Netanyahus Kalkül ist aufgegangen, stänkert Peter Münch in der Süddeutschen Zeitung, seine Iran-Obsession steht überall ganz oben auf der Agenda, und die Israelis, geistig minderbemittelt, wie sie nun mal sind, fallen wie Gimpel auf seine Taktik rein:
Zu Hause demonstriert längst schon keiner mehr gegen die hohen Lebenshaltungskosten, wo es doch jetzt Gasmasken umsonst gibt.
Klar, weder können die Israelis rechnen, noch durchschauen sie das simple Ablenkungsmanöver eines Politikers – zu schweigen von der Möglichkeit, dass sie gewisse Gefahren ähnlich einschätzen könnten wie der von ihnen gewählte Regierungschef. Oder sie sind so scharf auf ABC-Schutzmasken, dass sie dafür gern ein paar Shekel drauflegen, wenn sie Lebensmittel oder Kleidung einkaufen.
Leider verrät der studierte Historiker Münch uns nicht, warum die Israelis so einen Narren an diesen Gasmasken gefressen haben. Finden sie die klobigen Dinger etwa kleidsam? Oder können sie den Beschuss durch Raketen aus dem Libanon, Gaza und dem Iran gar nicht abwarten? Schon ein komisches Völkchen, diese Juden. Jetzt vernebelt ihnen bereits die Aussicht auf Gratis-Gasmasken den Verstand. Dabei sind sie früher doch auch ohne ausgekommen.
