Auf der Achse des Guten hat Kevin Zdiara kürzlich sehr anschaulich zusammengefasst, inwiefern Mahmud Abbas alias Abu Mazen in den letzten Jahrzehnten auffällig geworden ist. Ausgerechnet dieser notorisch friedensunfähige und -unwillige Häuptling der Westbank-Palästinenser hat nun seinen gutgläubigen Interviewern von der ZEIT versichert, dass die Sicherheit des jüdischen Staates bei ihm bestens aufgehoben sei. Was soll man dazu noch sagen? Um einem ausgewiesenen scheinheiligen Jammerlappen wie diesem, welcher sich einen “Chefunterhändler” leistet, der gleich bei seinem ersten Rom-Besuch im Bocca della Verità den halben rechten Arm einbüßte, allen Ernstes das Schicksal Israels anzuvertrauen, muss man schon so naiv sein wie ein Vater, der Lothar Matthäus auf seine 16-jährige Tochter aufpassen lässt.
Allein: “Das darf Israel nicht zurückweisen!”, schreibt der erstbeste Zeitonline-Leser, denn schließlich wurde der Staat Israel gegründet, um die Sicherheit der jüdischen Bevölkerung einem Mann anzuvertrauen, der als Schatzmeister der PLO das Massaker an den israelischen Athleten in München 1972 ermöglichte, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Welt gegen den jüdischen Staat aufhetzt, ernsthafte Gespräche mit Israel verweigert, lieber den Schulterschluss mit Hamas sucht und bezeichnenderweise der Mörderin eines israelischen Teenagers seine Aufwartung macht.
Es war schon ein Wagnis, Yassir Arafats Kohorten zu bewaffnen und damit einen Teil der Verantwortung für die Sicherheit der israelischen Bürger einem berüchtigten Judenmörder zu überlassen. Danach wusste man es besser. Und nach allem, was seither geschah, seinem Nachfolger auf die Leimrute zu kriechen, nur weil der einen Dackelblick zur Schau und statt Uniform einen dunklen Anzug trägt, obwohl man weiß, dass dieser Mann mit gespaltener Zunge spricht, fiele keinem Israeli ein, der noch seine fünf Sinne beisammen hat, wenn man das mal an diesem Tag anmerken darf.
Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber, heißt es in Brechts “Schweyk im Zweiten Weltkrieg”. Zum Glück sind die Israelis weit weniger dumm als es sich die ZEIT-Leserschaft wünscht.

