Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archiv für die Kategorie ‘Besserwisser’

Ach, Mr. Kerry…

Da hat Israel die letzten 26 Terroristen nicht freigelassen und die Palästinensische Autonomiebehörde damit um eine große Feier gebracht und dann auch noch den Bau von 700 Wohnungen genehmigt, wo ohnehin schon ein Stadtviertel steht, das Jerusalem nie und nimmer an Terrorbanden wie Hamas oder Fatah abtreten wird, da macht es „Puff“, und das war´s dann. Wie einfach dieser vermaledeite Nahostkonflikt doch ist!

Jedenfalls, wenn man partout darauf aus ist, Israel den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Reden wir doch zur Abwechslung mal über Mahmud Abbas. Sie wissen schon, der „Partner für den Frieden“. Was spricht eigentlich für ihn? Er trägt gewöhnlich einen dunklen Anzug statt Kampfmontur wie sein Vorgänger Arafat, das ist schon mal ein Fortschritt. Vielleicht. Und er kann immerhin für sich beanspruchen, die Terror-Intifada einen „großen Fehler“ genannt zu haben, natürlich nicht, weil es moralisch fragwürdig sein könnte, Jugendliche vor einem Club oder Holocaust-Überlebende bei einer Seder-Feier in Massen zu ermorden und zu verstümmeln, sondern weil so etwas „palästinensischen Interessen“ zuwiderläuft. Heißt: Man erreicht mit Terror nicht wirklich etwas, der sorgt weltweit für unschöne Bilder und eher weniger Bereitschaft zum Entgegenkommen bei der israelischen Bevölkerung – das hält einen wie Abbas aber nicht davon ab, die Urheber der Massaker als „Helden“ und „Freiheitskämpfer“ zu würdigen. He, man könnte solche Leute freipressen und sie dann wenigstens verschämt bei Nacht und Nebel nach Hause zurückkehren lassen, statt ihnen einen großen Bahnhof zu bereiten.

Wenn Sie sich ein wenig vorbereitet haben auf Ihre Mission, Mr. Kerry, dürften Sie die Osloer Verträge kennen. Gibt es irgendeinen Punkt, den die palästinensische Seite erfüllt hätte? Hat sie jemals auch nur einen Terroristen an Israel ausgeliefert? Den Gewaltverzicht in Wort und Tat umgesetzt? Überhaupt irgendetwas unternommen, das dem Frieden und der Aussöhnung dienen könnte?

Mitnichten. Die „Verhandlungsposition“ der Palästinenser ist exakt dieselbe wie vor 20 Jahren: ein Palästinenserstaat, der sich an den „Grenzen“ (also Waffenstillstandslinien zwischen Israel und Jordanien) vor dem Sechstagekrieg 1967 orientiert – UN-Resolution 242 zum Trotz; die Forderung, Israel habe Ostjerusalem mit seiner historischen Altstadt und den heiligen Stätten abzutreten (ungeachtet der arabischen Praxis, sämtliche Juden aus Jerusalem hinauszuwerfen, alle Synagogen zu zerstören und ihnen den Zutritt etwa zur Westmauer zu verwehren); und alle palästinensischen Flüchtlinge von 1948 (heimatlos geworden durch einen Krieg, den sie selbst bzw. ihre arabischen Verbündeten zu verantworten hatten) und ihre Nachkommen müssten nach Israel — und nicht in den prospektiven Staat Palästina — einwandern.

Abbas ist nach wie vor nicht bereit, Israel als Staat der Juden anzuerkennen, weil er, wie alle Araber, die Juden nur als Religionsgemeinschaft, nicht aber als Volk mit Anspruch auf staatliche Unabhängigkeit im eigenen Land begreift – ein Recht, das er für sich und die erst seit Ende der 60er-Jahre so genannten Palästinenser selbstverständlich in Anspruch nimmt. Er ist nicht bereit, ein Ende des Konflikts zu verkünden, sollte er eine Einigung mit Israel erzielen. Er hat bisher noch jede Einigung mit Israel abgelehnt, selbst die von Ehud Olmert angestrebte.

Gründe: siehe oben.

Abbas, der, wenn er überhaupt jemals über eine halbwegs demokratische Legitimation verfügte, diese längst verspielt hat – seine Amtszeit lief 2009, also vor fünf Jahren, ab -, lässt sogenannte Kollaborateure hinrichten, hetzt als „Partner für den Frieden“ bei jeder Gelegenheit gegen den jüdischen Staat und nimmt deswegen auch, statt irgendwelche Kompromisse einzugehen, lieber den Umweg über die „Staatengemeinschaft“ (UN), um sich alles, was er haben will (einen Staat, ohne sich mit Israel einigen, um bei günstiger Gelegenheit wieder Krieg führen zu können), von anderen zu holen. Nicht eine einzige vertrauensbildende Maßnahme hat dieser Mann vorzuweisen, stattdessen stellt er jeden Tag, den der Herr werden lässt, eine neue Forderung auf. Damit überhaupt die Schimäre eines „Friedensprozesses“ aufrecht erhalten werden kann, kennen seine Vorbedingungen für die selbstverständlich fruchtlosen Gespräche kein Maß.

Wohlgemerkt, das ist das arabische Verständnis von Verhandlungen – ein Geben und Nehmen: Israel gibt, und die Palästinenser nehmen.

Auf dem Gebiet, auf das er Einfluss hat, lässt er zu, dass die nächste und die übernächste Generation mit Hass auf die Juden vergiftet werden. Nur so können zwei junge Männer eine Familie inklusive Säugling in ihrem eigenen Haus abschlachten und noch stolz darauf sein – weil sich in „Palästina“ niemand für eine solche Monstrosität in Grund und Boden schämt, sondern das Töten von Juden den Täter zu einem role model macht, zum „Märtyrer“, der sich für sein Land aufgeopfert hat.

Tja, so sieht´s aus, Mr. Kerry. Was meinen Sie: Soll Israel zu Menschen Vertrauen haben, die ihre Kinder zum Kanonenfutter erziehen? Würden Sie der Al-Qaida die Hälfte von Washington D.C. überlassen? Nicht? Dann verstehen Sie sicher, warum Israel weder die Hamas noch die Fatah oder den Islamischen Dschihad auf den Zinnen der Jerusalemer Altstadtmauern sehen will. Man wird auch nicht Gebiete an Milizen abtreten, die nur danach gieren, das Terrain zum Abschuss von Raketen auf israelische Städte zu nutzen. Für wie dämlich halten Sie die Israelis, Mr. Kerry? Für Ihre warmen Worte und das Doppelspiel von Herrn Abbas sollen die Menschen in Israel – bedroht von Hisbollah im Norden, von Hamas und Islamischem Dschihad im Süden und den iranischen Mullahs im Osten – ihre Sicherheit aufs Spiel setzen? Sie selbst haben ja schon aus Verzweiflung angeboten, Jonathan Pollard freizulassen, denn von den Palästinensern ist nicht zu erwarten, dass sie sich auch nur einen Millimeter von ihren Maximalpositionen wegbewegen. SIE gehen für DIE Kompromisse ein? Was für ein schäbiges Spiel ist das denn?

Wenn Sie es noch mal zum Mitschreiben haben wollen: Ja, Abu Mazen muss seinen Friedenswillen unter Beweis stellen. Noch einmal: unter Beweis stellen, nicht hier das eine und dort das andere erzählen. Ja, die Hetze muss ein Ende haben, wenn der Frieden jemals eine Chance haben soll. Ja, auch die Palästinenser müssen Kompromisse machen.

Nein, Israel ist nicht mehr bereit, einseitige Zugeständnisse zu machen. Nein, weniger als ein Ende des Konflikts wird nicht akzeptiert. Nein, Jerusalem, die “Heilige Stadt”, wird nicht in die Hände von Leuten fallen, die andere Religionen nicht achten.

Lassen Sie sich nicht länger verarschen, Mr. Kerry. Und: Sollten Sie es besser wissen als Sie nach außen vorgeben – hören Sie auf mit diesem Theater. Es führt zu nichts. Sagen Sie Abu Mazen, dass er sich bewegen muss, um überhaupt noch finanzielle oder politische Unterstützung beanspruchen zu können. Versuchen Sie es wenigstens. Schluss mit den Sonntagsreden, Titten auf den Tisch! Und sollten Sie dann einsehen, dass in Nahost für Sie nix zu holen ist, kümmern Sie sich doch einfach um andere Konflikte. In der Ukraine soll gerade ganz schön was los sein.

 

Read Full Post »

Auch wenn man 82 Jahre auf dem Buckel hat, kann man immer noch eine Menge machen. Eine Kreuzfahrt in die Karibik. Mit den Enkeln in den Zoo gehen. In der Hollywoodschaukel liegen und ein gutes Buch lesen. Leider kann Richard Falk nicht mal im Spätherbst seines Lebens vom Israel-Bashing lassen.

„Apartheid“ und „ethnische Säuberung“ will er im Umgang mit den Palästinensern erkennen. Selbstredend geht es ihm aber nicht um die Palästinenser, die aktuell im syrischen Bürgerkrieg elendig verrecken.

Denn Mr. Falk ist als Sondergesandter für die Palästinensischen Autonomiegebiete tätig, ein völkischer Beobachter für den UN-Menschenrechtsrat, dem aktuell u.a. Saudi-Arabien, Kuba und die Volksrepublik China angehören, die ja als Bollwerke der Menschenrechte einen untadeligen Ruf genießen. Man muss sich die Sitzungen dieses Gremiums so vorstellen wie ein Treffen der Cosa Nostra, der Camorra und der ´Ndrangheta, auf dem fürchterlich auf den italienischen Staat und seine Sicherheitsorgane geschimpft wird. Insofern weiß Mr. Falk, was er dem Laden schuldig ist, und deshalb ruht sein Auge auf vermeintlichen israelischen Missetaten: natürlich die „übermäßige Anwendung von Gewalt“ als Antwort auf den traditionell unerwähnt bleibenden palästinensischen Terror, „Kollektivstrafen“ und „Bau von Siedlungen“, wo es sich lediglich um Neubauten in bereits bestehenden Stadtvierteln im Osten Jerusalems handelt.

Von „rechtloser Existenz“ kann indes kaum die Rede sein, wenn 97 Prozent der Araber in der Westbank und 100 Prozent der Araber in Gaza autonom leben und sich über fehlende Rechte bei den glorreichen Führern von Fatah und Hamas beschweren müssten, wenn sie sich denn trauen.

Und um von „Verdrängung“ oder „ethnischer Säuberung“ in Jerusalem zu schwadronieren, muss man schon einen halben Liter Klosterfrau Melissengeist auf Ex getrunken haben, denn laut Bevölkerungsstatistik lebten 1967 (dem Jahr, in dem Israel den 1948 von Jordanien judenrein gemachten Ostteil Jerusalems zurückeroberte) 55.000 muslimische Araber in der Stadt (plus 12.600 Christen, überwiegend ebenfalls Araber), 2011 waren es 281.000 Muslime bzw. 14.000 Christen. Also nach Adam Riese eine ethnische Säuberung, bei der die verjagte Bevölkerung sich um 500 Prozent vermehrt hat. Hinzu kommt, dass das natürliche Wachstum der jüdischen Bevölkerung nebst Zuzug nicht verhindert, dass der Anteil der arabischen Bevölkerung in der Stadt kontinuierlich auch relativ wächst, was Idioten, die das Wort von der „Judaisierung“ Jerusalems im Munde führen, jedoch nie von der „Anglisierung Londons“ oder der „Amerikanisierung Washingtons“ reden würden, im Leben nicht rational erklären könnten. Aber wer muss schon den Verstand bemühen, wenn er stramm auf antizionistischem Kurs marschiert?

Anyone who is 10 percent objective would come to similar conclusions about international law and international morality to the conclusions I’ve reached on the main issues that are in contention

meint der alte Zausel, und das stimmt natürlich: 10 Prozent Objektivität plus 90 Prozent antiisraelisches Ressentiment ergibt eine Sicht der Dinge, wie sie ein Richard Falk pflegt, der Israel schon mit Nazi-Deutschland verglich, etwas für 9/11-Verschwörungstheorien übrig hatte, Ayatollah Khomeini partout nicht als fanatisch oder reaktionär bezeichnet sehen wollte, als Hamas-Versteher „Kriegsverbrechen“ Israels in Gaza anprangerte und es sogar schaffte, wegen einer antisemitischen Karikatur auf seinem Blog aus der Ortsgruppe von Human Rights Watch zu fliegen.

Dass ihm als Sondergesandten für die Palästinensischen Autonomiegebiete offenbar nichts aufgefallen ist, was Hamas oder Fatah in einem negativen Licht erscheinen lassen könnte – etwa der Umstand, dass diese Banden vornehmlich damit beschäftigt sind, westliche Hilfsgelder einzusacken bzw. zu verbrennen und ansonsten den lieben langen Tag Krieg spielen respektive die jüngste Generation als Kanonenfutter für den nächsten präparieren -, vermag vor diesem Hintergrund nicht zu überraschen. Richard Falk ist zwar auf Israel fixiert, aber beileibe kein Antisemit, da – Obacht! – er selbst jüdisch ist.

Diesen Monat endet Falks Engagement für den UN-Zirkus. Egal, wen man an seiner Statt mit der Israelschelte betraut: Unappetitlicher kann es nicht mehr werden.

 

Read Full Post »

Bullshit

Bei ZEITonline kennt man offensichtlich den Unterschied zwischen einer Siedlung und einer Wohneinheit nicht.

1001Siedlungen
(Screenshot, 11.08.2013, 15.01 Uhr)

 

Im Vorspann steht es noch einmal falsch (“Kurz vor den nächsten Friedensgesprächen kündigt Israel neue Siedlungen in Ostjerusalem und im Westjordanland an”), bevor dann im Text endlich von Wohnungen die Rede ist und eingeräumt wird, dass zwei Drittel dieser Wohnungen in Jerusalem entstehen sollen und der Rest in Ariel und Beitar Illit. Ob aber an diesen Orten – zwei Kommunen, die selbst nach einem (äußerst unwahrscheinlichen) Friedensschluss garantiert bei Israel verbleiben werden – gebaut wird oder in Ramallah rollt eine Kichererbse vom Laster, ist vollkommen unerheblich. Gleichwohl bringt die fette Schlagzeile ZEIT-Leser wie “Gonokokkenmutterschiff” dazu, im Kommentarbereich eine israelische “Kriegserklärung” zu beklagen.

Und, bei Gott, unter den ZEIT-Lesern gibt es entschieden zu viele Gonokokkenmutterschiffe.

 

Read Full Post »

Wahlempfehlung

Während die Hamas Kinder im Umgang mit Kalaschnikows schult, feiert die Fatah den Mörder eines Vaters von fünf Kindern als Helden.

Zur Erinnerung: In der erstgenannten Organisation vermutet Claudia Roth “einen pragmatischen Teil”, mit dem Israel verhandeln solle, mit der anderen teilt die SPD “gemeinsame Ziele” und “gemeinsame Werte”. Wer einen Nahost-”Friedensprozess” voranbringen will, sollte im Herbst also unbedingt rot-grün wählen.

 

Read Full Post »

Ausgerechnet der „Hardliner“ der Hamas signalisierte in den vergangenen Jahren einen Kurswechsel und die Bereitschaft, den militanten Widerstand (= Terror, C.C.) zumindest temporär aufzugeben

verkündete Susanne Knaul am 7. Dezember vergangenen Jahres, als Hamas-Chef Khaled Meschaal den Gazastreifen besuchte, unter dem Jubel Zehntausender aus einer Pappmache-Rakete kletterte und den von Knaul behaupteten Kurswechsel wie folgt zusammenfasste:

Palestine is ours, from the river to the sea and from the south to the north. There will be no concession on an inch of the land,” he told the crowd on his first visit to Gaza. “We will never recognise the legitimacy of the Israeli occupation and therefore there is no legitimacy for Israel, no matter how long it will take.

Um darin eine auch nur temporäre Abkehr vom Terror-Programm zu erkennen, muss man schon über eine Phantasie verfügen, die für das Drehbuch eines veritablen Science-fiction-Films ausreicht, für einen Artikel in einer halbwegs seriösen Tageszeitung allerdings nicht geeignet ist. Allein, seit Frau Knaul alle journalistischen Standards über Bord geworfen hat, fühlt sie sich leicht und frei, immer weiter das Blaue vom Himmel herunterzulügen.

Gemäßigt und ambitioniert

nennt sie Meschaal diesmal anlässlich seiner „Wiederwahl“ durch den Rat der Hamas. Ach ja, und „kompromissbereit“ wird er in der Bildunterschrift auch genannt. „Versöhnung ist seine Mission“, schreibt Knaul, womit allerdings im besten Falle die Beendigung des Kriegszustandes mit der rivalisierenden Fatah gemeint ist, wenn diese sich auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel (Abschaffung Israels) zur selben Taktik bekennt wie die Hamas.

Gemäßigt, kompromissbereit, versöhnlich – wenn zuträfe, was Knaul von Meschaal behauptet, wäre der radikale Islamist (“der studierte Physiker”, wie die Terrorversteherin ihn nennt, wobei sie zu erwähnen vergisst, dass er auch Vater von sieben Kindern ist) ein idealer Kandidat für das Papstamt gewesen. Man fragt sich wirklich, was in Oberstübchen wie dem der taz-Redakteurin vor sich geht. In einer Medienlandschaft, die, wie heute Spiegel online, den Raketenbeschuss Israels durch die Hamas und den darauf folgenden Beschuss der Terrorziele durch die israelische Luftwaffe mit dem Satz „Damit haben beide Konfliktparteien die Waffenruhe gebrochen“ kommentiert, wundert einen allerdings schon lange nichts mehr.

Der Wahnsinn geht weiter.

 

Read Full Post »

Faktencheck, Schluderversion

Eigentlich ist ja zu begrüßen, dass die “Dokumentationsjournalisten des SPIEGEL” endlich MEMRI entdeckt haben. Das könnte helfen, zur Abwechslung mal zu erforschen, wie die arabische Welt tickt.

Nun haben die Äußerungen des Muslimbruders Mursi, die derzeit für eine gewisse Beunruhigung sorgen, einen historischen und religiösen Hintergrund, und gemeint waren mit den “Abkömmlingen von Affen und Schweinen” schon immer die Juden, sowohl im Koran als auch im Tafsir al-Jalalayn 5,60 ein halbes Jahrtausend vor der Gründung des Staates Israel; und “Israel”, “Juden” und “Zionisten” sind für Araber generell dasselbe; daher ist Mursi auch nicht, wie Spiegel online meint, ein “Anti-Zionist”, sondern ein waschechter Antisemit.

Aber den logischen Schluss aus den vorliegenden Fakten zu ziehen, ist nicht jedem gegeben. Insbesondere nicht jenen, die nicht einmal die Einblendung auf dem Bildschirm lesen, sonst hätten sie mitbekommen, dass Mursi 2010 das Interview, in dem er minutenlang vom Leder zieht, natürlich nicht MEMRI TV, der Video-Plattform des Watchdogs, gegeben hat, sondern dem libanesischen Sender Al-Quds TV.

So sieht er aus, der “Faktencheck” der hochgelobten “Dokumentationsjournalisten des SPIEGEL”. Saubere Recherche ist was anderes.

 

Screenshot

 

 

Read Full Post »

Der Rechtsruck

Das war jetzt also der von allen erwartete “Rechtsruck”? Wie es aussieht, besteht zwischen dem “rechten” und dem “linken” politischen Lager nach den Knessetwahlen ein Patt, womit alle Unken, die es schon vorher und wieder mal besser wussten, offensichtlich falsch lagen. Unken wie Bettina Vestring. “Israel wählt gefährlich” hieß ihr von völliger Ahnungslosigkeit in der Sache, dafür durch Voreingenommenheit bestechender Kommentar in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau, denn was gefährlich ist und für wen, das weiß eine deutsche Online-Redakteurin mit grandiosem Mut zur israelkritischen Einstellung immer noch am besten.

Oder eben nicht. Die fragmentierte Parteienlandschaft Israels spiegelt die Vielfalt seiner Bevölkerung wieder, und jeder Staatsbürger hat mehr oder weniger gute Gründe für seine Wahlentscheidung. Religiöse Juden wählen religiöse Parteien, Araber wählen meistens – aber durchaus nicht immer – arabische Parteien (kleine Anekdote: bei diesen Wahlen stimmten im von Arabern bewohnten Taybe 22 Wähler für Likud-Beytenu, 19 gar für die siedlernahe Partei von Naftali Bennet) oder gar nicht; wer den Palästinensern misstraut, wählt Likud, wer ihnen trotz allem immer noch vertraut, wählt Meretz oder Avoda und so weiter. Hinzu kommt, dass beileibe nicht nur der Konflikt mit der arabischen Welt eine Rolle spielt, die Israelis also nicht zwingend morgens mit dem Palästinenserproblem aufwachen und abends mit ihm zu Bett gehen, sondern handfeste Dinge, die ihr Leben betreffen: die hohen Lebenshaltungskosten etwa; im Fall der streng religiösen Juden und der Araber auch durchaus Interessen, die allein für ein bestimmtes Milieu relevant sind.

Da wird es mit den Rechts-links-Schubladen schon schwierig. Was etwa macht einen Lieberman zu einem “Ultranationalisten”? Immerhin favorisiert er eine Politik der Loslösung von den Palästinensern. Nicht nur gewährte er ihnen unter gewissen Umständen einen eigenen Staat – kaum, weil sie ihn etwa verdienten, sondern weil er sie einfach loswerden will – vielmehr würde er diesem, aus demselben Grund, sogar noch israelisch-arabische Gemeinden diesseits der Green Line on top draufpacken, was für deren Bewohner allerdings, allem Diskriminierungsgerede zum Trotz, eine Horrorvorstellung ist. Als Nationalisten kann man den Unsympathen Lieberman durchaus bezeichnen – aber als “Ultranationalisten”? Hinzu kommt, dass seine Partei, die vor allem die Interessen der russischen und osteuropäischen Einwanderer vertritt, mit religiösen Vorrechten nichts am Hut hat. Rechts ist eben nicht gleich auch religiös.

Was ZEIT online nicht daran hindert, in einem Artikel zu den Wahlen hanebüchene Aussagen wie diese zu machen:

Im Parlament besteht damit ein Patt zwischen dem religiösen rechtsnationalistischen Lager und den Parteien der politischen Mitte mit den arabischen Parteien.

Das dröseln wir hier gern einmal kurz exemplarisch auf. Wie wir gesehen haben, sind rechts und religiös nicht unbedingt deckungsgleich, die platte Beschreibung des erstgenannten Lagers ist unzulässig. Auch ist nicht jeder Konservative gleich “nationalistisch” oder gar “rechtsnationalistisch”. Nun zu den Parteien der “politischen Mitte”. Dazu scheint die linke Arbeitspartei ebenso zu gehören wie Meretz, eine Partei, die in etwa mit den deutschen Grünen zu vergleichen ist. Um hier Parteien der Mitte zu erkennen, muss man schon eine sehr eigenwillige Perspektive einnehmen. Demnach scheint es in Israel keine Linken zu geben.

Dabei wird es bei den arabischen Parteien noch prekärer: Hadash ist kommunistisch, Raam Ta’al vor allem antizionistisch, also grundsätzlich staatsfeindlich, und Balad (arabisch-)nationalistisch und sozialistisch. Nationalsozialistisch, wenn man so will. Ihre bekannteste Vertreterin, Hanin Zoabi, segelte 2010 mit türkischen Dschihadisten auf der Mavi Marmara gen Gaza.

So wie sich der kleine Moritz in der ZEITonline-Redaktion das vorstellt, gibt es aber nur die finsteren, religiösen und nationalistischen Kräfte auf der einen Seite sowie die guten Parteien der Mitte und die der armen diskriminierten Araber auf der anderen. Wer’s glaubt, gehört sicher zu jenen, die in den vergangenen Wochen und Monaten dem “Rechtsruck”-Geraune frönten. Solchen Leuten jedoch ernsthaft Kompetenz in der Sache zuzubilligen und sich auf ihre Voraussagen und die ihrer Zulieferer wie Gideon Levy von Ha’aretz und anderen üblichen Verdächtigen zu verlassen, ist grob fahrlässig. Da macht man weniger falsch, wenn man nach Sitte der altrömischen Auguren das Fressverhalten von Hühnern im heiligen Bezirk oder die Eingeweide von Tieren beobachtet.

Mehr als 30 Parteien sind zur Parlamentswahl angetreten, jede dritte hat die Hürde genommen und wie seit jeher wird in Jerusalem eine Koalitionsregierung gebildet werden. Wie es aussieht, dürfte am Ende ein Mitte-rechts-Bündnis dabei herausspringen, das die Positionen der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung vertritt – in jeder Demokratie dieser Welt ein völlig normaler Vorgang.

Man wäre auch in Deutschland gut beraten, diese zumal für nahöstliche Verhältnisse einzigartige Demokratie fair zu beurteilen statt sich in Klischees und Ressentiments zu suhlen. Und man möge den Unterschied zu den palästinensischen Nachbarn wahrnehmen; diese haben bei ihrem letzten, auch schon deutlich zu lange zurückliegenden Urnengang mehrheitlich für die Hamas gestimmt, sich bei der Wahl zwischen Pest und Cholera also für die Pest entschieden. Sie haben damals wirklich “gefährlich gewählt”, auch wenn es die FR nicht mitbekommen hat. Verglichen damit, wäre selbst der prognostizierte “Rechtsruck” in Israel immer noch Peanuts gewesen. Wenn er denn passiert wäre.

 

Read Full Post »

Anmerkung zur Causa Augstein

Wenn sich schon im Nahen Osten nichts bewegt, jedenfalls nicht zum Guten, ist es grundsätzlich zu begrüßen, dass endlich die längst überfällige Debatte über das Übel des heimischen, als legitime „Israelkritik“ camouflierten Antisemitismus geführt wird – Jakob Augstein, einem der bekannteren Vertreter der deutschen Israel-Obsession, sei Dank.

Nun ist zur Causa Augstein eigentlich alles gesagt; aber noch nicht von allen, daher hier noch meine paar Cent zur oft gehörten Behauptung der „Israelkritiker“ vom Schlage des „Freitag“-Herausgebers und SpiegelOnline-Kolumnisten, mit dem wir uns aus gegebenem Anlass auch schon einmal beschäftigt haben, sie kritisierten doch nur die Politik der gegenwärtigen Regierung in Jerusalem, die natürlich ganz furchtbar und „ultranationalistisch“ sei. Jemand, der seit mehr als drei Jahrzehnten aufmerksam beobachtet, wie sich, was die öffentliche Meinung zu Israel betrifft, der Wind in Deutschland drehte, kann über diese fadenscheinige Schutzbehauptung nur den Kopf schütteln.
Dankenswerterweise hat kein Geringerer als Jakob Augstein selbst sich in seiner SpOn-Kolumne Mitte September 2011 diesbezüglich vielsagend verplappert:

Als israelische Sicherheitskräfte vor einem Jahr in internationalen Gewässern das türkische Schiff “Mavi Marmara” enterten und acht türkische und einen amerikanischen Staatsbürger erschossen, hatte die israelische Regierung das getan, was sie seit dem Sechstagekrieg vor 44 Jahren immer getan hat: ohne Rücksicht auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel das durchzusetzen, was sie für die Interessen Israels hält.

Die Frage außer Acht lassend, ob ein gelegentlich auf dem Feld der Nahostpolitik dilettierender deutscher Journalist wirklich besser als die gewählte politische Führung in Israel um die Interessen des Landes wissen könnte, stellen wir fest, dass es für Augstein keinen Unterschied macht, wer gerade in Jerusalem die Richtlinien der Politik bestimmt. Da Bibi Netanyahu nicht seit dem Sechstagekrieg vor viereinhalb Jahrzehnten regiert, verhält sich „die israelische Regierung“ immer falsch, gleichgültig ob es sich um die Sozialdemokraten Eshkol, Meir und Rabin handelt, um die Likud-Premiers Begin und Shamir oder um die Ministerpräsidenten, die sich auf den verhängnisvollen „Friedensprozess“ von Oslo einließen und auch mit allerlei Zugeständnissen und Friedensplänen bei der Palästinenserführung – für deren Tun und Lassen Augstein sich selbstredend nicht die Bohne interessiert – auf Granit bissen, etwa Peres, Barak oder Olmert. Schön, dass der „im Zweifel Linke“, der, was Israel angeht, jedenfalls keinerlei Zweifel hegt, dies in bemerkenswerter Offenheit klargestellt hat.

Für alle SoE-Leser, die an lesenswerten Beiträgen zur Augstein-Debatte interessiert sind, seien hier einige verlinkt – etwa die von Malte Lehming im Tagesspiegel, von Stefanie Galla auf der Achse des Guten, von Liza, vom Lindwurm, von Stefan Gärtner in der Titanic und, last but not least, vom persönlich in den Fall involvierten Henryk M. Broder in der WELT.

Update: Auch dieser Text von Rainer Trampert und dieser von Bonde seien hier dringend zur Lektüre empfohlen.

 

Read Full Post »

Die Welt hat ein schlechtes Gedächtnis


Er war im Schaufenster eines Antiquariats ausgestellt: DER SPIEGEL vom 12. Juni 1967; unmittelbar zuvor war der Sechstagekrieg mit einem ebenso unerwarteten wie überwältigenden Sieg Israels zu Ende gegangen. Der Titel, „Israels Blitzkrieg“ (!), forderte zum unverzüglichen Erwerb auf. Ich betrat die Buchhandlung, entrichtete 10 Euro (ca. 20 D-Mark) für das Heft, das seinerzeit 1,50 DM gekostet hatte, und las die Titelgeschichte noch am selben Abend durch, ebenso wie den erquickenden Kommentar „Israel soll leben“ aus der Feder Rudolf Augsteins, eines der schönsten zionistischen Dokumente seit der israelischen Unabhängigkeitserklärung. Anschließend schrieb ich eine detaillierte Rezension.

Um es kurz zu machen: Das Heft war jeden Cent wert. Ich schaue es mir immer wieder gern an, wenn ich in diesen Tagen – nicht nur im SPIEGEL, sondern überall – vom „palästinensischen Westjordanland“ und vom „palästinensischen Ostjerusalem“ lese. Denn weder in der siebenseitigen Coverstory noch in Augsteins flammendem Appell an Deutschland und den Westen, an der Seite Israels zu stehen und jedem, der „dem Staat Israel die Existenz bestreitet“, die Entwicklungshilfe zu streichen, tauchen die Begriffe „Palästinenser“ oder „palästinensisch“ auch nur ein einziges Mal auf, obwohl die PLO damals bereits seit drei Jahren ihr terroristisches Unwesen trieb, also „Palästina befreien“ wollte, ohne dass Gazastreifen und Westbank israelisch besetzt gewesen wären.

Besetzt waren diese Gebiete gleichwohl – Gaza von Ägypten, die Westbank und Ostjerusalem von Jordanien. Entsprechend ist im SPIEGEL anno 1967 von „Westjordanien“ (heute: “palästinensisches Land”) die Rede, wird die Bedrohung Israels durch Nassers Ägypten, Syrien und Jordanien sowie die militärische Entwicklung des jüngsten Waffengangs analysiert und auch die unselige Rolle der Supermacht Sowjetunion angesprochen, über „Palästina“ jedoch, wie gesagt, kein Wort verloren.

Heute allerdings ist alle Welt – mit Ausnahme der Amerikaner, der Tschechen und einiger sympathischer Südseeinsulaner – davon überzeugt, dass die Palästinenser einen legitimen Anspruch auf jeden Quadratmeter der Westbank inklusive Ostjerusalems haben, und eine israelische Bebauung karstiger Hügel zwischen Jerusalem und Ma´ale Adumim wird als „tödlicher Schlag für den Friedensprozess“ gewertet, während die Hamas weiter fröhlich zur Vernichtung Israels aufruft, palästinensische Kinder zum Hass auf Israel erzogen werden und selbst die sogenannten „moderaten“ Vertreter der Fatah, sofern sie zu ihren eigenen Leuten sprechen und nicht westlichen Reportern die Hucke voll lügen, keinen Hehl daraus machen, weiterhin Ansprüche auf „ganz Palästina vom Jordan bis zum Mittelmeer“ aufrechtzuerhalten, ganz so, wie es schon vor 1967 war.

Aber um „Landraub“ beklagen zu können, muss einem das, was angeblich gestohlen wurde, erst einmal gehört haben. Dies ist eindeutig nicht der Fall, da auf das britische Mandat die Eroberung und die (international nicht anerkannte) Annexion durch Transjordanien gefolgt waren. Insofern handelt es sich in der Tat um „umstrittene“, nicht um „besetzte“ Gebiete, und daher ist der Ausbau von Siedlungen, die ohnehin bei Israel verbleiben werden, auch keineswegs ein „illegaler Akt“.

DER SPIEGEL Nr. 25/1967 weiß dementsprechend nichts von einer „Besetzung palästinensischen Landes“ zu berichten; wohl aber vom Versuch dreier arabischer Staaten, Israel den Garaus zu machen. Nun sei den Aggressoren aber gründlich „aufs Haupt geschlagen“ worden, die Israelis, so Augstein, „nur dank ihrer Bravour einer Katastrophe entgangen“. Daran seien jene erinnert, die heute von „widerrechtlich besetztem palästinensischen Land“ schwadronieren.

Warum die offiziell verkündeten, rückwirkenden Ansprüche der Palästinenser – übrigens exakt dieselbe „Verhandlungs“-Position wie vor fünf, zehn, fünfzehn, ja zwanzig Jahren bei der Aufnahme des sogenannten „Friedensprozesses“ – sakrosankt sein sollten, erschließt sich vor diesem Hintergrund nicht. Natürlich darf Mahmoud Abbas die ganze Westbank, Ostjerusalem und das „Rückkehrrecht“ fordern, so wie er auch 100 Milliarden Dollar in kleinen Scheinen oder die erdabgewandte Seite des Mondes fordern darf; nur verdienen diese Forderungen eben keine Unterstützung. Wobei man über den Mond vielleicht mal sprechen sollte.

Was 1967 galt, gilt auch heute noch: Israel ist von Nachbarn umzingelt, die den jüdischen Staat von der Landkarte radiert sehen wollen. Wäre es so, wie allgemein behauptet wird, nämlich dass Israel wirklich den Frieden gewönne, wenn es denn nur alle Gebiete räumte, ließe sich ja über weitere Konzessionen reden; allein: Nach allen Erfahrungen, die Israel mit bisherigen Rückzügen gemacht hat, vom Südlibanon über Teile Judäas & Samarias, dem Gazastreifen und neuerdings auch dem Sinai, kann man allerdings nicht ernsthaft erwarten, dass es auch noch seine Hauptstadt an Fatah und Hamas abtritt. Unmittelbar nach einer Räumung würde in der Altstadt der große Sieg der Araber über Israel gefeiert werden, und keine 24 Stunden später geriete das erste Viertel der Neustadt unter Mörserbeschuss. Daran kann kein Zweifel bestehen; wer das Gegenteil behauptet, hat sich weder mit der Charta der Hamas beschäftigt noch mit offiziellen Verlautbarungen der ach so moderaten Fatah.

Die weltweite Empörung über den geplanten Bau von Häusern in E 1 wäre nur dann zu verstehen, wenn man davon ausgeht, dass Ostjerusalem eines Tages tatsächlich an die palästinensischen Terrorbanden fällt. Dies wird nicht geschehen, selbst zwei Drittel der Anhänger der israelischen Arbeitspartei sind dagegen. Aus gutem Grund. Alles spricht dafür, dass es Hamas und Fatah genau so arg, wenn nicht schlimmer treiben würden als Jordanien zwischen 1948 und 1967; damals waren alle Juden getötet oder vertrieben, Dutzende Synagogen zerstört, der Friedhof auf dem Ölberg geschändet worden; der Zugang zu ihren heiligen Stätten blieb den Juden verwehrt. Auch heute noch wird jeder jüdische Bezug zu Jerusalem von arabischer Seite geleugnet, das ist bestens dokumentiert. Die Vergangenheit, so viel ist sicher, würde sich wiederholen, nicht nur in Jerusalem, sondern überall an den äußerst verwundbaren Grenzen (O-Ton SPIEGEL: “Ein Land mit so ungünstiger Militärgeographie läßt sich nicht defensiv, sondern nur offensiv schützen”). Nur ein Narr kann glauben, dass die Israelis sich das antun.

1967 machte man sich da noch keine Illusionen. Aber die Welt hat ein verdammt schlechtes Gedächtnis.

 

Read Full Post »

…und was sie wirklich dabei denken – Teil 2

Vor zweieinhalb Jahren haben wir schon einmal die gebetsmühlenartigen Phrasen „israelkritischer“ Geister dechiffriert. Höchste Zeit, zu aktualisieren.
 
 
 
Die Waffenruhe hält.
Satter Raketenhagel auf Israel. So muss es sein.
 
Im Nahen Osten droht eine Eskalation.
Die Juden könnten zurückschießen.
 
Neue Runde der Gewalt in Nahost!
Klar, dass den Juden irgendwann der Kragen platzen würde. Na, dann mal los!
 
Die Gaza-Offensive wurde doch nur aus wahltaktischen Gründen gestartet.
Das fehlte ja noch, dass ich denen zugestehen würde, irgendwas zu Recht zu unternehmen.
  
Wegen der israelischen Angriffe werden die Leute in Gaza sich nur umso stärker um die Hamas scharen!
Obwohl sie ihnen die Scheiße eingebrockt hat. Na ja.
 
Israel hat natürlich das Recht, sich zu verteidigen…
Aber wehe, sie tun es! Dann zähl’ ich jeden einzelnen Toten in Gaza, mit Genuss…
 
Das Missverhältnis der Opferzahlen ist eklatant!
Die Juden könnten mal eine Weile auf Zivilschutz und Iron Dome verzichten, mir kommen viel zu wenige von denen um.
 
Die Menschen in Gaza haben keine Bunker, in die sie sich flüchten können!
Weil die Hamas keine bauen ließ. Egal, muss nicht jeder wissen.

Israel fliegt schwere Luftangriffe auf Gaza, Hamas antwortet mit Raketenbeschuss.
Zwei mal drei macht vier, widde-widde-witt und drei macht neune, ich mach’ mir die Welt, widde-widde wie sie mir gefällt…
 
Beide Seiten schießen aufeinander.
Die einen auf Waffendepots, Raketenstellungen und Hamas-Einrichtungen, die anderen auf Städte. Wir wollen das hier aber nicht zu Tode differenzieren. Sie schießen eben beide, aus die Maus. Und Gewalt ist inakzeptabel!
 
Es werden auch Unschuldige getötet!
Hurra! Lässt sich super gegen Israel verwenden.

Gezielte Tötungen verstoßen gegen das Völkerrecht!
Mist, es hat nur einen Hamasführer erwischt.

Der arabische Frühling hat neue Realitäten in der Region geschaffen, auf die sich der Westen einstellen muss.
Mir doch egal, wenn die ins Mittelalter zurückfallen, Hauptsache, es geht den Itzigs an den Kragen. Sollten wir nach Kräften unterstützen.

Es ist die Verzweiflung, die die Menschen Raketen abschießen lässt!
Aber stolz wie Oskar sind sie darauf, das muss man schon sagen.
 
Ein Ende der Gewalt ist das Gebot der Stunde!
Nicht, dass die Hamas noch empfindlich getroffen wird.
 
Das sagen übrigens auch Israelis wie Avi Primor!
Der ideelle Gesamthofjude. Ich liebe ihn.
 
Am Telefon begrüße ich den Nahostexperten Michael Lüders…
Ich würde auch Erich von Däniken als „Wissenschaftler“ begrüßen.

Schlimm, diese Blockade!
Mir doch wurscht, dass da jede Woche Tausende Tonnen Güter über die Grenzübergänge geschafft werden.

Das stand auch in der liberalen Tageszeitung Ha’aretz.
Eher lass ich mir den rechten Arm abhacken als dass ich ein anderes Blatt zitiere.

Wenn Israel so weitermacht, droht ein Flächenbrand!
Ein Evergreen. Hat sich zwar noch nie bewahrheitet, kommt aber immer gut.

Die Wahlen in Israel sind nur formal demokratisch – die israelische Gesellschaft ist es schon lange nicht mehr.
Ich habe einen Liter Klosterfrau Melissengeist intus.
 
Die Hamas ist der Sieger.
Jedenfalls sind Haniye zwei Finger zum Victory-Zeichen geblieben.
 
140 Tote in Gaza!
Und 40.000 Tote in Syrien. Wen interessiert’s?
 
Israel sollte es nicht zu weit treiben.
Der Jude wird frech.
 
Ein Staat Palästina liegt im Interesse Israels.
Gott, was muss ich aufpassen, dass ich mich vor Lachen nicht einnässe.
 
Aber er war es auch, der den Deal möglich machte.
Die Geiselnahme hat sich ausgezahlt. Toller Kerl, dieser Dschabari!
 
Ein Dieter Graumann, ein Zentralrat der Juden hat langsam keinen Platz mehr in unserer Gesellschaft.
„Juden raus!“ darf man ja so nicht sagen.
 
Ich unterstütze den Boykott israelischer Produkte.
„Kauft nicht bei Juden“ geht leider auch nicht mehr.
 
Abbas’ Antrag auf Anerkennung Palästinas als Staat muss man doch unterstützen!
Osloer Vereinbarungen? Drauf geschissen!
 
Der Friedensprozess muss wieder in Gang kommen.
Die einseitigen Zugeständnisse Israels müssen weitergehen.
 
Israel folgt doch nur wieder dem Racheimpuls.
Ich habe kein Problem damit, die Bekämpfung von Terroristen zum überholten archaischen Ritual umzudeuten.
 
Selbst der Emir von Katar und der türkische Außenminister machen der Hamas ihre Aufwartung.
Na gut, echte Granaten sind das nicht, aber man muss nehmen, was man kriegt.
 
Den Palästinensern sind doch nur 22% des historischen Palästinas geblieben!
Was bitte ist „Jordanien“?
 
Israel schafft einseitig Fakten durch Siedlungen in den besetzten Gebieten!
300 weitere Wohnungen in einem Jerusalemer Stadtteil bereiten mir schlaflose Nächte.
 
In Jerusalem gehen Vertreibung und ethnische Säuberung weiter.
1967 lebten 55.000 Araber dort; heute sind es nur noch 281.000.
 
Nun, es gibt überhaupt gar keinen Grund, in irgendeiner Weise Sympathien für die Hamas zu haben. Aber…
…lieber als dieser Judenstaat ist sie einem doch allemal.
 
Juden siedeln im arabischen Viertel Silwan.
Unglaublich, was man den Palästinensern zumutet.
 
Endlich Waffenstillstand in Gaza!
Jetzt ist Wiederbewaffnung angesagt – und dann kann es wieder losgehen!

 

Read Full Post »

Older Posts »

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 196 Followern an