Ein blinder Passagier an Bord der Irene hat Gespräche der „Friedensaktivisten“ um „Dr.“ Reuven Moskovitz unfreiwillig belauscht und noch in Ashdod ein Gedächtnisprotokoll angefertigt. Wir zitieren Auszüge:
Es war nicht viel, was ich, in dem kleinen Stauraum hockend, mitbekam, aber als die ersten Passagiere an Bord gingen, dachte ich nur: Heiliger Strohsack – ich habe mich im Boot geirrt! Schien mir ein Rentnerausflug zu sein, jedenfalls waren das fast alles ältere Herrschaften. Einer hatte eine Mundharmonika dabei, mit der er die anderen langsam aber sicher in den Wahnsinn trieb. Irgendjemand rief schließlich: „Jetzt reichts aber, Herr Doktor!“, und da haben einige gelacht. Komisch.
Wenig später gabs Streit, es ging um den Namen des Bootes. Irene, das bedeute ja „Die Friedliche“, dabei ginge es doch um den Kampf gegen den Zionismus. Aber doch vor allem um die Außenwirkung, meinte ein anderer, schließlich solle die ganze Welt sehen, dass da friedliche Aktivisten eine barbarische Militärmaschine herausforderten, deswegen hätte man ja auch „keine Eisenstangen“ dabei sondern Musikinstrumente und Schulsachen. Der „Doktor“ kündigte an, den Kindern in Gaza beibringen zu wollen, auf der Mundharmonika „We shall overcome“ zu spielen, und dann weinte er. Danach peinliche Stille. Mir wurde richtig schlecht, nicht nur wegen der Dünung. Was hatten die eigentlich vor? Gaza, das ist doch dieses Hamas-Territorium – da war der Ärger ja wohl schon programmiert. Ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass dieser seltsame Haufen von Evolutionsbremsen wohl nicht vorhatte, in den Heiligen Krieg zu ziehen.
Bei Schiffszwieback und Rum kam die Diskussion wieder in Gang. Eine Frau, die mit “Edith” angesprochen wurde, redete sich ziemlich in Rage, daran war wohl auch der Rum nicht ganz unschuldig. Dauernd ging es um Juden und Gerechtigkeit, offenbar waren diese Leute darauf erpicht, als ziemlich tolle Hechte durchzugehen. Man wolle „hoch erhobenen Hauptes in den Zionistenkerker“ gehen, meinte eine ältere Dame; das hat der „Herr Doktor“ nicht verstanden, der dachte wohl wirklich, die Reise gehe nach Gaza und man wolle den armen Kindern Maultrommeln und Radiergummis bringen.
Die Nacht war die Hölle. Dauernd musste jemand aufs Klo, aber es gab ja nur eins. Der Alkohol, der Seegang und die Gerontenblase forderten wohl ihren Tribut. Die Stimmung wurde zusehends gereizter. Die Frauen in unmittelbarer Nähe des Aborts keiften, die Herrschaften hätten ja mal lieber Granufink zu sich genommen statt Rum. An Schlaf war jedenfalls nicht zu denken. Am Morgen dann ganz schlechte Stimmung, die haben kaum noch miteinander geredet und waren richtig stinkig aufeinander. Man kam gerade noch überein, eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten zu wollen, sobald man über Tel Aviv ausgereist sei. Dann gabs plötzlich große Aufregung, offensichtlich war das Marinekommando in Sicht, und wenig später hörte ich das Getrampel von Soldatenstiefeln. Höchste Zeit, den Kopf rauszustrecken, in meinem Versteck hätte ich nur noch mehr Verdacht erregt. Da sah ich gerade noch, wie diese Edith sich den Morgenmantel aufriss und einem vom Enterkommando theatralisch entgegenrief: „Töte mich, du Büttel der Zionisten! Ich lasse mein Leben für die Gerechtigkeit!“ Der israelische Soldat hat dann verständnislos den Kopf geschüttelt und die Frau langsam hinausgeführt. Der Doktor spielte ein trauriges Stück auf der Mundharmonika, das hieß, glaub ich, „Zog nischt kejn mol az du gejst dem letztn Weg“ oder so ähnlich. Ich bin dann raus aus meinem Versteck und habe zuallererst gerufen: „Ich gehöre nicht zu denen!“ Egal, welchen Ärger ich noch bekomme, die Erleichterung über das Aufbringen des Bootes überwiegt jede Sorge. Mit diesen Typen hätte ich es keine Stunde länger mehr ausgehalten, so viel ist sicher.
Wie kann man denn zufällig blinder Passagier auf so einer kleinen Nußschale sein? Aber eine nette Geschichte.
Die “Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost” pflegt sich ja immer für andere zu schämen, dabei ist wohl kaum etwas Beschämender als das hier:
berichtet Uli Sahm. Erstaunlich, dass der SPon-Bericht unter der Rubrik “Politik” zu finden ist und nicht unter “Panorama” oder “Reise”. Die Rubrik “Unverschämtes” gibts ja leider nicht.
Also mal wieder reine Meinungsmache. Es ging nicht um irgendwelche Hilfen, sondern gerade darum “aufgegriffen” zu werden, um der Welt wieder zu zeigen: Israel ist böse böse böse!
Schade, dass einer der selber viel Leid erfahren musste sich für so etwas hergibt.
Auf der anderen Seite ist es natürlich tragisch, dass die Kinder in Gaza leiden, weil ihre Eltern den Terror dem friedlichen Miteinander vorziehen.
Wer finanziert eigentlich diese Bootsfahrt? Nur aus Privatspenden?
Die Finanzierung von J Street z.b ist ja jetzt aufgeflogen, nämlich George Soros im Auftrag Obama-Regierung.
Interessant auch hier zu lesen:
http://www.haolam.de/index.php?site=artikeldetail&id=3103
Ein kleiner Auszug hier von > Israel / Nahost …
> Schiff nach Gaza von Marine gestoppt:
>Die “Aktivisten” hatten im Vorfeld jedes Angebot abgelehnt, die vermeintlichen Hilfsgüter auf dem normalen Landweg in den Gazastreifen zu transportieren, was die Vermutung nahe legt, das es ihnen nicht, wie vorgeschoben behauptet, um die Menschen und ihre Bedürftigkeit geht, sondern das diese zum Zwecke der Provokation instrumentalisiert werden sollten etc.
Btw. Ich hoffe dennoch, dass in diesem Fall die Hilfsgüter so zusammengestellt wurden, dass sie weiter verwendbar sind und nicht noch zusätzliche Entsorgungskosten vom Staat Israel erforderlich machen
Pat
Der blinde Passagier tut mir leid.
A quotation, often attributed to Winston Churchill: “Don’t talk to me about naval tradition. It’s nothing but rum, sodomy, and the lash.”
“Schade, dass einer der selber viel Leid erfahren musste sich für so etwas hergibt.”
Entgegen einer, scheint’s, weitverbreiteten Meinung war Auschwitz keine Besserungsanstalt.
Ja, so könnte es wohl gewesen sein. Wie denn sonst?
Schade, daß manche Rabbiner beitretungswilligen Zeitgenossinnen nur drei Abfuhren erteilen.
Und wieder bestätigt sich schöne Thesen:
1. Der Antisemit hat kein Problem mit Juden, er hat ein Problem mit sich selbst.
2. Die schlimmsten Dinge geschehen aus dem, was manche “guten Willen” nennen.
3. Jeder blamiert sich, so gut er kann.
4. Wenn Menschen mit der komplexen Realität nicht mehr zurande kommen, dann backen sie sich eine. Dann glauben sie an Horoskope, Hamas-Propaganda und an die Bedeutung des eigenen Geschwurbels.
[...] Eseln auf hoher See Von aron2201sperber Wieder eine Friedensmission auf hoher See. [...]
Lieber “Schweine im Weltall” als “Esel auf hoher See”:
http://aron2201sperber.wordpress.com/2010/10/01/eseln-auf-hoher-see/