Na, es geht doch: ein Artikel über das Nahost-Treffen in New York ohne die sonst übliche Häme. Schult schafft es sogar, Bibis Große Koalition als “Mitte-Rechts-Koalition” zu bezeichnen, was im Vergleich zum “Ultrarechtsnational”-Geschwalle ja auch schon mal ein Fortschritt ist.
Und er verrät, unabsichtlich oder nicht, wo der Hase im Pfeffer liegt:
Netanjahu akzeptierte in seiner Rede an der Tel Aviver Universität Bar-Ilan erstmals öffentlich einen palästinensischen Staat und bot sofortige Verhandlungen über ein Friedensabkommen an. Das brachte die Palästinenser in die Defensive.
Interessant, nicht wahr? Die Tatsache, dass sogar ein Likud-Regierungschef einen Palästinenserstaat akzeptiert, elektrisiert die Palästinenser nicht etwa oder macht ihnen neue Hoffnung oder veranlasst sie, jetzt verstärkte Anstrengungen zu einem Ausgleich mit Israel zu unternehmen – nein, es bringt sie “in die Defensive”. Netanyahus Entgegenkommen muss in Ramallah helles Entsetzen ausgelöst haben. Das will man gerade nicht, denn dann müsste man ja Farbe bekennen. Das ist dort, wo man eine “Kultur der Hetzreden” (Schult) pflegt, eine verdammt schwierige Kiste. Netanyahu, Barak und Lieberman wissen das, so wie es ganz Israel abzüglich Uri Avnery weiß. Es hat zwar lange gedauert, bis man den Palästinensern das längst fällige Angebot inklusive Bedingungen so offen unterbreitet hat, aber nun hat man es. Und darf sich zurücklehnen und abwarten, was Abu Mazen, Erekat & Co. daraus machen. Obama, der als Tiger gesprungen und gerade im Begriff ist, als Bettvorleger zu landen, wird ihnen diese Entscheidung nicht abnehmen können. Man möchte nicht in ihrer Haut stecken.
bar ilan in tel aviv
@ Zionist Juice
Ramat-Gan, oder? Na ja, Großraum Tel Aviv.
zwischen tel aviv und ramat gan liegt bney brak, also welten.
Premier Netanjahu hat die besagte Rede doch bereits am 12 Juni 2009 gehalten.
Das brauchte aber lange um durch zu kommen und Erkenntnis zu erleuchten.
Oder ist die Geschwindigkeit zur Erlangung dieser Erkenntnis angesichts der kontinuierlich vorgesetzten “gerechten” Israelkritik durch die Presse daher trotzdem eher noch als verhältnismäßig schnell zu bezeichnen?
Apropos Bibi:
http://d.yimg.com/i/ng/ne/dpa2/20090923/10/1203481159-lieberman-daempft-nahost-gipfel-erwartungen.jpg
Obama: “Komm Mahmud, gib brav Pfötchen!”
Sorry, wenn etwas off topic, aber den konnte ich mir bei diesem Bild nicht verkneifen!
Shalom
Avram
und das ausgerechnet im Spiegel, man staune und lese.
Und damit man in Zukunft mehr solcher objektiven Artikel lesen kann, die ja auch die Menschen beeinflusst, ist es meines Erachtens sehr wohl dringend nötig, im Rahmen der Meinungsfreiheit Journalisten abwatchen zu können, also eine Blacklist aufzustellen, in welcher Journalisten, Medien und Internetportale, die absichtlich oder auch nur aus Bequemlichkeit, Unwahrheiten, suggestive Wahrheiten oder schlecht recherchierte Artikel an die Öffentlichkeit bringen.
Es werden dafür Helfer gesucht, die sich in irgendeiner Weise beteiligen wollen, Blogbetreiber, die in Ihren Blogs schon in der Vergangenheit Medienlügen aufgedeckt und kommentiert haben. Bei Interesse einfach melden unter: info.israel92@yahoo.de
Vielleicht kann man so ein wenig dazu beitragen, daß Israel nicht ständig am Pranger steht.
Shalom
Ich habe soeben den Spiegel Artikel gelesen … so, off topic war mein obiger Kommentar wohl doch nicht:
“Zum Schluss sollen sich Netanjahu und Abbas die Hand geben. Netanjahu streckt bereitwillig seine Rechte aus, Abbas zögert. Als er schließlich Netanjahus Hand ergreift, nickt er und macht ein Gesicht, als habe sein Arzt bei ihm gerade eine lebensgefährliche Krankheit diagnostiziert.”
Shalom
Avram
Das brachte die Palästinenser in die Defensive.
Die werden aber ganz schnell wieder auf die Beine kommen, denn solange Israel das Westjordanland nicht
judenreinohne jüdische Siedlungen übergeben, alleMörderGefangene freigelassen, alle Grenzen geöffnet, Ostjerusalem nicht als Hauptstadt abgetreten und mehre Transitstrecken zwischen den Gaza und Westjordanland gebaut und allen „Flüchtlingen“ ein Rückkehrrecht gegeben hat, solange wird es für die Palästinenser keinen Frieden mit Israel geben.Ach, eins habe ich noch vergessen. Frieden könnte es aus Sicht der Palästinenser ganz schnell gegeben, nämlich wenn Israel sich in Luft aufgelöst hat.
Bibis Große Koalition als „Mitte-Rechts-Koalition“ zu bezeichnen, was im Vergleich zum „Ultrarechtsnational“-Geschwalle ja auch schon mal ein Fortschritt ist.
Wenn Israel nicht die o. g.
ErpressungsversucheWünsche der Palästinenser erfüllt, wird aus Mitte-Rechts wieder ganz schnell Ultra-Rechts-National.na, ja, erste Reaktionen gibt es doch schon.
PA-Beamte: Abbas sei von Obama gedemütigt worden
Beamte der palästinensischen Autonomiebehörde sagten gestern gegenüber amerikanischen Medien, dass US-Präsident Barack Obama den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas mit dem gezwungenen Treffen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Rande der UNO-Vollversammlung gedemütigt hätte. Die kurze Begegnung mit dem Händeschütteln sei für die PA beschämend gewesen, Ausdruck einer Niederlage gegenüber Israel sowie ein verzweifelter diplomatischer Schritt Obamas. Dieser jedoch hatte beiden Seiten deutlich klar gemacht, dass ihm die Geduld betreffs des immer wieder hinausgeschobenen Verhandlungsbeginns zwischen Israel und den Palästinensern ausginge. Er gab ihnen ein dreiwöchiges Ultimatum, die Hausaufgaben zu machen und Antworten vorzubereiten, die eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gewährleisten würden.
http://www.israelheute.com/default.aspx?tabid=179&nid=19629
und gleich noch dazu:
Arabische Staaten bieten angeblich Konzessionen an
Entsprechend den Angaben eines ungenannten US-Regierungsmitglieds gegenüber der Washington Times, hätten einige arabische Staaten in Nordafrika und der Golf-Region sich bereit erklärt Israel gegenüber Konzessionen zu machen und das Überflugrecht zu gewährleisten, wenn der jüdische Staat alle Bauarbeiten in Judäa, Samaria und Ostjerusalem einstellt. Außerdem solle israelischen Bürgern auch die Einreise in diese Staaten erlaubt werden. Vertreter dieser Staaten hätten diese Konzessionen gegenüber dem US-Nahostgesandten, George Mitchell, gemacht. Jedoch wird Israel das Angebot wahrscheinlich nur dann annehmen, wenn es von diesen Staaten offiziell bekanntgegeben wird, obwohl es sehr verlockend aussieht, sofort einzuwilligen. Israelische Flugzeuge müssen derzeit lange Umwege fliegen, um von Israel in den Fernen Osten oder nach Australien zu fliegen.
Sie eiern einfach nur herum, gehen keinen Zoll von Ihren Forderungunge ab aber weigern sich nach wie vor, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.
Ach ja und die Retourkutsche kommt sofort.
Ägypten: Untersuchung von Israels Atomprogramm
Der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit sandte vergangene Woche eine Botschaft an den UNO-Sicherheitsrat mit der Bitte, dass die 15 Mitgliedsstaaten die atomaren Fähigkeiten Israels zu untersuchen und festzustellen. Das ägyptische Außenministerium teilte dies heute mit. Gheit macht darauf aufmerksam, dass Israel noch nicht das Abkommen zur Nichtverbreitung von Kernwaffen unterzeichnet hat und sagte nachdrücklich, dass ein Zeitplan für einen atomfreien Nahen Osten festgelegt werden müsse. Dieser Schritt kam einige Tage nach einer Atomkonferenz, an der 150 Staaten teilnahmen und eine Resolution verabschiedeten, die direkt Israel und sein Atomprogramm kritisiert. Diese Abstimmung wurde vom Iran gelobt. Der israelische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebehörde David Danieli nannte diese Abstimmung offen feindlich gegen den Staat Israel und beschuldigte Syrien und Iran einen diplomatischen Rauchvorhang zu erstellen, um ihre eigenen Bemühungen um Atomwaffen zu vertuschen. Gheit hatte sich auch gestern mit dem PA-Präsidenten Abbas am Rande der UNO-Vollversammlung getroffen um etwaige Wege für die Fortführung des politischen Prozesses zwischen Israel und den Palästinensern zu diskutieren.
[...] haben. Das will man gerade nicht, denn dann müsste man ja Farbe bekennen. Claudio Casula, Spirit of Entebbe, 23.09.09 über den Friedenswillen „der“ Palästinenser und eine für den SPIEGEL erstaunliche [...]