Nach mehr als 1000 Luftangriffen im Laufe einer knappen Woche sind “mehr als 100 Tote in Gaza” (darunter maximal 58 Zivilisten, das ist die von der notorisch die Wahrheit übertreibenden Hamas verkündete Zahl), auch im Vergleich mit anderen kriegerischen Auseinandersetzungen sehr, sehr wenig, worauf u.a. David Harnasch hingewiesen hat – und natürlich kein Zufall, denn obwohl die Mehrheit der Palästinenser zuletzt Hamas wählte und damit haftbar gemacht werden könnte, unternimmt Zahal alles (siehe unten), um Kollateralschäden zu minimieren.
Erst wenn der Sechs-Tage-Bodycount mit einem singulären Ereignis (Angriff auf die Finanzzentrale der terroristischen Hamas) in einer einzigen Schlagzeile zusammengefasst wird, entfaltet er eine gewisse Wirkung: die allgemeine Empörung, auf die sich SPIEGELonline in einem späteren Artikel berufen wird. Dies vorauszusagen, bedarf keiner prophetischen Gabe, wir waren einfach schon zu oft in diesem Film. In dieser Hinsicht ist auf den Großteil unserer Qualitätsmedien (mit rühmlichen Ausnahmen wie der WELT) Verlass.


