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Archive for the ‘UM-Schum-Klum’ Category

Eine Woche mit 1100 Hamas-Raketenangriffen auf israelische Zivilisten und 1500 israelischen Luftangrifffen auf Hamas-Ziele hat erwartungsgemäß wieder zahllose Idioten auf den Plan gerufen, die bestenfalls Terror einerseits und den Kampf gegen den Terror andererseits gleich schlimm finden, wenn sie nicht gar tolldreist die Terroristen noch als die eigentlichen Opfer bezeichnen. Leider spielt auch der Großteil der Medien wieder einmal eine unrühmliche Rolle, indem er die kruden Ansichten der „Israelkritiker“ nach Kräften befeuert. Zeit, den fünf gängigsten Behauptungen zum Gaza-Konflikt entgegenzutreten.

 

„Die Hamas ist doch geradezu gezwungen, zu kämpfen, so lange Gaza abgeriegelt ist“

Die Teilblockade Gazas wird von Ägypten und von Israel aufrecht erhalten. Von Israel, weil Gaza eine feindliche Entität darstellt, die den jüdischen Staat seit etlichen Jahren mit mehr als 12.000 Raketen beschossen hat. Dennoch wird der Küstenstreifen von Israel aus versorgt: mit wöchentlich Hunderten von Trucks voller Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff. Der Gazastreifen hängt auch nach wie vor am israelischen Stromnetz. Dass jetzt die Lichter für 70.000 Palästinenser in Khan Younis und Deir al-Balah im Norden des Gazastreifens ausgingen, ist einer Hamas-Rakete zu verdanken, die eine israelische Hochspannungsleitung zerstörte. Jetzt dürfen Israelis unter fortgesetztem Raketenbeschuss eine Leitung reparieren, um den ihnen feindlich gesinnten Gaza-Bewohnern wieder Strom zu liefern, der noch nicht einmal bezahlt wird (bisher schuldet man allein der Israel Electric Corporation 220 Millionen Shekel). Der Irrsinn des Nahen Ostens.

Weiterhin versorgen israelische Krankenhäuser Patienten aus Gaza (wie kürzlich bekannt wurde, sogar die Mutter von Ismail Haniya). Der Küstenstreifen ist weder ein „Freiluftgefängnis“ noch „hermetisch abgeriegelt“. Dass die Grenzen grundsätzlich geschlossen sind, ist allein dem Raketenbeschuss aus Gaza geschuldet, period.

Wes Geistes Kind die Hamas ist, zeigt sie seit Jahrzehnten in Wort und Tat: Ein Blick in ihre Charta oder auch in eines der zahllosen Videos, in denen sie martialisch ankündigt, jeden Juden töten zu wollen, sagt alles. Der „Kampf“ gegen Israel ist für sie die Raison d’être, und wer etwas anderes behauptet, macht sich der Verharmlosung einer Organisation schuldig, die juristisch von der EU, von den Vereinigten Staaten und anderen, auch arabisch-muslimischen, Staaten als terroristische Vereinigung betrachtet wird.

Die Hamas hat auch vor Tagen angekündigt, in Israel „jeden Bus, jedes Cafe und jede Straße“ zum Ziel von Anschlägen zu machen, was, genau so wie der Beschuss israelischer Städte (und des Atomreaktors in Dimona als erklärtes Ziel!), ein weiteres Kriegsverbrechen darstellt. Noch einmal: Es geht ihr nicht darum, die Lebensbedingungen in Gaza zu verbessern. Im Gegenteil nimmt sie billigend in Kauf, dass die Bevölkerung unter den unvermeidlichen Gegenmaßnahmen der Israelis leidet. Es gibt natürlich Leute, die ihnen diese Opferrolle zugestehen, weil sie die Israelis unbedingt als Täter anklagen möchten, aber denen ist nicht zu helfen.

 

„Die palästinensischen Raketen sind doch nur bessere Feuerwerkskörper“

Die Hamas verfügt inzwischen über ein Arsenal von geschätzt 10.000 Raketen, von denen sie nun binnen einer Woche etwa 1100 auf israelische Städte inklusive Jerusalem abgeschossen hat. (Wir halten das an dieser Stelle fest – für alle, die meinen, man müsse Ostjerusalem den Palästinensern überlassen.) Es handelt sich hier um Qassams, die von SpiegelOnline neuerdings verniedlichend „Kleinraketen“ genannt werden, um Grad- und Fajr-5-Raketen und um die syrischen Khaibar-1 M302-Raketen, die 160 km weit fliegen können. Sie terrorisieren nun täglich fünf Millionen Menschen in Israel, das sich vor neun Jahren bis zum letzten Mann aus dem Gazastreifen zurückgezogen hat. Eine Khaibar-1 M302 mit einem 150-kg-Sprengkopf möchte wohl kein Spiegel-Redakteur in seinem Hamburger Wohnzimmer landen sehen. Geht jedoch Israel gegen den Raketenterror vor, schreibt er leichthändig von – selbstredend – unangemessener Härte und alttestamentarischer Vergeltungssucht. Nun ja.

 

„Die israelischen Luftangriffe sind unverhältnismäßig hart“

Bisher flog die IAF mehr als 1500 Einsätze; dabei sind nach Hamas-Angaben, die alles andere als untertrieben sein dürften, bisher 192 Menschen zu Tode gekommen, wobei nicht klar ist, wie viele der Getöteten der Hamas angehörten, wie viele in ihrer Funktion als „menschliche Schutzschilde“ umkamen und wie viele zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Was passieren kann, wenn die Hamas aus Wohngebieten heraus ihre Raketen abfeuert (noch ein Kriegsverbrechen). Wie auch immer, maximal kommt ein Toter auf acht Luftangriffe (!). Würde die israelische Luftwaffe, deren Feuerkraft immens ist, ohne Rücksicht auf palästinensische Verluste losballern, betrüge die Zahl der „Opfer“ auf palästinensischer Seite ein Vielfaches, so viel ist sicher. Aber dies ist eben nicht der Fall. Angegriffen werden gezielt Raketenstellungen, Waffendepots, Kommandozentren und andere Institutionen der Hamas, auch Privathäuser von Hamas-Granden. Alle diese Ziele sind im Sinn des Kriegsrechts legitim. Wer´s nicht glaubt, kann sich ja mal hineinlesen.

Hinzu kommt, dass die Israelis die Zivilisten in Gaza auf vielfältige Weise vor Einsätzen warnen, per Flugblättern, per Telefon und per „roof knocking“ (bitte googeln). Israel könnte es sich leicht machen, sich sagen, dass zuletzt 75 Prozent der Gazaner Hamas gewählt haben und nach dem alten Motto „Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen“ jetzt eben dafür zahlen müssen. Tut es aber nicht. Und zwar nicht nur, weil die Welt dann wieder im Dreieck springen würde.

Wenn sich Mahmud Abbas, der erst vor wenigen Wochen die verhängnisvolle, von den Idioten im Westen begrüßte „Versöhnung“ mit der Hamas zelebrierte, jetzt hilfesuchend an die Weltgemeinschaft wendet und einen „Völkermord“ in Gaza sieht, kann sich jeder klar denkende Mensch nur an den Kopf fassen.

 

„Das Missverhältnis bei den Opferzahlen zeigt klar, dass Israel der Aggressor ist“

Die „Opfer“-Zahlen sagen nichts darüber aus, welche Seite im Recht ist. Im Zweiten Weltkrieg sind einige Zehntausend Briten bei deutschen Luftangriffen gestorben, während die Royal Air Force ganze deutsche Städte in Schutt und Asche legte. Und? Soll das heißen, dass Nazideutschland „im Recht“ war? Göring wollte schon, aber er konnte nicht. So wie die Hamas heute.

Der Grund für das „Missverhältnis“ ist vielmehr: Ein aufwändig entwickeltes und milliardenteures Raketenabwehrsystem schützt die israelische Bevölkerung vor dem Raketenterror aus Gaza; der Zivilschutz ist hervorragend organisiert. In Gaza gibt es nur Bunker für Hamas-Häuptlinge, während die Führung die Bevölkerung dazu aufruft, sich als menschliche Schutzschilde auf die Dächer derjenigen Objekte zu begeben, welche angegriffen werden. Mit anderen Worten: Israel schützt seine Bürger vor Raketen, Hamas lässt seine Raketen von den Bürgern schützen. Letzteres ist nicht nur ein Kriegsverbrechen, es zeigt auch die ganze Perversion der in Gaza herrschenden Dschihadisten, die von Geistesgestörten wie Helga Baumgarten, „KenFM“ und Evelyn „Die Tochter“ Hecht-Galinski für eine „legale Partei“ und eine „Widerstandsbewegung“ gehalten werden.

 

„Ein Waffenstillstand ist das Gebot der Stunde“

Seit jeher sieht ein „Cease fire“ zwischen Israel und der Hamas so aus: Israel ceases and the Palestinians fire. So wie heute, am 15. Juli 2014. Seit 9.00 Uhr hatte Israel auf ägyptische Initiative hin alle Angriffe auf die Hamas eingestellt; diese aber schoss binnen sechs Stunden 50 Raketen auf israelische Städte ab. Am Nachmittag nahm die Luftwaffe ihre Einsätze gegen Hamas-Ziele wieder auf. (Schlagzeile bei SpiegelOnline zusammenfassend: „Nach kurzer Feuerpause: Israel greift wieder Ziele im Gazastreifen an“.)

Während 170.000 Tote im syrischen Bürgerkrieg seit 2011 (mehr Opfer, als der gesamte israelisch-arabische Konflikt inklusive aller ausgewachsenen Kriege in mehr als 100 Jahren gefordert hat!) achselzuckend zur Kenntnis genommen werden, erregen knapp 200 Tote in Gaza erwartungsgemäß weltweite Aufmerksamkeit. Schon tritt der UN-Sicherheitsrat zusammen, schon steigt der Druck auf Israel, die Einsätze in Gaza zu beenden. „Um die Hamas im Rahmen einer ausgedehnten Bodenoffensive wirklich entscheidend zu schwächen, bräuchte Israel aber wohl mehr Zeit, als die internationale Gemeinschaft dem Land gewähren würde“, schreibt Michael Borgstede in der WELT. Man fragt sich, warum die Welt so scharf darauf ist, eine islamistische Mörderbande, der es gerade an den Kragen geht, vor einer entscheidenden Schwächung zu bewahren. Die naheliegende Antwort spricht jedenfalls nicht für die „internationale Gemeinschaft“, die zum Konsens nur dann fähig ist, wenn es darum geht, dem jüdischen Staat im Kampf gegen seine Todfeinde in den Arm zu fallen.

Eine Waffenruhe, die es der Hamas erlaubt, sich als Sieger zu gerieren und die nächste Runde vorzubereiten, ist kontraproduktiv. Beim nächsten Mal wird es noch schlimmer werden, das zeigt alle Erfahrung im Nahen Osten. Das Gebot der Stunde wäre, Israel das Recht zur Verteidigung nicht nur theoretisch zu gewähren sondern alles zu tun, damit Hamas und Islamischer Dschihad im Gazastreifen aus dem letzten Loch pfeifen und klein beigeben. Wer, wie Peter Münch heute in der Süddeutschen Zeitung, sich einen Waffenstillstand wünscht, der auch der Hamas gestattet, sich „wie ein Sieger zu fühlen“, hat nichts begriffen.

 

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Auch wenn man 82 Jahre auf dem Buckel hat, kann man immer noch eine Menge machen. Eine Kreuzfahrt in die Karibik. Mit den Enkeln in den Zoo gehen. In der Hollywoodschaukel liegen und ein gutes Buch lesen. Leider kann Richard Falk nicht mal im Spätherbst seines Lebens vom Israel-Bashing lassen.

„Apartheid“ und „ethnische Säuberung“ will er im Umgang mit den Palästinensern erkennen. Selbstredend geht es ihm aber nicht um die Palästinenser, die aktuell im syrischen Bürgerkrieg elendig verrecken.

Denn Mr. Falk ist als Sondergesandter für die Palästinensischen Autonomiegebiete tätig, ein völkischer Beobachter für den UN-Menschenrechtsrat, dem aktuell u.a. Saudi-Arabien, Kuba und die Volksrepublik China angehören, die ja als Bollwerke der Menschenrechte einen untadeligen Ruf genießen. Man muss sich die Sitzungen dieses Gremiums so vorstellen wie ein Treffen der Cosa Nostra, der Camorra und der ´Ndrangheta, auf dem fürchterlich auf den italienischen Staat und seine Sicherheitsorgane geschimpft wird. Insofern weiß Mr. Falk, was er dem Laden schuldig ist, und deshalb ruht sein Auge auf vermeintlichen israelischen Missetaten: natürlich die „übermäßige Anwendung von Gewalt“ als Antwort auf den traditionell unerwähnt bleibenden palästinensischen Terror, „Kollektivstrafen“ und „Bau von Siedlungen“, wo es sich lediglich um Neubauten in bereits bestehenden Stadtvierteln im Osten Jerusalems handelt.

Von „rechtloser Existenz“ kann indes kaum die Rede sein, wenn 97 Prozent der Araber in der Westbank und 100 Prozent der Araber in Gaza autonom leben und sich über fehlende Rechte bei den glorreichen Führern von Fatah und Hamas beschweren müssten, wenn sie sich denn trauen.

Und um von „Verdrängung“ oder „ethnischer Säuberung“ in Jerusalem zu schwadronieren, muss man schon einen halben Liter Klosterfrau Melissengeist auf Ex getrunken haben, denn laut Bevölkerungsstatistik lebten 1967 (dem Jahr, in dem Israel den 1948 von Jordanien judenrein gemachten Ostteil Jerusalems zurückeroberte) 55.000 muslimische Araber in der Stadt (plus 12.600 Christen, überwiegend ebenfalls Araber), 2011 waren es 281.000 Muslime bzw. 14.000 Christen. Also nach Adam Riese eine ethnische Säuberung, bei der die verjagte Bevölkerung sich um 500 Prozent vermehrt hat. Hinzu kommt, dass das natürliche Wachstum der jüdischen Bevölkerung nebst Zuzug nicht verhindert, dass der Anteil der arabischen Bevölkerung in der Stadt kontinuierlich auch relativ wächst, was Idioten, die das Wort von der „Judaisierung“ Jerusalems im Munde führen, jedoch nie von der „Anglisierung Londons“ oder der „Amerikanisierung Washingtons“ reden würden, im Leben nicht rational erklären könnten. Aber wer muss schon den Verstand bemühen, wenn er stramm auf antizionistischem Kurs marschiert?

Anyone who is 10 percent objective would come to similar conclusions about international law and international morality to the conclusions I’ve reached on the main issues that are in contention

meint der alte Zausel, und das stimmt natürlich: 10 Prozent Objektivität plus 90 Prozent antiisraelisches Ressentiment ergibt eine Sicht der Dinge, wie sie ein Richard Falk pflegt, der Israel schon mit Nazi-Deutschland verglich, etwas für 9/11-Verschwörungstheorien übrig hatte, Ayatollah Khomeini partout nicht als fanatisch oder reaktionär bezeichnet sehen wollte, als Hamas-Versteher „Kriegsverbrechen“ Israels in Gaza anprangerte und es sogar schaffte, wegen einer antisemitischen Karikatur auf seinem Blog aus der Ortsgruppe von Human Rights Watch zu fliegen.

Dass ihm als Sondergesandten für die Palästinensischen Autonomiegebiete offenbar nichts aufgefallen ist, was Hamas oder Fatah in einem negativen Licht erscheinen lassen könnte – etwa der Umstand, dass diese Banden vornehmlich damit beschäftigt sind, westliche Hilfsgelder einzusacken bzw. zu verbrennen und ansonsten den lieben langen Tag Krieg spielen respektive die jüngste Generation als Kanonenfutter für den nächsten präparieren -, vermag vor diesem Hintergrund nicht zu überraschen. Richard Falk ist zwar auf Israel fixiert, aber beileibe kein Antisemit, da – Obacht! – er selbst jüdisch ist.

Diesen Monat endet Falks Engagement für den UN-Zirkus. Egal, wen man an seiner Statt mit der Israelschelte betraut: Unappetitlicher kann es nicht mehr werden.

 

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…den die Welt nicht braucht, aber dessen Entstehen sie gar nicht erwarten kann. Ein Staat, der mit Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten nichts am Hut hat, der statt Freiheit nur Arrangement mit dem organisierten Bandenwesen zu bieten hat und der darauf giert, das Nachbarland mit Krieg zu überziehen.

Zu verhandeln gibt es mit diesem Staat nichts, das hat Abu Mazen gestern in New York klargestellt:

Wir werden nicht weniger akzeptieren als die Unabhängigkeit eines Staates Palästina mit Ost-Jerusalem als seiner Hauptstadt – auf dem gesamten Territorium, das 1967 besetzt wurde – um in Frieden und Sicherheit neben Israel zu leben.

Exakt die „Verhandlungsposition“ also, mit der die PLO vor beinahe zwei Jahrzehnten in den so genannten Friedensprozess gegangen ist. Teilung Jerusalems, 100 Prozent der Westbank, darunter machen sie es nicht. Schön, dass das auch mal vor der Weltgemeinschaft so offen ausgesprochen wurde. Wer mag, kann sich die „kämpferische Rede“ (Spiegel online) ja mal anschauen und sich zu Wort melden, sollte er darin irgendwelche Anzeichen für die Bereitschaft Abu Mazens erkennen, zu einem friedlichen Ausgleich mit Israel zu kommen.

Was soll´s, Abbas ist nun mal, wie er immer war, wie er ist und wie er bleiben wird. Dass allerdings das Gros der „Weltgemeinschaft“ Revanchismus, Hetze, Kompromisslosigkeit, Geschichtsklitterung, Larmoyanz und Verleumdung neuerdings mit der Anerkennung der Staatlichkeit belohnt, ist nur ein weiteres Argument dafür, dieses Irrenhaus, das sich „Vereinte Nationen“ nennt, so bald wie möglich zu schließen (und durch eine Liga der Demokratien zu ersetzen). Von 57 Staaten, in denen der Islam Staatsreligion, Religion der Bevölkerungsmehrheit oder Religion einer großen Minderheit ist, mag nichts anderes zu erwarten sein, aber da sind noch ein paar Dutzend weitere, die offenbar nichts dagegen haben, wenn jemand unterschriebene Verträge offen bricht.

Doch Obacht: Süd-Ossetier, Abchasier und Transnistrier, Katalanen und Basken, Kurden, Iren und Schotten, Tibeter und Sahraoui, Tschetschenen und andere nach Unabhängigkeit strebende Volksgruppen sollten sich keine trügerischen Hoffnungen machen: Separatismus, auch mit gewaltsamen Mitteln (vulgo: Terror) bekundeter, lässt man nicht jedem Volk durchgehen. Genauer gesagt: nur einem einzigen, das rein zufällig mit dem einzigen jüdischen Staat im Clinch liegt. Tja.

 

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Osama Bin Laden ist durch US-Spezialkräfte in seinem pakistanischen Versteck liquidiert worden. Weltweit fallen die Reaktionen extrem kritisch aus. Wir zitieren:

“Ich verurteile diese außergerichtliche gezielte Tötung des Al-Qaida-Führers”, sagte EU-Außenministerin Catherine Margaret Ashton am Montag beim EU-Außenministerrat in Brüssel vor der Presse.

“Natürlich wissen wir, dass hier Druck auf Amerika gegeben ist”, und dass es das Recht jedes Einzelnen sei, “den Terrorismus innerhalb der Grenzen des Völkerrechts zu bekämpfen”, fügte Ashton hinzu. “Aber derartige außergerichtliche Tötungen sind weit außerhalb des Völkerrechts und daher wirklich nicht gerechtfertigt”.

Der UN-Menschenrechtsrat verurteilt die Tötung Bin Ladens. Bundeskanzlerin Merkel nennt sie “nicht akzeptabel”, Frankreichs Präsident Sarkozy meint, der Anschlag auf Bin Laden “widerspricht dem Völkerrecht”

„Amerika feiert den Schlag als Erfolg“, schreibt Annette Großbongardt im Spiegel: „Endlich ist das geistige und politische Oberhaupt der Extremisten-Organisation, der sogar den Einsatz von Kindern und Frauen als Selbstmordattentäter guthieß, ausgeschaltet. (…) Bin Laden persönlich sei verantwortlich für unzählige Attentate. International löst der Schritt dagegen Kritik und Empörung aus: Die Liquidierung sei illegal und geeignet, die Gewalt nur noch wilder zu entfachen.“

Die taz haut in dieselbe Kerbe:

„Obama setzt auf Gegenterror. Doch die Idee, al-Qaida militärisch zu eliminieren, ist nichts als ein Trugbild.“

„Dies ist schlimmer als ein Verbrechen, es ist ein Akt von Dummheit!“ kommentiert Uri Avnery, Träger des alternativen Friedensnobelpreises, die Ermordung Bin Ladens:

„Das Schicksal der USA liegt jetzt in den Händen einer Gruppe von Leuten, deren Weltanschauung primitiv und deren Wahrnehmungsvermögen zurückgeblieben ist. Sie sind unfähig, die psychischen, emotionalen und politischen Dimensionen dieses Konfliktes zu verstehen. Dies ist eine Gruppe bankrotter, politischer und militärischer Führer, die in allen ihren Handlungen versagten. Sie versuchen nun, ihre Misserfolge durch eine katastrophale Eskalation zuzudecken.“

„Zahlreiche Regierungen in aller Welt haben den tödlichen Anschlag auf Al-Qaida-Gründer Bin Laden verurteilt“, schreibt Spiegel online. „Besonders deutliche Worte fand Großbritanniens Außenminister Miliband: Er bezeichnete die Aktion als völkerrechtswidriges Vorgehen (…). Außenminister Miliband sagte am Montag, Amerika habe zwar das Recht, sich selbst gegen Terrorismus zu verteidigen. “Die britische Haltung ist seit langem, dass diese gezielten Tötungen und Attentate außerhalb internationalen Rechts stehen und nicht gerechtfertigt sind.” Amerika habe dazu kein Recht. “Wir verurteilen dies daher.” Auch sei es unwahrscheinlich, dass Amerika damit seine Ziele erreiche. Miliband rief die USA und radikale Islamistengruppen zur Mäßigung auf. In der EU herrsche “sehr tiefe Besorgnis” nach der Liquidation des Gründers der radikalislamischen Terrorganisation.

Deutliche Worte findet auch Der Standard (Wien):

„Obama mag durch die Tötung Bin Ladens seine Kritiker am rechten Rand in Schach halten, doch züchtet er mit dieser Politik noch mehr Feinde und befremdet noch mehr Freunde.“

Bei Heise ist zu lesen:
“Der Mordanschlag der amerikanischen Armee gegen den Al-Qaida-Gründer Osama Bin Laden ist international auf Ablehnung gestoßen. Nachdem am Montagmorgen US-Spezialkräfte den umstrittenen Politiker töteten, waren die Reaktionen von politischen Akteuren in der Region und in Europa einhellig: Die Folgen des von Präsident Obama persönlich angeordneten Politmordes werden unumkehrbar sein. (…) Auch UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon verurteilte die gezielte Ermordung.
Der jordanische König Abdullah II. hat die Tötung des Al-Qaida-Gründers Osama Bin Laden durch die USA als “Verbrechen” verurteilt. In einer am Montag vom Königspalast in Amman verbreiteten Erklärung hieß es, damit werde es zu “weiterer Eskalation, Gewalt und Instabilität” kommen.”

Ist der geneigte Leser ein wenig irritiert? Wenn ja: zu Recht: Die zitierten Stellungnahmen sind gut sieben Jahre alt, es handelt sich um die unmittelbaren Reaktionen auf die Tötung des Hamas-Gründers und „spirituellen Führers“ Scheich Ahmad Yassin am 22. März 2004. Der Autor hat sich lediglich erlaubt, die Namen der handelnden Personen zu aktualisieren, Hamas durch Al-Qaida, Sharon durch Obama und „israelisch“ durch „amerikanisch“ zu ersetzen. Lesen Sie, vergleichen Sie, staunen Sie.

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…dass so eine Kreatur nicht von der Großmutter des Hausmeisters mit Fußtritten aus dem Plenum gejagt wird.

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„Um einen Feuerball rast eine Kotkugel, auf der Damenseidenstrümpfe verkauft und Gauguins besprochen werden“, lästerte Walter Serner anno 1920 in „Letztere Lockerung“ ab.

Wohl nicht in seinen kühnsten Träumen hätte sich der Dadaist vorstellen können, welche Ungeheuerlichkeiten seinen nihilistischen Exerzitien neun Jahrzehnte später Nahrung geben könnten. Betrachten wir einmal mehr die verlogene Unverfrorenheit, mit der Antisemiten weltweit ihre Neigung unter dem fadenscheinigen Deckmantel der Israelkritik ausleben. Da rotten sich die übelsten Regimes unter der Sonne zusammen, um ausgerechnet im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen auf eine parlamentarische Demokratie einzuprügeln, da stellt sich ein Präsident, der ohnehin groteske Wahlen noch fälschen und Demonstranten hängen lässt und der bereits erwähnter parlamentarischer Demokratie bei jeder Gelegenheit ein baldiges Ende prophezeit, vor die Staatengemeinschaft und zeigt mit dem nackten Finger auf angezogene Leute. Da machen Journalisten um failed states und wirkliche Völkermordgebiete wie Somalia und Darfur einen weiten Bogen und treffen sich lieber an der Levante, wo sie sich beim Gläschen Wein und einer frischen Brise lustvoll über die Art und Weise mokieren, in der ein zivilisierter Staat einen asymmetrischen Krieg gegen eine Terrorbande führen muss, die sich hinter den eigenen Zivilisten verschanzt. Da predigt ein Richter, der zu Apartheidzeiten Schwarze an den Galgen brachte, der parlamentarischen Demokratie Israel, die ihre Bürger vor täglichem Raketenterror bewahren muss, Mores, und Antisemiten stürzen sich begierig auf seine „Untersuchungsergebnisse“ wie Scheißhausfliegen auf die Kloschüssel. Für sie, die sich nicht entblöden, Israel mit dem Südafrika der Rassentrennung zu vergleichen, ist dieser feine Herr, wen wundert’s, eine respektable Persönlichkeit. Skandinavische Krimiautoren träumen wie der Irre von Teheran von einer Welt ohne Zionismus. In Großbritannien werkelt man an einem akademischen Boykott von Universitäten, an denen Juden und Araber gemeinsam studieren und erlässt Haftbefehle gegen israelische (Ex-)Minister, während im eigenen Land islamische Fanatiker zum Heiligen Krieg aufrufen dürfen. In Deutschland, dem Land der Eichmänner, gehen die altneuen Antisemiten noch schamloser zu Werke, verleumden den Staat Israel in Wort und Schrift, so erbärmlich zudem in der Form, dass es die Sau graust, und stellen neben Sehenswürdigkeiten von Weltruf Karikaturen nach „Stürmer“-Art aus. Auf der rastlosen Suche nach Frieden werden in diesem Land ausgerechnet Terroristen zum Dialog eingeladen, die noch jeden Versuch, Frieden zu schaffen, zerbombt haben.

Ach so: Walter Serner war jüdischer Herkunft. Er hieß eigentlich Seligmann, konvertierte als junger Mann zum Katholizismus und änderte seinen Namen. Es nützte ihm nichts: Er wurde trotzdem von Antisemiten verfolgt, seine Schriften wurden von den Nazis verboten und Serner selbst, längst im Prager Exil lebend, nach Theresienstadt deportiert und in Minsk ermordet. Immerhin hat er nicht mehr erleben müssen, wie ekelhaft sich Antisemiten noch nach dem Holocaust, dem er zum Opfer fiel, aufführen können. Eloquent, wie er war, wäre ihm da sicher noch ein anderes Wort für diese Welt eingefallen.

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Von Saskia Pause

Seit Alice „mein Bauch gehört mir“ Schwarzer ist in der Frauenbewegung nichts Revolutionäres mehr passiert. Doch letzte Woche erfuhr die erstaunte Weltöffentlichkeit von einer bahnbrechenden, ja geradezu revolutionären Entscheidung: Ausgerechnet die UN, sonst nicht als Bastion des Fortschritts bekannt, hat endlich Vernunft angenommen und den Iran in die Frauenrechtskommission berufen – und das glücklicherweise für die nächsten vier Jahre. Angela Merkel wird dann vielleicht nicht mehr Kanzlerin sein, und ob Hillary Clinton auch in Zukunft die USA nach außen vertritt, steht ebenfalls in den Sternen – aber der Fortschritt auf dem Gebiet der Frauenrechte ist gesichert, denn der Iran wird auch im Jahr 2014 noch für Frauenrechte in die Bresche springen. Zahlreiche Hochburgen der Emanzipation wie Weißrussland, China, Kuba und Libyen, ebenfalls Mitglieder der Kommission, unterstützen den Iran bei seinem einsamen Kampf, Frauenrechte endlich auch in der UN zu etablieren.

Mit so entbehrlichen Themen wie gleichem Lohn für gleiche Arbeit oder sexueller Selbstbestimmung schlägt sich Präsident Ahmadinedschad schon längst nicht mehr herum. Er konzentriert sich auf die Kernthemen, die Frauen wirklich voranbringen.

Statt etwa dem schwachen Geschlecht lange Gefängnisstrafen in überfüllten Gefängnissen zuzumuten, hat der Iran längst eine humanere Lösung gefunden: Die Steinigung bietet ein schnelles, sauberes Ende. Damit es dazu aber gar nicht erst kommen muss, sieht das iranische Rechtssystem eine weitere revolutionäre Methode vor. Durch Auspeitschen werden unanständig gekleidete Frauen vor weiteren Verfehlungen und somit vor sich selbst bewahrt und können sich auf ihre wahre Bestimmung als Ehefrau und Mutter konzentrieren. Kaum zu glauben, dass diese Idee in Deutschland – von wenigen tapferen Idealisten wie Eva Hermann abgesehen – noch nicht um sich gegriffen hat. Man denke nur an die Milliarden von Euro, die durch Einsparungen für Kindergartengebühren, Elterngeld und sonstigen Nonsens in die maroden Haushaltskassen gespült würden. Von den immensen verdeckten Schäden, die der Volkswirtschaft durch Mütter entstehen, die zur Fronarbeit gezwungen und von Schuldgefühlen zerfressen täglich in ihren Büros heimlich in Ihre Taschentücher schluchzen, statt zum Bruttosozialprodukt beizutragen, ganz zu schweigen.

Auch dass hierzulande jede dritte Ehe scheitert, muss nicht sein, denn hier ist der Iran ebenfalls längst weiter. Laut Gesetz dürfen sich Frauen nicht selbständig ihren Ehemann aussuchen – leider Gottes halten sich zwar in Großstädten wie Teheran nicht alle Frauen daran, aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut.

Obwohl offizielle Statistiken dieses wichtige Thema nicht erfassen, wissen die meisten Männer längst, dass zu viel Bildung sich nachteilig aufs weibliche Bindungsverhalten und den Nestbautrieb auswirken kann. Auch hier hat der Iran einen Riegel vorgeschoben und Frauen verboten, sich nach der Ehe ohne Zustimmung ihres Mannes weiterzubilden. Die Scheidung darf selbstredend nur der Mann einreichen, der dann im gleichen Atemzug auch das Sorgerecht über die Kinder behält, so dass Frau sich nicht mehr um die lästigen Bälger kümmern muss, sondern sich mit voller Kraft auf die Suche nach einem neuen Ernährer konzentrieren kann. Kein langer Scheidungskrieg, kein zermürbender Streit um Unterhalt oder Sorgerecht – wovon weltweit Millionen von Menschen träumen, ist im Iran Realität.

Doch die Fürsorge des iranischen Staates für seine Frauen geht noch weiter. Seit Ahmadinedschad Präsident ist, sind alle in den Ministerien arbeitenden Frauen dazu angehalten, ihre Büros spätestens um 18 Uhr zu verlassen. Schließlich müssen daheim Mann und Kinder versorgt werden. Die Regierung Merkel sollte sich endlich ein Beispiel am Iran nehmen, denn in unserem angeblich fortschrittlichen Land quälen sich tausende von abgekämpfte Frauen noch bis tief in die Nacht an ihren Notebooks, während die Brut zuhause vereinsamt nach Nahrung schreit.

Dass auch Männer vor sich selbst geschützt werden müssen, ist eine alte Weisheit. Im Iran hat man deswegen beschlossen, sonnengebräunte und besonders attraktive Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts ins Gefängnis zu sperren, um die Männer vor Versuchungen zu schützen, deren Auswirkungen verheerend sind. Denn während man sich hierzulande noch mit Lappalien wie einem möglichen Hautkrebsrisiko herumplagt, ist die Forschung im Iran Lichtjahre weiter. Dort wurde festgestellt, dass zu sexy angezogene Frauen die Männer so in Erregung versetzen, dass Erdbeben die Folge sind. Dies dürfte auch die Erklärung für den Vulkanausbruch auf Island sein, dessen Auswirkungen kürzlich den gesamten europäischen Flugverkehr für Tage lahm legten. Doch dank des iranischen Sitzes in der UN Frauenrechtskommission ist die Welt vor künftigen Katastrophen solcher Art geschützt – zumindest für die nächsten vier Jahre.

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Am 6. Oktober 1973, dem jüdischen Versöhnungstag (Yom Kippur), überfielen ägyptische und syrische Truppen Israel im Süden und Nordosten. Dank des Überraschungseffektes konnten sie zunächst Erfolge verzeichnen, doch bald wendete sich das Blatt. Die Syrer waren auf dem Golan bereits zurückgedrängt, Arik Sharon hatte die 3. ägyptische Armee eingekesselt, da kam plötzlich Bewegung in die Vereinten Nationen.

Am 22. Oktober, die Israelis standen 100 Kilometer vor Kairo, rief der Sicherheitsrat in der Resolution 338 alle Parteien auf, das Feuer einzustellen. Damit wurde die 3. ägyptische Armee vor der Vernichtung bewahrt; Sadat prahlte später mit einem gefühlten Sieg oder doch zumindest einem respektablen Unentschieden.

Das Muster sollte sich wiederholen: War Israel Ziel arabischer Angriffe, blieb der UN-Sicherheitsrat mit verschränkten Armen sitzen, ging Israel in die Offensive, herrschten plötzlich „tiefe Sorge“ und jede Menge künstliche Empörung.

Der Bürgerkrieg im Libanon (100.000 Tote!) wurde so lange nicht wahrgenommen, bis Israel im Sommer 1982 auf die ständigen – ebenfalls international nicht beachteten – Katjuscha-Angriffe auf Städte in Galiläa reagierte und sich in die Kämpfe einmischte. Begin und Sharon ließen nicht eher locker, bis Arafats PLO aus Beirut vertrieben war. Da Abu Ammar wie gewöhnlich die Finger zum Siegeszeichen spreizte, war aber auch hier niemand so wirklich besiegt.

Untätig blieb der UN-Weltsicherheitsrat auch, als die palästinensische Führung im Sommer 2000 auf die staatliche Unabhängigkeit verzichtete, statt dessen im Herbst die „Al-Aqsa-Intifada“ startete und Israelis zu Hunderten ermordete. Die Staatengemeinschaft kam allerdings erst in Wallung, als Israel mit der „Operation Schutzschild“ die Autonomiegebiete der Westbank wieder besetzen musste, um mit Terrorbanden wie dem Islamischen Dschihad aufzuräumen.

Was die schiitischen Gotteskrieger der Hisbollah dazu ermunterte, es auch einmal zu versuchen. Israel hatte sich längst vom letzten Quadratmeter der Sicherheitszone im Südlibanon zurückgezogen, da beschoss die Hisbollah israelische Städte im Norden mit Mörsergranaten und Raketen. Im UN-Turm am East River schaute man pfeifend an die Saaldecke. Am 12. Juli 2006 überfielen Hisbollah-Terroristen eine israelische Armeepatrouille jenseits der international (nicht aber von ihnen) anerkannten Grenze, ermordeten mehrere Soldaten und verschleppten zwei weitere in den Libanon.

Mit der Operation „Gerechter Lohn“ begann Israel am 12. Juli eine großangelegte Offensive gegen die Hisbollah. Nun kamen die Vereinten Nationen wieder aus dem Sulki. Um der Hisbollah die verdiente Niederlage zu ersparen, wurden „beide Seiten“ zu einem Waffenstillstand gezwungen, der an der Situation im Norden nicht viel änderte. Die beiden israelischen Geiseln wurden ermordet, die Leichen später gegen lebende arabische Terroristen ausgetauscht, und bei der Wiederaufrüstung der Hisbollah durch Iran via Syrien drücken die internationalen Truppen beide Augen zu. Die Hisbollah konnte ein gefühltes Unentschieden feiern, das sich auch durch das bloße Überleben als „Sieg“ verkaufen ließ.

Man sieht: Solange arabische Aggressoren maximal Kämpfer und Material einbüßen müssen, nicht aber ihre Legitimation und internationale Unterstützung, kommen sie in unregelmäßigen Abständen aus den Büschen hervor und greifen Israel an. Schlägt Israel zurück, schreit man „Aggression!“, „Völkermord!“ und „Holocaust!“, dann tritt der Weltsicherheitsrat in Erscheinung, mahnt beide Seiten zur Mäßigung, zwingt sie zu einem Waffenstillstand und rettet somit den Judenmördern doch noch den Arsch.

So ist es seit 35 Jahren, so ist es heute, wenn es um Gaza geht, und so wird es morgen oder übermorgen sein, wenn nicht für jedermann sichtbar wird, wer hier verdientermaßen was aufs Haupt bekommen hat und sich in Zukunft dreimal überlegen muss, ob er einen neuen Angriff wagt.

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Das Podium der Vollversammlung der Vereinten Nationen wurde schon öfter von Polit-Clowns, Irren und Verbrechern als dankbare Bühne genutzt, um die Vertreter der UN-Mitgliedstaaten mit allerlei üblen Tiraden zu nudeln. Dabei nötigt einem die zynische Dreistigkeit, mit der sich ausgerechnet die Botschafter der schlimmsten Regimes wenigstens rhetorisch zu Hütern der Menschen- und Völkerrechte aufschwingen, fast schon Respekt ab.

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren markierte Venezuelas Präsident Hugo Chavez einen vorläufigen Höhepunkt dieser Showeinlagen – mit der Aussage, am Tag zuvor sei „der Teufel hier gewesen, genau hier. Ich rieche immer noch den Schwefel.“

Gemeint war US-Präsident George W. Bush, der ja auch vom Durchschnittsdeutschen gern mit dem Leibhaftigen in eins gesetzt wird. In die gleiche Kerbe pflegt Mahmud Achmachmirdendschihad zu hauen, berühmt geworden als das nach langer Suche endlich entdeckte missing link zwischen Affe und Mensch.

Gestern war es wieder soweit. Und wenngleich die einschlägige Hetze nun wirklich nicht neu ist, soll hier ein Worst-of seiner Rede dokumentiert werden, zumal die Zitate zum Übelsten gehören, was bislang vor der „Staatengemeinschaft“ in Sachen Antisemitismus vorgetragen wurde. Hinterlistig, geldgeil, korrupt, erpresserisch und kriminell sind die Juden laut Achmachmirdendschihad, weshalb sich die Völker der Welt von diesem Krebsgeschwür befreien müssten.

Sounds familiar, doesn’t it? Katajun Amirpur wird alle Hände voll zu tun haben, um die angeblichen Übersetzungsfehler wieder auszubügeln.

„In Palästina werden noch immer 60 Jahre von Gemetzel und Invasion durch die Hände einiger verbrecherischer und besetzender Zionisten fortgesetzt. Sie haben ein Regime gefälscht, indem sie Leute aus verschiedenen Teilen der Welt gesammelt und sie in das Land eines anderen Volkes gebracht haben, in dem sie die wahren Besetzer dieses Landes vertreiben, inhaftieren und ermorden. Unter Vorankündigung marschieren sie ein, meucheln und halten Lebensmittel- und Medizinblockaden, während sie von einigen hegemonialen und tyrannischen Mächten unterstützt werden. Der Sicherheitsrat kann nichts tun, und manchmal ebnet er auf den Druck weniger tyrannischer Mächte sogar den Weg für diese zionistischen Mörder. Es ist nur natürlich, dass einige UN-Resolutionen, die die Misere des palästinensischen Volkes ansprechen, unbeachtet in die Archive relegiert worden sind.“

„Mit der Würde, der Integrität und den Rechten der amerikanischen und europäischen Völker wird von einer kleinen, aber hinterlistigen Zahl von Leuten namens Zionisten gespielt. Obwohl sie eine unbedeutende Minderheit sind, beherrschen sie einen wichtigen Teil der finanziellen Zentren sowie der politischen Entscheidungszentren einiger europäischer Länder und der USA in einer tückischen, komplexen und verstohlenen Art und Weise. Es ist zutiefst desaströs, dass einige Präsidentschafts- oder Ministerpräsidentschaftskandidaten in einigen großen Länder diese Leute besuchen, an ihren Zusammenkünften teilnehmen und ihre Treue und Verpflichtung gegenüber ihren Interessen schwören müssen, um finanzielle und mediale Unterstützung zu erhalten.“

„Das heißt, die großen Völker Amerikas und verschiedener Nationen in Europa müssen den Forderungen und Wünschen einer kleinen Zahl habgieriger und invasiver Leute gehorchen. Diese Nationen geben ihre Würde und ihre Ressourcen für die Verbrechen und Besatzungen und Bedrohungen der zionistischen Netzwerks gegen ihren Wille her…“

„Heute befindet sich das zionistische Regime im eindeutigen Gefälle zum Kollaps, und es gibt für es keinen Ausweg aus der Jauchegrube, die es selbst und seine Unterstützer geschaffen haben.“

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Immer wenn von der „Apartheidmauer“ die Rede ist, stellt man sich als halbwegs normal denkender Mensch eine eigentlich recht nahe liegende Frage: Was sollte eine „Apartheidmauer“ nützen, wenn mehr als 1,4 Millionen Araber (20 Prozent der Bevölkerung) diesseits der Sperranlage leben?

In seinem Bestreben, Israel eine Apartheidpolitik zu unterstellen, die „weit über die Südafrikas hinaus“ geht, verfährt John Dugard nach der sattsam bekannten Methode aller nicht ernst zu nehmenden Israel-„Kritiker“: Prangere die unangenehmen Folgen des Terrorismus an, ohne den Terrorismus überhaupt zu erwähnen. Aber nur wer noch nie von einem Selbstmordattentat gehört hat, wähnt hinter gezielten Tötungen (Dugard: „Morde“) von Terroristen, dem Bau einer Sperranlage oder der Errichtung von Checkpoints Rassismus und Willkür.

Ja, die in Israel angeblich praktizierte „Apartheid“ ist schon eine ganz spezielle. Schließlich wählen die „ausgegrenzten“ arabischen Bürger die Knesset und stellen Angeordnete. Sie nehmen auf denselben Parkbänken Platz, fahren in denselben Bussen, besuchen mitunter dieselben Strände und Museen und essen in denselben Restaurants wie die jüdischen Bürger. Und in den Krankenhäusern des Landes arbeiten arabische und jüdische Ärzte und Pfleger Seite an Seite – für jüdische und arabische Patienten.

Um zu zeigen, wie bekloppt Dugards Argumentation ist, seien hier einige besonders prominente Opfer der „Apartheid“-Politik in Israel aufgezählt – etwa Rana Raslan (Miss Israel 1999), Raleb Majadele (Minister für Wissenschaft, Kultur und Sport) und Abdel Rachman Zuabi (Richter am Obersten Gerichtshof).

Und wie zum Henker gelangten Abas Suan und Walid Badir in den Kader der israelischen Fußball-Nationalmannschaft?

Mysterien, die wohl nur ein UN-Menschenrechtler erklären kann. Wir sind gespannt.

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