Fast zwölf Millionen Deutsche aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern und anderen Ostgebieten verloren infolge des von Deutschland vom Zaun gebrochenen Zweiten Weltkriegs ihre Heimat. Von ihnen spricht heute – zu Recht – keiner mehr. Wat fott ess, ess fott, wie man im Rheinland so schön sagt. Die Flüchtlinge wurden zu zwei Dritteln in West-, zu einem Drittel in Ostdeutschland aufgenommen und integriert, und, man muss es so sagen, sie starben im Lauf der Jahrzehnte peu à peu dahin.
Etwa 700.000 Araber aus dem britischen Mandatsgebiet Palästina verloren infolge des von ihrer Führung und den arabischen Staaten vom Zaun gebrochenen ersten Nahostkriegs drei Jahre später ihre Heimat. Von ihnen spricht heute – zu Unrecht – alle Welt. Es gibt ja ein heiliges Recht auf Rückkehr, wie man im Nahen und Mittleren Osten so schön sagt. Die Flüchtlinge wurden, außer in Jordanien, nirgendwo integriert, und, man ist erstaunt, sie vermehrten sich bis heute auf die sagenhafte Population von 5,1 Millionen.
Und das trotz “schleichenden Genozids”, wie manche meinen. Mysterien des Orients.
