Wo Klagen über Landraub, Entrechtung, Vertreibung, Hungersnot und Genozid bzw. Holocaust geführt werden, müsste es eigentlich herzzerreißend schlimm aussehen. Tatsächlich pumpt die internationale Staatengemeinschaft ins Westjordanland und nach Gaza weit mehr Geld pro Nase, als die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg an Marshallplanhilfe erhielten. Zudem treten sich von Jenin bis Rafach die NGOs gegenseitig auf die Füße, egal, wie viele Gelegenheiten die palästinensische Führung verstreichen lässt, einen eigenen Staat auszurufen, egal, wie sie gegen den jüdischen Staat hetzt, wie sie schon ihre Kinder zum Hass anstachelt, wie viele Selbstmordattentäter sie losschickt und wie viele Raketen sie auf Sderot abfeuert. Egal auch, wo die Milliarden Euros und Dollars landeten, die seit Jahrzehnten nach „Palästina” fließen. Die Palästinenser genießen Narrenfreiheit, anders kann man es nicht sagen.
Man ahnt, dass, wo so viel geholfen wird, es so schlimm also eigentlich nicht aussehen kann, und wer jemals in Ramallah, Jericho oder Betlehem war, hat sich davon überzeugen können. Das Gerede von den angeblich unmenschlichen Lebensbedingungen erfolgt wider besseres Wissen, ist also nichts als pure Propaganda. Wie Gideon Böss kürzlich feststellte, verhungern Besitzer von Handys und Spielekonsolen eher selten. Dennoch erdreistet sich die antiisraelische Kamarilla ein ums andere Mal, den perversen Vergleich zum Warschauer Ghetto zu ziehen.
Auch der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke sprach von einem „Ghetto in Ramallah”, es könne nicht angehen, „dass das Lebensrecht (Israels) so brutal durchgesetzt wird, dass ein anderes Volk nicht leben kann”. Der Ghetto-Vergleich wird von „Israelkritikern” immer gern bemüht, weil sich Israel mit Zäunen und Mauern von einem Volk abschottet, mit dem man einen Friedensvertrag angepeilt hatte und mit dem man das Land teilen wollte, von dem man aber wie zum Hohn nur noch mehr Terror als bisher bekam – während jeder, der einen noch so kümmerlichen Rest an Geschichtsbewusstsein aufzubringen vermag, weiß, wie und aus welchen Gründen die Juden ins Warschauer Ghetto gepfercht wurden, wie sie dort leben mussten, und wie sie starben.
Die erschütternden Bilder aus dem Ghetto jedenfalls stehen in einem gewissen Kontrast zu jenen aus den Städten im Westjordanland. Dort mangelt es den Menschen an relativ wenig; Schwarzafrikanern jedenfalls muss es wie Hohn vorkommen, wenn Israelfeinde den Eindruck erwecken wollen, niemand müsse „so leiden wie die Palästinenser”.
Herzlich willkommen also zu einer kleinen Bilderreise durch die „Ghettos” von Judäa und Samaria, wo die Insassen „einen langsamen und qualvollen Tod sterben”, wie Ellen Rohlfs so schön sagte.

Palästinenser am Netz, Bethlehem

Palästinenser im Netz, Nablus. Wie entwürdigend – nicht einmal Flachbildschirme!

Kinder in Nablus besitzen Fahrräder, die Führer in Ramallah haben nur ein Rad ab

Auch diese Kinder aus einem Ferienlager bei Hebron haben „nichts zu verlieren“.

Elend und Verzweiflung in Hebron

Man kann auch Tore schießen statt auf Juden: Siegerehrung bei einem Fußballturnier in Jericho

Kalkylia: Nichts zu beißen, aber Karate-Training im passenden Outfit

Da, wo Palästinenser dürsten und „ihr eigenes Wasser teuer zurückkaufen“ müssen, das auch noch „von Siedlern vergiftet“ wurde, sind immerhin noch ein paar Eimer für einen öffentlichen Pool übrig

Unter der Dusche in Bethlehem – wie in Treblinka, wohin man die Juden des Warschauer Ghettos deportierte. Na ja, fast.

Betlehem: Unsere Schulkinder wurden ausgestattet von UNICEF. Die Hilfsgelder, die an die Autonomiebehörde gezahlt werden, werden leider für Waffen, Munition und Uniformen gebraucht.

Kurz vor dem Kugelhagel

Die Palästinenser in Nablus nehmen Marie Antoinette beim Wort: Wenn sie kein Brot haben, essen sie eben Naschwerk

Armut, Hoffnungslosigkeit und eine zerstörte Kindheit in Ramallah

Das stimmt nun wirklich nachdenklich: Santa Claus ist erschreckend abgemagert
Sehr schön!
A propos:
Wann sehen wir uns mal in Hamburg?
LG
Walter Schmidt.
Verdammt! Schreckliche Bilder. Bitte warnen Sie ausdrücklich dass die Bilder nichts für die Nerven armer Menschenretter sind-die werden am Ende desillusioniert
Gruß,
D.
Erschütternde Bilder aus dem größten Ghetto der Welt, das muss ich schon sagen. Leider wurde vergessen die Nummer von dem Spendenkonto anzugeben damit wir dieses Leid endlich lindern können.
Ach was, es handelt sich hier um eine Inszenierung der Zionistischen Besatzer, um die Weltoeffentlichkeit abermals zu taeuschen. Alles gestellt, glaubt mir !!!!! !!!111! eins!
[...] der Hungerkatastrophe, welche den Palästinensern beständig drohe, sei Legendenhunger und auch der Bericht aus dem “Ghetto” Westjordanland des Journalisten Claudio Casula bestätigt nicht direkt den Eindruck, in der Westbank müssten [...]
[...] könnte – ein Ghetto, ein grosses Freiluftgefängnis, in dem die Menschen dahinsiechen, ist es wahrhaftig nicht, ja im Vergleich zu anderen Regionen in der Arabischen Welt muss man es sogar wohlhabend nennen. [...]
Widerlich. Einfach nur widerlich wie Sie hier schreiben. Soll ich Ihnen jetzt Bilder von luxuriösen Etablissements in Israel schicken, damit Sie CHECKEN, dass es Israelis gleichzeitig sehr gut, aber eben auch furchtbar schlecht gehen kann oder wären diese Bilder für Sie gleichbedeutend mit der Tatsache, dass kein Israeli Angst vor irgendwas haben muss?
Ihre Kurzsichtigkeit zeugt von Ihrer Ignoranz. Mögen Sie weiter unbedeutend bleiben.
Frank / Augsburg
@ Frank
Wenn Sie gestatten: Widerlich ist nicht, was ich schreibe, sondern widerlich ist es, die (gewiss durch mancherlei Unbill geprägten) Lebensumstände der Palästinenser mit denen im Warschauer Ghetto zu vergleichen, wie es von Knalltüten wie Hecht-Galinski et al. tagtäglich praktiziert wird. Das finde ich in höchstem Maße pervers.
Ich weiß nicht, ob Sie schon mal in der Westbank waren, aber von Hungersnöten und ähnlichen Katastrophen ist dort nun wirklich nichts zu spüren. Lassen Sie doch einfach mal die Kirche oder meinetwegen auch die Moschee im Dorf. Gerade diese unappetitlichen Übertreibungen sind es, die die “Israelkritiker” so unglaubwürdig machen. Kritik ist ja okay, aber, bitte: sachlich. Wer es unterhalb von “Genozid” und “ethnischer Säuberung” nicht machen will, muss ein ganz anderes Problem haben. Nichts anderes habe ich mit dem Blogeintrag sagen wollen.
Insofern bleib ich auch gern weiter unbedeutend.
Sehr schön, diese Bilder. Aber sage sie das aus, was eingentlich das Problem ist:
Freizügigkeit der Palästineser im eigen Land wird eingeschränkt.
Unmenschllich Behandlungem an den Übergängen.
Verhinderung Erster Hilfe.
Widerrechtliche Inbesitznahme palästinensichen Gebietes.
Selbst in Israel werden palästinensische Israelis als Menschen zweiter Klasse behandelt.
usw usw.
Solange sich Israel intollerant gegenüber seine Nachbarn verhält, kann es nicht den Ansprich erheben, zur westliche Wertegesellschaft gehören zu wollen.
frank hat sich leider nicht verstaendlich genug ausgedrueckt.
ich habe seinen satz (ich meine das ernst) nicht verstanden !
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grossartiger artikel, weltklasse fotos!
ok das war jetzt wohl auch eher ein abbild der schokoladenseite, aber ich se3he niemanden verhungern !\
erinnere mich grade an die beiden verfetteten kinder in Ostjerusalem
und an die beiden mit steinen ausgestatteten jungs im hintergrund,
das BESATZUNGSHUHN im vordergrund, irgendwann vor ein paar monatenwaren die fotos hier online
sehr schoen !
@ Ercl
Das eigentliche Problem ist die fortgesetzte Ablehnung des israelischen Existenzrechts. Solange sich da nix ändert, wird es bei einigen der von Ihnen genannten unschönen Folgen des von Fatah, Hamas, Hisbollah et al. praktizierten Terrors bleiben.
“Freizügigkeit der Palästineser im eigen Land wird eingeschränkt.”
Area A, B und C waren als Zwischenlösung vorgesehen. Dass es bis heute dabei blieb, haben die Palästinensern ihren Terrorgruppen zu verdanken, niemandem sonst.
“Unmenschllich Behandlungem an den Übergängen.
Verhinderung Erster Hilfe.”
Seit wann gibt es ein Recht daruf, sich in den Krankenhäusern derjenigen behandeln zu lassen, gegen die man täglich hetzt und die man mit Raketen beschießt? Davon abgesehen, dass Israel trotzdem i.d.R. dieses Recht gewährt.
“Widerrechtliche Inbesitznahme palästinensichen Gebietes.”
Wo bitte?
“Selbst in Israel werden palästinensische Israelis als Menschen zweiter Klasse behandelt.”
Klischee. Als BÜRGER zweiter Klasse, zuweilen. Lässt sich aber bestimmt nicht generalisieren. Ein Gutteil des Misstrauens, dem sich Araber in Israel ausgesetzt sehen, rührt übrigens vom Auftreten ihrer gewählten Repräsentanten her (Beispiele: Tibi, Bishara). Auch dass man sich in Umm el-Fahm mit den Jihadisten solidarisiert, trägt nicht eben zu mehr Vertrauen bei.
“Solange sich Israel intollerant gegenüber seine Nachbarn verhält, kann es nicht den Ansprich erheben, zur westliche Wertegesellschaft gehören zu wollen.”
Fliegen Sie einfach mal hin, statt sämtliche Klischees nachzubeten, dann werden sie sehen, dass Israel sehr wohl zur westlichen Wertegemeinschaft gehört. Oder wie würden Sie das nennen, wenn ein Staat der Familie eines arabischen Attentäters noch eine Hinterbliebenenrente zahlt?
Und zum Thema Intoleranz können Sie ja mal gern einen der homosexuellen Palästinenser befragen, die im Schwulenmilieu von Tel Aviv untergetaucht sind.
Gute Reise und neue Erkenntnisse wünscht Ihnen
CC
sehr schöner artikel – toller blog!
mit besten grüßen
sonix
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Hasspropaganda im palästinensischen Fernsehen
Palästinensische TV-Sender hetzen weiter unaufhörlich gegen Israel. Dies trifft sowohl auf Hamas-Organe im Gaza-Streifen als auch auf von der Fatah kontrollierte Medien im Westjordanland zu.
Dass sich antisemitische Stereotypen in der palästinensischen Medienlandschaft uneingeschränkter Beliebtheit erfreuen, wird abermals durch einen Clip des Hamas-Senders Al-Aqsa veranschaulicht. Hier werden im Stil des ‚Stürmers’ bösartig dargestellte Juden gezeigt, die sich gemeinsam mit einem israelischen Soldaten an der Untergrabung des Tempelbergs zu schaffen machen. Währenddessen schläft oben ein friedlicher Araber, der die bedrohlichen Vorgänge nicht bemerkt.
Der Clip findet sich hier: http://www.youtube.com/watch?v=g7_5fD6atTA
Währenddessen feiert der von der Fatah betriebene offizielle Sender der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA-TV) in seinem Kinderprogramm die Terroristin Dalal Mughrabi, die für den Tod von 12 Kindern und 25 Erwachsenen mit verantwortlich war, als „geliebte Braut, Tochter Jaffas, Jasmin-Blume“. Ein kleines Mädchen führt durch die Sendung, im Hintergrund sorgen Mickey Mouse und andere Accessoires für eine infantil-heimelige Atmosphäre.
Der Clip findet sich hier: http://www.youtube.com/watch?v=qo5fYkByU0k
(Palestinian Media Watch, 04./09.09.08)
[...] Schwarzafrikanern jedenfalls muss es wie Hohn vorkommen, wenn Israelfeinde den Eindruck erwecken wollen, niemand müsse „so leiden wie die Palästinenser”. Claudio Casula, 10.09.08 [...]
Bürger zweiter Klasse?
Neulich erklärte mir eine Muslimin aus Ostjerusalem warum sie noch nie in Jordanien war und noch Petra besichtigt hat. “Die behandeln uns wie Dreck?” “Wer ist wir?” “Uns Frauen”. Auf die Frage, wo sie lieber Urlaub macht, meinte sie Israel oder Europa, da kann sie wenigstens in Ruhe so sein wie sie ist/will.
Vielen Arabern in Israel sind die Umstände in Israel viel lieber als die angebliche Freiheit, die sie in den arabischen Nachbarländern, “genießen” würden.
[...] der Hungerkatastrophe, welche den Palästinensern beständig drohe, sei Legendenhunger und auch der Bericht aus dem “Ghetto” Westjordanland des Journalisten Claudio Casula bestätigt nicht direkt den Eindruck, in der Westbank müssten [...]
Das Interessante ist doch, dass es Bilder von normalem Leben in der Westbank so gut wie nie in den Mainstreammedien zu sehen gibt. Denn ein normales Leben, glückliche Kindergesichter und Menschen, die Spaß haben, darf es in den Autonomiegebieten nicht geben – das würde die ganze Illusion kaputt machen.
Ich will ja nichts sagen, aber ICH wurde in Israel AUCH schon mehrfach als Mensch zweiter Klasse behandelt. Beschimpft, betatscht, mit Sachen beworfen etc. und anschließend obendrein um Geld angebettelt. Allerdings nur als Touristin und ausschließlich von männlichen Arabern.
In a nutshell eigentlich seit Jahrzehnten das Verhalten der palästinensischen ‘Regierung’ gegenüber dem sie alimentierenden Westen.
Also ich finde die Bildunterschriften Panne. Es ist zieml. lächerlich, sich auf solch einem Niveau über die Situation dort lustig zu machen. Es ist ja tatsächlich so, dass viele Menschen in den besetzten Gebieten auf einem erbärmlichen Niveau leben. Das hat selbstverständlich Gründe, die sich die Palis selbst zuzuschreiben haben. Nat. könnten sie die Hilfsgelder sinnvoller nutzen; den Krieg gegen Israel einstellen, um ein relativ vernünftiges Leben zu erarbeiten. Man sollte also lieber die Palis dafür anpissen, dass sie dieses Elend – und den Krieg gegen Israel und die Juden – wollen und keinen Frieden und ein lebenswertes Leben.
Also bitte: Wenn Polemik, dann gute! Und das dann auch gerne!