Salam Fayyad verkündet die endgültige Abkehr von Oslo.
Das ist schade, aber nur konsequent, schließlich hat die Palästinenserführung von Anfang an ein Doppelspiel gespielt, hat die Leute nicht auf Kompromisse vorbereitet, hat weiter Hetze gegen den Verhandlungspartner betrieben, hat Terroristen nicht – wie vereinbart – ausgeliefert, sondern ihnen Heldenstatus gewährt, hat nicht auf Frieden und Aussöhnung hingearbeitet, sondern eine Terrorwelle nach der anderen losgetreten. Dankenswerterweise plauderte Hamas-Führer Mahmoud Zahar kürzlich freimütig aus, dass es Yassir Arafat höchstpersönlich war, der nach dem von ihm zu verantwortenden Scheitern von Camp David 2000 grünes Licht für die “Al-Aqsa-Intifada” gab.
Zwischenzeitlich hat sich die Fatah auch mit der Hamas überworfen, mit der sie nur das Ziel teilt, Israel abzuschaffen, sodass Herr Fayyad als Ministerpräsident, man muss es sagen, mit einem fragwürdigen Mandat ausgestattet ist.
Wie auch immer. Die Ausrufung eines Palästinenserstaates, die nicht mit Israel abgestimmt ist, die keinen Frieden bringen wird, sondern den Keim für den nächsten Krieg zwangsläufig in sich trägt, ist genau das, was mit Resolution 242, dem Prinzip “Land für Frieden” und allen anderen miteinander zusammenhängenden Plänen eben nicht vereinbar ist. Diese einseitige Maßnahme wird Maßnahmen Israels nach sich ziehen, da mit der endgültig dahingeschwundenen Aussicht auf Frieden das Sicherheitsargument umso stärker zählen wird: Annexion der großen Siedlungsblöcke in Grenznähe, verstärkter Bau des Sicherheitszauns etc.
Ach ja, und vielleicht sollte jemand mal Herrn Fayyad daran erinnern, dass gewisse Siedlungen älter sind als das Volk der Palästinenser, das 1964 erfunden wurde und zehn Jahre später erstmals Erwähnung in einem UNO-Dokument fand. Und wir reden hier nicht einmal von Jerusalem, Hebron, Beit Lechem, Shilo, Schechem und ähnliche Städten, die im Lande existierten, als es noch nicht einmal eine Ahnung von arabischer Geschichte gab, jüdische Ortschaften, die älter sind als der älteste Olivenbaum in der Westbank, viel älter. Wahrscheinlich weiß Fayyad das selbst, auch wenn er kein Historiker, sondern Ökonom ist, also möge man es denen sagen, die nur allzu bereit sind, ihm auch dieses billige Stück Propaganda abzukaufen.
Ansonsten wünschen wir Herrn Fayyad für seine angekündigte Reise nach Gaza alles Gute und eine gesunde Heimkehr, was eingedenk des Charakters der Machthaber im Bonsai-Iran ja keine Selbstverständlichkeit ist. Und bis August 2011 fließt selbst den Jordan noch eine Menge Wasser runter.

Wie immer: hervorragend pointiert!
also möge man es denen sagen, die nur allzu bereit sind, ihm auch dieses billige Stück Propaganda abzukaufen
Das Problem dabei ist doch das altbekannte: man kann noch soviel sagen, aufzeigen, Wahrheit gegen Lügen setzen: es hilft nichts
Und an der Wortwahl gefällt mir dieses Mal “Bonsai-Iran” am besten. Daumen hoch!
shalom ,allen brüdern und schwestern <<ein gut
schabbat und scalom .karl<<