Im Gazastreifen mangelt es bekanntlich an allem. Die Menschen im “dichtbesiedeltsten Landstreifen der Welt ©” darben wie niemand sonst auf der Welt und ständig steht eine noch schlimmere humanitäre Katastrophe ins Haus bzw. in die notdürftige Behelfsunterkunft.
Nur drei Dinge gibt es offenbar im Überfluss: Waffen, Munition – und riesige Stofftiere. Dies wurde nun einmal mehr offenbar, als die Hamas den neuen Terror-Knuddel vorstellte: Nassur, der Terrorbär, ersetzt Assud, das judenfressende Mörderkaninchen (nicht zu verwechseln mit Schnuffel, dem Klingeltonmassakerhasen).
Assud war während der jüngsten israelischen Militäroperation im Gazastreifen gestorben, weil ihn unverhältnismäßig handelnde israelische Soldaten zu lange an einem Checkpoint festgehalten hatten, als er dringend medizinische Behandlung benötigte (wegen Möhrenallergie?).
Ermordet vom Juden – ein Schicksal, das Assud mit unzähligen Stofftieren im Libanon teilt, die 2006 von der israelischen Luftwaffe in chirurgischen Schlägen ausgeschaltet worden waren.
Die Euphorie angesichts der Neuvorstellung sollte jedoch keineswegs darüber hinwegtäuschen, wie ernst die Versorgungslage in Gaza tatsächlich ist: Dem Kenner fällt beim ersten Ton auf, dass es der Hamas noch immer nicht gelungen ist, neue Synchronsprecher einzuschmuggeln.
(Mit Dank an den Kuscheltierexperten CC für die Korrekturen.)
Bin dem Link zu Schnuffel gefolgt: echt brutal – das relativiert den Paliterrorhasen geradezu.
Ich hoffe, dass Assud, dem Terrorbunny die Juden im Hals stecken geblieben sind, die er fressen wollte. Amen!
War das nicht Nahoul, die Biene, die nicht über den Checkpont durfte und deshalb das Zeitliche segnen musste? Nach dem herzzerreissenden Video aus dem Krankenhaus starb Assud, als der Sender bombardiert wurde. Nicht, dass uns Saraa am Ende noch durcheinander kommt….
@Hans
Und ich Depp habe CC auch noch für seine Verschlimmbesserung gedankt!
@ eisealuf
Wie wir ja dank der Nahostberichterstattung wissen: Es spielt eigentlich keine Rolle, wie und warum jemand zu Tode kam. Tot bleibt tot. ;o)
Aber im Ernst: Da ich auf faktensichere Aussagen seit jeher größten Wert lege, wurmt mich die Verwechslung sehr. Asche auf mein Haupt! Konnte aber auch nur passieren, weil sich das Märtyrersterben in so erfreulich rascher Folge vollzieht.
Man wüsste übrigens gern, wer im Paradies der tierischen Märtyrer Farfour, Nahoul, Assud und demnächst sicher auch Nassur harrt. Notgeile Mickymausdamen? 72 triebhaft summende Bienen, die nur darauf warten, von Nahoul gestochen zu werden? Und Bunnys, die bedenkenlos auch einen kastratenhaft piepsenden Mümmelmann ranlassen würden? (By the way, eigentlich stahl doch Hitler das rosa Kaninchen, oder?)
Fragen, auf die auch Brehms Tierleben keine Antwort geben dürfte. Ein Jammer.
›dem “dichtbesiedeltsten Landstreifen der Welt ©”‹
dem dichtestbesiedelten … Oder handelt es sich um den urheberrechtlich geschützten Deutsch-Fehler im Originalzitat eines Israelkritikers?
@ IsraelXHands
Stimmt auch inhaltlich nicht. Monaco, Hongkong, Singapur und sicher auch der Großraum Tel-Aviv sind nur einige Beispiele für dichter besiedelte Gebiete. Davon mal abgesehen, dass man auch in einem extrem dicht besiedelten Gebiet durchaus was auf die Reihe kriegen kann. Aber solange dort Gewehre zahlreicher sind als Arbeitsplätze, sehe ich für Gaza schwarz.
IsraelXHands am Februar 26, 2009 um 1:30
»»›dem “dichtbesiedeltsten Landstreifen der Welt ©”‹
dem dichtestbesiedelten … Oder handelt es sich um den urheberrechtlich geschützten Deutsch-Fehler im Originalzitat eines Israelkritikers?««
Gerade dämmert’s mir … stammt das Original-Zitat und damit der falsch gebrauchte Superlativ nicht von Evelyn Hecht-Galinski?
Dann hätte ich mir die Verbesserung natürlich sparen können, denn das Zitat samt Fehler sind ja ein (schon von H. M. Broder bei achgut angemessen gewürdigter) israelkritischer Klassiker.
Falsch ist natürlich auch die Behauptung des Klassikers selbst, der Gazastreifen sei der beengteste/meistbeengte menschliche Lebensraum auf Erden.