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Archive for the ‘Fernsehtipps’ Category

„Har haBayit beYadenu!“

Vor dem Hintergrund der witzlosen Kritik am Bau von 900 Wohneinheiten in Gilo kann es nicht schaden, auf die Umstände hinzuweisen, die 1967 zur israelischen Eroberung des Ostteils von Jerusalem führten. Wir werden das Thema demnächst auf diesem Blog vertiefen. Kurzfristig mag die zweiteilige französische Doku „Sechs Tage Krieg“ weiterhelfen, die ARTE heute Abend von 21.00–22.45 ausstrahlt.

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Zeit für Helden

Die ersten Helden, denen ich begegnete, waren die Protagonisten des Trojanischen Krieges. Jedenfalls nannte Gustav Schwab sie so, wie es mehr als 3000 Jahre vor ihm Homer in der Ilias getan hatte. Es waren allesamt Recken in glänzender Rüstung: Achilles und Patroklos (sein Geliebter, was ich als Kind natürlich nicht zwischen den Zeilen herauszulesen vermochte), der Königssohn Hektor, der große und der kleine Ajax. Es waren Männer, die man als Helden verehrte, weil sie kühn und stark waren und den Kampf nicht scheuten. Ob sie viel darüber nachdachten, wie sinnvoll ihr Tun war und wofür sie ihr Leben in die Waagschale warfen, darf bezweifelt werden. Damals jedenfalls wurde nicht danach gefragt. Auch vor 100 Jahren noch nicht. Da war ein Held, wer, wie die Kampfflieger von Richthofen oder Udet, Dutzende feindlicher Piloten vom Himmel geholt hatte.

Die Heldenverehrung ist aus der Mode gekommen, jedenfalls in Deutschland, wo man auf Typen wie die alten Fliegerasse nicht mehr stolz ist. Und das ist auch gut so. Nicht gut ist, dass auch wahre Heroen nicht mehr gewürdigt werden. „Pferde sind die Überlebenden der Helden“, spottet Peter Sloterdijk in seiner Kritik der zynischen Vernunft, und sicher trifft er mit seinem Sarkasmus die allgemeine Stimmung. Über die Amerikaner, die bis heute un-verschämt von Heldentum sprechen, wo es sich doch nur um Feuerwehrmänner im 9/11-Einsatz handelte, schüttelt man bestenfalls verständnislos den Kopf. Das Ideal ist heute der Antiheld, der Zweifler, der Zyniker und der Verlierer. Ihm gehören die Sympathien, während Haudegen und Macher als arme Irre bemitleidet werden.

Allein: Zuweilen gibt es Menschen, die Kopf und Kragen riskieren, um andere zu retten, wie die israelischen Eliteeinheiten 1976 in Entebbe. Oder um einen Tyrannen zu stürzen, wie die alliierten Invasionstruppen bei der Landung in der Normandie, ziemlich genau vor 65 Jahren. Oder um die Menschheit einen Schritt weiter nach vorn zu bringen, wie die Astronauten des Apollo-Programms 1968–1972.

Ja, auch das waren Helden. Denen bewusst war, dass sie vielleicht nicht wieder zur Erde zurückkehren würden von ihrer abenteuerlichen Mission. Und die nicht darauf warteten, dass es andere tun würden, sondern sich darum rissen, dabei zu sein. Großartige Kerle, die über Intelligenz, Tapferkeit, Humor, Menschlichkeit und, ja, auch eine gewisse Weisheit verfügen, und denen ein wenig Dankbarkeit nicht schaden könnte. Immerhin hat ihnen David Sington ein filmisches Denkmal gesetzt – mit der hinreißenden Dokumentation „Im Schatten des Mondes“.

Zehn der zwölf noch lebenden Apollo-Astronauten – der notorisch scheue Armstrong ist nicht darunter – erzählen vor Singtons Kamera, wie sie ihre Reise zum Mond (im Fall von Apollo 13 natürlich: die gescheiterte) erlebten und wie die Erfahrung auf sie wirkte. Und sie tun es so, dass man ihnen staunend und fasziniert zuhört und sich wünscht, die 95 Minuten mögen bitte, bitte nicht so schnell vorbei sein. Die Erzählungen der Astronauten, heute alle über 70 und 80 Jahre alt, digital aufbereitete Archivbilder, Musik, das war’s. 95 Minuten, die ohne hektische Schnitte, unheilschwangere Stimme aus dem Off und alberne „szenische Rekonstruktionen“ à la Guido Knopp auskommen. Arte wiederholt das Kleinod am Montag, dem 20. Juli um 21.00 Uhr. Vormerken, anschauen – Fernsehen ohne Reue.

Vielleicht lernt man wahres Heldentum so wieder ein wenig mehr zu schätzen.

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Mi 6.5.DAS ERSTE 23.30
Unter Brüdern
Richard C. Schneider über die schwierige Geschichte
von Christen und Juden


Sa 9.5. Arte 23.25
Flipping Out
Über junge Israelis, die sich nach der Militärzeit
in Indien die Rübe zukiffen

 

Mo 18.5. Arte 0.00
Israels Kino erzählt
2-tlg. Doku (Teil 2: Do 21.5.)
Programmschwerpunkt Filmfestival in Cannes


Und für SoE-Leser mit Kindern:

Mo 18.5. KIKA 16.00
Tigerenten Club Xtra
Mit der Tigerente in Israel

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Hier mal wieder eine kleine Auswahl an TV-Sendungen im kommenden Monat. Für die Qualität der Filme bürgt SoE natürlich nicht.

Mi 8.4. ARD 23.30 Die hebräische Stadt
100 Jahre Tel Aviv
Von Richard Chaim Schneider

Fr 10.4. 3sat 18.30 Happy Birthday Tel Aviv
Liebeserklärung an eine hundertjährige Stadt
Von Gerd Helbig

Di 28.4. WDR 22.00
Wir leben trotzdem. Gaza zwischen Bomben und Fundamentalisten
„Weltweit“-Reportage (könnte Stoff liefern)

Do 30.4. Arte 22.30
Amos Oz
Die Natur der Träume
Doku zum 70. Geburtstag des Schriftstellers

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My first War

Noch bis zum 24. März ist auf http://www.arte.tv der bemerkenswerte Film „My first War“ des israelischen Filmemachers Yariv Mozer zu sehen. Mozer diente während des Zweiten Libanonkrieges als Reserveoffizier in einer Artillerieeinheit und filmte seine Erlebnisse. Nach dem Krieg traf er einige der Protagonisten wieder. Es entstand ein faszinierender Einblick in Gesellschaft und Militär des Staates Israel – der nicht nur deshalb sehenswert ist, weil gegen Ende des Films vollkommen unerwartet die Frage geklärt wird: Was macht eigentlich Jay Jay Okocha?

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Was kuckst du?!

Schon mal vormerken: drei TV-Termine, die von Interesse sein könnten.

Mittwoch, 4. März
DAS ERSTE 23.30 Uhr
„Das Kind, der Tod und die Wahrheit“
2002 legten sie in „Drei Kugeln und ein totes Kind“ Indizien vor, die erhebliche Zweifel an der herkömmlichen Darstellung des Falls Mohammed al-Dura weckten. Jetzt legen Esther Schapira und Georg M. Hafner nach: Vom Mythos der Ermordung des 12-Jährigen durch israelische Soldaten bleibt nichts übrig als eine miese Pallywood-Inszenierung zum Zweck der Propaganda.

Freitag 13. März
DMAX 23.26 Uhr
„Entscheidung im Sechstagekrieg“
Jedem ans Herz gelegt, der das Elend und die Unrechtmäßigkeit der „Besatzung“ beklagt, aber vergessen hat (oder auch nie wusste), wie es zur Eroberung von Westbank, Gaza und Golan kam.

Dienstag 17. März
Arte 21.45 Uhr
„My First War“
Film im Rahmen eines Themenabends um Traumatisierung von Soldaten: Der israelische Filmemacher Yariv Mozer war 2006 als Reservist im Libanon und hielt mit der Kamera fest, wie die Zahal-Soldaten den Krieg erlebten.

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Und noch ein wunderbarer Einspielfilm aus der brillanten israelischen Satiresendung „Eretz Nehederet“ („Wunderbares Land“):

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Guck-Befehl

Der bisher beste Streich von Modeikone David Harnasch.

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