Weiß der Teufel, warum es immer wieder die israelisch-arabischen Auseinandersetzungen sind, die weltweit im allgemeinen und in Deutschland im besonderen die Gemüter in Wallung bringen. Der israelisch-arabische Konflikt hat in den vergangenen mehr als 60 Jahren natürlich so manches Todesopfer gefordert, doch steht er auf der Rangliste der verlustreichsten Waffengänge seit dem Zweiten Weltkrieg weit abgeschlagen auf Rang 49.
Allein im Kongo sind seit 1996 5,4 Millionen Menschen getötet worden, ohne dass ich mich an auch nur eine einzige Demonstration, erhitzte Fernsehdiskussion oder volle Leserbriefspalte zum Thema erinnern könnte.
Im Darfur zählen wir bislang 400.000 Tote und 2,5 Millionen Flüchtlinge, in Somalia 350.000 Tote seit 1991, und weit mehr als eine Million Flüchtlinge, aber kein UN-Generalsekretär stellt sich in die Ruinen eines Dorfes und äußert sein blankes Entsetzen, kein ehemaliger deutscher Arbeitsminister mümmelt etwas von “Vernischtungskrieg”, und keiner fragt, ob man als Deutscher den Kongo, Somalia oder Sudan kritisieren darf.
Hingegen wird, auch weil der Konflikt sowohl räumlich überschaubar als auch relativ risikofrei für Beobachter ist, jedes Opfer gezählt, wenn Israel beteiligt ist (obwohl Opfer palästinensischen Terrors niemals mit Namen oder Alter erwähnt werden), nicht selten sogar mehr als es gibt – und sogar wenn klar ist, dass es hauptsächlich Schuldige getroffen hat, heuchelt man Empörung, die anderswo ausbleibt. Woran das wohl liegt.
Gibt es irgendwo einen link zu dieser Liste?
Würde mich mal interessieren.
@ Der_SP
Such´ ich bei Gelegenheit mal raus. Etwas Geduld, bitte.
Während sich Ex-Minister Joschka zum “elder statesmen” mausert mutiert Nobbi zu einer hysterischen Hausfrau mit Bluthochdruck. Der Mann hatte mal die Verantwortung für ein Milliarden-Budget in einer konservativ geführten Regierung. Der Typ ist doch meschugge!
Aber aber, Herr Casula, die wissen doch genau, wo das Problem liegt: Juden haben gefälligst Opfer zu sein, dann beweint man gerne ihre Toten und schwört voller Ernst und dennoch gratis “nie wieder”. Juden, die nicht wehrlos sind, sind ein Ärgernis und passen einfach nicht ins Weltbild der christlichen und islamischen Welt, die seit Jahrhunderten davon geprägt war, in Juden Menschen zweiter Klasse zu sehen, denen man gnadenhalber das Überleben zubilligen kann oder auch nicht. Dass die Juden aus dieser Opferrolle ausgebrochen sind, kann ihnen kaum ein aufrechter Christ oder Rechtgläubiger verzeihen.
ich möchte auch unbedingt einen link zu dieser Liste
Michel F. hat gestern die alte Wahrheit noch wiederholt:
“Kein Kind kommt auf die Welt als Antisemit, es wird zum Antisemiten erzogen!”
Was den UN Generalsekretär betrifft, dann ist derzeitige ein Versager und Loser, der den über 50 Jahre lang dauerte Konflikt auf der Nordgrenze seiner Heimat nicht lösen/beenden kann. Dafür versucht er sich am Israelisch-Arabischen Konflikt. Das istauch für ihn nicht so besonders gefährlich, solange er nur die Israelis leidenschaftlich rügt.
Ich denke, dass er sogar ruft Livini vorher an, um ihr mitzuteilen dass in 30 Minuten wird er eine Verurteilung Rede gegen Israel halten. Damit sie nicht überrascht wird.
Wenn er versuchen würde so harsch mit Arabern umzugehen, wie er das mit den Israelis tut, dann ist er sehr schnell ein toter Mann. Einen UN Generalsekretär hat mach schon mal über Afrika abgeschossen, weil er sich auf die “falsche” Seite stellte. Seitdem suchen sich die UN Generalsekretäre immer eine ungefährlichere Seite die man empört kritisieren darf aus.
Das ist auch ein Grund, warum er Darfur und Kongo meidet.
In dem Geheimbuch der UNO steht seit fast 50 Jahren:
“Afrikanische Despoten ist nicht gut zu kritisieren, da kann man schnell vom Himmel geholt werden.”
Für den Ban Ki Moon ist seiner Job als UN Generalsekretär sicherlich angenehmer, als der Job eines Außenministers von Südkorea, der sich die ganze Zeit mit der Drohungen und Exzessen eines Nachbarstaates ärgern muss. Allerdings muss der Typ als Südkoreaner verstehen was zwischen Palästinenser und Israelis abläuft, wenn er an den Kim Il Sung und Kim Jong Il denkt. Deshalb glaube ich, dass er ein größer Heuchler ist. Fahre zur Hölle Ban!
Guckst Du hier!
http://www.danielpipes.org/article/4990
Ist es nicht egal, wie viele Leute im Krieg umkommen? Jeder Tote ist zuviel. Auch wenn der Gaza-Krieg relativ “klein” ist (vergleichen mit anderen Kämpfen in der Welt), das nützt den Toten wenig.
Ihre Bemerkung zur fehlenden Kritik vom Kongo, Somalia oder Sudan hinkt leider etwas: Das deutsche Verhältnis zu Israel ist nun mal ein anderes. Und wenn ein befreundetes Land sich im Krieg befindet, berührt einen das mehr, als wenn es ein Land ist, zu dem man weniger Bindung hat.
@ Paul
Der Gemeinplatz, dass “jeder Tote zuviel ist” hat wenig mit der unverhältnismäßigen Aufmerksamkeit zu tun, die der Nahostkonflikt auf sich zieht. Ginge es den Leuten wirklich um menschliches Leid, würden sie eben auch in anderen Fällen (dort sogar noch mehr) zu jammern bzw. anzuklagen haben. Sie tun es aber nicht. In diesem Fall hätten sie sogar die Möglichkeit, die Friedensverhinderer zu benennen, ergehen sich aber lieber in Anschuldigungen Richtung Israel.
Damit kommen wir zu Punkt 2 Ihres Kommentars. Natürlich ist unser Verhältnis zu Israel ein anderes – und genau das ist das Problem. Bei vielen Leuten herrscht offenbar das Bedürfnis vor, die eigene Vergangenheit ausgerechnet auf dem Rücken der Opfer von damals zu entsorgen. Nicht jeder Deutsche, behaupte ich mal, sieht Israel als “befreundetes Land”, und verhielte sich unsere Politik im Allgemeinen nicht vernünftiger als ein Großteil der Bevölkerung, sähe ich für die deutsch-israelischen Beziehungen künftig schwarz.
Davon mal abgesehen: Es muss beileibe nicht nur die Vergangenheit sein, die uns an die Seite Israels treibt. Wir haben viel mehr gemeinsam als mancher glaubt, der noch nie in Israel war. Mit dem, was derzeit in den Palästinensergebieten abgeht, könnte wohl kaum ein Deutscher was anfangen. Es ist ja auch weniger die Sympathie mit den Palästinensern als die Antipathie gegen Israel, die die Leute umtreibt. Würden die Palästinenser von Djanjaweed-Milizen gejagt, interessierte sich kein Schwein für sie.
ehm ich bin kein religioeser,
aber dennoch ganz bestimmt ein Christ.
keine pauschalisierungen bitte..
ja natuerlich laecherlich, der kleine Nobbi
Es ist wohl so, dass islamische Länder nicht gerne Land abgeben. So wäre bereits ein grosser Teil des Interesses geklärt.
Dazu kommt dann die systematische Judenvernichtung im 3.Reich, die (von einigen) so aufgearbeitet wird oder werden soll.
Die Aussagen, bspw. von Prominenten zu diesem Thema, also von Leuten, die schweigen oder zumindest nicht gehört werden würden, wenn in einem anderen Land Hunderttausende sterben, sind also eher systematisch interessant: also nicht als Aussage über einen Sachverhalt, sondern als Aussage über eine Person, die über einen Sachverhalt aussagt.
Ich finde es nicht schlecht dass man sehen kann wer gegen uns ist…. und für uns Juden/Israelis!bzw. beide zugleich. Doch sollte man sich nicht irreführen lassen von solche wie d EU, weil die tunken erst d Peitsche womit anständig zuschlagen beabsichtigen erst in d Honig… Wer aber genau hinschaut, der kann sehen dass wohl ist Israel zurück… wohl hat Israel nicht reagiert auf die “kleinere” Provokationen… Auch rollen die Unmengen Hilfsgüter… -Für die 1 1/2 Millionen in mehr 1 Monat als Äthiopien (ca. 82.5 Millionen Einwohner )und Somalia (12,5 Millionen) in ein Jahr!!!!!!! -
…doch als erstes hat der EU versprochen dass die Schmuggeltunnels nicht in Betrieb genommen werden werden… doch das das Waffen und sonstige Geschäfte blühen wieder… ! (Unter sonstige auch zu verstehen d Zufuhr von Terroristen mit hohes Wissen und Erfahrung….) Aber was macht d EU? Ganz einfach! Plant für Israel der neue “Palästinenserstaat”! Für mich ist der EU, UNO und Co gefährlicher für Israel als der Al Kaida, Hamas, Fatah, Hisbollah und Co zusammen!!!!!!
Tiqvah Bat Shalom
http://www.israel-shalom.net
Ich glaube nicht, dass in Deutschland eine “Antipathie gegen Israel” herrscht, von einigen Verwirrten abgesehen. Der Grund für das Interesse am aktuellen Gaza-Krieg ist übrigens nicht nur in Deutschland erkennbar. Ich wohne in Lausanne, und die Medien hier reden auch viel darüber. Ich glaube wirklich, es ist die Tatsache, dass es sich bei Israel um ein befreundetes Land handelt, nicht nur ein Freund Deutschlands, sondern der ganzen westlichen Welt. Somit versucht die Öffentlichkeit, auf die Politik Einfluss zu nehmen. Dieses zeugt nicht von Antipathie, im Gegenteil: Wenn man weniger über Konflikte in Kongo, Somalia oder Sudan redet, dann deshalb, weil es bekannt ist, dass die Verantwortlichen dort Verbrecher sind, die sowieso auf keinen hören. Aber wenn eine befreundete Demokratie wie Israel sich im Krieg befindet, geht uns das näher, weil man seinen Freunden Frieden wünscht und am Friedensprozess (zu dem auch Diskussionen gehören) teilnehmen will.
@ Paul
Eine konstruktive Rolle Europas wäre ja auch nur zu begrüßen. Aber wo kein Friedensprozess ist, kann man auch keinen unterstützen. Es wäre mal an der Zeit, einen zu initiieren, aber so lange die palästinensische Seite nicht mitspielen will, dürfte das schwierig bleiben.
Der Punkt ist, dass eine friedliche Einigung nicht an Israel scheitern wird. Es ist nur leider so, dass bei den Palästinensern (15 Jahre nach Oslo!) immer noch keine Einsicht gereift ist, was den Preis für einen Staat betrifft: ein Ende der Gewalt (ENDE, nicht Feuerpause) und der Verzicht darauf, alle Exilpalästinenser nach Israel schicken zu wollen. Die müssen entweder dort integriert werden, wo sie leben, oder aber in den zu gründenden Palästinenserstaat einwandern, period.
Einen Staat, der eben nicht das Ende des Konflikts bedeutet, sondern nur den nächsten und übernächsten Krieg (nur mit verheerenderen Folgen) vorbereitet, kann sich niemand wünschen. Die Parameter sind längst klar, und sebst GWB hat den Palis die Unterstützung für die staatliche Unabhängigkeit zugesagt, wenn sie denn endlich Ruhe geben. Nur wird das dort noch immer als Zumutung empfunden und jeder, der ernsthaft Frieden mit Israel propagiert, als Kollaborateur und Verräter gesehen. Solange das so bleibt, wird sich nix ändern, das ist garantiert.
Europa sollte seinen Einfluss nutzen, um entsprechend auf die Palästinenser einzuwirken, auch wenn das verdammt schwierig ist.
@ Paul
Das ist jetzt als Scherz gemeint, oder? Du glaubst diesen Schwachsinn nicht wirklich, nehme ich an?
“Europa sollte seinen Einfluss nutzen, um entsprechend auf die Palästinenser einzuwirken, auch wenn das verdammt schwierig ist.”
—————
Schwierig auch deshalb, weil man den Politischen Islam in Europa selbst unterschätzt bzw. gewähren lässt.
Folgerichtig unterschätzt man auch den Politischen Islam, für den Hamas/Hisbollah etc. stehen.
Man wird das Problem nur lösen können, wenn der Politische Islam ausgetrocknet wird. Aber das wird noch dauern, weil das nur die islamische Welt selbst leisten kann.
@CC
“Europa sollte seinen Einfluss nutzen, um entsprechend auf die Palästinenser einzuwirken, auch wenn das verdammt schwierig ist.”
Ebend, weil es so schwierig ist, und die eigene Unitätigkeit politisch als Nachteil (Unfähigkeit) ausgelegt sein könnte, ist es einfacher/bequemer sich ein Alibi zu konstruieren und auf Israel aufzudreschen und vom ihm die einseitige Kompromisse zu verlangen.
Dann ist der Schein bewährt. Man hat was getan. Und das wird auch beim Volk auch entsprechend goutiert.
Wenn ein finnischer Außenminister im Suff die Einbeziehung der HamaSS in die NahOst Gespräche fordert, dann kann er sicher sein, dass nur die Israelis (und vielleicht die USA) sich entscheiden dagegen aussprechen. Die anderen loben entweder seine Weitsicht, oder bedecken seine Peinlichkeit mit Schweigen.
Es ist einfach als Politiker, dank populistischen Tricks, sich auch eine breite Volksunterstützung zu sichern.
Man manipuliert die Öffentlichkeit mit suggestiver Bilder, dann läßt man von befreundeten Journalisten die Schauermärchen über israelische Rachegelüste, Blutrausch, Exzesse, zerfetzte Babysleichen, Phosphorbomben usw, und dann ist das Volk dankbar, dass er über die “Zionistische Diktatur” herziehen kann. Und ist dankbar solchen Politikern, die “Mut hatten gegen den Mainstream sich durchzusetzen und die verbotene Kritik an Israel zu üben”
Der gemeine Antisemit ist nicht zu besiegen. Er verhält sich wie ein Wackelpudding, den man an die Wand nageln kann.
Wenn man sich die folgenden Diskussion durchschaut, dann findet man einen folgenden Muster:
Erst hauen die Antisemiten (oder p.c. Antizionisten) pauschal auf Israel druff. Dann wach einer Normalo auf und versucht diesen Wahnsinn mit logischen Argumenten entkräften.
Er wird sofort verdächtigt israelischen Propaganda zu verbreiten. (Dafür würden sich manche die Todesstrafe zurück wünschen), dann wird es mit moralischer Entrüstung zurück geschossen (Kinder, entrechteten Palästinenser, zusammengepferchte Menschen, Landraub, Wasserdiebstahl, Ausgehungert im Ghetto und die übliche Moralinsäure) und wird ein nächster Vorwurf aus dem Hut gezaubert. Egal wie blöd, egal wie schwachsinnig, wenn man sich auf solche Diskussion mit GAGAs einlässt, ist man gezwungen zu beantworten. Wiederlegt man den Schwachsinn, wird man erstmal wieder mit Moralinsäure bespritzt und es wird ein neuer Schwachsinn geschrieben. Das läuft so lange, wie lange der Sysop Lust hat dieser Scheisse zu lesen, oder wenn ihm der Chefredakteur befehlt die Diskussion zu schließen, weil es zu viel Schwachsinnige den Server in die Knie zwingen.
http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=6091
@ Franklin D. Rosenfeld:
Wieso wirst Du gleich ausfallend? Ich hatte gehofft, dass es sich hier endlich mal um ein Diskussionsforum handelt und nicht um ein weiteres Beschimpfungsforum. Wenn Du mit meiner Ansicht nicht einverstanden bist, warum kannst Du dann nicht normal antworten und mir Deine Meinung schildern?
Ich habe mir Dein Profil angeschaut. Tut mir Leid, ich bin nicht so voll mit Hass und würde nie einem Mullah wünschen, durch Fliegerbomben zu sterben. Ich habe viele moslemische Freunde, die genauso gute Menschen sind wie andere auch. Mit solchen Verallgemeinerungen wie auf Deinem Profil erreicht man gar nichts.
Paul,
ob in Deutschland eine Antipathie gegen Israel herrscht, kann ich nicht beurteilen. Hingegen habe auch ich den Eindruck, die Schweizer Medien berichteten relativ häufig über den Nahostkonflikt – nicht über Gaza, Israel oder das Westjordanland, nota bene, sondern über den Krieg, und zwar fast ausnahmslos nur dann, wenn Israel genug hat von An- und Einschlägen und wirkungslosen Appellen, das doch bitte unterbleiben zu lassen.
Dabei habe ich selten den Eindruck, Israel werde als befreundetes Land betrachtet. Ich habe auch nicht den Eindruck, man interessiere sich für die Palästinenser. Diese werden vielmehr auf zwei Stereotype reduziert: den heroischen Widerstandskämpfer und das leidende Opfer. Unterhalte ich mich mit Schweizer Bekannten und Kollegen, so sind es offenbar auch nur diese Stereotype, die das Publikum bedient haben will. Alles andere interessiert nicht und wird notfalls aktiv ausgeblendet.
Mittlerweile habe ich den Verdacht, diese Klischees seien ihnen so lieb, weil sie sie an die Revolutionsträume erinnern, die man als Teenager halt so hegt vom Sterben auf den Barrikaden für die Unterdrückten. Einige kenne ich gut genug, um mir sicher zu sein, dass die Stereotype sie an ihre 68er- bezw. 80er-Zeit erinnern, über die sich auf dem Sofa so vortrefflich schwadronieren lässt.
Mit wirklichem Interesse für die eine oder andere Seite hat das nichts zu tun.
@Paul
Ich habe viele schwarze Freunde, ist deswegen Robert Mugabe ein feiner Kerl? Ich habe österreichische Freunde, deswegen sage ich nichts gegen das Vermächtnis Adolf Hitlers? Weitere Beispiele?
In einer Sache gebe ich dir Recht: ich wünsche auch keinem Mullah von einer israelischen Fliegerbombe getötet werden zu müssen. Ich finde, es wäre angemessen, wenn so ein Typ nach einer Hasspredigt einfach an seinem Erbrochenen erstickt. Nur kann ich nicht sagen, ob er dann ins Märtyrer-Paradies oder in den Rock’n'Roll-Olymp kommt – 72 Jungfrauen oder ‘n paar bekiffte Groupies. Das wäre die Frage.
Es gibt da diese lustige Umfragen, bspw. “Ist Israel aggressiv?” (ja: > 50%) oder “Hat Israel ein Existenzrecht?” (nein: ca.15%), die Sprache des Volkes bzgl. Israel ist zudem recht eindeutig, es liegt eine grosse Ablehnung vor, vielleicht die grösste gegenüber einem Land. (Klar, es gibt auch viel Zuspruch, aber die Gesamtbilanz ist negativ.)
@Paul:
Lass mal den Franklin in Ruhe, der ist Hardliner, aber sicherlich ganz OK. Solche Leute braucht man, wenns mal hart auf hart kommt. ;–)
@ skydumont:
Kein Problem, ich sage nichts mehr über Franklin, aber ich glaube, dass es genau diese Hardliner sind, die einem Friedensprozess im Wege stehen, und die gibt es leider auf beiden Seiten. Um Frieden zu schaffen, sollten die Hardliner auf beiden Seiten endlich mal einen Maulkorb verpasst bekommen.
@ Stefan:
Da übertreibst da ja wohl auch etwas. Hier die Definition von Wikipedia:
“Ein Molla (auch: Mulla bzw. Mullah, von engl. mullah, nordafrikanisches franz. moulay; persisch ملا) ist ein islamischer Lehrer, Prediger, Geistlicher oder Theologiestudent. Abgeleitet wird die Bezeichnung aus dem von Arabischen für مولى maulā für „Herr“, „Meister“ oder „Beschützer“. Ursprünglich war Molla die allgemeine Bezeichnung für schiitische Religions- und Rechtsgelehrte, nach ihrer arabischen Anrede maulā.”
Von Hasspredigt steht da nichts drin. Ich sage nicht, dass es keine Hassprediger gibt, aber das trifft bestimmt nicht generell auf alle zu.
@ Claudio Casula (und natürlich auch generell an die Runde):
Ich möchte mal eine (vielleicht) provokative Frage stellen, nicht um zu ärgern, sondern weil ich in diesem Punkt wirklich ein paar nüchterne Argumente hören möchte:
Warum sollen die Exilpalästinenser nicht in Ihre alte Heimat zurückkehren dürfen? Ist ein Rückkehrrecht für Vertriebene nicht laut internationalem Recht verbrieft? Das gleiche haben die schlesischen Verbände in Deutschland ja auch jehrzehntelang gefordert (ich sympatisiere nicht mit diesen Verbänden, weil die zum Teil echt nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, aber rein rechtlich gesehen lagen die nicht falsch).
@ Paul
Zunächst würde ich gern auf den vor wenigen Tagen bei Lizas Welt erschienenen Artikel über die palästinensischen Flüchtlinge aufmerksam machen. Diese Lektüre ist unbedingt erforderlich, um die Materie zu begreifen.
Dass grundsätzlich die Rückkehr von Kriegsflüchtlingen legitim ist, ist keine Frage. In einem solchen Fall würde er aber mehr Ärger als Nutzen bringen. Vergiss bitte nicht: Zwei Völker stritten sich um dasselbe Land. Dort, wo die Araber die Oberhand behielten, wurden alle Juden vertrieben, dort, wo Israel siegreich war, folgten immerhin 150.000 Araber dem Aufruf der Regierung, sich am Aufbau des neuen Staates zu beteiligen. Dass es während des Krieges auch zu Vertreibungen kam, ist unbestritten – nur eben unter den Voraussetzungen seinerzeit keine Überraschung.
Nun lässt sich das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen, für niemanden. Weder für Schlesier und Ostpreußen, noch für Palästinenser. Hinzu kommt, dass eine “Rückkehr” aller Flüchtlinge und deren Nachkommen über kurz oder lang dazu führt, dass die Juden in Israel zu einer Minderheit werden. Dann gibt es keinen jüdischen Staat mehr, aber 23 arabische. Mit einem Staat Palästina sogar 24. Wer kann das wollen?
Etwas polemisch gefragt: Warum sind Araber überhaupt so scharf darauf, nach Israel zu ziehen, wo sie doch nicht müde werden zu behaupten, das sei ein kolonialistischer, rassistischer blabla Staat?
Nein, es ist ein Unding, einen Flüchtlingsstatus zu vererben, Flüchtlingselend zu perpetuieren, und Palästinenser aus dem Ausland sollen nach Palästina ziehen, nicht nach Israel. Hat ja auch eine gewisse Logik. Zumal nicht einzusehen ist, warum ein Palästinenser, der, sagen wir, 1948 aus Yafo floh, jetzt nicht ein paar Kilometer weiter in Palästinensergebiet wohnen kann. Erst recht seine Enkel. Ein ganz schlechter Witz.
Auf dem “Rückkehrrecht” zu bestehen, ist letztlich nur eine Ausrede dafür, den Frieden weiterhin auszuschlagen. Nutzen tut es niemandem, am allerwenigsten den Palästinensern selbst. Man sollte sie auf diesem Weg nicht auch noch ermutigen.
Mugabe hat in seinem von ihm misshandelten Land mittlerweriole mehr als 2.000 Menschen auf elende Weise an Cholera sterben lassen, obwohl für jeden dieser Menschen Hilfe genug von außen angeboten wurde.
Hier haben ein Mann (Der Marxist Mugabe) und seine Schlägertrupps in Friedenszeiten(!) gezeigt, dass ihnen Menschenleben kein Pfifferling sind.
Das Echo der Medien war – vergleicht man es mit der Berichterstattung zu Gaza – kein gewaltiges Brausen weltweit, sondern ein laues Lüftchen. Und es wird weitergestorben, weil der Diktator es so will.
Zimbabwe ist, wie wir alle wissen, nur ein Beispiel von vielen dafür, wie verlogen das Medienecho weltweit ist.
Warum?
Weil in Gaza Juden involviert sind.
Alles, was seit den 1920er-Jahren bis heute in Nahost passiert ist, wäre ziemlich uninteressant, wenn dort kein Jude leben würde.
Mittlerweile glaube ich, dass man sich selbst dann noch auf Juden stürzen würde, wenn sie alle zusammen auf dem Nordpol leben würden. Dann käme sicher der Vorwurf, dass sie sich der Welt gegenüber abschotteten.
@Paul:
Sie schreiben:
“Warum sollen die Exilpalästinenser nicht in Ihre alte Heimat zurückkehren dürfen? Ist ein Rückkehrrecht für Vertriebene nicht laut internationalem Recht verbrieft? Das gleiche haben die schlesischen Verbände in Deutschland ja auch jehrzehntelang gefordert (ich sympatisiere nicht mit diesen Verbänden, weil die zum Teil echt nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, aber rein rechtlich gesehen lagen die nicht falsch).”
————
Die Antwort auf ihre einleitende Frage hat Ihnen Claudio Casula schon gegeben. Ich möchte aber noch etwa hinzufügen….
Sie sollten die Flüchtlingsfrage, was Schlesier, Siebenbürgener, Ostpreußen etc. betrifft, mit der palästinensischen schon deshalb nicht vermischen, weil in den meisten Fällen alle größeren Flüchtlingsgruppen weltweit in den aufnehmenden Ländern integriert wurden.
Warum war das so?
1) In den verlassenen Gebieten lebten nun Menschen, die ihrerseits wieder dort über mehrere Generationen hinweg verwurzelten und dort Heimat haben. Erzählen Sie einmal einem im westlichen Polen geborenen Mensch, dass dort nicht seine angestammte Heimat ist.
2) Die Flüchtlinge fassten dort Fuß, wo sie aufgenommen wurden, und sie leben nun auch schon seit Generationen in den Aufnahmeländern. Die Bundesrepublik Deutschland hat 10 Millionen Flüchtlinge integriert. Fragen sie z.B mal einen bei uns in Bayern lebenden vertrieben Sudetendeutschen der ersten Generation, ob er nach Böhmen und Mähren zurück will. Abgesehen davon hat sich bei Vertriebenenverbänden wie den Sudetendeutschen der Ton gegenüber Tschechien erheblich gebessert. Eine erfreuliche Entwicklung, die auch darauf zurückzuführen ist, dass die nachrückenden Generationen Bayern als Heimat angenommen haben.
Also – wenn die Vertriebeneverbände rechtlich falsch liegen wie Sie sagen, warum liegen dann alle(!) palästinensischen Flüchtlinge richtig?
Kann ein Flüchtlingsstatus vererbt werden?
Finden sie es richtig, dass mit der Gründung der UNRWA ein gigantisch aufgeblähter Apparat geschaffen wurde, der [b]allein[/b]für die Palästinenser zuständig ist, bei dem von gut 28.000 Mitarbeitern bis auf ein paar Dutzend alle Palästinenser sind.
Finden Sie es richtig, dass es für [b]keine andere[/b] Bevölkerung weltweit eine ähnliche Einrichtung gibt, weil dafür (richtigerweise) die UNHCR zuständig ist?
Ich will Ihnen sagen, warum die arabischen (islamischen) Länder so auf der Flüchtlingsfrage bestehen: Sie wollen über kurz oder lang eine Einstaatenlösung erreichen, indem sie auf den zukünftig für sie sich positiv verlaufenden demografischen Faktor verweisen könnten. Und sie wollen damit die Islamisierung von Nahost Stück für Stück vorantreiben, wenn sie es schon nicht mittels Gewalt schaffen. Ich denke, dass sie, Paul, das wissen, oder?
Die Araber würden dann sagen: “Seht her. Was wollt ihr noch? In Israel/PA leben mehr Pal-Araber als Juden. Warum machen wir nicht einen Staat daraus und nennen ihn [i]Isratina?[/i] oder [i]Paläsrael[/i] .
@ Claudio Casula:
Danke für die Erklärung. Da ist wirklich etwas dran; einen Flüchtlingsstatus zu vererben ist wahrscheinlich wirklich nicht der richtige Weg. Wie könnte denn eine Lösung aussehen? Gibt es Angebote von der israelischen Seite wegen Entschädigung für Familien, die dort Grund und Boden hatten? Wie kann man den Palästinensern einen Verzicht schmackbar machen?
Ich glaube kaum, dass ich das jetzt wirklich tue, aber ich versuche jetzt wirklich ein allerletztes Mal, auf eine m.E. nicht ernst gemeinte Frage, eine ernst gemeinte Antwort zu geben:
In der Unabhängigkeitserklärung vom 15.05.1948 hat David Ben Gurion die folgenden Worte gesagt:
“WE APPEAL – in the very midst of the onslaught launched against us now for months – to the Arab inhabitants of the State of Israel to preserve peace and participate in the upbuilding of the State on the basis of full and equal citizenship and due representation in all its provisional and permanent institutions.”
Was sagen uns diese Worte? Eine ganze Menge:
1. schon Monate vor der Unabhängigkeitserklärung hat es Unruhestifter gegeben, die wild um sich geschossen haben.
2. Der junge jüdische Staat hat allen auf dem Staatsgebiet des neuen Staates Israel lebenden Arabern angeboten, zu bleiben und am Aufbau des Staates als gleichberechtigte Partner mitzuwirken.
3. er bat um Frieden … und eine Mindestanforderung für Frieden ist nun einmal: man schießt nicht aufeinander!
Ich werde auf die darauffolgenden Ereignisse an dieser Stelle nicht eingehen, denn dies sollte hinlänglich bekannt sein.
Unter den Arabern, die auf dem Staatsgebiet des neuen Staates Israel lebten, haben sich drei Gruppen herauskristallisiert:
1. Die einen folgten der Aufforderung des damaligen Großmufti von Jerusalem und verliessen das Land. Wer freiwillig ein Land verläßt, ist für mich kein Flüchtling. Für die soll gefälligst derjenige sorgen, der sie zur Auswanderung ermuntert hat. Das subsumiere ich unter dem Begriff der Auswanderung.
2. Die anderen blieben in Israel, hatten aber offensichtlich große Freude daran, auf alles zu schießen, was nach Jude roch. Sie erfüllten also allesamt die Straftatbestände der §§ 223 ff., 211 ff. StGB. In Deutschland wird so etwas mit Strafe geahndet. Nun, in normalen Zeiten hätten die Israelis diese Menschen auch einfach ins Gefängnis gesteckt, aber es waren keine normalen Zeiten. Israel wurde von allen Seiten angegriffen. In einem solchen Moment wünscht man sich zumindest die Feinde vor und nicht hinter sich zu haben. Also wurden alle diese Unvernünftigen kurzerhand eingesammelt und an der Grenze abgeladen. Wenn sie schon schießen wollten, dann bitte von der anderen Seite der Grenze.
3. Schließlich gab es noch eine Gruppe von Arabern, die blieben und das Angebot Ben Gurions annahmen. Diese sind die Gewinner des Jackpots. Sie haben die israelische Staatsbürgerschaft erhalten mit allen Rechten und Pflichten. Sie haben ein Heim, eine Arbeit und zwei Parteien im israelischen Parlament. Einige von ihnen identifizieren sich sogar mittlerweile soweit mit diesem Staat, dass sie in der IDF dienen.
Also, wem soll Israel nun die Rückkehr gestatten? Denen, die damals nicht bleiben wollten, als sie konnten, ja sogar dazu von Israel aufgefordert wurden? Oder denen, die abgeschoben wurden, weil sie Straftaten begangen haben?
Shalom
Avram
@Paul
Ob sich die Hass predigenden Mullahs an Wikipedia orientieren? Es gibt unter den Mullahs viel zu viele Hassprediger. Genau die sind gemeint.
Die friedlichen unter den Mullahs halten größtenteils die Schnauze, weil sie sonst von den Verteidigern des Wahren Glaubens abgemackelt werden. Daher kommt vielleicht auch die automatische Gleichsetzung von Mullah und Hassprediger. Er gibt z.B. keine Gegen-Fatwa zu Rushdies Todesurteil. Keine Fatwa zum islamistischen Terror, Beteuerungen und Interpretationen viele, Fatwas keine.
Da passt vielleicht das Thema “Religion des Friedens”, wo man nur sagen kann: “erzähl das nicht mir, erzähl das in einem pakistanischen Ausbildungslager, erzähl’s der Hamas, erzähl’s der Hisbollah…”
Das Rückkehrrecht ist die Forderung nach Israel zurückzukehren und den jüdischen Staat zu übernehmen.
Antizionisten fordern in aller Regel genau das, sie wollen Israel durch ein arabisch dominiertes Palästina ersetzt sehen.
Formuliert wird das gerne ein wenig anders.
Hintergrund natürlich meist die Religion, bei den Linken ausserhalb Israels zudem “Widerstand gegen den Imperialismus” oder Internationalismus oder einfach auch Hass auf Israel.
Irgendwo las ich wieder, dass es um das “letzte koloniale Problem” geht und natürlich auch ums Öl.
Claudio,
weil der Nahost-Konflikt seit 1948 der längste der Welt ist.
Erst Recht wenn ich ihnen sage, daß er in einem Hauptpunkt der offensichtlichste und kausal verständlichste ist.
Im Übrigen interessieren sich nicht nur die Leute in Deutschland dafür. Falls sie keine Zeitung lesen:
http://www.welt.de/politik/article3075196/Jetzt-nimmt-sich-Obama-den-Nahost-Konflikt-vor.html
http://www.welt.de/politik/article3085995/EU-diskutiert-Steinmeier-Plan-fuer-Nahen-Osten.html
@Paul
Wußtest du, daß “damals” mindestens genauso viele Juden aus arabischen Ländern vertrieben wurden (in diesem Fall tatsächlich vertrieben) wie Araber aus dem Gebiet Israels? Sollte es für die -oder deren Nachkommen- nicht auch eine Form der Entschädigung geben? Oder verlischt der Anspruch auf Entschädigung, wenn man sich anderswo ein neues Leben aufbaut? Scheint ja irgendwie die Sorge “der Palästinenser” zu sein…
@ Paul
Also gut, dann werde ich mich mal an eine kritische Analyse Deines scheinbar wirklich ernst gemeinten Pamphlets machen.
“Ich glaube nicht, dass in Deutschland eine “Antipathie gegen Israel” herrscht, von einigen Verwirrten abgesehen.”
77% der Deutschen finden, dass die Juden ihr Unglueck, pardon, dass Israel die groesste Bedrohung fuer den Weltfrieden ist. Aber mit “Antipathie” hat das nichts zu tun, sein.
“Ich wohne in Lausanne, und die Medien hier reden auch viel darüber.”
Wow. Das Argument ist natuerlich unschlagbar.
“Ich glaube wirklich, es ist die Tatsache, dass es sich bei Israel um ein befreundetes Land handelt, nicht nur ein Freund Deutschlands, sondern der ganzen westlichen Welt. Somit versucht die Öffentlichkeit, auf die Politik Einfluss zu nehmen.”
Und zwar, indem man diesem “befreundeten Land” immer wieder klar macht, dass es selber an seinen genozidalen Feinden Schuld ist, weil es den Affen keinen Zucker gibt. Schon klar.
“Dieses zeugt nicht von Antipathie, im Gegenteil: Wenn man weniger über Konflikte in Kongo, Somalia oder Sudan redet, dann deshalb, weil es bekannt ist, dass die Verantwortlichen dort Verbrecher sind, die sowieso auf keinen hören.”
Wohingegen die Verantwortlichen der Hamas natuerlich a.) keine Verbrecher sind und b.) auf den Westen hoeren. Das weiss ja jedes Kind.
“Aber wenn eine befreundete Demokratie wie Israel sich im Krieg befindet, geht uns das näher, weil man seinen Freunden Frieden wünscht und am Friedensprozess (zu dem auch Diskussionen gehören) teilnehmen will.”
Ja, und dafuer demonstriert man dann mit Hamas- und Hizb’allah-Flaggen und moechte die Juden ins Meer treiben.
Wenn ich’s mir recht ueberlege, bin ich sehr froh, nicht zu Deinen Freunden zu zaehlen, und hoffe, dass sich das nie aendern wird
@ Paul II.
“Wie kann man den Palästinensern einen Verzicht schmackbar machen?”
Genauso, wie man auch den Deutschen und Japanern klargemacht hat, dass es kein Danzig und kein Sachalin mehr geben wird – man besiegt sie erstmal deutlich, und dann sieht man weiter.
Man perpetuiert den Konflikt aber nur, indem man den Arabern immer wieder die Illusion laesst, dass sie eigentlich gar nicht verloren, oder nur gegen eine grosse, finstere Allianz verloren haben (vgl. Telefonat zwischen Koenig Hussein und Nasser im Juni 1967, in dem besprochen wurde, ob denn neben den USA auch Grossbritannien beschuldigt werden sollte – Nasser: “Haben denn die Briten ueberhaupt Flugzeugtraeger?”).
@Avram
zu ihrem zitat: der selbe Mann wird auch anders überliefert
und da gibt es dann schon Probleme oder Klarheit.
Schauen Sie sich an was aus dem UNO -Vertrag (zugesagte Grenzen ,heutiger Landbesitz, und Behandlung der Nichtjuden) geworden ist, und in diesem Kontext auch :
brutale und absichtliche Angriffe auf UNO – Einrichtungen und Personal, während vorgeblicher Massnahmen zur Selbstverteidigung
Lesen Sie :
Ich bin sicher, wir werden irgendwann in der Lage sein, in all den anderen Teilen dieses Landes zu siedeln, sei es durch gegenseitiges Einverständnis mit unseren Nachbarn, sei es durch Gewalt. Errichtet jetzt einen jüdischen Staat, selbst wenn es nicht im ganzen Land ist. Der Rest wird im Laufe der Zeit noch kommen. Er muss kommen.
David Ben Gurion 1937 in einem Brief an seinen Sohn Amos
@ Franklin D. Rosenfeld:
OK, FDR, hast gewonnen. Ich werde hier nicht mehr schreiben. Ich fand’s interessant, die sachlichen Antworten der anderen zu lesen. Habe aber keinen Bock mehr, mich beleidigen zu lassen. Ich finde es nur merkwürdig, dass Leute wie Du sich über die Fundamentalisten auf der anderen Seite beschweren, aber selber jeden fertigmachen, der auch nur eine Frage stellt. Wo ich versuche zu diskutieren, wirst Du polemisch und legst mir Meinungen in den Mund, die ich gar nicht habe.
So long,
Daniel a.k.a. Paul
Paul@Claudio Casula:
“Wie könnte denn eine Lösung aussehen? Gibt es Angebote von der israelischen Seite wegen Entschädigung für Familien, die dort Grund und Boden hatten? Wie kann man den Palästinensern einen Verzicht schmackbar machen?”
——————
Hallo Paul:
Setzen Sie doch einfach mal nur für den Begriff “Palästinenser” den Begriff “Deutsche Vertriebene oder Flüchtlinge” ein.
Einige Leserbriefschreiber oben haben das schon angedeutet.
Wollen Sie bis in die Generationen der Kindes-Kinderkinder einen Anspruch erheben, wenn auf beiden Seiten, wie bei uns in Europa, die Nachkommen beider Seiten in den jeweiligen Gebieten Heimat gefunden haben und beide Seiten auf Versöhnung aus sind?
Bei uns in Bayern gibt es mittlerweile Partnerschaften zwischen Tschechien und den ehemaligen Sudetendeutschen, die hier wohnen. Bei den Schlesiern und Ostpreußen ist das ebenso, wenn man ihre Beziehung zu Polen betrachtet.
Sie pflegen kulturellen Austausch und helfen vor Ort mit (In diesem Fall in Tschechien), das gemeinsame kulturelle Erbe zu bewahren.
Das ist Friedensarbeit im besten Sinne!
Heimat – im positiven Sinne verstanden – ist keine (imaginäre) Scholle, die man unbedingt wieder (politisch) beackern muss. Kulturelle(!) Heimat kann auch gemeinsam mit den dort lebenden Menschen erlebt und gefeiert werden, wenn man ein klein wenig Einfühlungsvermögen für die Menschen hat, die dort leben, wo früher Deutsche lebten. Ein gemeinsames Glückserlebnis über Ländergrenzen hinweg.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie zu dieser Erkenntnis durchdringen.
————
P.S.: Abgesehen davon gibt es einige Deutsche, die wieder in Polen wohnen, weil sie dort Immobilien oder Grundstücke erworben haben. Aber sie leben mit den Einheimischen, nicht gegensie.
Wie so häufig scheint sich auch in diesem Konflikt wieder herauszustellen, daß die Angriffe der Judenhasser gegenüber Israel maßlos übertrieben waren… http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3661940,00.html
Seltsam auch, das am stärksten zerstörte (ausradierte!? angeblich nur noch qualmende Ruinen…) Krankenhaus des Gazastreifens arbeitet inzwischen wieder normal http://www.camera.org/index.asp?x_context=2&x_outlet=2&x_article=1599 nett auch, wer tatsächlich die Mediziner bedroht http://elderofziyon.blogspot.com/2009/01/proof-that-hamas-threatened-ambulances.html
@ alex:
“weil der Nahost-Konflikt seit 1948 der längste der Welt ist.”
Der indisch-pakistanische Konflikt began 1947, hat mehr Tote gekostet, und mehr Menschen wurden vertrieben.
“daß er in einem Hauptpunkt der offensichtlichste und kausal verständlichste ist”
Komentare prominenter Israelkritiker beweisen ja wohl, dass dem nicht so ist.
Es wird wieder an Legendenbildung über israelischen Kriegsverbrechen gearbeitet:
http://www.zeit.de/news/artikel/2009/01/26/2715802.xml
Und wieder diese Korruptenbande von der UNO zusammen mit hysterischen Helfern von NGOs. Diesmal Human Right Watch, das sich schon wieder profilieren braucht um an die Projektgelder zu kommen.
Diese Leute erinnern mich an die Greenpeace. Je lauter sie schreien, desto mehr Geld sie bekommen. Vielleicht sollen sie sich diese Menschenrecht Hingucker mal um die arme Rebellen in Sri Lanka sorgen machen? Oder um die von tschetschenischen Schergen verfolgte Flüchtlinge aus Grosnyj, die in Wien abgeknallt werden?
Ehrlich gesagt, ich hoffe, dass angesicht der Opferzahl in Gaza, die Terroristen von HamaSS und HiSSbollah mehrmals sich überlegen werden, bevor sie wieder mit ihren “Siegesfeuerwerk” auf israelischer Städten ballern anzufangen.
Endlich sollen ALLE, aber wirklich ALLE in diesem Region zu Kenntnis nehmen, dass Israelis keine Engel sind, die man konsequenzlos jahrelang beschiessen darf.
Die Israelis sind nüchtern geworden und ihren Träumen längst beräubt.
Weder Araber noch die Welt stehen zu Israel. Wenn die Welt eine Wahl zwischen dem Erdöl und Israel hat, nimmt sie Erdöl.
Das Schicksal Israels ist der Welt gleichgültig. Israel MUSS auf die Abschreckung setzen, egal ob das der Welt gefällt oder nicht. Und Israel hat auf die Abschreckung gesetzt.
Hoffentlich hat die HamaSS ihre Lektion gelernt. Die Schäden für dieses Experiment bezahlen die Saudis und Europäer.
Und Israel hat 12 Monate Ruhe.
Mit Missbilligung der Welt hat Israel gelernt zu leben.
Die guten Deutschen haben auch aus der Geschichte gelernt. Nachdem sie in dem letzten Jahrhundert zwei Mal die schrecklichen Weltkriege gegen die Stärkeren angefangen haben und jedes Mal schrecklich und unter Gebietverlusten verloren haben, haben den Frieden schätzen gelernt. Nur dank des Friedens (und nicht durch die Aufstände und Partisanenkampf) durfte die Bundesrepublik 1949 gegründet werden. Und nur durch das friedliches Verhalten in den nächsten 40 Jahren hat die Bundesrepublik so viel Vertrauen bei den Siegermächten gewonnen, dass sie die Gebiete der ehem. DDR übernehmen durfte.
Ein kriegerisches Deutschland wurde diese Territorien niemals zurück bekommen.
Die guten, geläuterten Deutschen sollen ihren palästinensischen Freunden zwei Dinger erklären.
1. In der Regel verliert man den Krieg, wenn man gegen den Stärkeren kämpft (die Ausnahmen bestätigen die Regel)
2. durch friedliche Verhalten kann man leichter einen eigenen Staat bekommen als durch ewige Drohungen mit “Märtyrer” und Rachegeschrei.
http://www.zeit.de/online/2008/20/israel-arabische-nachbarn?page=all
Nun, gerade auf “Human Right Watch” geben in Israel nur noch extrem wenige etwas… zu häufig und zu offensichtlich haben die sich aktiv am Propagandakrieg von Hamas & Co. beteiligt.
Wer das nicht glauben will, informiere sich über den Zwischenfall mit der palästinensischen Familie am Strand von Gaza, die giftigen Anklagen gegen Israel durch die diversen “Hilfs- und Friedensorganisationen” Auch wenn inzwischen klar ist, daß der Vater mit Fundmunition gespielt hat und so die Tragödie auslöste, haben sich HRW, UN aber auch AI nie bei Israel entschuldigt… nur ein Beispiel.
@ Paulchen
Tut mir wirklich Leid, dass ich Deine sorgsam konstruierte Parallelwelt – in der es keine Antipathie gegenueber Israel gibt, in der Westeuropa nur “besorgt” um seinen “guten Freund” Israel ist, und in der man nur mit den “Siedlungen” aufhoeren muss, damit es Frieden gibt – einfach so durch Konfrontation mit diesem unfairen Konstrukt, genannt “Fakten”, zum Einsturz gebracht habe…
1947 war auch das Jahr der UN-Resolution zur Teilung Palästinas. Dem voraus gingen bewaffnete Auseinandersetzung und Übergriffe, die meines Wissens 1920 begannen. Ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich sage, der Nahost-Konflikt ist der längste der Welt.
Mir ging es nicht um eine neue Statistik, sondern um ihre Unsinnigkeit bei der Bewertung von Kriegen und ihren Opfern und ihrer Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Ich sage auch nicht, daß der Nahost-Konflikt einfach zu verstehen und noch weniger einfach zu lösen wäre. Aber gibt es den Versuch zu einem umfassenden Vertrag, der die Interessen von Israelis und Palästinensern so regelt, daß er auch von beiden Seiten unterschrieben werden könnte? Welche Ideen haben den die Skeptiker? Ausser Bedauern.
@ alex
Du kommentierst am Thema vorbei und bestaetigst den Beitrag damit. Hier geht’s nicht darum, dass dieser Konflikt nicht geloest werden sollte (auch wenn das nich so einfach ist, wie Du Dir das vorstellst), sondern, dass diesem Konflikt von Seiten sogenannter “Friedensfreunde” ueberproportionale (und unsachliche) Ereiferung widerfaehrt. Kuemmert jemanden das Schicksal der Tamilen in Sri Lanka? Gibt’s deswegen zur Zeit erhitzte Demos? Flaggenverbrennungen? Wohl kaum. Kann man dann den Schluss ziehen, dass das Schicksal der Palaestinenser den “Friedensfreunden” naeher am Herzen liegt als das z.B. der Tamilen (oder der Dafouris, der Ba’hai, der Kopten,… you name it)? Auch nicht, denn als beim Hamas-Putsch palaestinensische Zivilisten getoetet wurden, gab es auch kein groesseres Geschrei.
Nein, man muss schon Juden beschuldigen koennen. Ein Schelm, der Arges dabei denkt…
“brutale und absichtliche Angriffe auf UNO – Einrichtungen und Personal”
——–
siehe dazu:
http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1233304687916&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull
ja, so ist sie, die UN … erst die Klappe aufreissen, Lügen verbreiten, dann den Schwanz einziehen, wenn die Wahrheit ans Licht kommt und nicht entschuldigen!
Und in der Presse? Große Schlagzeile über die Lüge, aber kein Wort zur Wahrheit …
Glauben Sie nicht alles, was Sie lesen!
@ Avram:
Sollte sich nicht lieber die IDF entschuldigen? Bei dem Massaker sind mal wieder etliche Zivilisten umgekommen. Wenn die Bombe nicht IN sondern “nur” VOR der Schule explodierte, das macht die Aktion nicht gerade begrüssenswert, um es vorsichtig auszudrücken…
@ Alex:
“Nein, man muss schon Juden beschuldigen koennen. Ein Schelm, der Arges dabei denkt…”
Hast Du sie noch alle beisammen, so einen Müll zu schreiben? Hör auf mit dieser Paranoia.
@Jonathan:
Nein, die IDF muss sich nicht entschuldigen. Die IDF hat nur ihre Pflicht getan. Sie hat festgestellt, dass von einer Stelle Raketen abgeschossen wurden und hat genau an diese Stelle eine Mörsergranate hingefeuert. Und die Zivilisten waren Hamas Terroristen, die keine Uniformen trugen und deswegen “Zivilisten” waren. Laut IDF hat die Hamas sich sehr beeilt, die Spuren zu beseitigen, so dass man nicht mehr genau sagen kann, wer bei dem Treffer umgekommen ist. Warum wohl? Wenn es wirklich unbeteiligte Zivilisten gewesen wären, dann hätten sie kein Interesse daran gehabt, das zu vertuschen.
Wenn Sie von einem “Massaker” reden, dann plappern Sie offensichtlich irgendwelche arabische Propaganda nach.
Wissen Sie eigentlich, was Sie da reden?
“Massaker ist die Ermordung von Menschen in großer Zahl und zumeist unter besonders grausamen Umständen, ein Gemetzel oder Blutbad, häufig im Zusammenhang mit Motiven wie Hass oder Rache. Das Wort ist dem alt-französischen ‘macacre’ für ‘Schlachthaus’ entlehnt.”
“In kriegerischen Konflikten versteht man darunter normalerweise die politisch oder ethnisch motivierte Exekution von ZivilistInnen, Militärs oder paramilitärischen Kräften nach deren Kapitulation oder nach der Kapitulation ihrer Stadt beziehungsweise ihres Dorfes. Massaker sind somit Massenmorde, die von bewaffneten Einheiten ohne militärische Notwendigkeit außerhalb der eigentlichen Kriegshandlungen verübt werden.”
Es hat mich keine Minute Zeit gekostet, diese Definition über Google zu finden. Bevor Sie also irgendwelchen Blödsinn übernehmen, könnten Sie schon mal eine Minute opfern, um zu überprüfen, dass Sie keinen Unsinn reden.
Ob Sie die Aktionen der IDF gutheißen oder nicht, ist völlig irrelevant. Denn Sie sitzen 4000 km weit entfernt sicher auf Ihrer Couch und genießen ein Bier, während da unten Raketen auf unschuldige Zivilisten fliegen. Opfer sind auf beiden Seiten bedauerlich, darüber besteht kein Zweifel.
Dass manchen Menschen allerdings die Opfer auf der einen Seite weniger kümmern, als diejenigen auf der anderen Seite … nun, kein Kommentar!
@ Jonathan
Ich nehme mal an, Du hast nicht Alex gemeint sondern mich, da Du ja mich zitierst.
Du haelst mich also fuer paranoid? Na, dann kannst Du hier ja mal Links zu Kommentaren von Dir zu entsprechenden Artikeln posten, bei denen Du z.B. Entschuldilgungen von Seiten der Armee Sri Lankas, der Hamas oder Robert Mugabes forderst (natuerlich mit Datum vor meiner Aufforderung). Gib mir bitte auch eine Auflistung der massenhaften Demos zu diesen Themen, die ich in meiner Paranoia wohl uebersehen habe.
Ich warte mit Spannung…