Feeds:
Beiträge
Kommentare

Archive for the ‘Hofjuden’ Category

Zu Lande, zu Wasser und in der Luft sind vorgeblich propalästinensische, aber leider doch nur ordinär antisemitisch motivierte Aktivisten mit erneuten Versuchen gescheitert, den Staat Israel kameratauglich in Misskredit zu bringen. Hatten sich schon zum „Naqsa-Tag“ etliche Hundertschaften von Palästinensern für tausend Dollar pro Nase von Syriens Diktator Assad anheuern lassen, um Rabatz auf dem Golan zu machen, damit wenigstens für ein paar Stunden von den Unruhen in Syrien abgelenkt werden konnte, schickten sich alsbald weitere Hundertschaften so genannter Aktivisten an, per Schiff und Flugzeug den Dreh- und Angelpunkt ihrer krankhaften Obsession anzusteuern. Da sie sich wohlwollender medialer Begleitung erfreuen durften, würde sich schon ein Weg finden lassen, für Bilder zu sorgen, die den jüdischen Staat schlecht aussehen ließen.

Und genau darum ging es. Was für jedermann offensichtlich war, nämlich dass echte humanitäre Katastrophen die üblichen Verdächtigen ebenso kalt lassen wie der Umstand, dass aktuell Tausende von Aufständischen in Libyen und Syrien massakriert werden, bestätigte eine immerhin halbwegs ehrliche Aktivistin in einem Interview. Nein, man habe keine Hilfsgüter an Bord, es ginge vielmehr darum, die israelische „Blockade des Gazastreifens“ zu durchbrechen. Die aber besteht aus gutem Grund, einem weiteren, Zweifel an den lauteren Motiven der „Friedens“-, und „Menschenrechtsaktivisten“ anzumelden. Die nicht für möglich gehaltene Selbstversenkung der mit großem Trara angekündigten zweiten Gaza-Flottille nahm ihren Lauf, und wir müssen zugeben, dass wir ob dieser ill fated mission mehr als entzückt waren. Zuerst klagte man über „Sabotageakte“, dann wurde der Versicherungsschutz infrage gestellt, politisch blies plötzlich Gegenwind, die Griechen hinderten die Narrenschiffe gar am Auslaufen und nahmen einen Kapitän in Gewahrsam. Fortan sahen die Aktivisten kein Land mehr, und das ist angesichts der eher ungünstigen Ausgangsposition eine mehr als erfreuliche Entwicklung. An der Küste des Gazastreifens hielt die Hamas vergebens Ausschau nach den nützlichen Idioten aus dem Westen.

Die Israelis, die sich erst an den Gedanken gewöhnen mussten, überall und jederzeit mit einer Schweinerei aus dem „israelkritischen“ Lager rechnen zu müssen, ließen sich diesmal nicht auf dem falschen Fuß erwischen sondern trafen schon im Vorfeld ungewohnt weitsichtige Maßnahmen. Sich das Recht nehmend, verständlicherweise unerwünschte Personen erst gar nicht ins Land zu lassen, hängten sie vorzeitig das Schild „Wir müssen leider draußen bleiben“ auf, und die Köter mussten schon an ihren Abflugdestinationen das tun, was sie am besten können: jammern, anklagen und herumpöbeln. Denn sowohl in ihrem antijüdischen Furor als auch in der Dreistigkeit, mit der sie ihn öffentlich ausleben, stehen die Aktivisten ihren Freunden von der Hamas so nahe, dass kein Blatt Papier dazwischen passt. So wie die islamistische Terrororganisation den israelischen Soldaten Gilad Shalit seit nunmehr fünf Jahren in irgendeinem Loch gefangen hält, ohne dass es ein Lebenszeichen gäbe, geschweige denn ein Vertreter des Roten Kreuzes den Verschleppten aufsuchen dürfte, sich aber lautstark auf internationales Recht beruft, wenn Bibi Netanyahu ankündigt, dem dolce vita palästinensischer Häftlinge, die lustig schmausen und bei Bedarf auch per Fernstudium auf Kosten des israelischen Steuerzahlers einen akademischen Abschluss erwerben dürfen, langsam mal ein Ende zu bereiten, wird auch von ihren westlichen Handlangern das Prinzip „Haltet den Dieb!“ hochgehalten. Entsprechend beschwert sich Martin Forberg, der für die Junge Welt arbeitet, was uns die Süddeutsche Zeitung aber verschweigt und Forberg lieber ganz allgemein als „Journalist“ vorstellt, mangels wirklich mieser Behandlung über „Hitze“ und einen „vorwiegend rauen Ton“ im Abschiebegewahrsam.

Wir fassen zusammen: Obwohl es keinen vollkommenen Schutz gegen immer neue Dreckschleuderaktionen geben kann, so wie man auch nie weiß, wann und wo der nächste Selbstmordattentäter um die Ecke biegt, zeigt das desaströse Scheitern der jüngsten antiisraelischen Propagandaaktionen, dass auch diese mediengeilen Aktivisten durch umsichtiges Vorgehen in die Schranken zu weisen sind. Anders als Suizidbomber posaunen sie ihre Absichten schon mit langem Vorlauf in die Welt hinaus, und ihre Dummheit ebenso wie ihre offenbar gewordene Heuchelei angesichts echten Elends in der Welt und insbesondere in der Region, um die sich zu sorgen sie vorgeben, tut ein übriges. Die Bezeichnungen „Flotidiots“ und „Flightidiots“ haben sie sich redlich verdient, und man kann nur hoffen, dass dieser unappetitlichen Bagage endlich die mediale Aufmerksamkeit entzogen werden möge, der allein sie ihre kümmerliche Existenz zu verdanken hat.

Read Full Post »

Herr Abraham Melzer aus Neu-Isenburg hat diesen Artikel von mir gelesen und macht aus seinem Herzen keine Mördergrube:

Diesmal muss ich Ihnen Recht geben. Bibi soll hart bleiben, so hart wie Liebermann. Damit schafft er Israel schneller ab. Nicht, dass ich das will. Ich liebe das Land und mir würde es reichen, wenn man nur Bibi, Liebermann, Zipi, Ehud, und wie sie alle noch heißen, abschafft. Und gleich solche Judenhasser wie Sie.

Wenn das nicht wahre Liebe ist.

Read Full Post »

Anmerkungen zu nicht lange zurückliegenden, gegenwärtigen oder in naher Zukunft dräuenden Ereignissen sowie Personen, ohne die diese Welt reicher wäre.

A wie Antizionisten

Nach dem überwältigenden Propagandaerfolg des Mavi-Marmara-Zwischenfalls wollen die „Aktivisten“ es noch einmal wissen. Im Mai soll eine weitere Flottille von 15 Schiffen zwar nicht den Palästinensern helfen, aber doch den Israelis schaden. Da auch im Licht ganz anderer Erkenntnisse trübe Gestalten an ihrer grotesken Darstellung der Ereignisse an Bord festhalten, ist eine Neuauflage der dreisten Inszenierung so gut wie sicher.

B wie Boykotteure

Trotz des aufopferungsvollen Einsatzes von Bremer Friedensfreunden, welche die gute alte deutsche Tradition des „Kauft nicht bei Juden“ wiederbeleben wollten, habe ich gestern auf dem Wochenmarkt schon wieder Datteln und Clementinen aus Israel gesehen. Am Stand eines Türken! Auf die Volksgenossen ist offenbar genauso wenig verlass wie auf Bürger mit Migrationshintergrund. Ein idealer Aufhänger für den nächsten „Kommentar des Monats“. Melzer, übernehmen Sie!

C wie Coalition of the Willing

Anzahl von Staaten, die dem Diktator Gaddafi beim Versuch in den Arm fallen, aufständische Bürger wie tolle Hunde zu erschlagen. Wir Deutschen machen da nicht mit. Wir sind für die Maus, aber auch für die Katze.

D wie Dilemma

Israel will den Frieden, die Hamas ist scharf auf Krieg. Was tun, wenn man sich auf einen „Friedensprozess“ eingelassen hat, aber naturgemäß mehr zur anderen Seite neigt? Einerseits möchte die Fatah ja ein bisschen Frieden, um Verhandlungspartner, Vermittler und Sponsoren bei Laune zu halten, andererseits aber auch ein bisschen Terror, damit man der eigenen, entgegen weit verbreiteter Meinung noch immer nicht geänderten Charta nicht untreu wird und vor den arabischen Brüdern nicht als Verräter dasteht. Wie der kostbare Zwischenzustand zu erhalten ist, wird Mahmud Abbas beim nächsten Raïsparteitag dringend thematisieren müssen.

E wie Eichmann

Vor ziemlich genau 50 Jahren in Jerusalem angeklagter Nazi-Kriegsverbrecher, der als Organisator des Massenmords an den europäischen Juden unermüdlich und kreativ war, sich aber am Ende hängen ließ. Zum Jahrestag des Eichmann-Prozesses werden diverse TV-Dokumentationen ausgestrahlt.

F wie Fogel

Siedlerfamilie, die von einem palästinensischen Freiheitskämpfer im Schlaf getötet wurde. Da sich noch niemand persönlich zu diesem heroischen Akt bekannt hat, konnte noch keine Straße nach ihm benannt werden.

G wie Goldstone

Richter, der sein harsches Urteil fällte, nachdem er den Anklägern sein Ohr geliehen hatte. Jetzt hat er eingesehen, dass der Angeklagte weitaus glaubwürdiger war, was diesem allerdings, da längst verurteilt, nichts mehr nützt. Neben den Verleumdern steht jetzt immerhin auch der ehrenwerte Mr. Goldstone ohne Hemd und Hose da, von einem Verleger in Neu-Isenburg ganz zu schweigen, dem der „Report“ gleichsam als Bibel galt. Tja.

H wie Hamas

Juristische Expertengruppe mit Schwerpunkt Internationales Recht.

I wie Intifada-Seite

Auf Facebook gelöscht, weil sich ein Herr Edelstein bei einem Herrn Zuckerberg beschwert hatte. Darf man jetzt schon nicht mehr zur Gewalt aufrufen, nur weil es Juden nicht passt? Gemein!

J wie Jerusalem

10.000 Läufer hecheln durch eine Stadt. So what, könnte man sagen. Allein, wenn die Stadt Jerusalem heißt, bleiben Ärger und Proteste natürlich nicht aus. Da sollte die Strecke doch tatsächlich auch durch arabische Stadtteile führen. Unerhört!

K wie Klageweib

Seit dem tragischen Zerwürfnis zwischen Evelyn Hecht-Galinski und dem Betreiber der Plattform für die publizistischen Ergüsse der „Tochter“ hat sich Abraham Melzer das Narrengewand übergeworfen.

Inhaltlich und stilistisch ist das Ergebnis so armselig, dass der Wechsel dem uneingeweihten Betrachter gar nicht auffallen dürfte.

L wie Lachnummer

Neulich im Deutschlandfunk. Frage der Moderatorin: „Was bekommen denn die Menschen in Tripolis von den Bombardierungen mit?“ – Korrespondent: „Nun, sie haben die Möglichkeit, sich über die staatlichen Rundfunksender zu informieren…“

M wie Mentalist

Ein palästinensischer Ingenieur verschwindet in der Ukraine aus einem Zug – und taucht in einem Knast in Israel wieder auf.

(Palästina-Portal)
Dabei ist der Mann doch nur ein Ingenieur, wirklich! Wie dieser hier.

N wie Naqba-Ausstellung

Ausgefallene Darstellung eines tragischen Ereignisses. Weil 1948 aus der Auslöschung der Juden (Azzam Pascha, 1. Generalsekretär der Arabischen Liga: „Dies wird ein Krieg der Vernichtung [gemeint: der Juden] und ein gewaltiges Massaker, von dem man einmal in derselben Weise wie von den Massakern der Mongolen und den Kreuzzügen sprechen wird“) nichts wurde und stattdessen die Angreifer zu großen Teilen ihre Heimat verloren, muss diese historische Ungerechtigkeit in jeder größeren Stadt bejammert werden. Ersatzweise wird ein Wehklagen angestimmt, wenn ein OB eine derartige Obszönität in öffentlichen Räumen untersagt.

O wie Opfer, zivile

Seltsam, dass die Franzosen Ende August 1944 so euphorisch die Befreiung von Paris feierten – immerhin waren bei den Kämpfen in der Normandie rund 20.000 unschuldige Bürger umgekommen. Wie auch immer: In Libyen oder Afghanistan sind zivile Opfer unter allen Umständen zu vermeiden, weshalb sich die NATO aus diesen Ländern zurückzuziehen hat, nach unserer Kenntnis sofort, unverzüglich. Es wird danach zwar erst recht zivile Opfer geben, aber die gehen dann nicht auf das Konto des Westens. Näheres erklärt Guido Westerwelle.

P wie Palästina-Portal

Überflüssigste Kreation seit der Erfindung der Gesichtswurst, und noch deutlich unappetitlicher als diese. Aber wen wunderts? Wenn in Deutschland ein erfolgloser Künstler die Politik für sich entdeckt, besteht grundsätzlich Anlass zur Beunruhigung.

Q wie Qassam

Explosiver Ausdruck des Bedürfnisses palästinensischer Dschihadisten, Juden zu piesacken.
Die Krone der Militärtechnik ist das Geschoss nicht, deshalb bemüht man sich um die Einfuhr von größeren Kalibern, etwa Grad-Raketen, mit denen sich auch weiter entfernt liegende Städte beschießen lassen. So lange man nicht aus den Hügeln Samarias in den Großraum Tel Aviv hineinfeuern kann, muss man nehmen, was man hat. Apropos.

R wie Raketenbeschuss

Bestandteil des arabischen Zermürbungskrieges gegen Israel, der international nicht geahndet wird, den jüdischen Staat aber nicht zur Ruhe kommen lässt und im günstigsten Fall zu einer Militäroperation provoziert, womit die internationale Aufmerksamkeit wieder geweckt wird.

S wie Staatsgründung

Die palästinensische Autonomiebehörde strebt die staatliche Unabhängigkeit ohne lästige Verpflichtung zur Beendigung des israelisch-palästinensischen Konflikts an und bemüht sich um die Akzeptanz der Staatengemeinschaft für diese alle bisherigen Abmachungen Hohn sprechende Maßnahme. Es wird interessant sein, zu beobachten, welche Länder ihr Desinteresse an einer friedlichen Lösung des Nahost-Konflikts endlich offen zeigen. Brasilien, Argentinien und Uruguay haben sich schon geoutet, Kolumbien hingegen hält offenbar am Land-für-Frieden-Prinzip fest. Buh-Rufe von der Westbank.

T wie Twitter

Online-Plattform zur raschen Verbreitung von Kurznachrichten, greift gravierend und in geradezu unzumutbarer Weise in die Arbeitsabläufe von Journalisten alten Schlages ein.
Diese nämlich sind ernsthaftes, gründliches, kenntnisreiches Arbeiten gewohnt, es handelt sich um erstklassige Rechercheure, die nicht mit neumodischem Schnickschnack behelligt werden wollen. Nur die Besten machen irgendwas mit Medien, weshalb die Reportergranate Robert Hetkämper aus Japan berichtet und Ulrike Putz auf dem Balkon ihrer Beiruter Wohnung sitzend die Lage in Bengasi beschreibt.

U wie Unruhen

Gegenwärtige Zustände in der arabischen Welt von Tunis über Kairo und Damaskus bis Sana´a. Es scheint so, als seien die Menschen dort mit ihren Regierungen unzufrieden. Dabei dachten wir immer, sie wachten morgens mit dem Gedanken an den israelisch-palästinensischen Konflikt auf und gingen abends mit dem Gedanken an den israelisch-palästinensischen Konflikt schlafen. Jedenfalls hat man uns doch immer erzählt, alles werde gut, wenn nur endlich „der Nahost-Konflikt“ gelöst würde. Sollte es etwa mehrere geben?

V wie Verkehrschaos

Kann sich jemand vorstellen, dass die Jaffa Road in Jerusalem, seit Jahrzehnten eine lärmende, dieselverpestete, von heruntergekommenen Läden gesäumte Hauptverkehrsader, schon bald eine aufgeräumte Straße sein wird, durch die silbrig glänzende Trams schnurren? Ich noch nicht.

W wie Waffenstillstand

Von palästinensischen Extremisten hin und wieder verkündete Absicht, eine kurze Zeit auf Terror gegen israelische Zivilisten zu verzichten, während der „bewaffnete Arm“ eine Rakete nach der anderen abschießt. Eher gibt Helmut Schmidt das Rauchen auf als dass Banden wie Hamas und Islamischer Dschihad wahrhaftig dem Terror entsagen, aber aus der taz wird man das nicht erfahren.

X wie Xenophobie

In Sharm el-Sheik kann man einem Juden vor laufender Kamera ja mal die Hand drücken, aber was man wirklich denkt, das sagt man dem eigenen Volk.

Y wie Yehuda

Yehuda Avners 730-Seiten-Wälzer „The Prime Ministers. An Intimate Narrative of Israeli Leadership“ beschreibt ebenso kenntnis- wie anekdotenreich israelische Politik der letzten Jahrzehnte und ihre Protagonisten. Das macht einen schon wehmütig. Premiers wie Begin und Golda hätten auf Terror, Raketenbeschuss, Vernichtungsdrohungen und die internationale Verleumdungs- und Delegitimierungskampagne in Politik und Medien entschlossener agiert als etwa ein Olmert, und dem Land wohl einiges erspart. Sehr zur Lektüre im Original empfohlen, denn in deutscher Übersetzung dürfte es kaum erscheinen.

Z wie Zeugen, glaubwürdige

Noam Chomsky, Sümeyye Ertekin, Norman Finkelstein, Neve Gordon, Glenn Greenwald, Arun Gupta, Amira Hass, Henning Mankell, Paul Larudee, Gideon Levy, Lubna Masarwa, Ken O’Keefe, Daniel Luban, Kevin Ovenden, Ilan Pappé, Henry Siegman, Ahdaf Soueif, Richard Tillinghast, Alice Walker, Stephen M. Walt, Philip Weiss, Norman Paech, Haneen Zoabi. Wer seine längst widerlegten Märchen aus 1001 Propagandanacht bedenkenlos von einem Ex-Terroristen verlegen lässt (siehe A), und zwar in der Sachbuch- statt in der Fiction-Abteilung, wäre bei jedem anderen Thema längst draußen. Nicht aber bei diesem. Schön für die üblichen Verdächtigen, ein Elend für alle anderen.

Read Full Post »

Unsere Ahnung hat sich ja bereits vor geraumer Zeit bestätigt: „Erhard Arendt“ ist ein Büttel des Zionismus, und jetzt hat man es ihm auch in den mehr als zweifelhaften Kreisen, in denen er zu verkehren pflegt, ins Gesicht gesagt.

Nun ist in der Parallelwelt des Antizionistenstadls, in der mal eben ein Staat abgeschafft, ein neuer gegründet oder auch mal zwei ungefragt zusammengelegt werden, grundsätzlich jedem alles zuzutrauen, und trotzdem tut einem der Betreiber des „Palästina-Portals“ fast ein wenig leid: Undank ist der Welten Lohn! Wie in Palästina, wo den extrem Radikalen die nur Radikalen nicht radikal genug sind (siehe Hamas vs. Fatah), so fetzt sich hier ein Potz aus dem Pott, der die Geiselbefreiung von Entebbe 1976 als „Terroraktion der Israelis in Uganda“ bezeichnet, mit Exzentrikern vom Schlage eines Gilad Atzmon, der, statt die Zeit zu nutzen, mit einer Mundstückbürste seiner Jazztrompete etwas Gutes zu tun, lieber einem deutschen Publikum bescheinigt, dass „Israel weit schlimmer ist als Nazi-Deutschland“. Für die einen sind es Aktivisten, für die anderen die schrägsten Vögel der Welt. Nichts wäre unterhaltsamer, als diese Bagage für eine Weile in einem Dschungel- oder wenigstens Wüstencamp unterzubringen, wo genau der Falafelmann aus Jericho für die Verpflegung sorgen sollte, dem meine Mitreisenden anno 83 Montezumas Rache zu verdanken hatten. „Ich bin die Tochter – holt mich hier raus!“. Ohne Zweifel das TV-Ereignis des Jahres.

Read Full Post »

Ein Publizist ist ein Journalist, Schriftsteller oder Wissenschaftler, der mit eigenen Beiträgen zu aktuellen Themen – beispielsweise Analysen, Kommentaren oder Aufrufen – an der öffentlichen Meinungsbildung teilnimmt. (Wikipedia)

Evelyn Hecht-Galinski ist weder Journalistin noch Schriftstellerin, geschweige denn Wissenschaftlerin, kann also per definitionem keine Publizistin sein. Obwohl „Die Tochter“ mithin so wenig eine Publizistin ist wie Reuven Moskovitz ein promovierter Historiker, stellt sie sich jedoch in ihrer „Monatskolumne aus dem hinteren Kandertal“ als eine solche vor – als sei die Voraussetzung dafür bereits erbracht, wenn man sich mit hochrotem Kopf in die Tastatur erbricht, um das Ergebnis auf eben so erlesenen Seiten wie dem Palästina-Portal wiederzufinden.

Der Faszination des Schwachsinns erlegen, haben wir eine Weile öfter auf solche Seiten geschaut als es gerechtfertigt wäre. Gerade Arendts Online-“Stürmer“ ist ja eine ergiebige Schürfgrube für einschlägige Abseitigkeiten, und es schadet auch nichts, zu wissen, wie man auf der anderen Seite tickt. Der Grusel lässt über die Jahre allerdings nach, weil sich die „Israelkritiker“ vom Schlage Arendts, Melzers und Hecht-Galinskis einander in punkto Engstirnigkeit, Unoriginalität und Langeweile gegenseitig überbieten. Mit der Zeit zappt man viel seltener durch ihr Paralleluniversum, gähnt bei den immergleichen absurden Lamenti und schüttelt den Kopf über das demonstrierte Maß an Einfältigkeit. Aus diesem Grunde haben wir die Rentner-Rasselbande eine ganze Weile ignoriert; zweifellos eine Steigerung der Lebensqualität, unsere Zeit auf Erden ist ja begrenzt, und man möchte sie ungern verschwenden, indem man sich mit derart unappetitlichen Zeitgenossen beschäftigt.

Gleichwohl ist man als ethnologisch interessierter Mensch versucht, gelegentliche Blicke auf die rätselhaft anmutenden Riten dieser uns fremd und primitiv erscheinenden Gemeinschaft zu werfen. Im Rahmen unserer Feldforschung schauen wir deshalb mal wieder kurz in die Monatskolumne aus dem hinteren Kandertal, wo EHG sich einmal mehr ihrem Lieblingsthema hingibt: dem gefühlten „Maulkorberlass für Israelkritiker“.

Wie gewöhnlich stehen Umfang und Grad der Aufgeregtheit in reziprokem Verhältnis zur Qualität des Inhalts, daher raten wir unseren Lesern, sich keinesfalls die ganze Suada anzutun. Ein Extrakt möge hinreichen, um eine Ahnung davon zu erhalten, was Menschen wie Hecht-Galinski denken. Und nebenbei auch zur Erheiterung beitragen.

Dass EHG wie keine andere aus ihrem zwielichtigen Milieu um sich beißt, erklärt ihre stete Angst vor dem erwähnten „Maulkorb“. Diesmal sieht sie den Israelkritikern einen solchen umgehängt, weil eine widerliche Propagandaausstellung zur „Naqba“ in der Stadtbibliothek Freiburg abgesagt wurde.

Wie groß muss die Angst vor einer Ausstellung sein, die nur mit Bildern arbeitet, die für sich sprechen („Bilder ohne Worte“).

Nun eignen sich „Bilder, die für sich sprechen“ hervorragend zur Lüge und zur Indoktrinierung besonders für Leute, die nicht lesen können. Und wir reden hier nicht etwa von offiziellen Fotos, von denen in Ungnade gefallene Mitstreiter Stalins von einem Tag auf den anderen verschwanden, nicht von manipulierten Bildern, die gerade im Nahostkonflikt schon des öfteren für Aufregung sorgten, sondern von einseitig ausgewählten Bildern – um nichts anderes ging es in Freiburg. Man stelle sich vor, jemand eröffnet eine Ausstellung, auf der ausschließlich Bilder von ausgebombten Deutschen im Zweiten Weltkrieg gezeigt werden und erklärt dazu, der verbrecherische alliierte Luftkrieg gegen deutsche Städte habe 1940 begonnen, soundsoviele Millionen Deutsche das Leben gekostet, soundsoviele Millionen obdachlos gemacht etc. – und man bekommt einen Eindruck vom Wert dieser Darstellung.

Die Palästinenser als Opfer – etwas anderes können sich EHG und Konsorten nicht vorstellen. Sie sind immer unschuldig. 10.000 Palästinenser in israelischen Gefängnissen? „Opfer israelischer Willkürhaft.“ Regelmäßige Vernichtungsdrohungen aus Teheran? „Falsche Übersetzungswiederholungen gegen den Präsidenten Ahmadinedschad und Falschbehauptungen“, um „bewusst Angst“ zu erzeugen. Terroristische Hamas? „Auch David Grossmann befürwortet einen Dialog“. Morde und Menschenrechtsverletzungen? Eine Spezialität des Staates Israel, einer „Ethnokratie“, eines „Apartheidstaates“.

Dass die Juden durch den Zionismus und die Errichtung eines Staates in ihrer historischen Heimat ihr Schicksal in die eigenen Hände genommen haben, ist EHG ein täglicher Quell der Frustration und des besinnungslosen Zorns. Dass es Menschen gibt, die Israel in seinem Existenzkampf in einer feindseligen Region beistehen, ist ihr unverständlich. Wie verbohrt diese Freunde des jüdischen Staates doch sind, wenn sie zu einem Israelkongress keine Muslime einladen! Umgekehrt gehts doch schließlich auch:

Im Gegensatz dazu wurde ich auf dem Palästinenser Kongress als Rednerin eingeladen Zensurlos wurde diese meine Rede im gesamten arabischen Raum live per Al Djazeera ausgestrahlt!

 

Was hätte Al-Jazeera auch zensieren sollen? Schließlich präsentieren sich Hecht-Galinski und ihresgleichen doch unversöhnlicher und giftiger als es die meisten Araber tun, was sie von sich geben, ist 1:1 die Position von Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah, die von der zivilisierten Welt auch als solche betrachtet werden. Und warum? Weil Israel entscheidet „wer auf die Liste terroristischer Organisationen gesetzt wird“.

Natürlich wünscht sich die „Publizistin“ nichts sehnlicher, als selbst entscheiden zu dürfen, wer auf diese Liste kommt – wobei man gewiss nicht zweimal zu raten braucht. Was sind schon Weißes Haus, Downing Street No. 10 und Bundeskanzleramt, wenn sich Malsburg-Marzell zu Wort meldet, um knallharte Forderungen zu stellen:

Ich sage, Jerusalem muss endlich wieder geteilt werden, damit es gleichberechtigt auch für Palästinenser wieder zu ihrer Heimstätte wird.

Hugh! Sie hat gesprochen. Israel sei nämlich „längst anerkannt von der Weltgemeinschaft – aber in den Grenzen von 1967 und mit einer Hauptstadt TEL AVIV.“ Nicht einmal West-Jerusalem mag die „Publizistin“ den Israelis lassen, deren Selbstbestimmungsrecht offenbar nur von zwölf bis mittags gilt. Was sieben Millionen Israelis dazu zu sagen haben, ist für sie ohnehin unmaßgeblich; auf eine Hedy Epstein („selbst Emigrantin, verlor ihre Familie in Auschwitz“) hat die Welt gefälligst zu hören, auf Holocaustüberlebende in Israel, die – wie im März 2002 im Park-Hotel von Netanya – zum Ziel islamistischer Selbstmordattentäter werden, natürlich nicht.

Lassen wir es gut sein und kommen wir zum Schmankerl des Stücks: die Klage der „Tochter“ über einen Journalisten der übelsten Sorte.

Besonders schlimm ist der Artikel von Walter Herzinger, einem „ausgerasteten“ Schreiber in der Welt online.

Walter Herzinger? Wir dachten immer, der Kollege hieße Richard. Heißt er auch. Aber so schludrig wie Hecht-Galinski mit allen Fakten umgeht, so sind auch Namen und Begriffe für sie nur Schall und Rauch: Ein Zaun mutiert zur Mauer, eine pluralistische Demokratie zum Apartheidstaat, eine Terrorbande zur demokratisch gewählten Partei und Richard eben zu Walter.

Diese kleine Episode sagt viel über Evelyn Hecht-Galinskis Grundproblem aus. Sie hätte natürlich googeln können, um den Namen zu verifizieren, aber sie war sich wohl sicher, und aufs Nachprüfen verzichtete sie deswegen, weil der Glaube, Herzingers Vorname laute Walter, ihr vollkommen reichte. Sie braucht auch keine Reise nach Israel zu unternehmen, sie weiß auch so, dass es ein „Apartheidstaat“ ist. Und sie muss nicht nachschauen, wie die Palästinenser zum „Friedensprozess“ stehen, weil sie felsenfest davon überzeugt ist, dass der Grund allen Übels Israel ist.

Wie es in einem alten Bonmot heißt: Das ist das ganze Elend – dass die Dummen sich so sicher sind, und die Gescheiten so voller Zweifel.

 

Read Full Post »

„Sunniten, Schiiten, Aleviten – das Problem sind die Dynamiten“, meinte der Kabarettist Andreas Rebers einmal. In seiner Aufzählung vergaß er die Konvertiten. Die fallen auch öfter mal unangenehm auf, man denke nur an Sauerlandgruppe und Kofferbomber. Das Judentum macht es Möchtegernjuden schwerer, aber Dr. Edith Lutz (61) hat keine Mühen gescheut, erst überzutreten, wenn überhaupt, und dann den moralischen Hochsitz zu erklimmen. Hatte sie an der Gesamtschule Weilerswist früher Schüler belehrt, so möchte sie nun den jüdischen Staat belehren. Der zuallererst hat es wohl nötig, dass die Pensionärin zusammen mit zehn weiteren „Aktivisten“, unter ihnen der notorische Reuven Moskovitz, mit einem kleinen Boot in See sticht, um – ja, warum eigentlich?

„Um Hilfsgüter zur Not leidenden Gaza-Bevölkerung zu bringen“, schrieb der Kölner Stadtanzeiger. „Sie hatten Hilfsgüter an Bord – eine symbolische Menge, die Reise diente vor allem dem Protest gegen die Blockade des Gazastreifens“, heißt es in der Kölnischen Rundschau jetzt, Tage, nachdem die groteske Propagandaaktion in den Küstengewässern vor Israel ein unspektakuläres Ende genommen hat.

Gebracht hat sie niemandem etwas, außer den Initiatoren, über die jetzt in der Presse berichtet wird. So mutieren die Irren von der Irene im bereits erwähnten Artikel in der Kölnischen Rundschau zu Märtyrern, die ein geradezu traumatisches Erlebnis verarbeiten müssen.

„Er wand sich vor Schmerzen und schrie“, sagt Dr. Edith Lutz (…), Schapira sei von Schüssen aus Elektroschock-Pistolen getroffen, der Kapitän zu Boden geworfen worden.

Meint jedenfalls Frau Dr. Lutz. Der Autor des Artikels scheint wenig Zweifel zu haben, bei der israelischen Botschaft in Berlin kann er wegen der Feiertage niemanden erreichen, und so darf Frau Dr. Lutz ihre Version der Ereignisse schon mal verbreiten. „Einem Protest gegen die Blockade des Gazastreifens“ also diente die Reise:

Eine Blockade, die de facto eine Belagerung ist

wie die Ex-Lehrerin zu berichten weiß. Die erste Belagerung der Weltgeschichte übrigens, die keine Eroberung des „belagerten“ Territoriums zum Ziel hat und die darüber hinaus die „Belagerten“ mit allem versorgen lässt, was das Herz begehrt. Mit allem außer Waffen, was Frau Lutz als menschenverachtend empfinden dürfte, sie will ja etwas ändern, denn:

Schließlich sind die Palästinenser Mitleidende des Holocaust.

Als Edith Lutz geboren wurde, war der Holocaust schon vorüber. Jetzt hat sie das Judentum für sich entdeckt und leidet indirekt auch, weil sie sich mit den „Mitleidenden des Holocaust“ solidarisiert, mit ihnen leidet, sodass es mit der Opferrolle so gesehen doch noch irgendwie geklappt hat. Im Sötenich des Jahres 2010 wäre das gar nicht so einfach, also geht sie ein sehr kalkulierbares Risiko ein, indem sie sich mit ähnlich tickenden Gestalten auf Zypern einschifft, um sich wenig später aufbringen zu lassen. Immerhin:

„Es war eine erfolgreiche Aktion“, so ihre Einschätzung: „In Israel sind wir Gesprächsthema und wir wollten die Leute aufrütteln und aufwecken.“

Tatsächlich waren die nützlichen Idioten der antiisraelischen Propagandabewegung kurzzeitig Gesprächsthema in Israel, allerdings eher dahingehend, dass sich die Menschen, von Lutz und Moskovitz aus dem Schlaf gerissen, fragten, wer denn diese Volltrottel wohl waren, die meinten, sie müssten drei Rucksäcke mit ausgemusterten Kinderspielsachen, die keiner haben wollte, in einen Landstrich bringen, in dem an Kinderspielzeug ebenso wenig Mangel herrscht wie an Schusswaffen.

Lutz hat dafür einen hohen Preis bezahlt. Sie saß mehrere Tage in israelischen Gefängnissen

erfahren wir aus der Kölnischen Rundschau. Und welchen hohen Preis will die Aktivistin für ihre heroische Aktion bezahlt haben?

…das Wasser aus der Leitung, das ich im Gefängnis trinken musste

und

der Appell im Gefängnis, wo wir uns neben das Bett stellen mussten und gezählt wurden

– gerade so wie in den Konzentrationslagern der Nazis, in denen die Häftlinge ja stundenlang ohne Wasser und Nahrung auf den Appellhöfen stehen mussten, in dünner Häftlingskleidung und Holzpantinen auch bei Minustemperaturen. Man kennt das ja aus der Holocaustliteratur, Frau Dr. Lutz weiß schon, warum der „Appell“ gerade für sie so traumatisch war. Und das nach einer so schönen Reise!

„Die See war sehr ruhig“, sagt Lutz. An Bord habe eine schöne, friedliche Atmosphäre geherrscht. „Es war eine paradiesische Fahrt.“ Bis israelische Soldaten das Boot aufbrachten. In dem Moment sei die See unruhiger geworden. „Irgendwie symbolisch“, so Lutz.

Wer weiß, vielleicht gab es da doch einen kausalen Zusammenhang: Eine Marineeinheit des jüdischen Staates taucht auf, und schon lässt es Poseidon dazu richtig rumpeln. Geradezu unheimlich. Kein Wunder, dass es von da an richtig ungemütlich wurde. Im Hafen von Ashdod kam sie „durchgeschüttelt und durchnässt“ an, wurde zunächst „in ein Gefängnis bei Ramla“ gebracht (nicht zu verwechseln mit Ramallah, wo sie noch ganz andere Erfahrungen hätte machen können), jedoch nicht so schnell auf freien Fuß gesetzt wie ihre Mitreisenden,

weil sie sich weigerte, ein Papier zu unterzeichnen. „Der Hauptgrund war, dass ich damit unterschreiben sollte, dass ich illegal nach Israel eingereist war.“ Dem sei nicht so gewesen. „Wir sind von der Armee gekidnappt und gegen unseren Willen nach Aschdod gebracht worden.“

Frau Lutz verlängerte also ihre schier unbeschreibliche Leidenszeit aus freien Stücken. Im Kerker nebenan schmachtete übrigens „die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire“, und ein wenig Glanz von ihrem Märtyrertum fällt somit auch für die Pensionärin aus Sötenich ab.

Im Mai war sie (Maguire) an Bord eines der sechs Schiffe, bei deren Erstürmung durch die israelische Armee nach deren Angaben neun Aktivisten getötet wurden.

Zwar war Mairead Maguire an Bord eines der fünf Schiffe, die gewaltlos aufgebracht werden konnten, weil die neun „Aktivisten“ (vulgo: selbst ernannten Heiligen Krieger) alle an Bord der Mavi Marmara gegen das Enterkommando den Kürzeren zogen, aber mit derlei Differenzierungen muss man sich bei der Kölnischen Rundschau, die eine gegen Israel engagierte Mitbürgerin mit verspätetem Kosherstempel zur edlen Kämpferin stilisiert, nicht aufhalten.

Aktuell wurde Maguire am Flughafen die Einreise verweigert.
Edith Lutz war nach wenigen Tagen wieder frei. „Die deutsche Botschaft hat sich sehr um mich gekümmert.“ Sie sei in einen Flieger nach Frankfurt geleitet worden. „An Bord habe ich meinen Pass erhalten – ohne Deportations-Stempel“

So wurde also auch Dr. Edith Lutz „deportiert“, diesmal von Juden. Im komfortablen Flieger zwar statt mit hundert anderen Menschen in einem fensterlosen Güterwaggon stehend über Tage zusammengepfercht, und auch nicht auf dem Weg nach Auschwitz oder Treblinka sondern nach Köln-Bonn, aber Edith Lutz kann von sich sagen, dass sie Opfer des jüdischen Staates wurde, gewalttätig aufgebracht, gekidnappt, im Knast gedemütigt und schließlich deportiert. Mit so einer Geschichte wird sie beim nächsten Kaffeekränzchen mächtig Eindruck schinden. Die anderen Damen werden sie für ihren Mut bewundern und den Kopf darüber schütteln, dass die Juden nichts aus dem Holocaust gelernt haben. Aber gut, dass es Menschen wie Edith Lutz gibt, die den Ruf des Judentums retten. Von der Lehrerin zur Bewährungshelferin – was für eine Karriere.

Read Full Post »

Einfach denken

Das Problem mit der ZEIT: Antisemitismus, so glaubt man dort, ist eine Domäne der Rechtsextremen – man werfe nur mal einen Blick ins aktuelle Dossier. Tatsächlich sieht man am Hamburger Speersort den Wald vor lauter Barenboimen nicht.

Wo ist die jüdische Intelligenz geblieben?“ fragt der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim, den DIE ZEIT anstelle eines richtigen politischen Analysten zu Rate zieht, denn von dem Mann mit den vier Pässen (einem spanischen, einem argentinischen, einem israelischen und einem palästinensischen) bekommt man garantiert zu hören, was man hören will. Eingangs erwähnte Frage stellt man sich allerdings auch angesichts der Argumentation des Musikers und „Friedensaktivisten“. Die Highlights des Gesprächs möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten. Hören wir also, was Daniel Barenboim als Unbeteiligter zum Thema „Jüdische Intelligenz“ zu sagen hat.

Zu Beginn des Interviews fällt der Begriff „Selbstverteidigung“. Barenboim versucht es mit Ironie:

Natürlich. Wenn du ein anderes Land besetzt, dann musst du dich die ganze Zeit verteidigen.

Ohne jetzt noch einmal auf die Ursachen des Sechstagekrieges eingehen zu wollen: Wie erklärt sich Barenboim, dass Israel von einem Gebiet aus beschossen wird, das es komplett geräumt hat? Und warum wird aus der angeblich ebenfalls besetzten Westbank derzeit nicht geschossen? Könnte es sein, dass zwischen dem Verhalten der Palästinenser und ihrer Situation ein Zusammenhang besteht?

Diese Frage stellen Carolin Emcke und Jan Ross natürlich nicht. Stattdessen lassen sie ihren Gesprächspartner über das israelische Gefühl des Bedrohtseins schwadronieren. Dass der arabische Hass auf Israel mit Hitler und dem Holocaust zu tun haben soll, behauptet man in Israel zwar nicht, aber Barenboim behauptet, dass es behauptet wird – um es zu bestreiten. Natürlich gebe es Hass, aber der sei doch verständlich – wegen der Vertreibung. Dass ein Jude, der wie der Palästinenser „seit dem 11. Jahrhundert“ ein Haus besitzt, etwa in Bagdad, dorthin aber nicht zurückkehren darf, einen berechtigten Hass auf die Iraker hegen dürfte oder auch ein Schlesier auf die Polen, war von Barenboim noch nicht zu vernehmen, aber der palästinensische Revanchismus gilt ja auch als einziger als legitimes Anliegen.

Wenn die Blockade des Gaza-Streifens nicht da wäre, müsste man sie auch nicht auf diese übertriebene Weise sichern und aufrechterhalten.

Wenn die Blockade des Gaza-Streifens nicht „da“ wäre, lägen bald Tel Aviv und Netanya in Reichweite vom Iran gelieferter Raketen. Ach ja, und wenn die Hamas nicht mit Qassam-Raketen nach Israel hineinschießen würde, müsste es überhaupt keine Blockade geben; wobei Barenboim ja auch nicht von der ägyptischen Blockade spricht sondern von der israelischen, die allerdings die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln, Brennstoffen, Medikamenten etc. zulässt. Aber noch mal zur Hamas: Was fällt dem Musiker dazu ein?

Wenn man Frieden schließen will, muss man mit allen Fraktionen des Feindes sprechen.

Leider verrät uns auch Barenboim nicht, was es mit der Hamas zu besprechen gibt. Vorschlag zur Güte: Er schaut sich zum Beispiel mal dieses Video an und dieses hier und dann sprechen wir uns wieder. Außerdem: Will die Hamas auch mit Israel reden? Egal, wichtig ist das israelische Nein. Der größere Teil der Verantwortung liegt nämlich immer bei Israel. Warum?

Weil Israel ein Staat ist, ein mächtiger Staat (sic!), und die Palästinenser keinen Staat haben. So einfach denke ich. Aber so denken die Israelis nicht.

Dafür gibt es zwar gute Gründe, nicht zuletzt die Zugeständnisse, die der mächtige 20.000-qkm-Staat Israel mit seinen sieben Millionen Einwohnern im Verlauf des so genannten Friedensprozesses gemacht hat, nur um dafür Terroranschläge, Kidnappings und Raketen zu ernten und 2000 Terroropfer zu Grabe zu tragen, aber Barenboim lebt ja auch in Berlin, wo keine Qassams einschlagen und ein paar Kilometer entfernt Leute das Sagen haben, die Kinder zum Kanonenfutter im Heiligen Krieg erziehen, um ihm und seinesgleichen beizeiten die Kehle durchzuschneiden. Der „Friedensprozess“ wird in Barenboims Interpretation der Dinge übrigens komplett ausgespart, Oslo und die palästinensische Autonomie hat’s offenbar nie gegeben, aber er fragt sich nicht, woher dann sein palästinensischer Pass kommt. Nein, Barenboim schwafelt über „Kolonialmächte“, die „für die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung“ verantwortlich seien. Hier wäre es gewiss heikel zu erwähnen, dass Israel nie eine Kolonialmacht war, dass der Lebensstandard der Palästinenser während der Besatzung deutlich anstieg und dass seit 17 Jahren die Palästinensische Autonomiebehörde für „Schulen und Krankenhäuser in Ramallah“ zuständig ist, wofür sie schließlich mit Milliardenhilfsgeldern ausgestattet wurde. Aber palästinensische Verantwortung? Fehlanzeige. Für Fehler und Versäumnisse sind immer nur die anderen zuständig. Beispiel Verhandlungen: Wer hat da keinen Partner – Israel oder die Palästinenser?

Meinen Sie, die Palästinenser haben einen Partner? In Palästina haben sie Fatah und Hamas, und sie haben den dritten Weg der Mubadara… Einen dritten Weg, einen Mustafa Barghouti – das gibt es in Israel nicht.

Ob die Interviewer an dieser Stelle aufgelacht haben? Man fürchtet, nein. Dann helfen wir gern weiter: In der Knesset sind zurzeit zwölf Parteien vertreten, darunter drei arabische. Es regiert eine große Koalition unter Beteiligung der Arbeiterpartei, und selbst der als „Hardliner“ titulierte Regierungschef Netanyahu will – unter Auflagen – einen Palästinenserstaat zulassen. Barenboim aber tut so, als wäre ganz Israel ein unbeweglicher, monolithischer Block und preist groteskerweise die palästinensische Seite, wo sich die Terrororganisationen Hamas und Fatah mit Handfeuerwaffen bekämpfen und wo ein „Dritter Weg“ existieren mag, aber leider keinerlei Aussichten hat, im Gazastreifen, der keine Wahlen mehr erleben wird, oder in der Westbank, wo sich die Fatah an ihre Macht klammert, jemals eine Rolle zu spielen. Irrer geht’s nicht.

Wie man auf eine dumme Frage („Warum interessiert sich die israelische Gesellschaft nicht für die Palästinenser?“) eine noch dümmere Antwort gibt, demonstriert Barenboim so:

Es gibt in Israel keine Neugierde. Die Leute sind einfach total selbstbezogen.

Oder haben vielleicht auch keine Lust mehr, sich um die Palästinenser zu sorgen, wenn diese für Land nur Krieg zu geben bereit sind, wenn sie eine Mörderbande wie die Hamas an die Macht wählen und keinerlei Anstalten machen, den Kriegszustand irgendwann mal zu beenden. Aber wiederum: Schuld sind immer die anderen.

Wenn du mit ihnen über Shakespeare oder über Karl Marx sprichst, dann haben sie rationale Argumente, aber wenn du auf das Thema Palästinenser kommst, werden sie total blind. Das ist nicht zu erklären…

Doch, das ist zu erklären: Nicht die Israelis sind blind, Barenboim ist es. Im Gegensatz zu ihm haben die Israelis gesehen, was passiert, wenn man Terroristen vertraut und ihnen Land und Waffen gibt. Aber was zählen schon die Erfahrungen der Israelis, wenn ein berühmter Musiker, der 4000 Kilometer weit ab vom Schuss lebt, sich die Welt so vorstellt, wie er sie gern hätte? Rationale Argumente sehen zwar anders aus als das, was sich der Dirigent da zusammenschwurbelt, aber als Besserwisser vor dem Herrn weiß Barenboim natürlich, wie die Lösung des Nahostkonflikts auszusehen hat:

Ostjerusalem wird palästinensische Hauptstadt, die Siedlungen müssen weg, und dann muss noch ein bisschen Gebietsaustausch zwischen Israel und Palästina stattfinden.

Und wenn jetzt noch Fatah und Hamas entwaffnet würden, könnte das tatsächlich hinhauen. Vielleicht. Es blieben dann ja auch noch ein paar Kleinigkeiten zu klären, zum Beispiel die Rolle der Hisbollah, des Iran… Und da wäre noch das „Rückkehrrecht“:

Man kann es ihnen nicht verweigern. Das ist unmenschlich.

Mit anderen Worten: Barenboim plädiert dafür, dass sich Israel ins eigene Schwert stürzt. Womit er natürlich seinen palästinensischen Partnern aus dem Herzen sprechen dürfte, deren wie eh und je unveränderte Maximalforderungen er vorbehaltlos unterstützt. Im Gegensatz zu ihnen scheint er allerdings eine humoristische Ader zu haben:

Die Araber wollen eine pragmatische Lösung des Konflikts, und Israel will eine ideologische.

Könnte natürlich auch ein Beispiel für „jüdische Intelligenz“ nach Barenboim-Art sein. Na schön, es sind ja nicht die guten Argumente gefragt, sondern die richtigen, also die, die den Redakteuren eines liberalen deutschen Wochenblatts in den Kram passen. Da kommt ein jüdischer Israelkritiker gerade recht, der sich angeblich um das Land sorgt, weil „die Zeit nicht für Israel (arbeitet)“, schließlich seien die USA auf dem absteigenden Ast, jetzt kämen China, Indien und Brasilien, und er „kenne keine jüdische Lobby in Peking oder Neu-Delhi“.

Jüdische Lobby! Alles klar. Und da der Apfel nicht weit vom Pferd fällt, hat, so Barenboim, jetzt auch einer seiner beiden in Frankreich lebenden Söhne, die hin und wieder nach Israel reisen, „die Nase voll“:

Was habe ich mit Israel zu tun? Wir werden dauernd dafür verantwortlich gemacht, nur weil wir Juden sind. Das ist nicht in Ordnung.

In Ordnung ist es aber, die Juden für den Antisemitismus verantwortlich zu machen, auch wenn den gemeinen Judenhasser schon Notwehr gegen islamistische Gewalttäter in Wallung bringt. Oder die Genehmigung zum Bau von einigen Wohneinheiten in Jerusalem. Und wenn es sein muss, kommen ordinärer Antisemitismus und religiös motivierter Judenhass unter Muslimen sogar ganz ohne jüdisches Zutun aus.

Doch keine Sorge, Barenboim wird nichts passieren, er ist ein Jude, der sich vom jüdischen Staat distanziert, und so einer wird in Deutschland auf Händen getragen. Demnächst bekommt übrigens David Grossman den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Nicht, dass man den großartigen Schriftsteller, der ein feiner und liebenswürdiger Mensch ist, in irgendeiner Weise mit dem berühmten Musiker Barenboim vergleichen sollte – es sei nur erwähnt, um aufzuzeigen, wie die Auszeichnenden ticken. Die nämlich glauben, dass „die Spirale von Gewalt, Hass und Vertreibung im Nahen Osten nur durch Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes beendet werden könne“.

Ob Zuhören, Zurückhaltung und die Kraft des Wortes den Abschuss auch nur einer einzigen Rakete von Hamas oder Hisbollah verhindern, Erdogan versöhnliche Worte in Richtung Israel entlocken oder gar Ahmadinedschad dazu bewegen werden, sein Projekt der Islamischen Bombe aufzugeben? Hier muss das Wunschdenken unbedingt die Oberhand über den Verstand gewinnen, nach dem Motto: Selbst wenn täglich in der arabischen Welt der Schlachtruf „Tod den Juden!“ zu vernehmen ist, auf Feingeister wie Barenboim und Grossman muss man einfach hören, in der ZEIT-Redaktion tut man’s doch auch!

Andererseits: Wann ist denn die arabische Seite schon mal durch Zuhören und Zurückhaltung aufgefallen? Darf man die Aufforderung zum Zuhören auch für den Fall anwenden, dass auf YouTube gezeigt wird, was der iranische Präsident von sich gibt, oder auch Abbas, wenn er dem Verhandlungspartner wieder mal „Massaker“ und „Kriegsverbrechen“ vorwirft? Und gibt es auch nur ein einziges Beispiel dafür, dass Zurückhaltung einen zum Krieg entschlossenen Feind jemals besänftigt hätte?

Was, wenn Tugenden wie Zuhören und Zurückhaltung in Stockholm und Bad Orb gut ankommen, in Teheran und Tripolis aber nicht goutiert werden? Was dann? Sollte es uns nicht zu denken geben, dass Shimon Peres´ Traum vom „Neuen Nahen Osten“ in Oslo und Washington (PLO-Gewaltverzicht, wir erinnern uns?) blühte, aber dann leider an der brutalen Realität in Beirut und Gaza-City zerschellte? Was, wenn Hamas-Raketen aus dem Süden und Hisbollah-Raketen aus dem Norden das winzige Israel in Schutt und Asche legen würden? Barenboim würde es überleben, er schwingt dann vielleicht gerade in der Staatsoper Berlin den Taktstock, und seine Söhne verzehren eine Schneckenmahlzeit in Frankreich, während die Hamburger ZEIT-Redakteure gerade ihre Schreibtische verlassen, an denen sie in der Theorie so wunderbar den Nahostkonflikt gelöst haben. Und sie werden irritiert den Kopf schütteln: Da hat David Grossman den Arabern zugehört, und wir alle haben Daniel Barenboim zugehört; die Massen im Orient aber haben Erdogan zugehört und Ahmadinedschad und den Mullahs und Hasspredigern im Radio und im Fernsehen und in den Moscheen. Wirklich ärgerlich! Dafür schreiben wir dann aber einen richtig zu Herzen gehenden Nachruf. Was die Macht des Wortes betrifft, macht uns so schnell keiner was vor.

Read Full Post »

Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um, weiß der Volksmund. Die „Aktivisten“ der Hamas-Solidaritätsflottille wussten es auch – und dennoch haben sie auf ihre Propagandaaktion nicht verzichten wollen. Wollten nicht, dass ihre „Hilfslieferung“ auf dem üblichen Weg in den Gazastreifen gelangt. Lehnten das Angebot der Familie Shalit ab, die sich, gegen eine humanitäre Geste für ihren Sohn, bei der Regierung für eine friedliche Lösung verwenden wollte. Hielten auf die Küste zu, obwohl Israel angekündigt hatte, die Schiffe notfalls gewaltsam aufzuhalten. Drehten auch nicht ab, als die letzte Aufforderung kam. Wandten stattdessen Gewalt an.

Nun haben sie, was sie wollten: den Clash mit Ansage, ihre Märtyrer – und einen weiteren, ebenso erwartbaren Erfolg an der Propagandafront. „Gewiss hat niemand gewollt, dass es so schlimm kommt“, behauptet Peter Münch in der Süddeutschen Zeitung, doch er irrt, wie so oft. Genau das haben die radikalen Israelfeinde an Bord des „Hilfskonvois“ gewollt. Sie sind es, die längst „jedes Maß verloren“ haben bei ihrer jahrzehntelangen weltweiten Hetz- und Delegitimierungskampagne gegen den jüdischen Staat. Der aber lässt sich von solchen Figuren nicht länger auf dem Kopf herumtanzen, das immerhin ist die gute Nachricht und eine Warnung für etwaige Nachahmer, die auf die Schnapsidee kommen, sich mutwillig mit der israelischen Marine anzulegen.

Noch einmal: Es ging diesen Radikalen im Helfergewand weder darum, Hilfsgüter nach Gaza zu bringen – Israel hatte angeboten, die Ladung in Ashdod zu löschen und nach Gaza gelangen zu lassen – noch hatte diese mit radikalen Islamisten durchsetzte Gesellschaft irgend etwas Friedliches im Sinn. Sie wollte Israel schlecht aussehen lassen, egal wie, und sie wusste, dass das Land eine unkontrollierte Landung in Gaza nicht zulassen würde. Gaza ist, falls das jemand vergessen haben sollte, feindliches, von der Hamas beherrschtes Gebiet. Nun wird Israel, wiewohl immer wieder vom Küstenstreifen aus attackiert, vielleicht nicht dafür sorgen können, dass die Fanatiker in Gaza weniger werden. Aber es kann verhindern, dass noch weitere dorthin gelangen.

Read Full Post »

Israel hat den Schlüssel für das größte Freiluftgefängnis der Welt – nämlich Gaza – ins Meer geworfen. Der schleichende Genozid an 1,5 Millionen eingeschlossenen Palästinensern schreitet unaufhörlich voran.

so Evelyn Hecht-Galinski in einer grotesken Rede, die sie unter dem Konterfei des wegen fünffachen Mordes einsitzenden Marwan Barghouti auf dem 8. Europäischen Palästinenserkongress in Berlin hielt.

Aus der Einladung ins Weiße Haus, um die sie kürzlich barmte, ist zwar noch nichts geworden, sodass der in Dortmund weltberühmte Künstler „Erhard Arendt“ den feuchten Traum der Schwester im schlichten Geiste per Fotomontage in Szene setzen musste – ein Zeugnis unfreiwilliger Komik, wie man es lange nicht mehr gesehen hat. Aber in den abgedrehten Kreisen, in denen die beiden sich zu bewegen pflegen, findet man immer wieder neue Mittel und Wege, die Aufmerksamkeit der Medien zu erregen – und die ist garantiert, auch wenn man Stuss wie den oben zitierten verbreitet.

Denn Stuss ist und bleibt es, vom schleichenden Hungertod eines Volkes zu schwadronieren, so lange sich nicht nur UN-Mitarbeiter und NGOs, die im „Konzentrationslager Gaza“ tätig sind, im dortselbst angesiedelten Roots Club (Eigenwerbung: „Our passion is food“) verköstigen lassen können. Vielleicht werden ja auch die Passagiere auf der Rachel Corrie und den anderen Narrenschiffen, sollten sie denn wohlbehalten in Gaza eintreffen, zum Dank für die Propagandashow in den Roots Club eingeladen. Der Mensch lebt ja nicht vom Brot allein, manchmal darf es auch ein Bœuf Stroganoff sein, auf den Punkt zubereitet. Und sollte es einen Grund zur Beanstandung geben, dann wird der Ober sagen: „Tut mir leid, mein Herr, aber daran sind nur die Zionisten schuld.“

Der Witz ist: Diese Gäste nehmen ihm das ab.

Update: Wie der Homepage des Roots Club zu entnehmen ist, war auch Assud, das seit Anfang 2009 totgeglaubte judenfressende Killerkaninchen, schon dort – ob als Entertainer oder als Gast, bleibt offen.

Read Full Post »

Sie können es nicht lassen – als wenn eine peinliche Aktion nicht gereicht hätte. Nun ja, manche können nicht laut genug für sich selbst trommeln. Da pilgert man auch schon mal per Schiff, das den Namen einer Märtyrerin trägt, zu einer Bande, die den Judenhass in ihrer Charta festgeschrieben hat, Raketen auf Zivilisten abschießt, politische Kontrahenten wegputscht, „Kollaborateure“ erschießen lässt und einen Soldaten seit vier Jahren als Geisel an unbekanntem Ort festhält. Menschenrechte gelten eben nicht für jeden, nicht wahr, meine Damen und Herren Menschenrechtsaktivisten?

Wie auch immer. SoE steuert dagegen und bietet demnächst Kreuzfahrten für Menschen an, denen wirklich am Wohlergehen der Palästinenser gelegen ist. Willkommen an Bord!

Read Full Post »

« Newer Posts - Older Posts »