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Archive for the ‘Abgefangenes’ Category

Neulich in der Redaktion

11.40 Uhr
„Was ist das denn?!“ Ungläubig starrte der Ressortleiter Ausland auf den Bildschirm des jungen Mitarbeiters: „Eine Kurzmeldung über Raketenangriffe aus Gaza auf israelisches Gebiet? Ja, sind Sie denn mit dem Klammerbeutel gepudert?!“ Der Junior-Redakteur wand sich verlegen auf seinem Stuhl. „Wieso denn, Chef? Stand doch in den Agenturmeldungen.“ – „Mein Gott, man merkt wirklich, dass Sie noch viel lernen müssen, Eschenröder. Das da ist keine Meldung. Die Meldung kommt noch!“

15.10 Uhr
Mit einer gewissen Beunruhigung sah Eschenröder seinen Ressortleiter auf sich zusteuern. „So, Herr Praktikant, jetzt gehen wir mal die Agenturmeldungen durch… Und was sehen wir da? Oh, oh: Israelische Luftwaffe greift Stellungen radikalislamischer Kämpfer an. Merken Sie was, Eschenröder?“ – „Klar, die haben zurückgeschlagen.“ – „Ebend! Und das werden Sie jetzt mal hübsch ausformulieren. Viel Spaß dabei.“

15.30 Uhr
Der Wutausbruch des Ressortleiters war noch in der Teeküche zu hören. „Aaaaaargh! Leute, Ihr glaubt nicht, was dieser elende Praktikant hier geschrieben hat: ,Nach wiederholten Raketenangriffen auf ihr Gebiet haben israelische Streitkräfte…’“ Ein kollektives Aufstöhnen erfüllte das Großraumbüro. „Das geht ja mal gar nicht!“, ließ sich der Ressortleiter vernehmen. „Ich glaube, wir müssen hier mal ein paar grundlegende Dinge klären…“
Damit zog er den jungen Kollegen in sein gläsernes Kabäuschen und ließ die Jalousien herunter. „So, Eschenröder, passen Sie mal auf. Ich hatte gesagt: Die Meldung kommt noch. Also, was ist die Meldung?“ – „Dass die Israelis zurückgeschlagen haben.“ – „Neeiiin! Dass die Israelis angegriffen haben, Herrgott noch mal!“ – „Aber, aber…“ – „Nix aber! Israel bombardiert Gazastreifen, das ist die Meldung, Compañero. Also schreiben Sie das auch!“ „Ja, aber das war doch eine Reaktion?“ – „Papperlapapp. Israel bombardiert Gazastreifen, aus die Maus. Gab es Tote?“ – „Nein, nach palästinensischen Angaben vier Verletzte, also: Terroristen.“ – „Terroristen?? Jemand zu Hause bei Ihnen, Eschenröder? Terroristen, ich glaub‘, es hackt! Aktivisten vielleicht. Militante. Kämpfer, aber das ist Maximum.“ „Ja, aber wird die Hamas nicht von den USA und der EU als terroristische Organisation gelistet?“ – „Schon, aber doch nicht bei den Medien, Sie Vollpfosten! Des einen Terrorist ist des anderen Widerstandskämpfer, weiß man doch. Wir dürfen da keine Position beziehen, denken Sie daran: Ein guter Journalist macht sich mit keiner Sache gemein, auch nicht mit einer guten!“ – „Also bleiben wir neutral?“ – „Schauen Sie, Eschenröder: Da sind ein paar maskierte junge Kerle mit Testosteronüberschuss, die eine selbst gebastelte Rakete aufs Geratewohl abschießen. Die landet irgendwo auf einem Kibbuzacker. So. Und dann kommt die israelische Luftwaffe mit Hightech-Gerät und feuert richtige Geschosse ab. Was ist die Meldung?“ – „Hm. Die Vergeltungsaktion?“ – „Ich sehe, so langsam fällt der Groschen bei Ihnen. Hier,“, er griff in seine Schublade, „nehmen Sie das hier mal mit, da steht alles drin, was Sie wissen müssen. Das ist die Bibel der Nahostberichterstatter. Und jetzt: husch husch, an die Arbeit!“

16.05 Uhr
„Chef?“ Eschenröder steckte seinen Kopf durch den Türspalt. „Attentat auf eine Siedlerfamilie, vier Tote. Was soll ich schreiben?“ – „Na, dann warten wir doch erstmal ab, was die Israelis unternehmen.“ – „Und, äh: dass da ein Attentat war, ist jetzt keine Meldung?“ – „Mensch, üben Sie sich doch mal in Geduld! Wenn dieser Netandingenskirchen meint, er müsse Vergeltung ankündigen, dann packen wir das in die Schlagzeile, und im Text können Sie den Anschlag ja dann immer noch erwähnen.“ – „Ja, aber…“ Eschenröder druckste herum. „Vertauschen wir damit nicht Ursache und Wirkung?“
Der Ressortleiter seufzte. „Haben Sie jetzt mal in das Handout gekuckt oder nicht? Wann haben Sie zum letzten Mal die Schlagzeile: ,Palästinenser erschießt Israelis´ gelesen? Oder ,Palästinensischer Terrorist verübt Attentat – 12 Tote´? Haben sie eine solche Überschrift überhaupt schon einmal gelesen? Sehen Sie. Und jetzt raus hier. Sie setzen sich erst wieder an den Rechner, wenn Sie den Leitfaden studiert haben.“

16.40 Uhr
„Israel bombardiert Stellungen im Gazastreifen.“ Der Ressortleiter schüttelte den Kopf. „Viel zu detailliert. Was soll denn der Leser damit anfangen?“ – „Nun ja, die Luftwaffe hat dahin gefeuert, von wo die Raketen abgeschossen wurden.“ – „Handout nicht zu Ende gelesen, was, Eschenröder? Wo lagen denn die ,Stellungen’, hm?“ –„Im Gazastreifen natürlich.“ – „Bingo! Na, dann schreiben Sie das auch: Israel bombardiert Gazastreifen! Und wenn das schon seit Wochen nicht vorgekommen ist, dann schreiben Sie, dass es die schwersten Angriffe seit Wochen waren. That’s the way we do it, Genosse.“

16.50 Uhr
„Ich weiß nicht.“ An dem jungen Redakteur nagte das schlechte Gewissen. „Irgendwie wird die Meldung den Geschehnissen doch nicht gerecht.“ – „Aah, was hier jahrzehntelange Praxis in allen Redaktionen ist, möchte unser Jungspund natürlich ratzfatz ändern! Wie heißen Sie eigentlich mit Vornamen, Eschenröder? Shlomo?“ Der Ressortleiter lachte dröhnend. „Shlomos! So hat Michael Lüders immer Leute genannt, die zionistische Schlagseite hatten…“

„Würde ich gar nicht sagen, Chef, aber ich hab zum Beispiel neulich irgendwo gelesen, dass die Fatah da so einen Kongress veranstaltet hat, auf dem sie sich sehr unversöhnlich zeigte, und…“ – „Also, bei uns haben Sie so etwas ganz sicher nicht gelesen, Eschenröder! Und auch in keiner anderen deutschen Publikation. Wen interessiert denn so was? Und wen interessiert, ob die Hamas zwei Jahre nach dem Gazakrieg einräumt, dass mindestens zwei Drittel der Opfer Kämpfer waren? Wir haben zwei Jahre lang geschrieben: 1400 Tote, die meisten davon Zivilisten. Und jetzt sollen wir einräumen, dass das alles Bullshit war? Sie haben wohl ein Ei am Wandern! Bringen Sie mir noch mal das Handout, Sie Clown. Schnell weg sein, schnell wieder hier sein.“

Zwei Minuten später:
„So, verehrter Kollege: Ihr Ausflug ins Ressort ist beendet, hab’ schon mit dem Chefchef gesprochen. Es ist für alle besser, wenn Sie neue Herausforderungen auf anderen Gebieten suchen. Lokales, hat noch nie jemandem geschadet. Hier: Der Bürgermeister hat eine Adele Bramsig an ihrem 100. Geburtstag persönlich besucht, ihr einen Blumenstrauß überreicht und einen netten Plausch mit der rüstigen Jubilarin gehalten. Da machen Sie mal was Schönes draus! Und, Eschenröder…“
“Ja?“ Der junge Mann drehte sich an der Tür noch einmal um.
„Wenn ich Ihnen einen guten Rat geben darf: Mischen Sie sich nicht in Dinge ein, von denen Sie was verstehen.“

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Boat People

Ein blinder Passagier an Bord der Irene hat Gespräche der „Friedensaktivisten“ um „Dr.“ Reuven Moskovitz unfreiwillig belauscht und noch in Ashdod ein Gedächtnisprotokoll angefertigt. Wir zitieren Auszüge:

Es war nicht viel, was ich, in dem kleinen Stauraum hockend, mitbekam, aber als die ersten Passagiere an Bord gingen, dachte ich nur: Heiliger Strohsack – ich habe mich im Boot geirrt! Schien mir ein Rentnerausflug zu sein, jedenfalls waren das fast alles ältere Herrschaften. Einer hatte eine Mundharmonika dabei, mit der er die anderen langsam aber sicher in den Wahnsinn trieb. Irgendjemand rief schließlich: „Jetzt reichts aber, Herr Doktor!“, und da haben einige gelacht. Komisch.

Wenig später gabs Streit, es ging um den Namen des Bootes. Irene, das bedeute ja „Die Friedliche“, dabei ginge es doch um den Kampf gegen den Zionismus. Aber doch vor allem um die Außenwirkung, meinte ein anderer, schließlich solle die ganze Welt sehen, dass da friedliche Aktivisten eine barbarische Militärmaschine herausforderten, deswegen hätte man ja auch „keine Eisenstangen“ dabei sondern Musikinstrumente und Schulsachen. Der „Doktor“ kündigte an, den Kindern in Gaza beibringen zu wollen, auf der Mundharmonika „We shall overcome“ zu spielen, und dann weinte er. Danach peinliche Stille. Mir wurde richtig schlecht, nicht nur wegen der Dünung. Was hatten die eigentlich vor? Gaza, das ist doch dieses Hamas-Territorium – da war der Ärger ja wohl schon programmiert. Ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass dieser seltsame Haufen von Evolutionsbremsen wohl nicht vorhatte, in den Heiligen Krieg zu ziehen.

Bei Schiffszwieback und Rum kam die Diskussion wieder in Gang. Eine Frau, die mit „Edith“ angesprochen wurde, redete sich ziemlich in Rage, daran war wohl auch der Rum nicht ganz unschuldig. Dauernd ging es um Juden und Gerechtigkeit, offenbar waren diese Leute darauf erpicht, als ziemlich tolle Hechte durchzugehen. Man wolle „hoch erhobenen Hauptes in den Zionistenkerker“ gehen, meinte eine ältere Dame; das hat der „Herr Doktor“ nicht verstanden, der dachte wohl wirklich, die Reise gehe nach Gaza und man wolle den armen Kindern Maultrommeln und Radiergummis bringen.

Die Nacht war die Hölle. Dauernd musste jemand aufs Klo, aber es gab ja nur eins. Der Alkohol, der Seegang und die Gerontenblase forderten wohl ihren Tribut. Die Stimmung wurde zusehends gereizter. Die Frauen in unmittelbarer Nähe des Aborts keiften, die Herrschaften hätten ja mal lieber Granufink zu sich genommen statt Rum. An Schlaf war jedenfalls nicht zu denken. Am Morgen dann ganz schlechte Stimmung, die haben kaum noch miteinander geredet und waren richtig stinkig aufeinander. Man kam gerade noch überein, eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten zu wollen, sobald man über Tel Aviv ausgereist sei. Dann gabs plötzlich große Aufregung, offensichtlich war das Marinekommando in Sicht, und wenig später hörte ich das Getrampel von Soldatenstiefeln. Höchste Zeit, den Kopf rauszustrecken, in meinem Versteck hätte ich nur noch mehr Verdacht erregt. Da sah ich gerade noch, wie diese Edith sich den Morgenmantel aufriss und einem vom Enterkommando theatralisch entgegenrief: „Töte mich, du Büttel der Zionisten! Ich lasse mein Leben für die Gerechtigkeit!“ Der israelische Soldat hat dann verständnislos den Kopf geschüttelt und die Frau langsam hinausgeführt. Der Doktor spielte ein trauriges Stück auf der Mundharmonika, das hieß, glaub ich, „Zog nischt kejn mol az du gejst dem letztn Weg“ oder so ähnlich. Ich bin dann raus aus meinem Versteck und habe zuallererst gerufen: „Ich gehöre nicht zu denen!“ Egal, welchen Ärger ich noch bekomme, die Erleichterung über das Aufbringen des Bootes überwiegt jede Sorge. Mit diesen Typen hätte ich es keine Stunde länger mehr ausgehalten, so viel ist sicher.

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Da hier momentan ja sowieso etwas Flaute herrscht und manche Dinge gar nicht oft genug öffentlich gesagt werden können, sei auf ein paar Sätze verwiesen, die Mahmud Abbas vor zwei Tagen bei Verhandlungen der Arabischen Liga gesagt hat:

Almost no notice was taken of another pre talks decision that the PA chairman revealed, as he announced clearly that if a Palestinian Authority state is created in Judea and Samaria, no Israeli citizen will be allowed to set foot inside.The PA chairman also stated that he would block any Jewish soldiers from serving with an international force stationed on PA-controlled land.

„I will never allow a single Israeli to live among us on Palestinian land,” Abbas declared.

Mit anderen Worten: ein palästinensischer Staat im Westjordanland unter der Herrschaft der Fatah wäre ebenso judenrein wie es der Gazastreifen bereits jetzt ist (nennenswerte Ausnahme nach wie vor: Gilad Shalit). Ein wahrhaft ehrenwertes Ziel, für das die führenden Politiker der Welt im Verbund mit deutschen und europäischen Medien kämpfen.

hat tip: Sendungsbewusstsein.

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Nachdem bei Kämpfen zwischen türkischen Soldaten und kurdischen Aufständischen kürzlich 18 Menschen starben, sind nun bei einem mutmaßlich von der PKK verübten Widerstandsakt mehrere Menschen ums Leben gekommen. Angesichts der Eskalation in dem Konflikt, dem seit 1984 rund 45.000 Menschen zum Opfer gefallen sind, und der weltweiten Empörung über die wiederholte brutale Niederschlagung kurdischer Aufstände, hat sich nun der israelische Ministerpräsident Netanyahu als Vermittler ins Gespräch gebracht.

Beobachtern zufolge rief Netanyahu, Ministerpräsident einer gemäßigten Mitte-Rechts-Koalition unter Beteiligung der Arbeiterpartei, den umstrittenen nationalreligiösen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan an und offerierte dem Hardliner seine Unterstützung bei der friedlichen Lösung des Kurdistankonflikts. Netanyahu, der in der Vergangenheit wiederholt durch türkeikritische Äußerungen aufgefallen war („Wenn es ums Töten geht, wisst Ihr sehr gut, wie man Menschen tötet“), wies auf die Dringlichkeit der Lösung des viele Jahrzehnte andauernden Kurdenproblems hin.

Die Welt, so der israelische Regierungschef, werde nicht tatenlos hinnehmen, wie die Regierung in Ankara weiterhin die legitimen Unabhängigkeitsbestrebungen des kurdischen Volkes unterdrücke. Dies sei „Barbarei“ und „Staatsterrorismus“. Völlig inakzeptabel sei die Drohung Erdogans, nun werden die „Kurden in ihrem eigenen Blut ertrinken“. Die jüngsten gewaltsamen Zwischenfälle sollten von einer internationalen Untersuchungskommission aufgeklärt werden. Erdogan müsse die PKK als Verhandlungspartner akzeptieren und deren charismatischen Führer Abdullah Öcalan unverzüglich auf freien Fuß setzen. Am Ende eines Friedensprozesses müsse die Schaffung eines unabhängigen Staates Kurdistan stehen. Als Zeichen der Solidarität mit der bedrängten kurdischen Minderheit werde die Regierung in Jerusalem zunächst einen Solidaritätskonvoi nach Konya unterstützen.

dpa/AFP/apn/Reuters/SoE

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(Mit Dank an AHB für den Hinweis.)

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Liveticker

Zu den lebenswichtigen Gütern, deren Lieferung in den Gazastreifen von Israel (bzw. Ägypten) verhindert wird, gehören brandneue Fußballtrikots offensichtlich nicht – es sei denn, sie wurden unter Lebensgefahr nach Hamastan hineingeschmuggelt. Auf mysteriösen Wegen hinaus gelangte hingegen eine Abschrift des Livetickers vom Endspiel des palästinensischen Pokalwettbewerbs. Exklusiv auf SoE!

Liveticker

’n Abend allahseits und willkommen zum großen Finale hier im altehrwürdigen Rund des Ghetto Parks, kürzlich nach dem legendären „Bomber der Nation“ in Yihie-Ayyash-Stadion umbenannt. Hier brennt die Luft, die Mannschaften haben bereits Aufstellung genommen – Kassam Khan Younis gegen Grashoppers Gaza, das wird ein harter Fight zwischen zwei Teams, von denen wir mit Fug und Recht annehmen dürfen, dass sie sich nichts schenken werden. Khan Younis zu erkennen an der längsgestreiften Häftlingskluft, Gaza in der quergestreiften. Schiedsrichter Lasse Blutström aus Malmö pfeift an, und wir freuen uns auf spannende 90 Pokalminuten hier im größten Freiluftgefängnis der Welt, in dem etwa 25.000 auf den Rängen ihren Freigang genießen!

4.
Im Vorfeld wurde viel über Aufstellung und Taktik spekuliert, aber das ist jetzt alles Makulatur. Die Wahrheit liegt auf dem Platz, und daher bleibt Erekat erst einmal auf der Bank. Vorsichtiges Abtasten und eher betuliches Ballgeschiebe auf dem Rasen, während auf den Rängen die altbekannten Schmähgesänge zu hören sind. Auf „Ihr-seid-nur-ein-Hummouslieferant!“ schallt es „Zieht den Kassams die Sprengstoffgürtel aus!“ durchs Rund, es kommt zu ersten Rangeleien.

7.
„Wir müssen Gras fressen!“, diese Parole hat Trainer al-Jihad vor dem Spiel ausgegeben, aber noch ist davon nicht allzu viel zu sehen. Jetzt schleicht sich Yasser förmlich in den Sechzehner… knapp am Tor vorbei. Das gelingt ja heutzutage kaum noch jemandem, zu Recht gibts dafür Szenenapplaus.

12.
Von Pokalfight im Gegensatz zum dramatischen Halbfinale der Grashoppers gegen die Dschabaliya Devils noch keine Spur. Ein Schuss aus der zweiten Reihe, und Torwart Awad geht zu Boden. Sauber in die Stirn, ein klares Aus für den Mann zwischen den Pfosten. Der Ersatzkeeper läuft sich bereits warm.

19.
Ein Tor würde dem Spiel jetzt gut tun. Aber Abi Melzer bleibt wie versteinert auf seinem Platz sitzen.

32.
Die x-te Spielunterbrechung, allerdings weniger der rustikalen Spielweise der beiden Teams als ihrer Neigung zum Reklamieren geschuldet. Vor allem al-Masri beschwert sich unablässig: über den harten Einsatz seines Gegenspielers, über den Unparteiischen, über das suboptimale Flutlicht. Damit dürfte er sich für höhere Aufgaben empfehlen, etwa in der palästinensischen Politik.

37.
Al-Masri steigt etwas zu robust gegen Ali-Yata ein, der Gefoulte boxt zurück, und im Nu ist eine heillose Schlägerei im Gange. Araber gegen Araber, unglaubliche Szenen spielen sich hier ab, es wird nachgetreten, Fäuste fliegen, Spieler spucken Zähne, aber Schiri Blutström winkt desinteressiert ab, will weiterspielen lassen. Der schwedische Referee ist übrigens Aktivist bei Human Rights Watch.

43.
Wieder al-Masri. „Der Ägypter“ tunnelt seinen palästinensischen Gegenspieler, na, normalerweise ist das ja genau anders herum, schon kurios. Ball rollt ins Aus, irgendwie scheinen beide Teams den Pausenpfiff herbeizusehnen.

45.+14
Blutström bittet zum Pausentee, wegen der vielen Unterbrechungen musste über Gebühr nachgespielt werden. Torlos gehts in die Kabinen, aber einen Trost haben wir: Es kann nur besser werden.

—————

46.
Des Dramas zweiter Akt. Al-Jihad hat mit Abu Talb einen weiteren Stürmer gebracht, vielleicht bringt der ja etwas Leben in die Offensive, die zuletzt deutlich erlahmte. Fast wehmütig erinnert man sich an den packenden Showdown Fatah gegen Hamas 2007, als nach doch sehr erbittertem Kampf schließlich ein klarer Sieger feststand. Für Fatah war diese Niederlage traumatisch, die Auswärtsbilanz ist seither verheerend.

51.
Freistoß für Khan Younis! Sayed al-Ataba legt sich die Kugel zurecht, während Gaza eine Mauer errichtet. Bizarr.

60.
Puh. Nach drei Stunden schaue ich auf die Uhr, aber es ist erst eine rum. Das ist vielleicht eine zähe Angelegenheit hier. Von ihrer Bestform sind beide Teams weit entfernt, was natürlich mit der Situation hier zusammenhängt. Es hängt ja, hat Dettmar Cramer mal gesagt, ohnehin alles irgendwo zusammen. Sie können sich am Hintern ein Haar ausreißen, dann tränt das Auge.

63.
Yasser vertändelt den Ball in aussichtsreicher Position. Ausgerechnet Yasser, um dessen Vertrag es zuletzt so einen Hickhack gab. Nach Landessitte nahm Yasser an, lediglich der Club habe sich an die Vereinbarungen zu halten, und erschien nicht zum Training, während die Vereinsführung davon ausging, kein Gehalt zahlen zu müssen.

66.
Über den Kampf zum Spiel, das hat al-Jihad, wie Anfang der Woche in „Der Stürmer“ zu lesen war, hoch und heilig versprochen, aber da hat er den Mund wohl doch zu voll genommen. Jetzt zieht Yasser ab – aber Tuareg, der Nordafrikaner zwischen den Pfosten, macht sich gaaanz lang, rettet mit einer Glanzparade! Tuareg, du bist ein Teufelskerl! Tuareg, du bist ein Fußballah!

72.
Und Yasser, immer wieder Yasser, der rechte Läufer der Kassams. Am Ball, er hat den Ball… verloren diesmal gegen al-Masri, al-Masri nach innen geflankt, Kopfball abgewehrt, aus dem Hintergrund müsste al-Asad schießen, al-Asad schießt… Toooor! Toooor! Toooor! 1:0, und das heißt, wir kommen vielleicht mit der regulären Spielzeit davon. I werd’ narrisch. Klarer Abwehrfehler von Ali-Yata, der über den Ball getreten hat, sich aber nun wort- und gestenreich bei Blutström über die Platzverhältnisse beschwert. Wie auch immer, der Referee zeigt auf den Anstoßpunkt, und es bleiben Khan Younis knappe 20 Minuten, um das Ding hier noch zu drehen.

79.
Yasser dringt in den Strafraum ein, zieht aus 12 Metern ab… – daneben! Daneben!! Der brave Yasser, abbusserln könnt’ ich ihn, den braven Yasser, abbusserln! Bloß keine Verlängerung hier im Spiel Not gegen Elend. Der Abpfiff wäre auch für die Zuschauer eine Erlösung, wegen der israelischen Blockade konnten keine ergonomisch geformten Sitzmöbel in den Gazastreifen gelangen, man muss hier mit simplen Kunststoffschalen vorlieb nehmen – wie mir ein Orthopäde versicherte, wird das bei den Palästinensern früher oder später erhebliche Rückenprobleme verursachen.

86.
Gaza verwaltet den Vorsprung, die Kugel wird nur noch hin- und hergeschoben wie weiland in Cordoba. Yasser geht dazwischen, schlägt al-Masri mit der Faust ins Gesicht, und Blutström muss eingreifen, wird eingreifen… Nein, er hat offensichtlich nichts gesehen.

89.
Distanzschuss – und al-Masri geht blutüberströmt zu Boden, das Projektil hat ihn direkt in den Brustbereich getroffen. Seine Rufe nach dem Sanitäter gehen im Jubel nach dem Schlusspfiff unter, tausende Zuschauer stürmen das Spielfeld, feiern ihre Pokalhelden und Trainer al-Jihad, der auf den Schultern seiner Spieler zur Ehrentribüne getragen wird. Das war’s, ein denkwürdiger Pokalabend, wir sagen Gute Nacht, pfüati!

Stimmen zum Spiel:

„Ein weiterer Triumph für das sieggewohnte Gaza!“
(Al Manar)

„Gewonnen hat vor allem der Sport, der durch die beispielhafte Fairness der beiden Finalteilnehmer geadelt wurde.“
(Barack Obama)

„Palästinenser müssen jetzt schon Gras essen“
(Guardian)

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Zufälle gibt’s! Pünktlich zum 50. Jahrestag der Ergreifung Adolf Eichmanns durch ein Mossad-Kommando liegt Spirit of Entebbe ein erschütterndes Poem vor – verfasst von einer der größten deutschen Dichterinnen aller Zeiten, als sie von dem Husarenstreich erfuhr.

Ode an einen normalen Menschen

Nichtsahnend schäle ich Kartoffeln als plötzlich
Die Nachricht aus dem Volksempfänger tönt:
Ein Landsmann, der flüchten musste nach dem Krieg
Seine Heimat verlor und sogar seinen Namen. Ein Pfarrer half ihm
Ein neues Leben zu beginnen, bei den Gauchos drüben.

Gehetzt wie ein Tier lebte er dort, in der Garibaldistraße
Als bescheidener Arbeiter der Faust
Mit Frau und Kind. Immer in Furcht
Vor dem alttestamentarischen Rachedurst, den das auserwählte Volk
Auch an Unschuldigen stillt. Wie an Ricardo Klement –
Clemens heißt „der Milde“.
Aber auf Milde darf er nicht mehr hoffen, denn
Sie haben ihn verschleppt ins „Gelobte Land“
(Ein völkerrechtswidriges Verbrechen!!!)
Um ihm einen Schauprozess zu bereiten.

Was hat er denn getan? Ist Büroarbeit jetzt strafbar??
Und wir können ihm nicht einmal „Kopf hoch!“ zurufen,
Denn dann legen sie ihm eine Schlinge um den Hals.
Ihm, einem unbescholtenen Familienvater aus Solingen.

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Bestürzende Nachrichten aus der pakistanischen Provinz Waziristan: Der deutsche Konvertit Eric Breininger, von seinen Freunden Abdulgaffar Almani genannt, soll einer islamophoben Wahnsinnstat zum Opfer gefallen sein. Ein Nachruf in Bildern.


Saarländer, Scheidungskind, Konvertit: Eric war ein Sensibelchen. Ein Kindheitstrauma ließ ihn als Erwachsenen schwören, den Mörder von Bambis Mutter zur Rechenschaft zu ziehen.

„Ein bisschen crazy, aber knorke“: Inmitten seiner südländischen Rasselbande fand Breininger (obere Reihe, 2.v.l.) endlich Sympathie und Anerkennung. „Beim Ziegenmilchwetttrinken soff er alle unter den Tisch“, erinnert sich ein guter Freund.

Für Allah, Umma und Omma: Breininger (l., mit Gebetswumme) und ein Kamerad mit Spruchband: “Wir grüßen unsere lieben Muttis und hoffen, euch bald wieder besuchen zu können!” (Übersetzung: Katajun Amirpur)

Breininger mit Gefährtin: “Sie ist das Beste, was mir je passiert ist. Wenn alles gutgeht, heiraten wir im September.”

Breininger mit erbeuteter Waffe: “Furchtbar, diese Dinger. Werde die Patronen einschmelzen, um mir eine schöne neue Gebetskette daraus zu machen.”

„Mit brennender Sorge“: Auch in der Fremde vergaß Breininger seine Heimat nie, grämte sich vielmehr um deren Zukunft. Seine verzweifelten Appelle in Form von Videobotschaften verhallten jedoch ungehört.

Singende Surensöhne: Breininger mit seinem Männerchor. “Lieber eine Moschee als Neunkirchen”, Breiningers No.1-Hit und ewiger Gassenhauer, wird heute noch zwischen Kabul und Casablanca rauf und runter gespielt.

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Die Charme-Offensive der Hamas überrascht den Westen. Zwar munkelt in Israel die rechtsnationalistisch-ideologische Hardliner-Fraktion um Netanyahu von einer abgefeimten Strategie der Islamisten, um politische Anerkennung und finanzielle Unterstützung zu erlangen. Beobachter sind sich jedoch einig, dass die Hamas eine radikale Umkehr von ihrem bisherigen Kurs vollzieht. In Gaza sprach Ulrike Potz mit Ismail Haniye, dem demokratisch gewählten Ministerpräsidenten Palästinas.

Potz:
Auf dem Weg hierher haben mich die in der Sonne glitzernden Müllberge fasziniert. Die Menschen machen einen sehr zufriedenen Eindruck, überall wird gescherzt und gelacht, am Grenzübergang Rafah versuchen viele Ägypter, ein Visum zu ergattern, um dieses wunderschöne Land zu besuchen und vielleicht sogar hier zu bleiben. Worin liegt das Erfolgsgeheimnis Ihrer Partei?

Haniye:
Zunächst einmal in der Arbeit von Journalisten wie Ihnen! (lacht) Aber Scherz beiseite. Sie haben vielleicht schon gehört, dass Hamas ein Akronym für „Islamische Widerstandsbewegung“ ist. Dies ist so nicht richtig. Hamas lässt sich auch als Kürzel für „Blumen bindende Pfadfinder, die alten Omis über die Straße helfen“ lesen.

Die Politologin Helga Baumgarten hat mir kürzlich erzählt, sie hätte Sie persönlich bei der Rettung eines kleinen Kätzchens beobachtet, das in einer Regenrinne gefangen war.

Sehen Sie, ich will nicht alles an die große Glocke hängen, was Hamas leistet. Zu den Tugenden, die unsere Partei hochhält, zählt auch die Demut. Ich möchte aber in aller Bescheidenheit daran erinnern, dass ich letzte Woche die israelische Fahne, mit der ich mir den Hintern abgewischt hatte, eigenhändig zur Wertstofftonne gebracht habe, statt sie zu verbrennen.

Eine Aktion, mit der Sie bei den deutschen Grünen wieder einmal gepunktet haben dürften. Und die den neuen moderaten Kurs Ihrer Partei eindrucksvoll demonstriert.

Lassen Sie mich eines sagen: Es schmerzt mich wirklich, dass die zionistische Mauer uns seit Jahren daran hindert, in Tel Aviv und Netanya Blumensträuße vor die Haustüren zu legen.

Soll das heißen, dass Hamas zur Anerkennung Israels bereit ist?

Glauben Sie nicht, was in unserer Charta steht. Glauben Sie, was Frau Baumgarten, die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft und Ihr Kollege Christoph Schult erzählen.

Sie haben den britischen Journalisten Johnston befreit, dann die Löwin Sabrina und nun sollen Sie sich anschicken, auch den israelischen Soldaten Shalit zu befreien. Wen befreien Sie als nächstes?

So Gott will: Palästina.

Was sagen Sie zu den israelischen Behauptungen, dass al-Qaida im Gazastreifen Fuß gefasst hat?

Ich schwöre beim Augenlicht von Abu Hamza, dass dies eine verdammte Lüge ist! Ich räume aber gern ein, dass ich mich einmal mit al-Sawahiri auf ein Glas Ziegenmilch getroffen habe. Wir spielten ein paar Runden Sheshbesh und schauten der einen oder anderen Abaya nach, aber über Politik haben wir nicht gesprochen. Ich nehme den Juden ihre Lügen aber nicht übel. Sie sind eben so.

Ein von Hamas beherrschtes Gaza als Bollwerk der Toleranz?

Wenn Sie so wollen. (lacht)

Ist es angesichts des gerade entstehenden Musterstaates und Ihrer demokratischen Legitimation nicht frustrierend, wenn der Westen weiterhin der nachweislich korrupten Fatah den Hof macht?

Darüber habe ich neulich auch nachgedacht, während ich das Essen auf Rädern ausfuhr. Irgendwie scheint es mir in höchstem Maße ungerecht. Schließlich bin ich auch sensibel. Als ich „Schindlers Liste“ sah, hab’ ich sogar geweint! Bei der Szene am Schluss, wo Amon Goeth gehängt wird.

Wie erklären Sie sich Ihr schlechtes Image trotz der für alle sichtbaren Wohltaten, die Hamas begeht?

Das sind doch alles Vorurteile. Genauso wie „Iren sind menschlich“, „Die Schotten sind dicht“, „Yusuf is lahm“. Da stehen wir drüber.

Wenn man allerdings palästinensisches Fernsehen anschaut, wirkt so ein Märtyrer-Video auf den mitteleuropäischen Betrachter leicht verstörend.

Nur auf Laien. In den Untertiteln heißt es immer: Vorsicht, Kinder, diese Aktion ist seeehr gefährlich. Nicht zu Hause nachmachen!

Wieder ein Beispiel für die oberflächliche Betrachtungsweise, die in großen Teilen der westlichen Medien vorherrscht.

Ich freue mich, dass sie mir Gelegenheit geben, diese Verdrehungen richtigzustellen.

Was wollen Sie tun, um den Friedensprozess wiederzubeleben?

Oh, nächste Woche treffe ich mich mit Mahmud…

…Abbas?

…Ahmadinedschad. Wie wollen mal sehen, inwieweit wir dabei behilflich sein können, sein Lebenswerk zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen: Eine Welt ohne Zynismus!

Herr Ministerpräsident, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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Ist heutzutage vom „Tag des Zorns“ die Rede, denken nur noch humanistisch gebildete Tweedsakkoträger an den dies irae, jenen Anfang eines mittelalterlichen Hymnus vom Jüngsten Gericht, der längst fester Bestandteil des Requiems ist. Tatsächlich handelt es sich meist um einen variablen Feiertag im arabischen Raum.

Der Rosenmontag ist dem rheinischen Jecken ein „Tag der Heiterkeit“. Um die nötige Gemütsverfassung herzustellen, muss der Karnevalist nicht selten alkoholischen Getränken zusprechen, sich lustig verkleiden und endlos Witze und Büttenreden über sich ergehen lassen. Nicht sehr viel anders, nur mit umgekehrten Vorzeichen, geht es beim „Tag des Zorns“ zu. Insider spielten Spirit of Entebbe einen Flyer zu, der vor einigen Tagen in den palästinensischen Autonomiegebieten kursierte (dt. Übersetzung nicht von Ellen Rohlfs).

Einladung zum Tag des Zorns

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

es ist wieder so weit: Am 16. März 2010 findet der traditionelle Tag des Zorns statt, ein großer Spaß für alt und vor allem für jung (und männlich). Wir von der Hamas garantieren für aufgeheizte Stimmung und Straßenschlachten sowie für adäquate mediale Aufmerksamkeit.

Wenn auch Sie ins Fernsehen kommen wollen, sollten Sie auf jeden Fall ein gutes Motiv für die Kameras der Weltmedien mitbringen. Bewährte Utensilien, erhältlich im gut sortierten Fachhandel, sind etwa Schlüssel von der Größe eines sizilianischen Eselskolbens, um die Forderung nach dem Rückkehrrecht zu unterstreichen (ideal für betagte Herrschaften), vor allem aber Davidsternflaggen aus gut brennbarem Material. Denken Sie auch an Ersatzfeuerzeuge!

An den Veranstaltungsorten finden Sie in mobilen Rage Stores eine reiche Auswahl weiterer Devotionalien wie Strohpuppen, Fußabtreter mit dem Stars-and-Stripes-Motiv, Hasskappen auch für Kinder und Jugendliche sowie Brandsätze zu Schleuderpreisen vor. Nach aller Erfahrung sollten Sie sich bereits vor der Demonstration auf Betriebstemperatur bringen: Sehen Sie Al-Aqsa TV, lassen Sie Ihr Essen anbrennen, was auch immer. Ihrer Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Sollten Sie am Tag des Zorns noch nicht zornig genug sein, ist Ihnen unser geschultes Personal gern behilflich. Wenden Sie sich einfach an unsere Mitarbeiter, gut zu erkennen an Camouflage-Uniform, AK47 und Barttracht, beziehungsweise an einen Hassprediger Ihres Vertrauens.

Mit etwas Glück reagieren die zionistischen Besatzer auf unseren professionell demonstrierten Zorn (Gewaltexzesse nicht ausgeschlossen!) mit Tränengas oder Gummigeschossen, und wenn wir einen besonders guten Tag haben, tragen wir noch am Abend einen neuen Märtyrer zu Grabe – selbstverständlich nicht trauernd sondern mit zünftigen Racheschwüren. Klageweiber sind sehr willkommen.

Kommen auch Sie zum Tag des Zorns und tragen Sie das Ihrige zur Eskalation in Nahost bei – jetzt mit noch mehr Zorn! Stammteilnehmer bestätigen: Es geht nichts über erlebnisorientierte Gewaltbereitschaft.

Wir sehen uns am Tag des Zorns – mit verzerrten Gesichtszügen.

Ihr Event-Manager

Jihad Shahid

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