Hallo? Alle mal herhören! Aus gegebenem Anlass bedarf es einer Neudefinition des Begriffs Konzentrationslager.
Ein Konzentrationslager (KZ) ist ein Gebiet mit einer Fläche von etwa 360 Quadratkilometern. Es gibt mehrere Ausgänge, die man unter Umständen passieren darf, im Norden wie im Süden. Der Lagerkommandant ist mehr oder weniger demokratisch gewählt, gibt der Weltpresse Interviews und hält ansonsten ca. 10.000 Aufseher unter Waffen, die sich aber gleichzeitig als Lagerinsassen verstehen. Auch der KZ-Kommandant selbst, der sich Regierungschef nennt, hält sich für einen Lagerinsassen, denn er lebt ja im KZ.
Die KZ-Häftlinge tragen nicht, wie bisher angenommen, gestreifte Einheitskleidung, sondern Jeans und Turnschuhe sowie Schnurrbärte statt kahlrasierter Köpfe. Sie besitzen Autos, Fernseher, Radios und Mobiltelefone. Um der Monotonie des Lagerlebens zu entgehen, bauen sie Raketen und schießen diese auf eine Stadt jenseits des Lagerzauns ab. Bisweilen liefern sie sich auch, da sie häufig bewaffnet sind, blutige Gefechte und werfen einander von Hochhausdächern, stellen zur Belustigung anderer Häftlinge Attentate nach und lassen im von ihnen selbst produzierten Kinderprogramm lustige Mäuse, Hasen und Bienen erzählen, wie schön es ist, sich das Leben zu nehmen – vorausgesetzt, man bringt andere Menschen bei der Gelegenheit mit um. Die Lagerinsassen fahren manchmal an den Strand oder spielen Fußball. Nur Kinos und Gaststätten sieht die Lagerleitung nicht so gern. Gaskammern gibt es nicht, und Erschießungen und Folter nur, wenn die Häftlinge miteinander ein Problem haben.
Ein Konzentrationslager verfügt über mindestens zwei Universitäten. In einer der beiden Hochschulen studieren die männlichen und die weiblichen Häftlinge in getrennten Gebäudekomplexen vor allem religiöse Pflichtfächer und hören sich Aufrufe zum Heiligen Krieg an.
Bei Wahlen kann es vorkommen, dass sich eine Mehrheit der Häftlinge für den Lagerleiter und seine Schergen entscheidet, damit sichergestellt ist, dass sich die Verhältnisse im KZ nicht zum Besseren wenden.
Etwa 400 Lastwagen mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Gütern rollen täglich in das KZ. Politiker und Menschenrechtler reisen in das KZ hinein, sprechen mit den Häftlingen (also den Leuten, die auf der Straße herumlaufen, nicht mit denen, die innerhalb des Konzentrationslagers im Gefängnis sitzen), machen, wie zahlreiche Pressemitarbeiter aus aller Herren Länder, Filme und Fotos und erzählen nach ihrer Rückkehr, wie es so gewesen ist.

Tony Blairs Schwägerin Lauren Booth mit einem Lagerhäftling vor einem Poster ihres Idols
….wenn es nicht so bitterernst wäre könnte ich lachen,
aber ich muß es nicht.
Angesichts der Tatsache, daß mein jüdischer Vater Häftling in
Auschwitz,Mauthausen, Melk und Ebensee gewesen ist…..
Diejenigen, die die angeblichen “KZ”´s besichtigen,
“Mitbringsel” zurücklassen und die armen verhungerten Häft-
linge im Gaza-KZ in ihrem Judenhaß bestätigen, ihnen für die
Schandtaten einen Freibrief zum Selbsttöten ausstellen,
wissen nicht was sie tun.
Sollten sie es dennoch tun, haben sie keine Ahnung was es
heißt mit den Post-Erfahrungen der Shoah familiär umgehen zu müssen und die Erinnerung nicht aus Büchern, Studien
udgl. zu erfahren, sondern direkt und hautnah, ohne eine
Möglichkeit sich als Kind dem zu entziehen.
Auch wenn es den Friedensbewegten nicht paßt,
es nützt nichts die Augen zu verschließen,
Antisemitismus als Antizionismus zu verbrämen,
es bleibt trotzdem der alte Antisemitismus, dort wie hier.
Ruth Spicker.
Thank you Claudio Casula !!!
Super article !
It is so very much to my satisfaction as also to my friends appreciation.
Hope that more people might read this article too. It’s a real chance to learn and to further understanding.
MZfH
Ergänzen möchte ich noch, dass manchmal der Lagerkommandant und das Bewachungspersonal einen Ausbruch für das Lager organisieren. Dann sprengen sie für die Weltpresse lustige Löcher in die Lagerumzäunung und regulieren den freudetaumelnden Marsch der verhärmten KZ-Insassen in die nächsten Supermärkte, wo sie sich mit solch notwendigen Nahrungsmitteln wie Motorrädern, Kühlschränken oder Fernsehapparaten versorgen. Pünktlich zum Abendappell sind dann aber alle Lagerinsassen wieder in ihren Elendsbehausungen, denn Ordnung muss schliesslich sein.
trotz einer gewissen ironie sehe ich den bezug zu den konzentrationslagern eher etwas kritischer – geschichtlich gesehen.
Ja, Du. Aber deutsche Bischöfe haben kein Problem damit beim Betreten von Ramallah zu rufen, “ei gucke da, das Warschauer Ghetto!” Und deutsche Bischöfe müssen es ja wissen. Oder?
Bestens auf den Punkt gebracht! Kompliment!
@olaf61: wenn das schn deutsche bischhöfe so “wissen” und das auch noch zu unqualifiziert kundtun, was ja nicht das einzige ist was sie unqualifiziert kundtun, muß dann mit gleicher zunge – in diesem fall aber buchstaben – zu sprechen ?
erst heute habe ich im radio diesen bericht auf WDR5 verfolgt: ein leben ohne hayat ( http://www.wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/sendungsdetailseite.html?tx_wdr5ppfe_pi1showUid=1324545&tx_wdr5ppfe_pi1beitragsUid=10549&cHash=3083d87af5 )
auch äußert interessant war dieser berricht ein leben für die versöhnung ( http://www.wdr5.de/sendungen/neugier-genuegt/sendungsdetailseite.html?tx_wdr5ppfe_pi1showUid=1324545&tx_wdr5ppfe_pi1beitragsUid=10553&cHash=b2cbffc19a ).
und wenn ich dann solche dinge wo lese wo die kirche in ihrem glauben verbreitet, vertritt und dann auch noch rechtfertigt, dann bekomme ich das kalte grausen.
schließlich sollte die kirche mein freund sein.
wie sieht es denn dann mit den feinden aus ?
sorry, da ist meine meinung.
[...] wenn die kirche… …mal wieder zitiert wird. [...]
Nachdem CC in absoluter Hochform ist, moechte ich doch mal einen Dopingtest anregen – selbst fuer einen Westfaelischen Sarden ist das auffaellig
oh ich muß nochmal was loswerden: leider funktionieren die direktlinks zu den entsprechenden beiträgen nicht. deshalb möchte ich noch einbringen das die sendungen am 19.09.08 ab 06:00 uhr im programm standen.
auesserst amuesant, wie immer !
dankeschoen, auch wenn es immer einen bitteren beigeschmack hat wie viele leute an das PA – KZ mit israeli – SS glauben (wollen)
Ich verstehe den Artikel nun wirklich nicht,
es ist ja wirklich wie im KZ, wenn man zu den ganzen Milliarden Euros, nicht seinen eigenen Leibeigenen halten darf. Für die schmutzigen Arbeiten oder zur sexueller Befriedigung.
Der Koran ist “der Wahrheit”
[...] Casula ist kaum zu übertreffen. Jetzt hat er die Neudefinition des Begriffs „Konzentrationslager“ entsprechend den Vorgaben der Friedenshetzer [...]
[...] Vergleich nicht heikel sondern schlichtweg falsch. Es sei denn, man definiert den Begriff “Konzentrationslager” neu. Man darf gespannt sein, ob auch hier bald das bisherige Unwort des Jahres – [...]
Damit wäre dann wohl auch das Argument bestätigt, dass es den Palästinensern – ähm KZ-Häftlingen – schlecht geht.
Aber mal Ernst:
Wie müssen die Umstände sein, um die Grenzen des Gaza-Streifens zu passieren? Man sagt ja immer, dass die da Gefangen wären.
Jenninger was here, ein “Papen-Verschnitt” (H. Wehner), der den Tätern und Mittätern des NS bescheinigte, einem “Faszinosum” erlegen zu sein. Einem “Faszinosum”, welches 1000 Jahre lang “Deutsche Leitkultur” (Friedrich März) sein sollte. Jenninger, der nicht begriff, warum er zurückgetreten wurde und wie sein Vorgänger Papen in den Vatikan abgeschoben wurde. Anders allerdings als bei seinem Vorgänger sollte dieses der Resozialisierung dienen. Die ging dem Anschein nach gründlich daneben. “Deutsche Leitkultur” also auch im Vatikan.
Manchmal ist es peinlich, katholisch zu sein.
@ Heide Elkenreich
Unterstellung von Ihnen, durch nichts gerechtfertigt. Mord (wie ihn die Hamas unterschiedslos praktiziert, sogar vorsätzlich gegen Zivilisten) und militärischer Einsatz gegen die Mörderbande unter Inkaufnahme von zivilen Opfern (der “Kampf”-Weise der Hamas geschuldet) ist eben nicht das gleiche.
Auf die Nazi-KZs fielen keine Bomben, das ist wahr. Aber dafür hatten die KZ-Häftlinge auch nichts auf dem Kerbholz.
Noch einmal zum Thema “zivile Opfer”. Interessanter Artikel heute in der Jerusalem Post:
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1231424895602&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
Selbst wenn, was wirklich abenteuerlich wäre, man der Hamas Glauben schenkte, dass “die Hälfte” der getöteten Palästinenser Zivilisten sind, ist doch damit klar, wer ins Visier genommen wurde. “Unterschiedsloses Bomben”, wie man es Israel gern vorwirft, würde dann bedeuten, dass die Hälfte aller Palästinenser im Gazastreifen Hamas-Angehörige wären. Glaubt das jemand? Gleiches gilt für die Terrorintifada II: Nur 5 % der getöteten Palästinenser waren Frauen, obwohl sie die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Auf der israelischen Seite waren 50 Prozent der Terroropfer weiblich.
[...] via http://spiritofentebbe.wordpress.com [...]
ich finde mansolltre so etwas was nicht einmal an ein kz erinnert nich als kz bezeichnen auch nicht im spaß oder ironisch gemeint
es ist so viel grausames in echten kz geschehen, dass man diesen begriff nicht einfach so verwenden sollte
sehe ich auch so oliver = volle zustimmung !
[...] KZ de luxe .gallery { margin: auto; } .gallery-item { float: left; margin-top: 10px; text-align: center; [...]