Da hier momentan ja sowieso etwas Flaute herrscht und manche Dinge gar nicht oft genug öffentlich gesagt werden können, sei auf ein paar Sätze verwiesen, die Mahmud Abbas vor zwei Tagen bei Verhandlungen der Arabischen Liga gesagt hat:
Almost no notice was taken of another pre talks decision that the PA chairman revealed, as he announced clearly that if a Palestinian Authority state is created in Judea and Samaria, no Israeli citizen will be allowed to set foot inside.The PA chairman also stated that he would block any Jewish soldiers from serving with an international force stationed on PA-controlled land.
„I will never allow a single Israeli to live among us on Palestinian land,” Abbas declared.
Mit anderen Worten: ein palästinensischer Staat im Westjordanland unter der Herrschaft der Fatah wäre ebenso judenrein wie es der Gazastreifen bereits jetzt ist (nennenswerte Ausnahme nach wie vor: Gilad Shalit). Ein wahrhaft ehrenwertes Ziel, für das die führenden Politiker der Welt im Verbund mit deutschen und europäischen Medien kämpfen.
hat tip: Sendungsbewusstsein.
Deshalb unterstützt die deutsche Linke ja auch geschlossen die Palästinenser: Antisemitischer Konsens. Die Juden haben kein Recht auf einen Nationalstaat, das sind dann imperialistische Zionisten, aber die Palästiner sind die armen Unterdrückten die ihre eigenes Land verdienen, in arabischer Tradition natürlich in homogener Kultur.
In diesem kurzen, eindrucksvollen Video sieht man, wofuer das Geld aus EU und USA verwendet wird:
Und hier Gejammere von Khaled Abu Toameh ueber die erzwungenen Friedensgespraeche.
http://www.hudson-ny.org/1455/making-peace-at-gunpoint
Toameh ist ein arabischer Journalist, der in Israel lebt und bisher durch vernuenftige Ansichten aufgefallen ist.
Wollen Abbas und Toameh auf die iranische Atombombe warten, um eine bessere Verhandlungsbasis zu haben?
Ich verstehe nicht, wieso EU und USA nicht einfach den Geldhahn zudrehen.
@Vanfontheweg:
Toameh ist nicht nur “ein arabischer Journalist, der in Israel lebt”, sondern auch israelischer Staatsbürger – und m.E. der beste “palästinensische” Journalist. Ich verstehe zudem nicht, warum sie Toameh “Gejammer” unterstellen. Er schreibt:
Das heißt auf Deutsch nichts anderes, als dass Frieden eben nicht erzwungen werden kann, sondern dass die beiden Parteien – insbesondere die Palästinenser – dazu bereit sein müssen.
Naja, um auch den Linken gegenüber fair zu sein (omg, was schreib ich da nur…), kann man ihnen zugestehen, dass sie eigentlich niemandem wirklich einen vernünftigen, souveränen Nationalstaat gönnen. Siehe EU. Das Israel diese Geisteshaltung so vernünftig wie entschlossen verlacht und ignoriert ist in meinen Augen einer der Hauptgründe für den neuen Judenhass auf der Linken.
“No Israeli citizen will be allowed to set a foot inside”: Das heisst, Israelis duerfen bedeutende Staetten des Judentums (z.B. die Patriarchengraeber) dann nicht mehr besuchen.
Beschwert sich da noch jemand darueber, dass die Israelis niemals die Souveraenitaet ueber (Ost-)Jerusalem abgeben werden?
And by the way: Israelischer Tourismus, gerade zu fuer die juedische Religion wichtigen Staetten, koennte eine nicht zu verachtende Einnahmequelle fuer einen zukuenftigen palestinaensischen Staat sein. Dass Abbas diese so kategorisch ausschliesst, kann nur bedeuten, dass es den PA-Gebieten wirtschaftlich goldig geht. Schon deshalb waere Vanfonthewegs Anregung, den Geldhahn zuzudrehen, dringend zu befolgen.