigen Zeitpunkt (Mesha’al kann sich „zehn Jahre“ vorstellen) und ohne jedes schlechte Gewissen gebrochen werden darf? Egal was auf Carter zutrifft: Es wäre allen gedient, wenn er, wie andere Pensionäre, seinen Ruhestand in Strickjacke bei einem schönen Gläschen Wein genösse oder hin und wieder zum Golfen an die frische Luft ginge statt sich durch Auftritte wie die jüngsten komplett lächerlich zu machen. Dem Frieden dienen Luftnummern wie der von Carter propagierte Wandel durch Anbiederung nämlich nicht, allenfalls kommt unterm Strich ein unverdienter Prestigegewinn der Busbomberpartei heraus, die sich über jeden nützlichen Idioten mit Renommee freut. Und was letzteren betrifft, so bestätigt sein Verhalten nur eine alte Weisheit: Gefährlich wird’s, wenn die Dummen fleißig werden.
Pea-Nuts!
Es ist Carter.
Dessen Hirn wahrscheinlich nicht besser aussieht als dessen Behältnis.
Assoziationen: “Beutel”, “Sack”.
Carter solle sich lieber die Charter (der Hamas) zu Gemüte führen.
Das war mein Wortwitz des Tages, und tschüss.
Klar, Carter ist ein seniler alter Mann, der in die Geschichte eingeht - als einer der schlechtesten Präsidenten der USA.
Als amtierender Präsident hat er nix zu Stande gebracht, jetzt fühlt er sich dazu berufen, der Welt den Frieden zu bringen.
Da hätte er mal eher anfangen sollen, aber richtig.
Eigentlich hat er Israel einen Gefallen getan: der Rücktritt vom Rücktritt vom Rücktritt der Hamas-Aussagen hat einmal mehr drastisch vor Augen geführt, dass man perfiden, ehrlosen Terroristen nicht trauen kann, geschweige denn, mit ihnen zu verhandeln.
Nicht VERHANDELN, HANDELN!
Carter ist nicht senil. Er ist nicht naiv. Er ist ein Arsch, der sich für den Retter der Welt hält, der von den Kräften des Bösen davon abgehalten wird die Rettung zu schaffen. Und dazu strickt er sich die Wirklichkeit, wie er sie gerne hätte.
Das ist die von mir formulierte Quintessenz eines seiner engsten Mitarbeiter, Kenneth Stein, der in Folge des Anti-Israel-Hetzbuches des Ex-Präsidenten diesem die Freundschaft und die Mitarbeit aufkündigte, Kenneth Stein, den letztes Jahr in einem Vortrag in Jerusalem persönlich hören durfte.
Buxtehude ist da, wo der Hund mit dem Schwanz wedelt. Mit Hase und Igel hat das nichts zu tun.