Der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Mitt Romney, hat sich ein weiteres Mal den Unmut der Palästinensischen Autonomiebehörde zugezogen. Wie erst jetzt mit großem Tamtam verkündet wurde, sprach er im Mai während einer Rede vor Unterstützern den Palästinensern bzw. ihrer Führung jegliche Friedenswilligkeit ab.
Allerdings stützen die Fakten Romneys nüchterne Feststellung, dass die Palästinenser noch immer den feuchten Traum von der Vernichtung Israels träumen, da mögen sich die üblichen Verdächtigen, vom ungezählte Male zurückgetretenen oder eben nicht zurückgetretenen (wer weiß das schon genau?) Chefunterhändler Saeb Erekat bis hin zu den ahnungslosen Schwätzern in deutschen Redaktionsstuben, noch so laut echauffieren.
Da hier nicht nur Freunde dieses Blogs mitlesen, fordern wir heute aus reiner Bosheit alle uns weniger wohlgesinnten, vermeintlich mit den Palästinensern solidarischen Leser auf, durch die Beantwortung einiger essentieller Fragen Mitt Romneys Behauptung zu falsifizieren.
I.
Was hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) seit den Osloer Prinzipienabkommen vor 19 Jahren für den sogenannten Friedensprozess getan?
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II.
Hat die PA jemals, wie in den oben genannten Abkommen vereinbart, einen Terroristen an Israel ausgeliefert, und wenn ja, wie hieß er?
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III.
Hat die PA – obwohl sich der Vorsitzende Arafat seinerzeit in einem Brief an Yitzchak Rabin verbindlich verpflichtete, künftig auf alle Formen der Gewalt zu verzichten – die sogenannte Al-Aqsa-Intifada verurteilt oder im Gegenteil unterstützt? Belege erforderlich.
IV.
Welche vertrauensbildenden Maßnahmen seitens der Palästinenser sind Ihnen in diesem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten bekannt geworden?
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V.
Welche Kompromissvorschläge der PA bezüglich einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts können Sie aufzählen und belegen?
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VI.
Hat die PA jemals auf israelische „Gesten des guten Willens“ (z.B. Rückzüge des Militärs, Freigabe von Geldern, Amnestie von verurteilten Verbrechern) positiv reagiert und wenn ja: wann und wie?
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VII.
Können Sie mindestens ein Statement nennen, in dem ein Offizieller der PA einen historischen Anspruch der Juden auf eine Heimstatt in Erez Israel anerkannt hätte? Wenn ja: welches?
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VIII.
Wird in palästinensischen Schulbüchern über den Nahostkonflikt so berichtet, dass auch nur die geringste Aussicht auf Frieden und Koexistenz, und sei es in ferner Zukunft, besteht?
Wenn ja, bitte nennen Sie ein Beispiel: …………………………………………………………………
IX.
Distanziert sich die PA von Terroristen, deren Verbrechen gegen Buchstaben und Geist der Osloer und folgender Abkommen verstießen, oder bereitet sie ihnen nach der Freilassung aus israelischen Gefängnissen einen festlichen Empfang, benennt Straßen und Plätze nach ihnen und richtet Fußballturniere zu ihren Ehren aus bzw. gewährt sie toten Terroristen ein Staatsbegräbnis?
Nennen Sie ein Beispiel für die erste Option: ………………………………………………………………………..
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X.
Versucht die PA, durch direkte Verhandlungen mit Israel zu einer einvernehmlichen Lösung des Nahostkonflikts zu gelangen oder setzt sie darauf, über Drittstaaten und -organisationen Druck auf Israel auszuüben, um ohne jeglichen Kompromiss alle ihre Forderungen erfüllt zu bekommen? Wenn Sie der ersten Variante zustimmen, begründen Sie bitte, warum die PA trotz wiederholter Einladungen seit Jahren nicht mehr verhandelt:
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XI.
Die PA beschwert sich seit der Amtsübernahme Netanyahus gern darüber, bei der „rechten“ Likud-geführten Regierung in Jerusalem nichts erreichen zu können. Welche Fälle aus der Vergangenheit sind Ihnen bekannt, in denen die PA sozialdemokratisch (Avoda) oder zentristisch (Kadima) geführten Regierungen entgegengekommen wäre?
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XII.
Dürfen radikale Prediger im palästinensischen „Staatsfernsehen“ dazu aufrufen, die Juden zu bekämpfen, wo immer man sie treffe?
Ja / Nein
XIII.
Können Sie einen palästinensischen Zeitungsartikel / einen TV-Kommentar benennen, in dem die Politik der palästinensischen Führung als zu kompromisslos bezeichnet würde, irgendeine israelische Forderung als gerechtfertigt oder auch nur ein einziger Terroranschlag in Israel als moralisch verwerflich? Haben Sie je von einer Kundgebung in der Westbank oder in Gaza gehört, in der für Frieden und Koexistenz geworben wurde und wenn ja: wann und wo fand sie statt?
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Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Die lustigsten Antworten werden in Bälde veröffentlicht.
Update: Auch nach mehr als sieben Monaten (!) hat sich noch kein einziger Solidaritäter gemeldet. Wir nehmen die so eindrucksvoll demonstrierte argumentative Insolvenz achselzuckend zur Kenntnis.
