In einem selten dämlichen Artikel auf Spiegel online schreibt Raniah Salloum unter anderem:
Auf dem Platz des unbekannten Soldaten findet erstmals seit der Machtübernahme der Hamas 2006 eine große Demonstration der rivalisierenden Fatah-Partei statt. Die Demonstration wurde von der Hamas zugelassen, denn die Fatah-Anhänger jubeln an diesem Donnerstag für die Hamas.
Na, das nennt man wohl den vollendeten Ausdruck einer vitalen Demokratie! Nehmen wir diese Kundgebung und setzen sie in Zusammenhang mit Abu Mazens jüngster Ankündigung, sich mit der Hamas versöhnen zu wollen, drängt sich eine beunruhigende Gleichung auf:
Die Hamas bekennt sich offen zu Raketenangriffen auf zivile Ziele und begrüßte zuletzt den Busbombenanschlag in Tel Aviv vom 21. November, sie lagert Kriegsgerät in dicht besiedelten Gebieten und feuert aus denselben Raketen ab, foltert, mordet und verstümmelt so genannte Kollaborateure – verstößt also vielfach gegen die Genfer Konvention und ist damit diverser Kriegsverbrechen schuldig.
Die Fatah sucht den Schulterschluss mit der Hamas.
Und die SPD meint, mit der Fatah „gemeinsame Werte“ zu teilen, unter anderem „die Ablehnung von Gewalt“.
So oder so hängt man also mit drin. Man muss schon sagen: Feine Freunde, die sich die altehrwürdige Sozialdemokratische Partei Deutschlands da angelacht hat.
