Zuweilen das Falsche sagen, aber das Richtige tun – diese deutsche Israel-Politik ist uns im Zweifelsfall lieber als umgekehrt. Zum Glück bestimmt immer noch Angela Merkel die Richtlinien der Politik und nicht SPIEGEL-Chef Georg Mascolo, auch wenn der sich als Oberaufseher über die politische Klasse versteht und seinen Kolumnisten Jakob Augstein stellvertretend für die Mehrheit seiner Landsleute empört aufjaulen lässt ob der grandiosen Enthüllung seines Meinungsmagazins.
In der geheimen Rechercheaktion Alter Hut nämlich haben SPIEGEL-Reporter gewisse Hintergründe aufgedeckt, die weder überraschend noch skandalös sind. Im Gegenteil bedankt sich Verteidigungsminister Ehud Barak ebenso offen wie höflich für die geleistete Unterstützung:
Die Deutschen können stolz darauf sein, die Existenz des Staates Israel für viele Jahre gesichert zu haben.
In der Tat ist die Sicherung der Existenz Israels ein ehrenwertes Unterfangen, da gibt es kein Vertun. Man mag das anders sehen, allerdings um den Preis, sich im Lager arabischer Despoten und Massenmörder, vom Genozid träumenden Präsidenten im Endzeitrausch und anderen traurigen antisemitischen Gestalten wiederzufinden. Keine wirklich vorzeigbare Gesellschaft. Wir hingegen sind froh, auf der richtigen Seite zu stehen und werden jedes weitere in Kiel für Israel gebaute U-Boot begrüßen wie einen guten Freund.
Allzeit gute Fahrt!

