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Archive for the ‘Palästinensische Traumfabrik’ Category

Insgesamt ist erstaunlich wenig an Zerstörung in Gaza-Stadt zu sehen. Obwohl Israel nach eigenen Angaben über 1500 Ziele im Gaza-Streifen attackieren ließ, muss man die Trümmerhaufen geradezu suchen.

steht nicht etwa in der Jerusalem Post sondern in einem Artikel von Raniah Salloum auf Spiegel online und wirft die Frage auf, warum zuvor – nicht nur im Hamburger Meinungsmagazin – der Eindruck wurde, als legte die israelische Luftwaffe mit „schweren Bombardements“ den ganzen Gazastreifen in Schutt und Asche.

Denn sowohl der Augenschein als auch die Tatsache, dass von den bei 1500 Einsätzen in acht Tagen insgesamt 177 getöteten Palästinensern nur 57 Zivilisten waren (die wegen der kriegsverbrecherischen Kampfführung der Hamas auch dieser anzulasten sind), sprechen eine allzu deutliche Sprache: Die Israelis haben alles dafür getan, Unbeteiligte zu schonen – dafür gibt es in der gesamten Kriegsgeschichte keinen Präzendenzfall, auch wenn die palästinensische Propaganda für den Medienkrieg Bilder aus Syrien für solche aus Gaza verkauft, bunte Spielsachen fotogen in grauen Trümmerhaufen drapiert oder für Kameraleute und Fotografen ein paar dramatische Szenen zum Besten gibt.

Das ist Pallywood, und das sind wir seit dem ersten Libanonkrieg gewohnt, als die PLO (vulgo: die verfolgende Unschuld) sich als Opfer gerierte, nachdem sie den Norden Galiläas eine gefühlte Ewigkeit lang mit Katschuscha-Raketen beschossen hatte, ganz so wie jetzt die Hamas aus dem Gazastreifen schießt.

Unterm Strich stellen wir immerhin fest, dass diesmal nicht alle Medien diesen Zirkus mitgemacht haben, schon weil die offen übers Internet kommunizierte Strategie der IDF und die rasche Entlarvung besonders dreister Pallywood-Produktionen es den üblichen Verdächtigen schwermachten, so einseitig und dreist wie gewohnt zu „berichten“. Die Grundtendenz wurde natürlich weitgehend beibehalten, der Großteil der Journaille war bestenfalls bereit, Israel und die Hamas gleichermaßen über einen Kamm zu scheren. Aber man ist es mittlerweile leid, immer wieder auf das Offensichtliche hinweisen zu müssen, daher sagen wir es klipp und klar: Wer ernsthaft zu behaupten wagt, dass wir es hier mit zwei auch nur im entferntesten irgendwie ähnlichen Kontrahenten zu tun haben und den Eindruck erweckt, als müsste man überhaupt erst einmal darüber nachdenken, mit wem man sich hier zu solidarisieren hat, also entweder mit einer pluralistischen Demokratie, die selbst noch im Krieg die feindselige Bevölkerung auf der anderen Seite des Zauns mit Lebensmitteln, Medikamenten, Strom und Wasser versorgt, in israelischen Krankenhäusern behandelt und den Blutzoll auf beiden Seiten mit hohem Aufwand zu minimieren bemüht ist, oder mit einer Mörderbande, die Zivilisten gezielt unter Feuer nimmt, auch mal die eigenen Landsleute auf offener Straße lyncht und deren Leichen durch die Straßen schleift, stellt sich selbst ein Armutszeugnis erster Klasse aus.

Was natürlich nicht heißt, dass, wer so denkt oder schreibt, beim nächsten Mal vorsichtiger sein wird. Und das nächste Mal kommt bestimmt, das liegt in der Natur der Hamas und des Islamischen Jihad, und im Nahen Osten war Nachkriegszeit immer schon Vorkriegszeit. Stellen wir uns darauf ein: Diplomatie und Medien werden auch dann wieder versuchen, Israel daran zu hindern, mit solchen Banden dauerhaft aufzuräumen, und sie werden letzteren erneut die Gelegenheit geben, sich in eine falsche Siegerpose zu werfen. Offen bleibt eigentlich nur die Frage, ob es eine Regierung in Jerusalem trotzdem wagt, das Notwendige zu tun. Das läge schließlich nicht nur im Interesse der Israelis, sondern auch derjenigen Palästinenser, für die mit dem Sturz der Hamas ein Albtraum zu Ende ginge.

Um eine Welt aber, der nicht mehr einleuchtet, dass, wer für den Frieden im Nahen Osten ist, auch notwendigerweise dafür sein muss, die Terrorbanden auszuheben, die ihn fortwährend verhindern, muss man sich ernsthaft Sorgen machen.

 

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Aus unserer losen Reihe „Cartoons, die man in einer deutschen Zeitung vergeblich sucht“:

 

(Quelle: The Ottawa Citizen)

 

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Das Tolle am Internet ist, dass jeder mitmachen kann. Das Furchtbare: jeder macht mit. Etwa, um der geneigten ZEIT-Leserschaft mitzuteilen, man attestiere den Israelis ja grundsätzlich Friedenswillen und -fähigkeit, nicht jedoch „den Eliten“. Dabei ist nach acht Jahrzehnten israelisch-arabischem Konflikt und zwei Jahrzehnten „Friedensprozess“ eines offensichtlich: Es wird keinen Frieden geben – aus dem einfachen Grund, weil die arabische Welt keinen jüdischen Staat in ihrer Mitte akzeptieren wird. Sie stellt es jeden Tag aufs neue unter Beweis, und wer es wissen will, kann es wissen, es sei denn, er ist dermaßen obsessiv auf den jüdischen Staat fixiert, dass ihn Hass und Grausamkeit in dessen schwieriger Nachbarschaft einfach nicht interessieren, dafür aber die ominösen „Eliten“. So wie dem Besserwisser im Kommentarbereich, der mit Sicherheit noch nie einen Fuß auf israelischen Boden gesetzt hat, geht es den meisten, obwohl der Nahost-Konflikt nur dann „gelöst“ werden könnte, wenn einer der Kontrahenten besiegt am Boden läge. Da die Israelis aber nicht so wollen, wie sie können, und die Palästinenser nicht so können, wie sie wollen, wird alles so bleiben, wie es ist. Wird Felicia Langer als antizionistische Wanderhure von Vortragssaal zu Vortragssaal ziehen, werden bei beträchtlichen Mengen Mineralwasser in feinen Hotels Friedenspläne entworfen, die keinerlei Chancen auf Verwirklichung haben, werden weiter wilde Haufen von Antisemiten mit nutzlosem, als „Hilfsgüter“ deklarierten Ballast Richtung Gaza segeln und werden Agentur-Fotografen sich mit palästinensischen Demonstranten und deren Kindern verabreden, um in einem öden Tal Soldaten zu provozieren, in der zynischen Hoffnung, diesen rutsche endlich mal die Hand aus, um ein paar knackige Bilder zu bekommen – dies, obwohl gewissermaßen nebenan, in Syrien, jeden Tag über hundert Menschen abgeschlachtet werden.

Ein absurdes Theater, das zu kommentieren einem nicht nur die Zeit fehlt, sondern auch zunehmend die Lust. Die Wahrheit ist: Der Nahost-Frieden wird ebenso wenig kommen wie Godot, und statt ihn wortreich herbeireden zu wollen, sollte man sich langsam den wirklichen Problemen auf diesem Planeten zuwenden. Erst wenn der regionale Konflikt – und das ist er: ein regionaler Konflikt! – ernsthaft eskalieren sollte, etwa dadurch, dass die iranischen Mullahs wirklich drauf und dran sind, eine Atombombe in die Hände bekommen, sollte man überhaupt Notiz von ihm nehmen – und dann aber auch handeln. Gleiches gilt für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass sich die Araber doch noch dazu durchringen könnten, sich dauerhaft mit der Existenz Israels abzufinden. Bis dahin sollten die deutlich überzählig im Land herumlungernden hoch bezahlten Schwadroneure in den Korrespondentenbüros ebenso wie die elenden Pressefotografen in freier Wildbahn ihre Mikros und Kameras abschalten und ihren Hintern beizeiten dorthin bewegen, wo es nottut, damit wir nicht immer nur auf verwackelte Handykamerabilder aus Aleppo angewiesen sind. Dort herrscht nämlich wirklich Krieg, und es bedarf keiner Mätzchen, um ihn darzustellen. Was Israel und Palästina angeht, sollte das Motto lauten: Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen.

Sehr wohl aber ist es notwendig, dazwischenzufunken, wenn die Fortführung dieser grotesken Zirkusveranstaltung von Clowns wie jenen sozialdemokratischen Funktionären befeuert wird, die „gemeinsame Werte“ mit der Fatah zu teilen meinen, gar eine „strategische Partnerschaft“ mit dieser bekunden. 

Als reichte es nicht, dem schon lange nicht mehr legitimierten Abbas-Klüngel weiterhin die Millionengelder in den Schlund zu schaufeln und seine Intransigenz noch zu belohnen und damit zu perpetuieren, macht man sich auch noch programmatisch mit dieser antidemokratischen, komplett friedensunwilligen, die Todesstrafe bejahenden, antijüdische Hasspropaganda verbreitenden und jeder pluralistischen Zivilgesellschaft Hohn sprechenden Bande gemein – Hauptsache, sie frisst am richtigen Ort Kreide. Das ist wirklich zum Speien, der Tiefpunkt einer Volkspartei, die sich so viel auf ihre Tradition einbildet. Das sollte die Deutschen interessieren, nicht, ob die israelische Luftwaffe nach tage-, wochen-, monate- und jahrelangem Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen ein paar Terrorfürsten vom Motorrad holt. Aber von einer Gesellschaft, der zu großen Teilen jeglicher Sinn für Proportionen abhanden gekommen ist, in der ein Kindsmörder Schmerzensgeld zugesprochen bekommt, jugendliche Gewaltverbrecher in nutzlose Anti-Aggressionsseminare geschickt werden, bevor sie ein Zufallsopfer tottreten und die Klassifizierung der stramm antisemitischen, islamofaschistischen Hisbollah in einer ehemals ernstzunehmenden, von einem Altbundeskanzler mitherausgegebenen liberalen Wochenzeitung als „großer Fehler“ bezeichnet werden darf, ohne dass der Autor geteert und gefedert zum Stadttor hinausgetrieben würde, mag das schon zuviel verlangt sein.

 

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Der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Mitt Romney, hat sich ein weiteres Mal den Unmut der Palästinensischen Autonomiebehörde zugezogen. Wie erst jetzt mit großem Tamtam verkündet wurde, sprach er im Mai während einer Rede vor Unterstützern den Palästinensern bzw. ihrer Führung jegliche Friedenswilligkeit ab.

Allerdings stützen die Fakten Romneys nüchterne Feststellung, dass die Palästinenser noch immer den feuchten Traum von der Vernichtung Israels träumen, da mögen sich die üblichen Verdächtigen, vom ungezählte Male zurückgetretenen oder eben nicht zurückgetretenen (wer weiß das schon genau?) Chefunterhändler Saeb Erekat bis hin zu den ahnungslosen Schwätzern in deutschen Redaktionsstuben, noch so laut echauffieren.

Da hier nicht nur Freunde dieses Blogs mitlesen, fordern wir heute aus reiner Bosheit alle uns weniger wohlgesinnten, vermeintlich mit den Palästinensern solidarischen Leser auf, durch die Beantwortung einiger essentieller Fragen Mitt Romneys Behauptung zu falsifizieren.

 

I.
Was hat die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) seit den Osloer Prinzipienabkommen vor 19 Jahren für den sogenannten Friedensprozess getan?
Bitte hier eintragen:
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II.
Hat die PA jemals, wie in den oben genannten Abkommen vereinbart, einen Terroristen an Israel ausgeliefert, und wenn ja, wie hieß er?
Bitte hier eintragen: ………………………………………………………..

 

III.
Hat die PA – obwohl sich der Vorsitzende Arafat seinerzeit in einem Brief an Yitzchak Rabin verbindlich verpflichtete, künftig auf alle Formen der Gewalt zu verzichten – die sogenannte Al-Aqsa-Intifada verurteilt oder im Gegenteil unterstützt? Belege erforderlich.

 

IV.
Welche vertrauensbildenden Maßnahmen seitens der Palästinenser sind Ihnen in diesem Zeitraum von fast zwei Jahrzehnten bekannt geworden?
Bitte hier eintragen: ………………………………………………………….
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V.
Welche Kompromissvorschläge der PA bezüglich einer Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts können Sie aufzählen und belegen?
Bitte hier eintragen: …………………………………………………….
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VI.
Hat die PA jemals auf israelische „Gesten des guten Willens“ (z.B. Rückzüge des Militärs, Freigabe von Geldern, Amnestie von verurteilten Verbrechern) positiv reagiert und wenn ja: wann und wie?
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VII.
Können Sie mindestens ein Statement nennen, in dem ein Offizieller der PA einen historischen Anspruch der Juden auf eine Heimstatt in Erez Israel anerkannt hätte? Wenn ja: welches?
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VIII.
Wird in palästinensischen Schulbüchern über den Nahostkonflikt so berichtet, dass auch nur die geringste Aussicht auf Frieden und Koexistenz, und sei es in ferner Zukunft, besteht?
Wenn ja, bitte nennen Sie ein Beispiel: …………………………………………………………………

 

IX.
Distanziert sich die PA von Terroristen, deren Verbrechen gegen Buchstaben und Geist der Osloer und folgender Abkommen verstießen, oder bereitet sie ihnen nach der Freilassung aus israelischen Gefängnissen einen festlichen Empfang, benennt Straßen und Plätze nach ihnen und richtet Fußballturniere zu ihren Ehren aus bzw. gewährt sie toten Terroristen ein Staatsbegräbnis?
Nennen Sie ein Beispiel für die erste Option: ………………………………………………………………………..
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X.
Versucht die PA, durch direkte Verhandlungen mit Israel zu einer einvernehmlichen Lösung des Nahostkonflikts zu gelangen oder setzt sie darauf, über Drittstaaten und -organisationen Druck auf Israel auszuüben, um ohne jeglichen Kompromiss alle ihre Forderungen erfüllt zu bekommen? Wenn Sie der ersten Variante zustimmen, begründen Sie bitte, warum die PA trotz wiederholter Einladungen seit Jahren nicht mehr verhandelt:
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XI.
Die PA beschwert sich seit der Amtsübernahme Netanyahus gern darüber, bei der „rechten“ Likud-geführten Regierung in Jerusalem nichts erreichen zu können. Welche Fälle aus der Vergangenheit sind Ihnen bekannt, in denen die PA sozialdemokratisch (Avoda) oder zentristisch (Kadima) geführten Regierungen entgegengekommen wäre?
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XII.
Dürfen radikale Prediger im palästinensischen „Staatsfernsehen“ dazu aufrufen, die Juden zu bekämpfen, wo immer man sie treffe?
Ja / Nein

 

XIII.
Können Sie einen palästinensischen Zeitungsartikel / einen TV-Kommentar benennen, in dem die Politik der palästinensischen Führung als zu kompromisslos bezeichnet würde, irgendeine israelische Forderung als gerechtfertigt oder auch nur ein einziger Terroranschlag in Israel als moralisch verwerflich? Haben Sie je von einer Kundgebung in der Westbank oder in Gaza gehört, in der für Frieden und Koexistenz geworben wurde und wenn ja: wann und wo fand sie statt?
Bitte hier eintragen: ………………………………………………………
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Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Die lustigsten Antworten werden in Bälde veröffentlicht.

 

Update: Auch nach mehr als sieben Monaten (!) hat sich noch kein einziger Solidaritäter gemeldet. Wir nehmen die so eindrucksvoll demonstrierte argumentative Insolvenz achselzuckend zur Kenntnis.

 

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Seit Israel und die PLO sich auf einen „Friedensprozess“ einigten, der auf dem Prinzip „Land für Frieden“ basieren sollte, ist selbst den Bach Jordan eine Menge Wasser hinuntergeflossen. In beinahe zwei Jahrzehnten ist die Palästinenserführung dem Verhandlungspartner zwar kaum entgegengekommen – sie verleugnet nach wie vor das Recht der Juden auf einen Staat in ihrer historischen Heimat, feiert noch immer Terroristen als Helden und boykottiert weiterhin alle Verhandlungen – aber immerhin musste sie nach der gescheiterten Terror-Intifada den „bewaffneten Kampf“ bis auf weiteres verschieben; wenn auch nur, weil es keinem Selbstmordattentäter der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, des Islamischen Jihad oder der Hamas mehr gelingen wollte, sich in einer israelischen Stadt inmitten einer Menschenmenge in die Luft zu sprengen.

Geben ist nicht die starke Seite von Mahmud Abbas und Spießgesellen. Dafür ist man umso stärker, wenn es darum geht, Forderungen aufzustellen. Ein Palästinenserstaat in Gaza, 94 Prozent des Westjordanlandes und einer Hälfte Jerusalems? Reicht uns nicht! Freilassung von einigen Tausend Häftlingen, darunter Hunderte verurteilter Mörder? Nicht genug, wir wollen, dass alle auf freien Fuß gesetzt werden! Einreiseerlaubnis für 180.000 Palästinenser zu einem islamischen Feiertag? Keine Geste des guten Willens, sondern eine Maßnahme, um die palästinensische Wirtschaft zu schwächen!

Man kann es nicht oft genug betonen: Genau das ist der Grund, warum die Palästinenser noch immer auf der Stelle treten. Litte die Welt nicht an ihrer Israel-Obsession, hätte sich die PA längst bewegen müssen. So aber haut sie in eklatanter Fehleinschätzung der Lage noch immer auf die Kacke, als müssten andere etwas von ihr erbetteln. Die Realität zur Kenntnis zu nehmen, damit hat man zwischen Jenin und Hebron noch immer ein ganz großes Problem (von Gaza ganz zu schweigen). Deshalb verbrennt man dort den einzigen Politiker in effigie, der einigermaßen zivil daherkommt und überhaupt etwas für die Menschen erreicht hat. Wenn das der „Palästinensische Frühling“ ist, passt er zum „Arabischen Frühling“ wie Arsch auf Eimer: Schlechte Führer werden durch noch schlechtere ersetzt, und statt auf Demokratie und Freiheit nach westlichem Muster setzt man auf die Radikalsten der Radikalen. Willkommen im Neuen Nahen Osten!

Und was Abu Mazen betrifft, der ja auf Märchen steht, so sollte ihm mal jemand die Geschichte vom Fischer und seiner Frau erzählen. Letztere konnte den Hals nicht voll kriegen, schraubte angesichts einer günstigen Gelegenheit ihre Forderungen immer höher und fand sich am Ende statt in gottgleicher Position in ihrer alten schäbigen Hütte (plattdeutsch: Pissputt) wieder. Also genau dort, wo die Palästinenser hocken – Abu Mazen und seine Entourage natürlich ausgenommen. Vielleicht ist genau das das Problem.

 

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Fast zwölf Millionen Deutsche aus Ostpreußen, Schlesien, Pommern und anderen Ostgebieten verloren infolge des von Deutschland vom Zaun gebrochenen Zweiten Weltkriegs ihre Heimat. Von ihnen spricht heute – zu Recht – keiner mehr. Wat fott ess, ess fott, wie man im Rheinland so schön sagt. Die Flüchtlinge wurden zu zwei Dritteln in West-, zu einem Drittel in Ostdeutschland aufgenommen und integriert, und, man muss es so sagen, sie starben im Lauf der Jahrzehnte peu à peu dahin.

Etwa 700.000 Araber aus dem britischen Mandatsgebiet Palästina verloren infolge des von ihrer Führung und den arabischen Staaten vom Zaun gebrochenen ersten Nahostkriegs drei Jahre später ihre Heimat. Von ihnen spricht heute – zu Unrecht – alle Welt. Es gibt ja ein heiliges Recht auf Rückkehr, wie man im Nahen und Mittleren Osten so schön sagt. Die Flüchtlinge wurden, außer in Jordanien, nirgendwo integriert, und, man ist erstaunt, sie vermehrten sich bis heute auf die sagenhafte Population von 5,1 Millionen.

Und das trotz „schleichenden Genozids“, wie manche meinen. Mysterien des Orients.

 

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Classic coming home.

 

Mach dir keine Sorgen: Obwohl der israelisch-arabische Konflikt schon etliche Jahrzehnte währt und hochkomplex ist, ist für den Berichterstatter kaum Grundwissen erforderlich. Es ist auch gar nicht nötig, den unwissenden Leser oder Zuschauer mit Fakten zu nerven und das ganz dicke Brett zu bohren. Ein simples Bild ist gefragt.

Und die Sache ist ganz einfach: Israel ist die stärkere Partei in diesem Konflikt (Bad Guy), die Palästinenser die Underdogs (Good Guy). Nach diesem Muster biegen wir die Ereignisse vor Ort zurecht. Du wirst sehen, es geht wie von selbst.

Vorbemerkung

Israel ist klein, gerade mal so groß wie Hessen, der Konflikt mit den Palästinensern im Vergleich zu anderen Kriegen lokal und eher begrenzt, auch von der Opferzahl her. Gerade mal zwei Tote pro Tag im Durchschnitt während der “Intifada”. Das soll uns aber nicht anfechten. Tu so, als wäre jeder scheele Blick eine Meldung wert. Und wenn im Darfur in drei Jahren 180.000 Menschen niedergemacht werden – ein Toter in Gaza, ein paar neue Häuser in einer Siedlung, eine Demo, täglich dargebracht, vermitteln unserer Kundschaft: Da vor allem geht es um die Wurst.

Die Leute glauben längst, dass der Kampf um Israel/Palästina der Konflikt unserer Zeit ist, und wir arbeiten daran, dass es so bleibt.

Für dich ist der Job ideal: Du wohnst in Tel Aviv, kannst tagsüber im Mittelmeer baden und abends bequem in deinem Lieblings-Pub ein Bierchen zischen. Wenn du ein bisschen Action haben willst, brauchst du nur 15 km nach Osten zu fahren. So einen Konfliktherd findest du kein zweites Mal.

Fakten

Geh sparsam mit Fakten und bestätigten Meldungen um. Saftige Gerüchte und vorschnelle Anschuldigungen sind viel aufregender. Erinnere dich an Muhammed al-Dura. Oder an das “Massaker von Jenin”. Heiko Flottau hat damals geschlagene zwei Wochen lang in der SZ sehr farbenfrohe Schauergeschichten von “500 Toten” gebracht, von Männern, die auf der Erde nebeneinander gelegt von Panzern überrollt wurden etc. In solchen Fällen setzt du die Glaubwürdigkeit deiner Gewährsleute einfach voraus. Entpuppt sich die Geschichte hinterher als grandiose Ente, ist das kein Drama. Eine Entschuldigung wird dein Blatt / dein Sender ohnehin nicht bringen. Oder du setzt wie Flottau einen drauf und machst dich am Ende noch über den “Fehlschlag” der israelischen Armee lustig, die eben doch nur zwei Dutzend Terroristen erwischt hat.

Wenn es um die Ursachen für die “Al-Aqsa-Intifada” geht, ignoriere das Geständnis des palästinensischen Kommunikationsministers Faludji, der schon vor Jahren zugab, dass die Gewaltwelle Monate im Voraus geplant war. Wärme statt dessen zum x-ten Mal die ranzige These von Sharons Kurzbesuch auf dem Tempelberg als “Provokation” auf.

Opfer

Tote liefern spektakuläre Bilder. Die Araber zeigen die ihren gerne her, die Juden aus Pietätsgründen nicht. Also bringen wir auch nur die arabischen. Außerdem ist bei palästinensischen Begräbnissen immer was los, mit Hunderten, die in die Luft ballern und Rache schwören, während die Israelis nur schluchzend am Grab stehen.

Wichtig: Unbedingt vermeiden, dass man israelische Opfer sieht. Nach jedem Anschlag liegen in den Krankenhäusern Dutzende Schwerverletzte herum. Bekommt der deutsche Medienkonsument die zu sehen, könnte er auf die Idee kommen, dass auch Israelis Opfer des Konflikts werden.

In die Opferstatistik packen wir übrigens unterschiedslos alles rein, was bei dem Konflikt zu Tode kommt: Selbstmordbomber und ihre Opfer, Siedlerkinder und gezielt liquidierte Terror-Chefs, Zivilisten und Soldaten, nicht uniformierte Gunmen und Gelynchte, Kollateralschäden und Bewaffnete, die beim Überfall auf eine Ortschaft erschossen werden etc. Der Vorteil des undifferenzierten Bodycounts: Wer am Ende mehr Tote zu beklagen hat, egal ob Kombattanten oder Fahrgäste im Linienbus, ist irgendwie im Recht.

Bilder, Bilder, Bilder

Die Medienpräsenz in Israel und Palästina wird dich überraschen. Dort drängeln sich mehr Journalisten als in ganz Afrika. Um jeden Steinewerfer stehen sechs Kameramänner und Fotografen herum. Dein arabischer Fotograf weiß schon, welche Motive gefragt sind, etwa wenn ein Panzer des Weges kommt und ein kleiner Junge zur Schleuder greift. Solche Gelegenheiten ergeben sich zuhauf, ja täglich, wohingegen man sich vom nächsten Busbombenattentat in Tel Aviv überraschen lassen muss. Da sind dann nun mal keine Bilder möglich.


Angemessener Personalaufwand
 

Ursache und Wirkung

Geschieht ein solcher Anschlag, können wir davon ausgehen, dass die israelische Armee gegen die Urheber vorgeht. Dann sind wir wieder dabei. Wichtig: Die üppige Verwendung des Wortes “Vergeltung”, auch wenn es sich um eine absolut vertretbare Maßnahme zum Schutz der Bürger handelt. Der Wiedererkennungswert (”alttestamentarische Rachsucht”) ist beträchtlich und delegitimiert die Aktion. Bemühe das Bibelwort “Auge um Auge, Zahn um Zahn” bei jeder Gelegenheit. Es geht da zwar um Entschädigungsregelungen, aber das weiß eh kein Mensch. Erwischt die israelische Armee einen Chefterroristen per Rakete in seinem Auto, machen wir auf mit “Israel greift Gaza-Stadt an”.

Pflanzt ein Terrorist am Straßenrand eine Bombe, wird dabei von einer Patrouille erwischt und erschossen, titeln wir “Israelis erschießen Palästinenser”. Am Ende bleiben so nicht die palästinensischen Aktionen hängen, sondern die israelischen Reaktionen. Genial, nicht?

Die Mauer

Die von Israel errichtete Sicherheitsanlage besteht zu 96 Prozent aus High-Tech-Zaun, aber wir bleiben beim Terminus Mauer, das ist plakativer und erinnert an das Berliner Monstrum. Vermeide, den rasanten Rückgang der Terroranschläge um 80 Prozent zu erwähnen und weise statt dessen darauf hin, dass der Bau der “Mauer” manche Unbill für die palästinensischen Anrainer mit sich bringt.

Fahre notfalls 50 Kilometer am Zaun entlang, bis du ein Mauerstück findest, das du filmen kannst, gern mit einem palästinensischen Jungen davor, der einen Esel an der Leine führt. Alternativ: ein altes Mütterchen mit Kopftuch, das einen Checkpoint passiert oder mit einem schwer bewaffneten Soldaten disputiert.

Empöre dich über acht Meter hohe Betonteile und lass außer Acht, dass sie dort errichtet wurden, wo früher Gewehrschützen auf Autos und doppelstöckige Linienbusse schießen konnten. Akzeptiere die Klage, die Sperranlage sei ein Hindernis für den Frieden, obwohl sie erwiesenermaßen ein Hindernis für Terroristen ist.


„Heul doch!“ – für einen guten Zweck

 

Friedensgegner

Im Gegensatz zu den palästinensischen Autonomiegebieten ist Israel eine Demokratie, in der echte Radikale kaum Zulauf haben. Erkläre deshalb jeden zum Hardliner, der sich rechts von Uri Avnery befindet.

Lässt du mal einen Israeli zu Wort kommen, was möglichst selten der Fall sein sollte, dann nimm einen wie Avnery oder auch Moshe Zimmermann. Die sprechen praktischerweise auch beide deutsch. Jeder Mainstream-Israeli, der aus guten Gründen Zweifel am Friedenswillen des palästinensischen “Partners” hat, ist für uns ein Gegner des Friedens an sich. Ganz wichtig: Stelle die Linken als die wenigen guten Israelis dar, die Siedler als das Böse schlechthin und ignoriere die breite Mitte der Gesellschaft. Sorge dafür, dass vor allem Soldaten, bewaffnete Siedler und orthodoxe Juden in deinen Berichten auftauchen.

In der palästinensischen Gesellschaft gibt es kaum echte Demokraten, deshalb gehört eine säkulare Terrororganisation wie al-Fatah schon in die Schublade “gemäßigt”, auch wenn noch der letzte Likudnik mehr Demokratieverständnis besitzt als diese maskierten und Kalaschnikows schwingenden Kohorten. Danach kannst du die Hamas ruhig “radikal” oder besser “militant” nennen und guten Gewissens von “Radikalen” oder “Extremisten auf beiden Seiten” sprechen.

Mach alles gleich

Zwar stehen sich in diesem Konflikt zwei sehr unterschiedliche Parteien gegenüber, nämlich auf der einen Seite eine pluralistische parlamentarische Demokratie mit freier Presse, Gewaltenteilung etc., vom Wählerwillen auf Friedenskurs getrimmt, auf der anderen ein von korrupten Revoluzzern und Warlords kontrollierter rechtsfreier Raum, in dem allerhand Milizen ungehemmt wachsen und gedeihen, die ein Interesse am fortwährenden Kriegszustand haben, um von ihrem völligen Versagen auf allen Gebieten abzulenken. Du aber musst den Eindruck erwecken, dass da zwei irgendwie gleich geartete Konfliktparteien miteinander zu Potte kommen können. Vergiss die herkömmliche Weisheit, dass man für den Frieden zwei braucht, für den Krieg aber bereits einer genügt.

Hintergrundinformationen

Absolut tabu. Wenn du erst einmal anfängst, Teilungspläne, israelische Friedensofferten oder arabische Kompromissunfähigkeit zu erläutern, verunsicherst du nur die Leute, die den Beginn des Konflikts mit der Eroberung der Westbank und Gazas 1967 ansetzen und lediglich zwischen Besetzten und Besatzern unterscheiden wollen. Lass es!

Die Palästinenser

Hab Verständnis. Hab noch mehr Verständnis. Egal, was sie treiben, ob Lynchmorde an Kollaborateuren oder Jubelfeiern nach einem Massaker in Jerusalem, ob sie israelische Flaggen verbrennen und “Tod den Juden!” rufen oder Straßen nach Suizidmassenmördern benennen, ob sie Kinder als Kanonenfutter missbrauchen oder unehelich schwanger gewordene Frauen zur Wiederherstellung der Familienehre in den Märtyrertod schicken. Merke: An allem ist “die Besatzung” schuld, achtzehn Jahre Autonomie hin oder her.

Hake nicht nach, wenn Saeb Erekat von “40 years of occupation” spricht und Osloer Abkommen und Selbstverwaltung souverän ausklammert.

Unterschlage, dass die Roadmap in erster Linie von der PA Maßnahmen gegen den Terror fordert. Akzeptiere, dass Kompromisse seitens der Palästinenser nicht möglich sind, weil sie ihre Maximalforderungen als “heilige Rechte” ansehen und jedes Entgegenkommen als Verrat.

Lass sie jammern. Lass sie noch mehr jammern. Über Landkonfiszierungen und abgeholzte Olivenbäume, Mauerbau und Checkpoints und darüber, dass sie nicht mehr in Israel arbeiten dürfen. Halte dich nicht mit Erklärungen der Ursachen für jede dieser Maßnahmen auf. Dafür bleibt im unserem Tagesgeschäft keine Zeit. Schließlich können wir über alles reden, aber nicht über 1:30.

Gefahren

Vermeide es, auch nur ein Wort der Kritik am Gewalt- und Todeskult in den Gebieten zu verlieren. Mit Kritik kann man dort schlecht umgehen. Denk an Ricardo Cristiano von der RAI, der sich dafür entschuldigt hat, dass die Kollegen vom Privatsender RTI den Lynchmord von Ramallah gefilmt hatten, und an die massiven Drohungen gegen Journalisten, die das Verbrechen dokumentieren wollten. Oder an die Jubelszenen in Ramallah am 11. September. Man hat die ausländischen Reporter damals in einem Hotel eingesperrt, bis das Happening vorbei war. Also halte den Ball flach.

In Israel geschieht dir nichts. Die Linken sind dir sogar gern behilflich, wenn du Israel anprangerst, und die breite Masse ist ohnehin nichts anderes gewohnt.

Geht es in den Gebieten mal etwas heftiger zur Sache, bleib cool. Wozu hast du all die arabischen Freelancer, die als Fotografen und Kameramänner vor Ort sind? Mach dir den doppelten praktischen Nutzen klar: du musst das Bildmaterial nicht einmal sichten.

Wenn du für das Fernsehen arbeitest, spare dir das Anlegen der schusssicheren Weste für den Aufsager am Abend auf, damit man auch sieht: Hei-ho, der traut sich aber was als Krisenreporter!

Kleines Wörterbuch

Die dezente Zurückhaltung, die wir bei der Berichterstattung aus Frankreich oder Australien üben, darfst du an deinem neuen Arbeitsplatz getrost ablegen. Werte nach Herzenslust, greife tief in die Phrasenkiste, gehe großzügig mit Euphemismen und Hyperbeln um.

Terrorist: Militanter, Kämpfer, Angreifer, Bewaffneter
Terroranschlag: Angriff, Zwischenfall
Terrorwelle: Intifada, Aufstand, Unruhen, Widerstand, Ringen um Unabhängigkeit
Militäraktion gegen Terroristen: blutige Vergeltung, Rache, Drehen an der Gewaltspirale
Israelischer Politiker: Hardliner
Palästinensischer Diktator: charismatischer Führer
Arabischer Märchenerzähler aus Jenin: Augenzeuge
Zaun: Mauer
Liquidierung einer “ticking bomb”: ungesetzliche Tötung
Geschoss auf Kindergarten: selbstgebastelte Rakete
Andauernde Gewalt: Waffenstillstand, Hudna
Steine- und Molliwerfer, Gewehrschütze: Demonstrant
Chef einer islamistischen Terrororganisation: spiritueller Führer
Dessen Stellvertreter: Kinderarzt

Beachte: Palästinenser nie im Aktiv erwähnen! Palästinenser werden erschossen, aber sie ermorden niemals Israelis. Sprengt ein Terrorist einen Bus in die Luft, titeln wir neutral: “Anschlag in Tel Aviv”. Oder: “Nahost: Tote bei Selbstmordattentat”. Nie die Urheber erwähnen. Zwar werden die Bomber immer von einer Organisation losgeschickt und sind nur ein Rädchen in der Maschinerie des Terrors. Sprich aber trotzdem von einer “Verzweiflungstat”, das gibt den Human Touch.

Halte Äquidistanz zu Tätern und Opfern und sei stolz auf deine Unabhängigkeit und Neutralität. Wenn laut einer EU-Studie 59 Prozent der Europäer und 65 Prozent der Deutschen Israel als größte Gefahr für den Weltfrieden ansehen, ist das zu einem erheblichen Teil dein Verdienst.

Wenn du alle Ratschläge dieses Handbuches beherzigst, hast du besonders gute Chancen, bei Arte, beim ZDF, beim stern oder bei der Süddeutschen Zeitung unterzukommen.

 

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Heldenhafte arabische Führer und ihre Armeen geben schwächlichen krummnasigen Jidden den Rest, legen Tel Aviv in Schutt und Asche – jedenfalls in ihren feuchten Vernichtungsträumen, die allerdings am 5. Juni 1967 ein jähes Ende finden. Israel, damals so wenig wie heute gewillt, der eigenen Vernichtung zu harren, zieht als Erster und die Araber bezahlen ihre Hoffart mit einer vernichtenden Niederlage und dem Verlust des Sinai, des Gazastreifens, der Westbank und der Golanhöhen.

Nun jährt sich der Sechstagekrieg zum 45. Mal, und an der Ablehnung des jüdischen Staates hat sich in der ohnehin brandgefährlichen Region nichts geändert. Was sich allerdings geändert hat, ist die Sicht von außen auf den Konflikt. War seinerzeit von Palästinensern noch nicht einmal im SPIEGEL die Rede, so erfreut sich das abenteuerliche arabische Narrativ vom heimtückischen Überfall Israels auf friedliebende Nachbarn und die Besetzung „palästinensischen“ Landes heute allgemeiner Akzeptanz. Auch Deutschland leidet, was das historische Gedächtnis inbezug auf Nahost betrifft, an offenbar unheilbarer Demenz.

Es kann daher nicht schaden, noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, wie man in den arabischen Ländern selbst die eigene Kriegslüsternheit und den Willen, den jüdischen Staat zu vernichten, zum Ausdruck brachte. Der stets vorzügliche Elder of Ziyon hat eine kleine, aber feine Karikaturen-Galerie zusammengestellt, die man jedem Dummschwätzer unter die Nase halten müsste.

 

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Auf dem Schlachtfeld hat es nie funktioniert, aber im Ringen mit dem „zionistischen Gebilde“ tragen muslimische Staaten neuerdings in der Schattenwelt der Geheimdienste einen Sieg nach dem anderen davon: Allerlei Getier, das von israelischen Nachrichtendiensten missbraucht wird, konnte bereits dingfest gemacht werden.

Die Türkei, so wird vermeldet, hat soeben einen Rackenvogel als israelischen Spion entlarvt; zuvor hatte Ägypten hinter einem Haiangriff im Roten Meer den Mossad vermutet, und in Saudi-Arabien war ein Gänsegeier unter Spionageverdacht geraten.

Unser persönlicher Favorit:

Der Iran verdächtigte Brieftauben, als diese in der Nähe einer Urananreicherungsanlage gesichtet wurden. Zuvor hatte der Geheimdienst bereits die Festnahme von 14 Eichhörnchen als Erfolg der iranischen Spionageabwehr vermeldet.

 


Ausgespielt: ein Mitglied des in Teheran gesprengten Spionagerings in glücklicheren Tagen

 

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„Flüchtlingslager Jenin fast vollständig zerstört“, meldete die Süddeutsche Zeitung vor zehn Jahren, Korrespondent Heiko Flottau berichtete unter Berufung auf „Augenzeugen“ von auf den Boden gelegten Palästinensern, die von Panzern überrollt wurden. Und die SZ war nicht das einzige Medium, das von einem „Massaker in Jenin“ zu berichten wusste.

Längst weiß man: Dahinter steckte nichts anderes als ein besonders dreistes palästinensisches Propagandastück, lustvoll wiedergekäut und verbreitet von willfährigen Medienvertretern, eine Stunde der Schande für den Journalismus. Am Beispiel des Guardian rollt jemand die Geschichte noch einmal sehr lesenswert auf.

 

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