Es war nur eine Frage von Tagen, bis sich das gut gemeinte Vorhaben, eine tragfähige Waffenruhe mit islamistischen Terrorgruppen zu vereinbaren, als Schnapsidee herausstellen würde. Denn eine Mörderbande ist eine Mörderbande ist eine Mörderbande. Und die denkt weder daran, ernsthaft Ruhe zu geben, noch, ihre Gesinnungsgenossen vom Bruch der Feuerpause abzuhalten. Nachdem der Islamische Jihad erwartungsgemäß das Wasser nicht lange halten konnte und Qassam-Raketen in den westlichen Negev abfeuerte, stellte Hamas-Führer Khalil al-Haya klar, was von einer Waffenruhe mit Gestalten wie ihm zu halten ist:
“Even if there is a violation by some factions“, wird al-Haya in Haáretz zitiert, „Hamas emphasizes its commitment to the calm and is working to implement the calm”. But Hamas is not going to be a police securing the border of the occupation,” he added. “No one will enjoy a happy moment seeing Hamas holding a rifle in the face of a resistance fighter.“
Na, wer sagt´s denn. Gleichwohl sind unsere „Widerstandskämpfer“ natürlich nicht wirklich für den Bruch der Waffenstillstandsvereinbarungen verantwortlich zu machen. Gemäß dem palästinensischen Mantra „It all started when he hit me back“ ist es die nach dem Qassam-Beschuss von Verteidigungsminister Barak verfügte Schließung der Grenzübergange nach Gaza, welche laut Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri die Feuerpause bricht:
“The closure by the occupation is a violation of the deal for calm in Gaza,” Abu Zuhri said, referring to Israel.“
Schon klar.
[...] Spirit of Entebbe hat ein paar nette Zitate, die zeigen, wie die Terroristen das mit dem Waffenstillstand sehen, besonders jetzt nach dessen Bruch. Zuerst einmal wird jemand namens Al-Haya in der Ha’aretz zitiert, auf Englisch; hier die Übersetzung: – „Selbst wenn es durch einige Fraktionen Verletzungen gibt, betont die Hamas ihre Verpflichtung zur Ruhe und arbeitet an der Umsetzung der Ruhe… Aber die Hamas wird keine Polizei sein, die die Grenze der der Besatzung sichert. Niemand wird sich eines frohen Augenblicks erfreuen, in dem er jemanden von der Hamas sieht, der einem Widerstandskämpfer ein Gewehr ins Gesicht hält.“ Klar genug? Und die Waffenruhe wird nicht durch Raketenschüsse nach Israel gebrochen, nein: „Die Schließung [der Grenzübergänge] durch die Besatzung ist ein Bruch des Handels für die Ruhe im Gazastreifen.“ Also ist es Israel, das gar nicht mehr im Gazastreifen ist, ihn aber trotzdem noch besetzt hält, das durch die falsche Reaktion auf den trotz „Waffenruhe“ statt findenden Terror die „Waffenruhe“ bricht. Diese Logik ist einfach umwerfend! [...]